Die Sprache der Hetzer

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In Hammamet in Tunesien gibt es eine kleine, aber durchaus aktive katholische Gemeinde mit einem schön gelegenen ruhigen Zentrum nur 2 Gehminuten vom Mittelmeer entfernt. Im Garten vor der Kirche finden meist gut besuchte Zusammenkünfte und Wohltätigkeits-Basare statt. Die Priester sind zumeist Franzosen, die wohl von der «Weltkirche» jeweils für gewisse Zeit hierher abkommandiert werden. Während der Feriensaison liegen die Texte in vielen Sprachen aus, und je nachdem aus welchen Ländern die Besucher der Messen stammen, wird die Predigt von vorher gebetenen Laien in der jeweiligen Landessprache verlesen. Ich selbst habe eine derartige Bitte des Priesters allerdings dankend abgelehnt.

Die tunesischen Gemeindemitglieder leben und arbeiten in dem islamischen Umfeld, doch eines Tages gehen auch sie den Weg, den wir alle noch vor uns haben, und sterben. Der christliche Friedhof liegt an sehr prominenter Stelle an der massigen Mauer der Medina. Er ist bestens gepflegt und lädt zum Verweilen ein. Hier befindet sich auch das Grab Bettino Craxis, dessen Witwe nach wie vor die Fondazione Bettino Craxi leitet und sehr viel Gutes für Kinder stiftet – unabhängig von deren Religionszugehörigkeit.

Ich habe noch nie gehört, dass irgendjemand in Tunesien mit Ausnahme der Salafisten  Anstand genommen hätte an den Friedhöfen anderer Glaubensrichtungen. So gibt es auch etliche jüdische Friedhöfe, ein recht grosser sogar in der Nachbargemeinde von Hammamet, der Gouvernoratsstadt Nabeul. Und natürlich gibt es im Land verstreut noch etliche mehr – chistlich und jüdisch.

Niemand hier – nicht einmal die Salafisten – käme auf die absurde Idee, unter Hinweis auf die Existenz solcher Friedhöfe nun eine schleichende Christianisierung oder Judaisierung Tunesiens herbei zu fabulieren.

Doch schauen wir uns einmal den umgekehrten Fall an. Da berichtet die WAZ am 29. Juni:

Muslimische Vereine sollen ab 2013 eigene Friedhöfe in Nordrhein-Westfalen betreiben dürfen. Kommunen sollen muslimischen Vereinen einen Friedhof genehmigen können, wenn die Religionsgemeinschaft den dauerhaften Betrieb sicherstellen kann.

Das sieht ein Gesetzentwurf der rot-grünen Landesregierung vor, der in Kürze in die Verbändeanhörung geht. Anschließend wird der Landtag beraten. Bis zum Frühjahr 2013 soll es dann in NRW ein neues Bestattungsgesetz geben.

Ministerin Barbara Steffens (Grüne) will den Muslimen eine nach dem Brauchtum ausgerichtete Bestattung aus einer Hand erleichtern und sich für eine bessere Qualität der Leichenschau einsetzen. Viele Muslime lassen sich heute in ihren Herkunftsländern bestatten. Künftig könnten sich mehr muslimische Bürger in NRW in Grabstätten in der Nähe ihrer Kinder und Enkelkinder bestatten lassen, sagte Steffens. Bisher gibt es in NRW keine Friedhöfe in muslimischer Trägerschaft.

Man möchte meinen, dass es langsam an der Zeit ist, dass Moslems auch in NRW endlich ihre eigenen Begräbnisstätten bekommen, ebenso wie die Juden (um nur diese zu nennen) ganz selbstverständlich ihre eigenen Friedhöfe betreiben. Den ca. 200.000 Juden in Deutschland stehen mittlerweile geschätzt 4-5 Millionen Moslems gegenüber (zu den Zahlen der Religionen in D siehe Religionen in Deutschland: wikipedia. Zu den jüdischen Friedhöfen vergleiche Jüdische Friedhöfe in Deutschland: hier). Es ist auch durchaus nicht so, dass die Regierung von NRW mit ihrem Erlass Neuland beschritte. Den ersten moslemischen Friedhof in Deutschland kann man (als Sehenswürdigkeit in den Stadtführer aufgenommen) seit 1866 in Berlin am Columbiadamm in Augenschein nehmen (Berlin-Sehenswuerdigkeiten). In der Zwischenzeit sind etliche hinzugekommen.

Auch der WAZ (siehe auch deren Titelbild des jüdischen Grabfelds in Kiel) war dieser Erlass keinen grossen Aufmacher wert. Zu selbstverständlich ist die Botschaft.

Doch betrachten wir, was auf rechtsgewirkten Islamhetzerseiten aus dieser Story gemacht wird. Ich wähle ganz bewusst nicht das Flaggschiff der Islamophoben, Politically Incorrect, sondern einen der vielfältigen Ableger dieser Art von Hinterhofblogs, Quotenqueen, im November 2010 von drei bei PI geschassten Redakteuren und Autoren gegründet. (Anmerkung: Unter einem Hinterhofblog verstehe ich ein lichtscheues Gebilde, das es nicht einmal wagt, die presserechtliche Verantwortung für das eigene Geschreibsel zu übernehmen, sondern sich mit anonymen Betreibern möglichst auf für die Justiz schwer zugänglichen ausländischen Servern herumtreibt).

