Archiv der Kategorie: Sprache

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® Grottel

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Vorläufer von diesem kleinen Text wurden schon mal bei atheisten-info.at veröffentlicht, sowie bei wissenbloggt am 15.9.13.  Hier sollen die modernen Möglichkeiten der Rechtschreibreform anhand von ein paar selbstgetrickten Programmen (apps) demonstriert werden. Da werden die Kultusminister sich umschauen, und neidisch werden sie sein! Es gibt ja so viele Möglichkeiten, von denen man bisher nichts geahnt hat. Also bitte, der kleine humorvolle Text (das Bild von ivabalk, pixabay, soll für Grotteligkeit stehen): Grottel Die Welt ist voller Grottel. Die Grottel glauben an einen Grott. Der … Weiterlesen

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Qualitätslügen für die Qualitätsmedien

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Qualitätslügen für die Qualitätsmedien?   Dieser Titel erweist sich schon nach ein paar Zeilen als reichlich optimistisch. Die Qualität kann man getrost weglassen, dann gibt's Lügen für die Medien. Das trifft die Sache wahrscheinlich besser (Bild: ScienceBlogs bloodnacid). Was Sache ist? Nun ja, Lügen mit neuer Qualität, könnte man sagen. Vor ein paar Jahren machte der Begriff truthiness Furore. Das Bauchgefühl sagt einem intuitiv, was richtig ist. Wenn es sich richtig anfühlt, ist es auch richtig, egal, was Evidenz, Logik und Wissenschaft dazu sagen. Dann … Weiterlesen

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Speaking in coded language

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Die Briten bieten einen Service an, der in Deutschland bislang unbekannt ist. Die Seite parentinfo wird von der Regierung betrieben, und sie hilft den Eltern beim Verständnis ihrer Kinder. Unter Online teen speak – updated kann man lesen, wohin sich die Teenie-Sprache entwickelt, und zu welchem Zweck sie eingesetzt wird (Bild: geralt, pixabay). Speaking in coded language – verschlüsselte Sprache – darum geht es, und das heißt heute KPC – keep parents clueless = haltet die Alten ahnungslos. Seit Jahren nutzen die britischen Teenager … Weiterlesen

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Political correctness am Ende

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Political correctness (pc) gab es erstmal für die konservative Verteidigung traditioneller Werte, als Diffamierungskampagne gegen Liberale, Linke, Feministinnen, Minderheiten, Multikulti, Öffnung der Gesellschaft, Hinterfragen von Tabus. Aber dann drehte sich das. Es wurde ein Sprachgebrauch daraus, der eine besondere Sensibilisierung gegenüber Minderheiten pflegte, und sich der Anti-Diskriminierung verschrieb. Kurz, pc dient heute dazu, Verachtung für die Verächter auszudrücken (Bild: Suffragettendemonstration in New York City 1912). Nun kommt wieder eine Wende, wo es nicht mehr um bloße Sprachcodices geht, sondern um Empfindlichkeiten, die ins Absurde … Weiterlesen

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Liste der logischen Fehler

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Seit Daniel Kahneman sich mit den systematischen Fehlern des menschlichen Denkapparats auseinandergesetzt hat, sind diese Fehler nicht nur in aller Kopf, sondern auch in aller Munde. Dazu gibt es die wissenbloggt-Artikel Schnelles Denken, langsames Denken und Schnelles Denken, langsames Denken reloaded, die das Kahneman-Buch besprechen. Bei wb beschäftigen sich auch die Artikel von Peter Hank mit diesem Thema (Bild: geralt, pixabay). Nun hat die University of Texas at El Paso eine Sammlung angestellt und die Master List of Logical Fallacies herausgebracht. Es geht um … Weiterlesen

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Weltanschauliche Wörterkunde

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Ein Beitrag von Jan M. Kurz (Initiative Humanismus, Partei der Humanisten). Als Freund von sprachlicher Präzision pflegen ich und eine Vielzahl weiterer Menschen in Diskussionen und Erörterungen, egal ob auf schriftliche oder sprachliche Weise, auch in weltanschaulichen oder philosophischen Themengebieten gerne eindeutige Fachformulierungen zu verwenden. Da die allermeisten dezidierten Humanisten mit diesem Vokabular vertraut sind, stellt das auch in aller Regel kein Problem dar und ist allgemein für die inhaltliche Klarheit von Vorteil. Hin und wieder kommt es jedoch vor, dass diese semantische Vorgehensweise … Weiterlesen

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Sprachliche Gleichbehandlung vs. Sprachverhunzer

