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Archiv des Autors: Eckhardt Kiwitt

Meinungsaustausch — eine Gegenüberstellung

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„Wissen Sie was Sie sind … !! ??“ Nein, nicht Sie, liebe Leser. Mit den zitierten Worten eröffnete ein anonymer Anrufer gegen Ende der 1980er Jahre ein kurzes Telefongespräch. Es war die Zeit der guten alten Leserbriefe (incl. Leserbrief-Redaktion) und der gelben Telefonbücher (White Pages mit gelbem Cover). Ein Wochenmagazin hatte einen meiner Leserbriefe an einem Donnerstag veröffentlicht, in dem ich mich ein wenig kritisch über „meine speziellen Freunde“, Rechtsextremisten und Rechtsreaktionäre, geäußert hatte; den Wortlaut des Leserbriefs habe ich nicht mehr in Erinnerung. … Weiterlesen

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Auf schwachem Fundament

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Nachdenken im Islam Im Oktober 2014 veröffentlichte das "Magazin für politische Kultur", Cicero, unter der Überschrift „Kein Islam ohne Islamismus“ ein Streitgespräch, das die Islamwissenschaftlerin und Religionspädagogin Lamya Kaddor und der Islamkritiker Hamed Abdel-Samad zum Thema "Ist der Islam friedlich oder stiftet er zur Gewalt an?" geführt hatten. An der Aktualität der getroffenen Aussagen hat sich bislang nach meiner Einschätzung nichts geändert. Ein Leserkommentar dazu:   "Es gibt ja auch keinerlei funktionierende Zivilgesellschaft." sagt Lamya Kaddor (im ersten Teil des Interviews) mit Bezug auf … Weiterlesen

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Narrative und Erkenntnisgewinn

Narrativen, sinnstiftenden Erzählungen, begegnet man in Gesprächen und Medienberichten beinahe täglich. Sinn und Zweck scheint es dabei nicht allein zu sein, irgendetwas zu erzählen, sondern einer Geschichte, einer Idee oder einer Behauptung ungeachtet ihres Wahrheitsgehalts oder ihrer Plausibilität durch häufige Wiederholung allgemeine Anerkennung zu verschaffen. Bisweilen kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass es sich bei der Wiedergabe mancher Narrative um ein gedankenloses Nachplappern einer Erzählung handelt. Eines dieser Narrative ist die These, dass es „den Islam“ nicht geben würde, sondern eine Vielzahl … Weiterlesen

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Koran verworfen — eine Zeitenwende

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Eine Nichtsatire Es begab sich aber zu der Zeit, da das Ende des Zweiten Weltkriegs gerade mal ein paar Wochen zurücklag. Allah war ins Grübeln gekommen. Nicht dass Allah für den Zweiten Weltkrieg und die während dieses internationalen Gemetzels begangenen Greueltaten verantwortlich gewesen wäre oder dass dazu in seinem Koran eine Anleitung oder eine Anweisung zu finden gewesen wäre. Aber das Ausmaß hatte ihm doch zu denken gegeben und er überlegte sich, wie er die Welt ein Stück weit besser machen könnte, da seine … Weiterlesen

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Verfassung oder Grundgesetz

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In Kommentaren und Berichten höre und lese ich immer mal wieder, dass das «Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland» keine Verfassung sei, sondern nur ein Provisorium. Dieser Meinung mag man zustimmen oder auch nicht. Kritiker berufen sich dabei gern auf den Artikel 146, in dem es heißt Dieses Grundgesetz, das nach Vollendung der Einheit und Freiheit Deutschlands für das gesamte deutsche Volk gilt, verliert seine Gültigkeit an dem Tage, an dem eine Verfassung in Kraft tritt, die von dem deutschen Volke in freier Entscheidung beschlossen … Weiterlesen

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Monarchen … sind sie alle nicht

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Dieser Tage ist viel von Monarchen die Rede: Die Queen hatte kürzlich Geburtstag (21.4.), Japan hat einen neuen Kaiser (01.5.), Thailand eine neue Königin (01.5.), der frühere Großherzog von Luxemburg, Jean, ist gestorben (23.4.). Monarchen werden sie genannt — doch Monarchen sind sie nicht. De facto sind diese Länder, deren Oberhäupter sie sind, wie fast alle anderen "Monarchien", parlamentarische Demokratien und Republiken, manche Diktaturen, deren oberste Repräsentanten aus Tradition noch Monarchen genannt werden, ohne jedoch Alleinherrscher zu sein. Sie verfügen über keine oder kaum … Weiterlesen