Sie sind sich nicht zu schade, auch noch die Toten für ihre wirre Argumentation heranzuziehen, um unter ihren Lesern die Angst vor der Islamisierung Deutschlands zu schüren. Dass dabei auch noch – so  ganz nebenbei – einige Seitenhiebe auf die verhassten Sozialdemokraten und Grünen abfallen, versteht sich so zu sagen am Rande. Es gibt mit Sicherheit an den verschiedensten Ausformungen des Islam in Deutschland und den potenziellen Gefahren, die durch diese Religion für die Gesellschaft ausgehen, etliches zu kritisieren, doch wenn man auch noch den Toten ihre Ruhe nimmt, so ist das in einer geradezu unbeschreiblichen Weise schäbig und verantwortunngslos. Doch lesen Sie selbst auf quotenqueen :

Damit die dringend benötigten Fachkräfte uns auch über den Tod hinaus erhalten bleiben und nicht posthum noch dahin zurückkehren, wo mancher besser geblieben wäre, führt die neu gewählte Pleiteregierung von Hannelore Kraft jetzt neue Friedhöfe nur für Mohammedaner ein. Schließlich kann man den Rechtgläubigen nicht zumuten, neben Ungläubigen zu ruhen. Im Gespräch sind auch weitere Rücknahmen zivilisatorischer Errungenschaften im Bestattungsgesetz. Mohammedaner müssen ihren Glauben entsprechend sofort beigesetzt werden, also ohne die in der Zivilisation übliche Wartezeit. Und Särge sind auch nicht üblich, da es in der Wüste kein Holz gibt. Da ist noch einiges kultursensibles Entgegenkommen drin.

[…]

Was wird wohl passieren, wenn der muslimische Verein nach einiger zeit erklärt, dass ihm der Friedhof doch zu teuer wird?

Jeden weiteren Kommentar hierzu erachte ich von meiner Seite aus als überflüssig.

Nur ein kleiner Nachsatz: Ohne es zu merken stellen sich solche Schreiberlinge auf ein und dieselbe Stufe mit den Salafisten – nur mit umgekehrtem Vorzeichen.

Erstveröffentlichung im Juli 2012.

Weitere Arbeiten desselben Autors siehe hier.

 

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41 Antworten auf Die Sprache der Hetzer

  1. Frank Berghaus sagt:

    Romana Blechschmidt meint:

    "Volle Zustimmung. Ich finde es nur schade, dass sich Menschen aufgrund ihrer Religion noch als Leichen voneinander abgrenzen müssen". :-(

  2. Emil Ule sagt:

    Die Sache mit den Friedhöfen – das hat noch eine ganz andere Dimension: die eigenen islamischen Friedhöfe sind vor allem deshalb notwendig, weil es bei moslemischen Bereichen in christlichen Friedhofen regelmässig zu Problemen kam, weil die durch tote Christen kontaminierte Erde in den Neu-muslimischen Bereichen ausgetauscht werden musste. Was dann natürlich regelmässig für ziemlich schlechte Stimmung unter den Christen geführt hat. Insofern sind die eigenen islamischen Friedhöfe zwangsläufig – geht gar nicht anders. Die sind kein Zeichen von Toleranz, sondern von genau dem Gegenteil… 

  3. Ein Teil von jener Kraft sagt:

    Die … in … wurde um 1860… errichtet. Sie befindet sich auf dem historischen Friedhof …, direkt hinter der Fürstengruft, und ist mit dieser unterirdisch verbunden. Der Sarg … befindet sich unmittelbar in der unterirdischen Verbindung zwischen der Fürstengruft und der … Der Sarg ihres Gatten … ist unmittelbar daneben angeordnet. Von der … führt eine, heute durch eine Metallplatte verschlossene, Wendeltreppe in diese unterirdische Verbindung zur Fürstengruft.
    Da … zur …-familie gehörte, verlangte „das Protokoll“, dass sie auf … Erde beerdigt werden müsse. Andererseits war sie auch die Regentin … und musste demzufolge in …begraben werden. Man konnte beide Bedingungen erfüllen, indem mehrere Wagenladungen original … Erde aus der Gegend um … nach … gekarrt wurden, die zu einem Hügel im …Friedhof aufgeschüttet wurden, auf welchem die … erbaut wurde.

    Um welche Religion gehts? Und um welchem Ort? Kleiner Tipp: In der Fürstengruft liegen nicht nur Fürsten.
     