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Aus Österreich kommt schon der zweite Artikel zum Schutz der Sprache, und es geht keineswegs um typisch österreichsche Ausdrucksweisen. Es geht darum, die deutsche Sprache gegen Verhunzer zu schützen. Dazu hat atheisten-info.at am 17.7. eine lesenswerte Parade von Beispielen gebracht, bis hin zu den politischen Implikationen und den "BürgerInnenmeisterInnen" (Bild: Jankaka, Wikimedia Commons): Sprachliche Gleichbehandlung Bundesgleichbehandlungsgesetz – Begriffsbestimmungen § 2. (..) (4) Vertreterin oder Vertreter des Dienstgebers im Sinne dieses Bundesgesetzes ist jede Bundesministerin, jeder Bundesminister, jede Dienststellenleiterin, jeder Dienststellenleiter, jede und jeder Vorgesetzte … Weiterlesen

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Österreichischer Vorstoß gegen Sprachverhunzer

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Die Presse.com (Wien) berichtet am 14.7. über Gendern: "Feministinnen zwingen Mehrheit ihren Willen auf": In einem offenen Brief fordern Sprachkritiker die "Rückkehr zur sprachlichen Normalität". Gendergerechte Formulierungen seien "zu eliminieren" (Bild: geralt, pixabay).   Dem Wildwuchs durch das sprachliche 'Gendern' soll Einhalt geboten werden, 800 Unterzeichner haben sich bisher gefunden, um gegen den Zwang der "kämpferischen Sprachfeministinnen" anzugehen. Der Regelfall soll das sein, was die Mehrheit als richtig empfindet, man mag sich keinem von oben her verordneten anderen Willen fügen. Die feministischen Anliegen würden … Weiterlesen

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Jurop spieks inglisch

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Darauf haben wir schon lange gewartet. Nun plädiert Matthias Kolb in der Süddeutschen Zeitung für ein klares Bekenntnis zum Englischen als lingua franca der EU. Ein bissel pikant angesichts der britischen Euroskepsis, aber das Ziel stimmt: Jeder Schüler und jeder Student soll Englisch lernen (Bild: Jiri Hodan, Wikimedia Commons). Wiki dazu: In der Europäischen Union werden aktuell 24 Sprachen als Amts- und Arbeitssprachen anerkannt. … Von den Amtssprachen werden im internen Verkehr der Organe vor allem Englisch, Französisch und Deutsch als Arbeitssprachen verwendet, um … Weiterlesen

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Humanistische Grundforderungen für einen zeitgemäßen Schulunterricht

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Hermann Geyer stellt uns einen Text aus seiner Denkfabrik zur Verfügung mit der folgenden inspirierten Einleitung (zu dem wb  dies inspirierende Bild spendiert, Xocolatl, Wikimedia Commons): Damit es nicht dauernd so ausschaut, als würde ich nur lamentieren über die bejammernswerten Zustände allenthalben: Nachdem zuletzt mehrfach Indoktrinierung Diskussionsthema war habe ich mich davon zur Formulierung von abhelfenden Richtlinien inspirieren lassen. (Oder vielleicht bin ich auch einfach inspiriert worden, das weiß man bei all den Spiritussis, von denen angeblich manche wehen, wo sie wollen, ja nie … Weiterlesen

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Tag der Dichterischen Freiheit: 17.3.

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Da haben wir nun den Pi Day verpasst, na und? Pah, da geht's nur um die Quadratur des Kreises, und wenn sich ein Gedächtnisakrobat hinstellt und die ersten 10.000 Stellen aufsagt, dann hat das eigentlich gar nichts zu sagen. Ganz anders ist es, wenn die Poesie ins Spiel kommt. Damit ist nun das Thema Humor erreicht, es geht um den Dichter, das unbekannte Wesen. Zunächst muss man sich klarmachen, die Dichtung gehört zur Lyrik, das kommt von Lyra, der Leier. Ordnungsgemäß gehört Lyrik also … Weiterlesen

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Kurz-Langform oder Lang-Kurzform

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Weil wieder Sonntag ist, gilt der Imperativ zur Kürze nicht (Bild: Pirosko, Wikimedia Commons), und man darf des längeren einen Anlauf zum Humor unternehmen. Diesmal sind die Kürzel ins Visier von wissenbloggt geraten, und das ist ein weites Feld.   Zur Einstimmung eine alte Bauernregel namens giga. Das bedeutet garbage in, garbage out (Mist rein, Mist raus) und trifft besonders gut auf Computer zu. Leider gilt es in der politischen Welt genauso, und manchmal kommt sogar Mist raus, egal, was reinkommt. Mit dieser Einstimmung … Weiterlesen

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Die Frage steht im Raum

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Warum steht die Frage im Raum? Na klar, die wird gestellt, also steht sie. Nur das Fragezeichen am Ende wird gesetzt, das darf sitzen (Bild: Wo ist dein Problem Logo, BPHD, Wikimedia Commons). Die Frage steht, das Fragezeichen sitzt, und wenn zwischendrin eine Pause eingelegt wird, darf die sogar liegen; sie wird schließlich eingelegt. Bei der Absicht, aus dieser Wirrnis Humor zu saugen, sind auch die Übersetzungen interessant. Auffällig ist, auf englisch gibt es keine klare Entsprechung. Da gibt es nichts, was im Raum … Weiterlesen

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Wie kommt die Kuh vom Eis?