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Sei so lieb …

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Ein Gedankenspiel Rom, Ostersonntag 2019, „urbi et orbi“ heißt es da wie jedes Jahr, „der Stadt und dem Erdkreis“. Doch an diesem Tag richtet sich diese Paronomasie des Monarchen der Vatikanstadt vielleicht insbesondere an eine bestimmte Adresse, die der Papst jedoch nicht namentlich nennt und auch nicht verurteilt. Am vorangegangenen Karfreitag hatte es in Sri Lanka ein Mehrfachattentat gegeben. Tags darauf verurteilte der vatikanische „Präfekt der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung“ die selbe Tat und twitterte von „barbarischer islamistischer Gewalt“ in Sri … Weiterlesen

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Vom Recht auf freie Meinungsäußerung

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Im Vorfeld einer Konferenz … Auf unsere Verfassung, das Grundgesetz, berufen oder beziehen sich manche Menschen in Auseinandersetzungen mit anderen bisweilen in einer Weise, die bei mir den Eindruck hinterlässt, dass der Text des Verfassungsartikels, um den es geht, gar nicht genau bekannt ist, oder die Aussage eines Verfassungsartikels absichtsvoll zu eigenen Gunsten (und damit zu Ungunsten eines Gegenübers oder Kontrahenten) fehlinterpretiert wird. Dies betrifft z.B. die Artikel 3 — Gleichheit vor dem Gesetz, 4 — Glaubens- und Bekenntnisfreiheit, sowie 5 — Meinungsfreiheit. Im … Weiterlesen

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Ein kurzes Wort zum Atheismus

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Atheismus Der Atheismus, lt. Wikipedia «im engeren Sinne die Überzeugung, dass es keinen Gott bzw. keine Götter gibt», definiert oder erhebt „aus sich heraus“ keinen Machtanspruch. Er leugnet aber, ohne die Anarchie zu befürworten oder zu fordern, den direkten oder indirekten Machtanspruch von Göttinnen und Göttern oder deren irdischen Stellvertretern; vgl. Kant – Aufklärung: Daß der bei weitem größte Teil der Menschen den Schritt zur Mündigkeit, außer dem daß er beschwerlich ist, auch für sehr gefährlich halte, dafür sorgen schon jene Vormünder, die die … Weiterlesen

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Interpretationsmöglichkeiten! — oder ein wenig Augenwischerei?

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«Sehen Sie, das ist Islam.» Ein paar einleitende kurze Worte zum Begriff „Interpretation“: In dem Bild links eine Gruppe Augen zu sehen, die einen anschauen oder anstarren, mag einer Sehgewohnheit, einer Täuschung oder einer Wunschvorstellung entsprechen, eine Interpretation ist es nicht, denn eine Auslegung, Übersetzung oder Erklärung seitens des Betrachters im Sinne des Begriffs „Interpretation“, oder auch eine Deutung, findet nicht statt. In dem Bild die Schwanzfedern eines Pfaus wahrzunehmen, wäre ebenfalls keine Interpretation, sondern allenfalls eine Assoziation, oder einfach das Erkennen eines (bekannten) … Weiterlesen

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«Wer hat ihm das Recht gegeben, zu morden?»

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Die Frage, mit der ich diesen Beitrag überschrieben habe, taucht im Zusammenhang mit Gewaltverbrechen hier und da auf. Manchmal auch in der Form „Woher nimmt er sich das Recht, …“. Als ob es ein solches Recht geben würde. Es handelt sich dabei um eine Suggestivfrage, mit der der Eindruck vermittelt werden soll, einem Täter, einem Mörder sei das Recht zugestanden worden, einen anderen zu töten. Gestellt wird diese Frage bisweilen von Befürwortern der Todesstrafe, die damit jedoch für sich oder für „den Staat“ — … Weiterlesen

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Von Ebenbildern und Ängsten

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— Unsatirisch über’s Gottvertrauen — Es gilt manchen als unumstößliche Gewissheit, dass Gott uns Menschen nach seinem Ebenbild erschaffen hat. Im 1. Buch Mose, der Genesis, 1,26 und 1,27 heißt es dazu: Und Gott sprach: Lasset uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei, die da herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über das Vieh und über alle Tiere des Feldes und über alles Gewürm, das auf Erden kriecht. Und Gott schuf den Menschen zu … Weiterlesen

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Missverstandene Religionsfreiheit