  4. Rechtspopulist sagt:

    Der historische Monotheismus ist sich mal wieder uneins.
    Wir brauchen ja nicht nur islamische Friedhöfe, sondern auch islamischen Religionsunterricht, islamische Helal-Produkte, islamische Gebetsräume und Großmoscheen, islamische Kulturzentren, islamische Schwimmzeiten in unseren Schwimmbädern …
    Wir brauchen mehr Islam! :-)

  5. Saejerlaenner sagt:

    Lieber WiM,
     
    ob es sich bezüglich der geweihten Erde so verhält, wie #2 Emil Ule geschrieben hat, weiß ich nicht, es sei dahingestellt  Ich denke, daß du völlig recht hast, es ist unwürdig, wenn der türkische Opa, der hier 30 – 40 Jahre malocht hat, noch nicht mal einen klitzekleinen Platz zur Verfügung gestellt bekomen kann, wo er sich gemäß seiner heimatlichen Traditionen anständig bestatten lassen kann. Heimat ist Heimat, und die trägt man im Herzen, vermutlich noch viel mehr, wenn man in der Fremde lebt.
     
    Die Tatsache, daß man solche Dinge in der Politik auf die Agenda setzt und in der Presse thematisiert, hat mit einiger Wahrscheinlichkeit nichts mit dem türkischen Opa zu tun. Dafür um so mehr mit seinem Nachwuchs der 2. und 3. Generation, der sich – inklusive der ganzen im Prinzip illegalen Zuwanderer und eingewanderten Verbrecherclans – wie eine Besatzungsmacht geriert und dafür sorgt, daß in beinahe allen größeren deutschen Städten Stadtteile existieren, die man ohne Gefahr für Leib und Leben nicht mehr betreten kann (was definitiv Fakt ist).
     
    Insofern denke ich, daß die kulturellen Verschiedenheiten gar nicht so sehr der Zankapfel sind. Vielmehr geht es – wie so oft – darum, daß viele der Einheimischen das zugelaufene Pack satt haben bis Oberkante Unterlippe, um es mal so auszudrücken. Der Leidtragende ist u.a., eher gesagt v.a., der anständige türkische Opa, den jeder in der Nachbarschaft kennt und schätzt, weil er ein feiner Kerl ist.

  6. Rechtspopulist sagt:

    #5Saejerlaenner am 2. Juli 2012 um 19:38
    Das Problem heimatlicher Traditionen ist aber auch, dass mit eben diesen auch die Beschneidung begründet werden kann, dazu das Kopftuch, usw. usw. Schritt für Schritt bekommen wir Islam, Islam und nochmals Islam.
    Warum kann der Opa nicht auf einem normalen Friedhof beerdigt werden? Welche wissenschaftlich fundierten Fakten sprechen dagegen?

  7. Ein Teil von jener Kraft sagt:

    #5Saejerlaenner am 2. Juli 2012 um 19:38

    Die Tatsache, daß man solche Dinge in der Politik auf die Agenda setzt und in der Presse thematisiert, hat mit einiger Wahrscheinlichkeit nichts mit dem türkischen Opa zu tun.

    Womit soll es sonst zu tu  haben? Jetzt ist es halt soweit dass die 1. Zuwanderergeneration sich verstärkt verabschiedet. Und dass nach Religionen getrennt beerdigt wird ist ja nun weiß Gott nichts Neues (offenbar liegen ja auch Christen in nichtchristlichen Ländern lieber unter sich, anstatt sich in die Mehrheitsgesellschaft zu integrieren :-)). Und überhaupt, andere Länder, andere Grabpflege- und Trauerfeiersitten; schon das macht eine Segregation sinnvoll.
     

  8. Frank Berghaus sagt:

    #6 Rechtspopulist am 2. Juli 2012 um 19:53

    Warum kann der Opa nicht auf einem normalen Friedhof beerdigt werden? Welche wissenschaftlich fundierten Fakten sprechen dagegen?

    Frag das mal die Juden – oder orthodoxe Christen. Alle wollen Ihre eigenen Friedhöfe. Natürlich ist das nicht wissenschaftlich begründbar. Doch wenn wir es den Juden zugestehen, spricht kaum etwas dagegen, es auch den Moslems zu gewähren.

    Und solange keine Vorhäute mitbeerdigt werden, ist doch alles in Ordnung, oder? :-)

  9. Frank Berghaus sagt:

    #7 Ein Teil von jener Kraft am 2. Juli 2012 um 20:00

    Volle Zustimmung!

  10. Frank Berghaus sagt:

    Geradezu ein Paradebeispiel von Islamhetze gibt heute einmal mehr Herr Stürzenberger auf PI von sich mit einem höchst schlampig recherchierten Artikel, in dem es um die Ermordung eines polnischen Priesters in Tunesien geht. Obwohl seit 1 1/2 Jahren klar ist, dass es sich um einen Einzeltäter handelte, bauscht PI das Ganze wieder zu einer moslemischen Gesinnungstat auf. Kein Wort davon ist wahr. Das kann man selbst bei den Silesianern nachlesen.

    http://www.infoans.org/1.asp?sez=1&sotsez=13&doc=7524&lingua=2
    «On 21 February 2011 the Tunisian authorities announced the arrest of the presumed killer: Szorki Ben Mustapha Bel-Sadek El Mestiri who was working as a carpenter in the Salesian school in Manouba and had been unable to repay a loan he had received from Fr Rybinski. The trial is still in progress.»