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Aus unserer kleinen Wissenswerkstatt: Der Ausdruck "Die Kuh vom Eis holen" bedeutet, dass man eine schwierige Lage entschärft, eine Lösung für ein Problem findet oder sich aus einer unangenehmen Situation befreit (Bild: 4028mdk09, Wikimedia Commons). Eine Erklärung stammt von einem Tierarzt aus Bern: Kühe seien im Gegensatz zu Pferden weniger Fluchttiere. Sie bleiben auch gerne einfach mal stehen. Eine Kuh, die also versehentlich auf eine Eisfläche geraten ist und merkt, dass es unter den Hufen glitschig ist, wird eventuell einfach an Ort und Stelle … Weiterlesen

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Zeig mir das Mäuschen!

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Aus unserer kleinen Wissenswerkstatt: Woher stammt das Wort Muskel? (Smiley: Arkenwiki und Omnidedia von Krabat dem Zauberlehrling, Wikimedia Commons) Der Begriff wird im Deutschen seit dem 18.Jahrhundert verwendet. Gebildet wurde er aus dem lateinischen "musculus". Dabei handelt es sich eine Verkleinerungsform des lateinischen Wortes "mus", welches Maus bedeutet. "Musculus" heißt also übersetzt Mäuschen. Die Vermutung liegt nahe, dass unter der Haut zuckende Muskeln mit einer sich bewegenden Maus verglichen wurden und das Wort so seine Bedeutung bekam. Die Verbindung besteht nämlich auch in anderen … Weiterlesen

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Feilschen

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Aus unserer kleinen Wissenswerkstatt (Bild: Showing off one's haggling skills von may!, Wikimedia Commons): Das Wort stammt von dem altmodischen Adjektiv "feil" ab. Das lässt sich bis ins Althochdeutsche "feili" zurückverfolgen, was "käuflich" bedeutete. Vermutlich gibt es auch eine Verwandtschaft mit dem griechischen Wort (polein) für "verkaufen". Heute wird das Adjektiv "feil" kaum noch benutzt. Früher nannte man zum Beispiel ein Mädchen, das für Geld zu haben war, feile Dirne. Wer etwas verkaufen wollte, bot seine Waren feil. Der Begriff feilschen wird dagegen heute … Weiterlesen

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Seelenverkäufer

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Aus unserer kleinen Wissenswerkstatt, aufgefunden im Netz von Frank Berghaus: "Plagiat" wurde im 18. Jahrhundert aus dem gleichbedeutenden französischen Wort "plagiat" entlehnt. "Plagiat"geht auf das französische "plagiaire" zurück, was jemanden bezeichnet, der "geistiges Eigentum" stiehlt. Seinen Ursprung hat es im lateinischen Ausdruck "plagiarius", was ursprünglich "Seelenverkäufer" oder "Menschenräuber" bedeutete. Quelle: … Weiterlesen

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Ein Gläschen in Ehren

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  Im germanischen Sprachraum war Glas nicht bekannt. Die Einheimischen lernten den Stoff erst durch die Römer kennen. Die brachten ihn hauptsächlich in Form von Schmuck mit. Die Germanen benannten ihn daraufhin nach ihrem gebräuchlichsten Grundstoff für Schmuck – dem Bernstein. Bernstein heißt im germanischen "glasa-z" und geht zurück auf die Wurzel "ghel", die wiederum "glänzend, schimmernd oder blank" bedeutet (Bild: OpenClipart-Vectors, pixabay). http://www.dradiowissen.de/nachrichten.59.de.html?drn:news_id=264938 Siehe auch: http://de.wikipedia.org/wiki/Glas Da die Germanen kein Glas kannten, hatten sie notwendigerweise auch keine Glasfenster, sondern schlichte Öffnungen, durch die … Weiterlesen

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Übersetzungshilfe I+II

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Übersetzungshilfe für religiöse und ideologische Sinnsprüche Der davongelaufene Papst wollte die Bibel in alle Sprachen übersetzen. Wie wär's zur Abwechslung mal in die Sprache der Wahrheit? Was fällt einem beim religiösen Sprachgut denn zuerst ein? Richtig, das Weihevolle, Abgehobene. Aber worin besteht der reale Gehalt, wenn man das Sakrale entstrubbelt? Was bleibt über, wenn man es in Klartext umsetzt? Dieser Frage soll hier nachgegangen werden. Ohne Scheu vor divinen Größen bringen wir eine Gegenüberstellung von ausgewählten religiösen Sentenzen aus dem evangelischen und katholischen Zitatenschatz … Weiterlesen

