Archiv der Kategorie: Sprache

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Gastfreundschaft, Wertschätzung und religiöse Diktate

Als ein religiös und weltanschaulich neutraler Staat garantiert Deutschland in unserer Verfassung, dem Grundgesetz, in Artikel 4 die Freiheit des Glaubens, des Gewissens sowie die Freiheit des religiösen und des weltanschaulichen Bekenntnisses. Der Staat selbst hat jedoch weder eine Staatsreligion noch eine Staatsweltanschauung. Im November 2018 richtete der amtierende Innenminister der Bundesrepublik Deutschland eine Fortsetzungsveranstaltung der „Deutschen Islam Konferenz“ DIK in Berlin aus. Zu dieser Veranstaltung war eingeladen worden, es wurde jedoch niemand zur Teilnahme gezwungen, sie war freiwillig und oblag den Eingeladenen. Den … Weiterlesen

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Troll-Aus

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Trolle sind bekannt als menschengestaltige Fabelwesen der Mythologie. Im Internetzeitalter hat der Begriff eine neue Bedeutung bekommen: So bezeichnet man nun "eine Person, die ihre Kommunikation im Internet auf Beiträge beschränkt, die auf emotionale Provokation anderer Gesprächsteilnehmer zielen". Für viele Menschen, die häufig im Internet unterwegs sind, ist dies ärgerlich, andere mögen sich daran ergötzen. In "sozialen" Netzwerken wie Facebook sind Internet-Trolle sehr präsent, in den moderierten Kommentarbereichen der Online-Auftritte mancher Zeitungen und Zeitschriften werden einzelne, gemäßigte Troll-Kommentare bisweilen freigeschaltet, weil sie dort m.E. … Weiterlesen

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Speaking in coded language

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Die Briten bieten einen Service an, der in Deutschland bislang unbekannt ist. Die Seite parentinfo wird von der Regierung betrieben, und sie hilft den Eltern beim Verständnis ihrer Kinder. Unter Online teen speak – updated kann man lesen, wohin sich die Teenie-Sprache entwickelt, und zu welchem Zweck sie eingesetzt wird (Bild: geralt, pixabay). Speaking in coded language – verschlüsselte Sprache – darum geht es, und das heißt heute KPC – keep parents clueless = haltet die Alten ahnungslos. Seit Jahren nutzen die britischen Teenager … Weiterlesen

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Political correctness am Ende

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Political correctness (pc) gab es erstmal für die konservative Verteidigung traditioneller Werte, als Diffamierungskampagne gegen Liberale, Linke, Feministinnen, Minderheiten, Multikulti, Öffnung der Gesellschaft, Hinterfragen von Tabus. Aber dann drehte sich das. Es wurde ein Sprachgebrauch daraus, der eine besondere Sensibilisierung gegenüber Minderheiten pflegte, und sich der Anti-Diskriminierung verschrieb. Kurz, pc dient heute dazu, Verachtung für die Verächter auszudrücken (Bild: Suffragettendemonstration in New York City 1912). Nun kommt wieder eine Wende, wo es nicht mehr um bloße Sprachcodices geht, sondern um Empfindlichkeiten, die ins Absurde … Weiterlesen

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Weltanschauliche Wörterkunde

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Ein Beitrag von Jan M. Kurz (Initiative Humanismus, Partei der Humanisten). Als Freund von sprachlicher Präzision pflegen ich und eine Vielzahl weiterer Menschen in Diskussionen und Erörterungen, egal ob auf schriftliche oder sprachliche Weise, auch in weltanschaulichen oder philosophischen Themengebieten gerne eindeutige Fachformulierungen zu verwenden. Da die allermeisten dezidierten Humanisten mit diesem Vokabular vertraut sind, stellt das auch in aller Regel kein Problem dar und ist allgemein für die inhaltliche Klarheit von Vorteil. Hin und wieder kommt es jedoch vor, dass diese semantische Vorgehensweise … Weiterlesen

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Sprachliche Gleichbehandlung vs. Sprachverhunzer