    Es war ein Einzeltäter, der 2.000 Dinar (1.000 €) Vorschuss auf Material unterschlagen hatte, und nachdem Rybinski das Geld zurückforderte, statt zum leeren Portemonnaie zum Messer griff. Ein schlichter Mord, der nichts mit «den» Moslems zu tun hat.

    Diese Taktik hat Methode.

  11. ingres sagt:

    #3 Ein Teil von jener Kraft am 2. Juli 2012 um 19:13
     
    Sobald die Russisch-Orthodoxe Kirche die Orthodoxisierung Deutschlands plant und durchführt und dabei vom deutschen Staat maßgeblich gefördert wird, sowie Grundgesetz und Rechtsstaat dadurch abgeschafft werden, würde ich dagegen protestieren, wenn und so lange man mich lassen würde.Das ist eigentlich ein Grundrecht, selbst wenn ich mich irren würde. 
    Wenn diese Orthodoxisierung  sich zu den  jetzigen  (noch vorhandenen) Freiheiten neutral verhalten würde, bzw, dazu (weitgehend) neutral gehalten werden könnte oder gar die Gesellschaft  bereichern oder verbessern würde, wäre sie  mir egal, bzw. würde ich das einfach laufen lassen. 

  12. Frank Berghaus sagt:

    Jedenfalls habe ich der Königin der Quoten (oder zumindest deren Anhängern) mit diesem kleinen Artikel eine grosse Freude bereitet. :-)

  13. kosh sagt:

    <i>- … das Flaggschiff der Islamophoben, Politically Incorrect, sondern einen der vielfältigen Ableger dieser Art von Hinterhofblogs, Quotenqueen, im November 2010 von drei bei PI geschassten Redakteuren und Autoren gegründet. (Anmerkung: Unter einem Hinterhofblog verstehe ich ein lichtscheues Gebilde, das es nicht einmal wagt, die presserechtliche Verantwortung für das eigene Geschreibsel zu übernehmen, sondern sich mit anonymen Betreibern möglichst auf für die Justiz schwer zugänglichen ausländischen Servern herumtreibt).</i>
     
    Interessant.
     
    Wie auch immer, jede mir bekannte Religion IST das Geschäft mit der ANGST. Das und nur das ist das Geschäftsmodell: Angst. Sie reflektiert Angst, sie erzeugt Angst, sie schürt Angst, die Angst der Gläubigen UND Ungläubigen, die Angst ihrer Befürworter und ihrer Gegner.
     
    Die Amis auf Kurs
    Grüsse
    kosh
     

  14. Rechtspopulist sagt:

     
    #8Frank Berghaus am 2. Juli 2012 um 20:01
    "Frag das mal die Juden – oder orthodoxe Christen."
     
    Nein, das tue ich nicht. Es gibt gar keinen Grund das zu tun.

  15. Rechtspopulist sagt:

    #8Frank Berghaus am 2. Juli 2012 um 20:01
    "Doch wenn wir es den Juden zugestehen, spricht kaum etwas dagegen, es auch den Moslems zu gewähren."
     
    Ja, und wenn wir islamsiche Friedhöfe bauen, dann bitte strikt getrennt für Sunniten und Schiiten, dazu müssen wir dann aber auch den islamischen Religionsunterricht fördern, das Kopptuch für Jungmuslimas ab heiratsfähigem Alter – also ab 6 Jahren -, dazu muss dann überall für ausreichend Helal-Essen gesorgt werden, überall in öffentlichen Gebäuden müssen Gebetsräume, Waschräume – exklusiv für Muslime, natürlich strikt nach Geschlechtern getrennt, eingerichtet werden. Die Fenster unserer Schwimmbäder werden zugemauert, Freibäder geschlossen, Alkohol verboten …
    Großmoscheen mit voller Infrastruktur drum rum werden ja schon gebaut, islamische Kulturzentren auch – das wird eine bunte Zukunft.

  16. Frank Berghaus sagt:

    #15 Rechtspopulist am 2. Juli 2012 um 21:26

    Und was schlägst du konkret vor? Alle Religionen abschaffen? Das wird leider so schnell nicht möglich sein – so sehr das auch wönschenswert wäre.

    Also kann es uns im ersten Schritt doch nur darum gehen, dass sie die Gesellschaft nicht über Gebühr belästigen. Das bleibt ohnehin eine riesengrosse Aufgabe.

    Doch bei den Toten beginnen?

  17. Rechtspopulist sagt:

    #16Frank Berghaus am 2. Juli 2012 um 22:10
     
    Mir wäre das Ganze völlig egal, wenn der Islam nicht die Angewohnheit hätte, jede Art von Zugeständnis als Schwäche der Kuffar zu interpretieren, die dort ja bekanntermaßen "schlimmer als das Vieh" sind.
    Das Ganze Theater läuft solange, bis alles islamisch ist – so lautet ja auch der Auftrag.
    Von daher bin ich dem Islam gegenüber genau so tolerant, wie er mich toleriert.
    Es gibt Friedhöfe, da kann jeder beerdigt werden und gut is'.
     
