® Moral ohne 10 Gebote?


christian-1316187_1280Wenn Moses , was wahrscheinlich ist, niemals mit Gott persönlich gesprochen hätte, sondern in Zwiesprache mit seinem eigenen Gehirn war (Bild: Prawny, pixabay),

-wenn Jesus kein jüdischer Revoluzzer gewesen wäre,

-wenn Mohammed Kaufmann geblieben wäre und weiterhin ohne Schwert und seine angeworbenen Söldner gelebt hätte,

so würde unsere Welt zwar anders aussehen, aber in punkto Moral würden wir Menschen nicht anders handeln, als wir das jetzt tun.

Die sozialen, einem Zusammenleben zuträglichen Verhaltensweisen unter Menschen gibt es schon sehr viel länger, als davon – über einen vorgestellten Gott Jahwe bei einem kleinen fünftausend Mann starken Königreich David – die Rede war.

Lassen Sie uns einmal aufzählen, wie wichtig Ihnen die zehn Gebote überhaupt sind, ganz abgesehen von den übrigen 999 Seiten der Bibel. Nur zehn, zehn Gebote, zählen Sie sie bitte auf!

Machen Sie den Test, bevor Sie weiterlesen.

Die Probleme mit Diebstahl, Ehebruch, Mord und Lüsternheit auf Andere , etwa auf Knechte, Esel, Mägde, Rinder und Weiber hatten die Menschen schon in vor-biblischen Zeiten sanktioniert.

Einige der zehn Gebote befassen sich mit Unwichtigem, wie Bildchen malen von Gott und fluchen und keinen anderen Gott anbeten, das ist mit heutigen Augen betrachtet geschenkt!

Dass man Vater und Mutter ehren soll, dazu brauchte es keinen Jesus.

Falschaussage wurde schon in der Primaten-Urhorde mit Missachtung des Betreffenden bestraft!

Sonntags frei, gut , das mag ja neu sein! Im 1.Buch Mose nicht erwähnt, wird im 2.Buch Mose plötzlich das Volk mit einem freien Sabbat beschenkt; das passt irgendwie auch nicht zusammen.

Dafür gibt die Bibel aber einen Freibrief für Landraub, Vergewaltigung, Menschenhandel, selbst der Verkauf der Töchter ist geregelt. Zwischendurch kommt der lockere Hinweis, dass man Zauberinnen nicht am Leben lassen soll, was jahrhundertelang ein Freibrief zum Foltern und Verbrennen unangepasster Frauen war, derer sich die chauvinistische Männerwelt entledigen wollte.

Sklaverei und ethnische Säuberungen werden fein säuberlich geregelt, Zwangsehe und willkürliche Massaker an allen Lebewesen wurden legalisiert, Frauen massakriert, Jungfrauen vergewaltigt – von diesem brutalen Gott legalisiert – nur weil es die primitiven Vorgänger der heutigen Juden damals so hinter ihrer Stirn hatten, ließen sie Gott die Befehle aussprechen, die das Volk zusammenhalten und ihm neues Land erschliessen sollten.

Mit "Gott" hat das alles nichts zu tun. Es ist Menschenwerk! Auf diese Weise konnten auch Knaben erst geschändet, dann abgeschlachtet werden. Von alledem berichtet die Bibel. Seien Sie ehrlich, wenn sie das jemals von ihrem Pfarrer gehört haben sollten, was bezweifelt werden darf, haben Sie das sowieso nicht ernstgenommen. Aber warum steht es dann noch drin?

Warum muss heute noch beschnitten werden?

Sicher, das ist weniger Religion, mehr Tradition, die sich die religiösen Machthaber nicht wegnehmen lassen wollen, weil sie ihren Einfluss schwinden sehen. Und es ist kein Antisemitismus, wenn man dazu sagt: Es wird aber auch Zeit und es gilt für alle Religionen, die sich auf Annahmen stützen.

Die Konfessionslosen sind da fein raus. Ihnen genügt für ein körperlich unverletztes, fröhlich freies Leben das, was sie oder andere Autoritätspersonen wissen. Das bedeutet nicht, dass sie ein ungezügeltes Leben führen, keineswegs.

Sie unterliegen aber auch nicht dem puritanisch-unangenehmen Gefühl, dass irgendjemand irgendwo auf der Welt Vergnügen hat! Dem einzigen Leben hier im Diesseits einen, – unseren eigenen – Sinn zu geben, das ist unser Recht und eine unserer vielen Möglichkeiten, die wir nutzen können. Es ist aber gewiss nicht das Recht unserer Bundeskanzlerin, in wohltönender Übereinstimmung mit Bischöfen, Mullahs und Rabbis diese Möglichkeiten von vornherein zu reduzieren, zu beschneiden.

Wie es zu dem ganzen Unsinn kam kann man hier betrachten: http://www.youtube.com/watch?v=Um8AjhVTy7Y

 

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