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Aus Österreich kommt schon der zweite Artikel zum Schutz der Sprache, und es geht keineswegs um typisch österreichsche Ausdrucksweisen. Es geht darum, die deutsche Sprache gegen Verhunzer zu schützen. Dazu hat atheisten-info.at am 17.7. eine lesenswerte Parade von Beispielen gebracht, bis hin zu den politischen Implikationen und den "BürgerInnenmeisterInnen" (Bild: Jankaka, Wikimedia Commons): Sprachliche Gleichbehandlung Bundesgleichbehandlungsgesetz – Begriffsbestimmungen § 2. (..) (4) Vertreterin oder Vertreter des Dienstgebers im Sinne dieses Bundesgesetzes ist jede Bundesministerin, jeder Bundesminister, jede Dienststellenleiterin, jeder Dienststellenleiter, jede und jeder Vorgesetzte … Weiterlesen

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Österreichischer Vorstoß gegen Sprachverhunzer

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Die Presse.com (Wien) berichtet am 14.7. über Gendern: "Feministinnen zwingen Mehrheit ihren Willen auf": In einem offenen Brief fordern Sprachkritiker die "Rückkehr zur sprachlichen Normalität". Gendergerechte Formulierungen seien "zu eliminieren" (Bild: geralt, pixabay).   Dem Wildwuchs durch das sprachliche 'Gendern' soll Einhalt geboten werden, 800 Unterzeichner haben sich bisher gefunden, um gegen den Zwang der "kämpferischen Sprachfeministinnen" anzugehen. Der Regelfall soll das sein, was die Mehrheit als richtig empfindet, man mag sich keinem von oben her verordneten anderen Willen fügen. Die feministischen Anliegen würden … Weiterlesen

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Humanistische Grundforderungen für einen zeitgemäßen Schulunterricht

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Hermann Geyer stellt uns einen Text aus seiner Denkfabrik zur Verfügung mit der folgenden inspirierten Einleitung (zu dem wb  dies inspirierende Bild spendiert, Xocolatl, Wikimedia Commons): Damit es nicht dauernd so ausschaut, als würde ich nur lamentieren über die bejammernswerten Zustände allenthalben: Nachdem zuletzt mehrfach Indoktrinierung Diskussionsthema war habe ich mich davon zur Formulierung von abhelfenden Richtlinien inspirieren lassen. (Oder vielleicht bin ich auch einfach inspiriert worden, das weiß man bei all den Spiritussis, von denen angeblich manche wehen, wo sie wollen, ja nie … Weiterlesen

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Machtergreifung mit Vorwarnung

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Es geht um zwei Themen, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben. Die Rechtschreibreform scheint ja keine Gemeinsamkeiten mit dem Euro zu haben. Das eine ist in der  bundesdeutschen Ausprägung ein föderalistisch durchgesetztes Projekt, das andere ein europäisches. Wieso ziehen dann beide Projekte Aufmerksamkeit auf sich, und zwar hinsichtlich ihrer Durchsetzung? Das liegt an den politischen Methoden und Verfahrensweisen, mit denen die Projekte vorangetrieben wurden. Bei näherem Hinsehen zeigen sich verblüffende Parallelen. Es ist, als ob die Rechtschreibreform das Urbild dessen … Weiterlesen

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Jemandem aufs Dach steigen

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Aus unserer kleinen Wissenswerkstatt (Bild: Kapa65, pixabay): Die Redewendung stammt von einem Rechtsbrauch aus dem Mittelalter. Ein Verdächtiger, der sich in seinem Haus verkroch und nicht vor Gericht erschien, konnte nicht festgenommen worden, da der private Wohnraum als unverletzlich galt. Also stieg man ihm kurzerhand "aufs Dach" und deckte dieses ab, so dass das Haus keinen Schutz mehr gegen Wind und Wetter bot. Ohne Dach konnte der Angeklagte verhaftet werden. Heute sagt man, dass man "jemandem aufs Dach steigt", wenn man jemanden beschimpft, zurechtweist … Weiterlesen

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