    #2Emil Ule am 2. Juli 2012 um 17:43
    " … die eigenen islamischen Friedhöfe sind vor allem deshalb notwendig, weil es bei moslemischen Bereichen in christlichen Friedhofen regelmässig zu Problemen kam, weil die durch tote Christen kontaminierte Erde in den Neu-muslimischen Bereichen ausgetauscht werden musste."
    So kenne ich die Sache auch – und habe von dieser aberwitzigen Extrawürsterei die Nase voll.

  18. Rechtspopulist sagt:

    #16Frank Berghaus am 2. Juli 2012 um 22:10
    "Also kann es uns im ersten Schritt doch nur darum gehen, dass sie die Gesellschaft nicht über Gebühr belästigen."
     
    Mit endlosen Anpassungen und Zugeständnissen erreicht man das aber ganz und gar nicht.

  19. Frank Berghaus sagt:

    #18 Rechtspopulist am 2. Juli 2012 um 22:37

    Dann also noch einmal: Was schlägst du vor? Es sollte schon etwas sein, das den Gleichbehandlungsgrundsatz nicht verletzt, sonst bleibt es Illusion.

  20. Rechtspopulist sagt:

    #19Frank Berghaus am 2. Juli 2012 um 22:44
    Islam ist für mich keine Religion, sondern ein komplettes Gesellschaftssystem. Insofern sehe ich gar keinen Grund, warum dieses totalitäre Gesellschaftsmodell in irgendeiner Weise einem Gleichbehandlungsgrundsatz unterliegen sollte.
    Meine Antwort ist ganz einfach: nichts tun. Es gibt halt keine Extrawürste für den Islam und gut is'. Wir haben ja wohl genug Friedhöfe.
    Weil Verbrennung billiger ist, werden Kuffar, die Hart IV beziehen, hierzulande selbstverständlich aus Kostengründen eingeäschert. Aber sowas würde ja den Islam beleidigen …
    Dafür werden für Moslems jetzt wieder Gesetze geändert, damit der Islam mal wieder nicht beleidigt ist.

  21. Frank Berghaus sagt:

    #20 Rechtspopulist am 2. Juli 2012 um 22:54

    Tja, wenn es wirklich so einfach wäre in einem Rechtsstaat, der wir trotz vieler gegenteiliger Behauptungen immer noch sind.

    Träumen ist ja schön, aber es bringt uns keinen Millimeter bei der Lösung der Probleme weiter.

  22. Rechtspopulist sagt:

    #21Frank Berghaus am 2. Juli 2012 um 23:00
     
    Die Lösung kann aber nicht sein, dass wir uns dem Islam beugen, bloß, weil er endlose Probleme verursacht. Leider haben verlernt, klar und deutlich NEIN zu sagen.
    Was Tunesien betrifft: Ist es nicht so, dass es dort schon christliche Friedhöfe gab, bevor der Islam dort erschienen ist?

  23. kantomas sagt:

    Nur ein kleiner Nachsatz: Ohne es zu merken stellen sich solche Schreiberlinge auf ein und dieselbe Stufe mit den Salafisten – nur mit umgekehrtem Vorzeichen.
     
    Genauso ist es! Das ist auch meine Rede. Sie sind längst zu dem geworden, was sie bekämpfen wollen. Sie würden am liebsten jeden aus dem Land jagen, der aus einem islamischen Kulturkreis kommt. Nur diejenigen, die ihnen dabei dienlich sein können, akzeptieren sie. Alle anderen sind für sie nichts anderes als Untermenschen. Bestes Beispiel ist dieser Artikel. Schaut einfach mal in den Meinungthread dort rein. Dort kann man die Krankheit an der sie leiden in ihrer vollen Pracht geniessen. Wenn diese Herrschaften oder ihre Partei jemals an die Macht kommen sollte, wird ein Frank Berghaus genauso am Scheiterhaufen verbrannt wie kantomas. Und das Urteil wird lauten: Schuldig, weil ihr uns widersprochen habt. Die Krankheit, an der diese mit Schaum vor dem Mund hetzenden Herrschaften leiden, hat nichts mehr mit dem Islam zu tun. Sie benutzen den Islam als Vorwand, um ihren Hass auf jeden zu richten, der ihnen nicht passt. Armseliger Haufen voller menschenverachtender Hetzer. Da kann sich jeder vernünftige Mensch nur angewidert abwenden.
     
     

  24. Frank Berghaus sagt:

    #22 Rechtspopulist am 2. Juli 2012 um 23:03

    Es soll sich ja niemand beugen – irgendwie kriegst du da immer was ins falsche Ohr (oder Auge). Es geht doch schlicht darum, nach politischen Möglichkeiten zu suchen, das Treiben der Religionen einzugrenzen bis zum Idealzustand Null.

    Der Hinweis darauf, dass der Islam daneben ein komplettes Gesellschaftsmodell darstellt, überzeugt da wenig, da es nicht akzeptiert wird. Das trifft auch auf andere Religionen zu.

    Alle christlichen Friedhöfe in Tunesien wurden während der Kolonialzeit und nach der Unabhängigkeit angelegt. Alle davor liegenden sind nicht mehr vorhanden, zumindest wird nichts dergleichen ausgewiesen.