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Religionsfreiheit ist ein umstrittener Begriff. In manchen Ländern hat sie weitreichende Gültigkeit und ist gesetzlich oder verfassungsrechtlich garantiert; manch einer weiß mit dem Begriff möglicherweise nichts anzufangen, da er sich ein Leben ohne seine Religion nicht vorstellen mag. 1.: In Deutschland ist die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses gemäß GG Artikel 4 Satz 1 unverletzlich. 2.: Darüberhinaus wird die ungestörte Religionsausübung gemäß GG Artikel 4 Satz 2 gewährleistet. Zum Verständnis dieser beiden Sätze und Sachverhalte ein … Weiterlesen

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Religion und Zynismus, Tradition und Tabu

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Fatwa von al-Azhar (Kairo, 1978):«Im Namen des barmherzigen und gnädigen Gottes» Die islamrechtliche Todesstrafe bei Apostasie, von mir erstmals thematisiert in dem Aufsatz Das Islam-Prinzip aus dem Jahr 2006, ist für manche ein Tabuthema, über das sie nicht reden, ja das sie einfach ausblenden, totschweigen; für andere mag das Thema zwar unangenehm sein, doch immerhin sprechen oder schreiben sie offen darüber . Manche halten die islamrechtliche Todesstrafe bei Apostasie für eine (länderspezifische) Tradition, von der sie meinen, dass sie nichts mit der Religion zu … Weiterlesen

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Toleranz und Wertschätzung

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Toleranz ist ein vielbemühter Begriff im Umgang mit Menschen aus anderer Herren und Damen Länder, aus anderen Kulturkreisen, Menschen mit anderen Wertvorstellungen oder mit anderen Weltanschauungen als der eigenen. Toleranz ist jedoch auch ein manchmal missverstandener oder unzutreffend interpretierter Begriff, und die Grenze zur Heuchelei ist dabei bisweilen nicht weit entfernt. Ein Erlebnis aus den 1990er Jahren ist mir in Erinnerung, welches anschaulich macht, was Toleranz nicht ist (vgl. den letzten Satz dieses Beitrags). In einem kleinen Restaurant saß ein junges Ehepaar mit seinen … Weiterlesen

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Das selbstherrliche Gott — oder: Vom Ende absoluter Macht

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— Brückenbauer –Heißt es nicht „der Gott“? Eigentlich ja. Aber warum? Sollte ich hier fürderhin und fairerweise nicht immer auch „die Göttin“ nennen, was die Lesbarkeit des Textes nicht erleichtert? Also rede und schreibe ich künftig „das Gott“. Zwar kann man bei diesem Gott keine Wechselwirkungen beobachten oder sonstwie feststellen, weshalb man das Gott von etwas, das nicht existiert, nicht unterscheiden kann und weshalb wir annehmen dürfen, dass es das Gott — außer als Idee in den Köpfen von Menschen — gar nicht gibt. … Weiterlesen

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Gastfreundschaft, Wertschätzung und religiöse Diktate

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Als ein religiös und weltanschaulich neutraler Staat garantiert Deutschland in unserer Verfassung, dem Grundgesetz, in Artikel 4 die Freiheit des Glaubens, des Gewissens sowie die Freiheit des religiösen und des weltanschaulichen Bekenntnisses. Der Staat selbst hat jedoch weder eine Staatsreligion noch eine Staatsweltanschauung. Im November 2018 richtete der amtierende Innenminister der Bundesrepublik Deutschland eine Fortsetzungsveranstaltung der „Deutschen Islam Konferenz“ DIK in Berlin aus. Zu dieser Veranstaltung war eingeladen worden, es wurde jedoch niemand zur Teilnahme gezwungen, sie war freiwillig und oblag den Eingeladenen. Den … Weiterlesen

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Troll-Aus

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Trolle sind bekannt als menschengestaltige Fabelwesen der Mythologie. Im Internetzeitalter hat der Begriff eine neue Bedeutung bekommen: So bezeichnet man nun "eine Person, die ihre Kommunikation im Internet auf Beiträge beschränkt, die auf emotionale Provokation anderer Gesprächsteilnehmer zielen". Für viele Menschen, die häufig im Internet unterwegs sind, ist dies ärgerlich, andere mögen sich daran ergötzen. In "sozialen" Netzwerken wie Facebook sind Internet-Trolle sehr präsent, in den moderierten Kommentarbereichen der Online-Auftritte mancher Zeitungen und Zeitschriften werden einzelne, gemäßigte Troll-Kommentare bisweilen freigeschaltet, weil sie dort m.E. … Weiterlesen

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