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Machtergreifung mit Vorwarnung

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Es geht um zwei Themen, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben. Die Rechtschreibreform scheint ja keine Gemeinsamkeiten mit dem Euro zu haben. Das eine ist in der  bundesdeutschen Ausprägung ein föderalistisch durchgesetztes Projekt, das andere ein europäisches. Wieso ziehen dann beide Projekte Aufmerksamkeit auf sich, und zwar hinsichtlich ihrer Durchsetzung? Das liegt an den politischen Methoden und Verfahrensweisen, mit denen die Projekte vorangetrieben wurden. Bei näherem Hinsehen zeigen sich verblüffende Parallelen. Es ist, als ob die Rechtschreibreform das Urbild dessen … Weiterlesen

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Es regnet Schnuppen

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Aus unserer kleinen Wissenswerkstatt (Bild: OpenClipart-Vectors, pixabay): Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um gehortete Wünsche loszuwerden: Die Sternschnuppennacht steht bevor. Jedes Jahr erscheint in der ersten Augusthälfte der Perseidenstrom, der in der Nacht zum Dienstag sein Maximum erreichen soll. Dann jagen bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde über den Nachthimmel. Wir fragen Sternschnuppen-Profis, was da genau geschieht, und wie man die fliegenden Himmelskörper fotografieren kann. http://www.dradiowissen.de/astronomie-es-regnet-schnuppen.33.de.html?dram:article_id=257411 Doch weshalb heißt es „Schnuppe“? Das Wort "Schnuppe" kennen wir umgangssprachlich in der Redewendung "das ist mir schnuppe". … Weiterlesen

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Jemandem aufs Dach steigen

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Aus unserer kleinen Wissenswerkstatt (Bild: Kapa65, pixabay): Die Redewendung stammt von einem Rechtsbrauch aus dem Mittelalter. Ein Verdächtiger, der sich in seinem Haus verkroch und nicht vor Gericht erschien, konnte nicht festgenommen worden, da der private Wohnraum als unverletzlich galt. Also stieg man ihm kurzerhand "aufs Dach" und deckte dieses ab, so dass das Haus keinen Schutz mehr gegen Wind und Wetter bot. Ohne Dach konnte der Angeklagte verhaftet werden. Heute sagt man, dass man "jemandem aufs Dach steigt", wenn man jemanden beschimpft, zurechtweist … Weiterlesen

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Turnier

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In der Rubrik "Wortschatz" befassen wir uns mit der Herkunft eines Wortes. Diesmal fragen wir passend zum Confed-Cup: Woher stammt das Wort "Turnier"? Es bedeutet "sportlicher Wettkampf" und kommt seit der mittelhochdeutschen Zeit vor und hieß früher: "ritterliches Waffenspiel". Es bildete sich vom Verb "turnieren", was "die Pferde tummeln", "im Kreis laufen lassen" bedeutete. Dieses Verb ist wiederum dem altfranzösischen "tornier" – "Drehungen, Bewegungen machen" entlehnt. "Tornier" stammt vom altfranzösischen Wort "torn" für "Dreheisen" ab. … Weiterlesen

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Rabenmutter

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Die Redensart geht auf die Beobachtung zurück, dass junge Raben ähnlich wie junge Stare nach dem Verlassen des Nestes am Boden sehr unbeholfen erscheinen und als zu früh sich selbst überlassen beurteilt wurden. Junge Raben sind zwar Nesthocker, verlassen aber vor Erlangen der Flugfähigkeit aus eigenem Antrieb das Nest. Geläufig ist der Begriff seit Luther, der das Alte Testament (Buch Hiob, 38, 41) übersetzte und entsprechend interpretierte. Auf diesen Hintergründen kam es zu den Begriffen "Rabeneltern" und "Rabenmutter"; es ist aber ein Trugschluss, dass … Weiterlesen

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Foto

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In die deutsche Sprache kommt die "Fotografie" aus dem Englischen: "photography" wurde als Wort für das Lichtbild im 19. Jahrhundert entlehnt. In der englischen Sprache geht das Wort auf den britischen Astronomen Friedrich Wilhelm Herschel zurück, der deutsche Wurzeln hat. Er kombinierte die griechischen Wörter für Licht ("photós") und für Schreiben und Aufzeichnen ("gráphein") miteinander. Auch das Wort "fotogen" hat über den Umweg des englischen "photogenic" seine Wurzeln im Griechischen. Darin steckt das Wort für Werden und Entstehen ("gígnesthai"). Fotogen heißt also "ein Lichtbild … Weiterlesen

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