  25. ingres sagt:

    Es gibt mit Sicherheit auch jetzt bereits eine Menge Möglichkeiten, die Gefahr der Islamisierung zu begrenzen. Ausweisung bei bestimmten Straftaten. Den Migrationshintergrund eines Straftäters nicht verschweigen. Familiennachzug begrenzen. Keine Importbräute."Integration" als Bringschuld. Keine Bevorzugung von Migranten. Wirtschaftsflüchtlinge von Asylanten unterscheiden. .Ja und kulturell muß man bei Weihnachten usw. doch wohl keine Abstriche machen, nur um Beleidigungen des Islam zu vermeiden. Das könnte hier jetzt ellenlang fortgesetzt werden.
    Rechtsstaatlich sicher alles möglich. Freilich steht all das wegen der  herrschenden politisch korrekten Staatskulte nicht zur Debatte. Und  mir ist natürlich schon klar, dass sich die Probleme, wenn die vorgeschlagenen Maßnahmen durchgeführt würden, verlagern. Ob sich also noch was lösen läßt weiß ich nicht. Könnte schon zu spät sein.

  26. Frank Berghaus sagt:

    #25 ingres am 2. Juli 2012 um 23:35

    Über die von Ihnen vorgeschlagenen Massnahmen gibt es bei uns (inkl. aller Kulturmoslems und Ex-Moslems hier bei WB) keinerlei Differenzen. Mit rechtsstaatlichen Methoden ist vieles möglich, was leider nicht mit aller Konsequenz angewandt wird.

    Ausnahmsweise also keine Einwände, Euer Ehren :-)

    Nur habe ich nicht verstanden, was das Ganze mit Weihnachten zu tun haben soll. Wollen Sie das etwa abschaffen? Ich nicht! Dazu ist es als Folklore viel zu sehr eingebürgert.

  27. ilex (E. Ahrens) sagt:

    Wenn denn Hamburg als erstes Bundesland seinen "Mohamedaner-Vertrag" abschließren will, dann ist Pressemeldungen zufolge auch vorgesehen, dass Islamgläubige an islamischen Feiertagen schulfrei haben. Allerdings gehe ich nicht davon aus, dass sie an christlichen Feiertagen in der Schule erscheinen. Wobei sich mir ohnehin die Frage stellt, ob denn nun jedes Bundesland für sich solche Vereinbarungen schließen muss. Die dauernde Sonderbehandlung islamischer Befindlichkeiten – das wurde hier ja schon gesagt – führt nicht dazu, dass man diesen Menschen freundlichere Gefühle entgegenbringt.

    Nun aber die Toten. Solange es jüdische Friedhöfe gibt, dürfte es dann ja wohl auch islamische geben. Gleiches Recht für alle. Und die Toten sollte man ja nun wirklich in Ruhe lassen. Immer vorausgesetzt, für diese Sonderfriedhöfe fließen keine zusätzlichen öffentlichen Mittel als die, die auch für "normale", d.h. meist christliche fließen.

  28. Frank Berghaus sagt:

    #27 ilex (E. Ahrens) am 3. Juli 2012 um 00:38

    Das ist in der Tat ein schlimmes Manko in Deutschland, dass die Religionsgemeinschaften alles mit den Ländern auskungeln können und es keine bundeseinheitliche Gesetzgebung gibt.

  29. ingres sagt:

    #26 Frank Berghaus am 2. Juli 2012 um 23:56
    Weihnachten? Man steckt hinsichtlich der eigenen Bräuche im eigenen Lamd zurück, weil Moslems sich beleidigt fühlen könnten. oder fühen Feiert also z. B. in der Kita kein Weihnachten oder ohne Symbole oder ähnliches Ich finde jetzt die Beispiele nicht auf die Schnelle.
     

  30. kosh sagt:

    … Islam daneben ein komplettes Gesellschaftsmodell darstellt,

    Auch das Christentum ist einst als komplettes Gesellschaftsmodell gestrandet. Aber es war das pure Gegenteil von "einfach" bis zur Trennung von Kirche und Staat. Die gegenwärtige Situation präsentiert sich wie auf halbem Weg zur Trennung stehen geblieben. Jetzt stehen wir in der Mitte und laufen Gefahr, in die falsche Richtung gezogen zu werden. Wenn überhaupt bringt nur eine Verallgemeinerung einen Burgfrieden: Trennung von Religion und Staat, egal ob Kirche, Synagoge, Moschee oder sonst ein Gebetstempel.
     
    Das Geschäft mit der Angst wird verstaatlicht und jede Einmischung in die "soziale Angstwirtschaft", egal durch welche Religion, wird unmissverständlich als Bruch des Burgfriedens zwischen den Religionen verurteilt und somit als KRIEGerischer Akt gegen den Staat selbst. Dafür werden universale Menschenrechte geschaffen, die ausnahmslos für jedes einzelne Mitglied der Gesellschaft spätestens ab dessen Geburt zu gelten haben. Jegliche Sonderrechte sind aufgrund ihres impliziten Permakonfliktpotentials zwischen den Religionen TABU.
     
