• Verschleierte Probleme

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KopftuchEin Beitrag zur Kopftuchdebatte aus unserer Reihe „Audiatur et altera pars“: »

Selten wird in Integrationsdebatten so leidenschaftlich gestritten wie über das Kopftuch. Immer öfter wird auch hierzulande der Ruf nach Kopftuchverboten laut. Dabei stellt das Kopftuch nicht das eigentliche Problem dar, meint Laura Wallner.

Das Kopftuch ist in den vergangenen Jahren zu einem viel diskutierten Symbol des Islam in Deutschland geworden und hat leidenschaftliche Diskussionen über Integration ausgelöst.

In acht der 16 Bundesländer gibt es mittlerweile ein Kopftuchverbot für Lehrerinnen, die an staatlichen Schulen unterrichten. Die meisten dieser Gesetze enthalten ein Verbot religiöser Symbole, mit Ausnahme von Symbolen der christlichen oder jüdischen Tradition vor – nur Berlin hat sämtliche religiöse Symbole für Lehrer verboten.

Von Befürwortern des Kopftuchverbots werden hauptsächlich zwei Gründe genannt: die negative Religionsfreiheit der Schüler, sowie die Gleichstellung der Frau, der das Kopftuch als Unterdrückungssymbol entgegen stehe. Es wird dabei grundsätzlich davon ausgegangen, dass die betroffenen Frauen das Kopftuch nicht freiwillig tragen, sondern von einem Mann, meistens dem Vater oder dem Ehemann, dazu gezwungen worden seien.

Widerspruch zur Religionsfreiheit

Die negative Religionsfreiheit wird durch Artikel 4 des Grundgesetzes geschützt und steht in diesem Zusammenhang im Widerspruch zur Religionsfreiheit der betroffenen Lehrerin. Die Frage ist, inwieweit die Religionsfreiheit der Schüler durch das Tragen eines Kopftuchs durch eine Lehrerin beeinträchtigt wird.

Insbesondere die Tatsache, dass christliche oder jüdische Symbole, wie zum Beispiel eine Kette mit einem Kreuz, erlaubt sind, lässt daran zweifeln. Verfassungsgemäß wären im Grunde nur zwei Regelungen: entweder alle religiösen Symbole würden an Schulen verboten oder alle religiösen Symbole werden zugelassen.

Weiter bei: http://de.qantara.de/wcsite.php?wc_c=21180&wc_id=23668

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4 Antworten auf • Verschleierte Probleme

  1. In unserer Tageszeitung war vor einiger Zeit ein Interview mit einer Lehrerin, die zum Islsam übergetreten war und deshalb ein Kopftuch trug. Auf die Frage, warum sie ein Kopftuch trage, antwortete sie:
                                        "Ich trage ein Kopftuch, damit ich meine Haare nicht zeige."

    Jetzt ist jedem klar, was Logik ist.

    Von den männlichen Vertretern der Spezies Homo sapiens weiß man, dass die Frauen ein Kopftuch tragen saollten, weil der Haarschmuck sexuell reizen würde. Gut, wenn das so ist, dann muss im 21. Jahrhundert für die Männer das Gleiche gelten. Es gibt sicherrlich Männer, die einfach schöne Haare haben, ich gehöre leider nicht dazu. Und diese sollten natürlich ein Kopftuch tragen, das ist Gleichberechtigung und Logik zugleich, auch wenn es für manchen albern klingern sollte. Man sollte dies einmal einem Muslim als Argument für das Tragen eines Kopftuchs sagen. Ich glaube, er würde die, besser seine, Welt nicht verstehen.

     

     

  2. "Ich trage ein Kopftuch, damit ich meine Haare nicht zeige."

    Und was ist mit Augenbrauen und Wimpern ?

    Sind nämlich ebenfalls Haare. Sogar Kopfhaare.

  3. ingres sagt:

    Man sieht das hier zu logisch und zu ideologisch, Man sollte es einfach so sehen wie es ist..

    Frauen interessieren sich sicher bei Männern für schöne Haare aber nicht im triebhaften Sinn. Ich verstehe einfach nicht, dass die Sexualität von Männern und Frauen gleichgesetzt wird,.Ich verstehe es nicht. Kennen Männer heutzutage ihren eigenen Trieb nicht mehr oder müssen sie so tun als ob sie ihn nicht kennen? Mal ganz abgesehen davon, dass man natürlich seinen Trieb angesichts dessen was normal ist,  dann unter Kontrolle hat. Selbstverständlich verhängt der Islam die Frau aus sexuellen Gründen (ich vernute es jedenfalls stark, denn Mosleminnen beahupten ja, dass sie verhängt als Staatsbürger durchgehen und sonst dann eben als "Lustobjekt", wobei letzteres freilich keine islanische Kategorie ist).. Wobei mir icht klar ist, warun er derart übertreibt. Aber das könnte darnaliegen, dass er halt nichts verändert und damit im Laufe der Zeit eher restriktiver werden muß, um zu überleben. 

    Aber Männer muß man nicht verhängen. Das einzige was man verhängen müßte ist ohnehin im Verborgenen. Ach so, ist hier bekannt, dass Frauen einen nackten Exhibitionisten anzeigen und der dann auch gesucht wird? Während umgekehrt ein Mann hoch erfreut wäre. Immer die Dinge so sehen wie sie sind. Hat Nietzsche schon vorgeschlagen. Ein Glück, dass ich virtuell schreibe. Aber ich sage es auch im realen Leben, aber nicht unbedingt immer. Denn selbst als die Welt noch halbwegs wahrhaftig war. konnte man nicht alle Wahrheiten sagen und einige sollte man ja auch nicht sagen.. 

    .   

  4. Argutus sagt:

    entweder alle religiösen Symbole würden an Schulen verboten oder alle religiösen Symbole werden zugelassen.

    In einer öffentlichen Schule eines säkularen Staates haben religiöse Symbole nichts verloren. Am allerwenigsten als behördliche Einrichtungen (wie Klassen-Kreuze) oder während der Dienstzeit getragen von Lehrern, die ja den Schülern gegenüber die staatliche Autorität repräsentieren.

    Getragen von Schülern ist die Sache nicht so klar, aber ich bin auch in diesem Fall für ein generelles Verbot.

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