    Jedes Mitglied der Gesellschaft ist bis zum Erreichen der Volljährigkeit nichts weiter als Auszubildender ganz allgemeiner Natur ohne spezifische religiöse Aufgabe und Verpflichtung, ausser einer breit angelegten Bildung in Sachen Religionen.
     
    Religionsunterricht umfasst die Vorstellung der grossen Weltreligionen ebenso wie Randreligionen, ausserdem soll der Auszubildende regelmässig an die Religionen vergleichenden Diskursen teilnehmen und sich mit Gleichaltrigen austauschen. Danach ist es ihm gestattet im Rahmen der Einhaltung der Menschenrechte frei unter den bestehenden Religionen zu wählen, wechseln, mixen resp. seine eigene Religion zu gründen oder ganz darauf zu verzichten.
     
    Die Amis auf Kurs
    Grüsse
    kosh
     

  31. Rechtspopulist sagt:

    #24Frank Berghaus am 2. Juli 2012 um 23:10
    "Es soll sich ja niemand beugen – irgendwie kriegst du da immer was ins falsche Ohr (oder Auge). Es geht doch schlicht darum, nach politischen Möglichkeiten zu suchen, das Treiben der Religionen einzugrenzen bis zum Idealzustand Null.

    Der Hinweis darauf, dass der Islam daneben ein komplettes Gesellschaftsmodell darstellt, überzeugt da wenig, da es nicht akzeptiert wird. Das trifft auch auf andere Religionen zu."
     
    Ich kenne offen gestanden keine Religion, die mit dem Islam vergleichbar wäre. Welche andere Religion hat heute etwa ein eigenes Bankwesen, definiert den Status der Kuffar und der zu vernichtenden Harbi, hat Gewalt und Krieg als zentrale Aspekte im Programm etc. etc.?
    Da kenne ich nix. Ich kenne auch keinen Staat, der mit den heutigen islamischen Staaten wie Iran usw. usw. vergleichbar wären.
    Der Islam ist also als Gesellschaftssystem in einer Sonderposition und genau darum macht er sich auch permanent auf geradezu ätzende Weise bemerkbar.
    Was irgendwer nun akzeptiert oder nicht, ist nicht Grundlage meiner Meinungsbildung.
    Wenn der Islam also meint, seine Toten würden auch noch beleidigt werden, weil sie zwischen uns Affen und Schweinen liegen, die ja schlimmer sind als das Vieh, dann bin ich halt nicht so nächstenlieb-christlich, dass ich denen antworte:
    "Ok, wir sind für dich der letzte Dreck, das verstehe ich, aber weil ich ja so tolerant bin, bekommst du jetzt einen eigenen Friedhof, wo Ihr dann von Affen, Schweinen und Vieh wie uns unbehelligt auf die 72 Paradiesjungfrauen warten dürft …"
    Wieder wird die Gesetzgebung ausgehebelt, weil natürlich der Islam vorschreibt, wie die Beerdigungen abzulaufen haben usw. usw. …
    Ich denke nicht, dass Moslems zusehen werden, wie Kuffar nach 30 Jahren deren Gräber einebnen. Und ich denke auch nicht, dass da Geld für den weiteren Kauf der Grabstätte lockergemacht werden wird.
    Es wird Ärger und Forderungen geben bis alles 100% nach Islam läuft.

  32. Argutus sagt:

    Ich nehme an, in Deutschland hat jeder Bürger das Recht, einen Friedhof zu errichten und dort Gräber zu vermieten. Wenn irgendein Moslem das tut, dann ist dagegen ja nichts einzuwenden vorausgesetzt er hält die dafür geltenden gesetzlichen Bestimmungen ein und für die öffentliche Hand entstehen keine Unkosten.

    Als Inhaber des Friedhofs kann er dann natürlich auch festlegen, wer dort begraben wird. Wenn er nur tote Moslems akzeptiert, dann ist das seine Sache und geht sonst keinen etwas an.

  33. Frank Berghaus sagt:

    #32 Argutus am 3. Juli 2012 um 12:03

    Die Kirchen betreiben ja traditionsgemäss sehr viele Friedhöfe. Und sie sind nicht gerade bekannt dafür, dass sie andersgläubige Tote (so ein Blödsinn!) bei sich dulden.

    Anders sieht es mit kommunalen Friedhöfen aus, die im Prinzip für jeden offen stehen.

  34. Frank Berghaus sagt:

    #31 Rechtspopulist am 3. Juli 2012 um 11:44

    So lange du keine Vorschläge machst, wie denn wohl eine politische Umsetzung deiner Ansichten aussehen könnte, wirst du wohl noch in hundert Jahren (bei bester Gesundheit hoffe ich) weiterschimpfen.

    Sachlich bin ich ja in so weit bei dir, dass ich auch die religiöse Toten-Apartheit für einen überkommenen Quatsch halte.

  35. ilex (E. Ahrens) sagt:

    Es ist ohnehin auffällig, wie sich der Islam mit seinen Sonderwünschen hinter den Juden versteckt. Nun hat ja der Islam von den Juden einiges abgekupfert und ist jetzt in der komfortablen Lage, die Juden quasi für sich "arbeiten" zu lassen. Islamische Friedhöfe? Aber die Juden haben doch auch welche. Keine Kinderbeschneidung? Da werdet ihr Ärger mit den Juden bekommen. Halal-Essen? Aber koscher ist doch auch akzeptiert. Eine eigentlich gemeine Taktik, gegen die man aus Gründen der Gleichbereichtigung noch nicht einmal etwas sagen kann.

  36. kosh sagt:

     
    #35 ilex (E. Ahrens) am 3. Juli 2012 um 13:19
    <i>- Eine eigentlich gemeine Taktik …</i>
     
    Hat der Islam die Rechnung mit oder ohne den Wirt gemacht? Meiner Meinung nach machen Christen, Juden UND Moslems die Rechung ohne den Wirt. Daher meine Fragen:
     
    Wer wird gegen wen in den KRIEG gezogen?
    Wer wird vor wem gerettet werden im Namen von Demokratie und Freiheit?
    Last but not least: Cui bono?
     
    Die Amis auf Kurs
    Grüsse
    kosh
     

  37. ilex (E. Ahrens) sagt:

    #36 kosh am 3. Juli 2012 um 13:29

    Die Tendenz deiner Fragen suggeriert, dass Du die Antworten zu wissen glaubst. Also lass uns nicht dumm sterben.

  38. ingres sagt:

    Dass man keine oder nur unzureichende Vorschläge machen kann oder die Vorschläge zum Umgang mit dem Islam nicht formuliert, zeigt, wie ernst die Lage ist!  Der Rechtsstaat ist auf etwas wie den Islam nicht genügend vorbereitet. Auch international ist keine Strategie in Sicht.
    Abgesehen von den umlaufenden Ideologien  sind das wohl die Gründe, wegen denen sich die Politik vom  Islam auch erpressen läßt.  Das Problem sind ja nicht Einzelaspekte wie islamische Friedhöfe, sondern das Gesamtpaket des Islam, einschließlich der von Allah im Koran geforderten und legitimierten Gewalt.

  39. kosh sagt:

    #37 ilex (E. Ahrens) am 3. Juli 2012 um 14:11 
    Die Tendenz deiner Fragen suggeriert, dass Du die Antworten zu wissen glaubst.
     
    Tue ich das? Ich stelle mir die gestellten Fragen jeden Tag und habe bis jetzt noch keine abschliessende Antwort darauf gefunden. Aber sie haben mir geholfen, nicht aus den Augen zu verlieren, dass letztlich immer die Masse für sich selbst verantwortlich ist.
     
    Die Amis auf Kurs
    Grüsse
    kosh
     

  40. Frank Berghaus sagt:

    #38 ingres am 3. Juli 2012 um 14:27

    Der Islam kann die Politik nur in dem Masse erpressen, wie der Staat anderen bereits ungerechtfertigte Privilegien gewährt (siehe dazu auch das Posting von Ilex).

    Dass diese Privilegien abgeschafft werden, fordern Humanisten daher seit langer Zeit. Und inzwischen scheint auch in diesem Punkt ein Umdenken in Gang zu kommen, wie die Diskussion um die Beschneidung zeigt oder der heutige Artikel in der Welt:

    http://www.welt.de/debatte/die-welt-in-worten/article107626857/Die-Religionsfreiheit-wird-fortlaufend-missbraucht.html
  41. kosh sagt:

    #38 ingres am 3. Juli 2012 um 14:27 
    Der Rechtsstaat ist auf etwas wie den Islam nicht genügend vorbereitet. Auch international ist keine Strategie in Sicht.
     
    Sofern die Strategie tatsächlich den SonntagsPRedigten entspricht.
    Falls ja ist der (westliche) Rechtsstaat durchaus vorbereitet – theoretisch und Tendenz abnehmend. Statt allgemeingültige Gesetzestexte, die den Abermillionen Opfern unserer eigenen Religionsgeschichte Respekt zollen, schufen die von den Massen gewählten Legislativen ein Dickicht an Sonderrechten, die den Sonntags gePRedigten Rechtsstaat und ergo die Massen selbst untergraben. Das musste sich irgendwann auch auf die Praxis niederschlagen, die wiederum auf die Theorie wirkte: Der Kreis schliesst sich.
    Schon die Franzosen wussten, dass égalité nichts mit Sonderwegen zu tun haben kann, denn alle Tiere sind gleich, nur einige sind schweinisch.
    Die Machtverhältnisse nach dem 2. WK haben ein trügerisches Welt-Theater geschaffen, deren internationale Strategie die x-fachen Standards vernebelt. So wird erklärbar, wie in Übereinstimmung mit SonntagsPRedigern hehre UNO-Resolutionen verhängt werden, in deren Netzen nur hängen bleibt, wer keine Lobby hat.
     
    Die überlieferten Machtverhältnisse wurden nicht überwunden, bloss verschoben. M.a.W. das ist und bleibt die Strategie.
     
    Die Amis auf Kurs
    Grüsse
    kosh

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