Gabriel im Gespräch mit Moslems

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ZMD - GabrielAus unserer Serie „Audiatur et altera pars“.

Der Zentralrat der Muslime (ZMD) hat in Zusammenarbeit mit seinen Berliner Mitgliedsvereinen, dem Bosnischen Islamischen Kulturzentrum (BIK)und dem Deutschsprachigen Muslim Kreis (DMK) einen neuen Weg des Austausches und der Begegnung beschritten. In einem „ungezwungenen“ Rahmen werden zukünftig jeden Monat Podien oder Vorträge zu wichtigen Themen stattfinden. Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens und Fachleute kommen ins Gespräch mit Berliner Muslimen. Den Auftakt am 24.Juni 2013 in der bosnischen Moschee lieferte der SPD Vorsitzende Sigmar Gabriel. Er stellte sich den Fragen zweier Moderatoren, der DMK-Vorsitzenden Iman Reimann und dem BIK-Vorsitzenden Meho Travljanin.

In seiner Einführung ging der ZMD-Vorsitzende Aiman Mazyek  darauf ein, wie wichtig es ist, dass Muslime eigene Gesprächsforen entwickeln und sich so aktiv in die deutsche Zivilgesellschaft einbringen. Das Muslimische Hauptstadtgespräch ist ein solches Forum und versteht sich vor allem als Dienstleitung und Angebot das Hauptstadtpublikum, gleich ob muslimisch oder nicht, aktiv einzubeziehen.

Bereits im Vorfeld begrüßte SPD-Parteivorsitzende Sigmar Gabriel dieses neue Forum und sagte, dass er gerne gekommen sei, auch mit den Muslimen Deutschlands ins Gespräch zu kommen. Dies merkte man auch daran, dass der SPD-Parteivorsitzende ausgezeichnete Grundkenntnisse über den Islam aufwies, indem er z.B. die Bedeutung des Erzengels Gabriel (Jabreel) in die Diskussion warf oder Anekdoten aus den abrahamitischen Religion zum Besten gab. Dabei wich er auch keiner Frage aus, wie etwas das leidige Kopftuchthema, indem er begrüßte, wenn eines Tages in der Tagesschau auch eine Nachrichtensprecherin mit Kopftuch sitzen würde.

Gabriel im GesprächEr war sich auch im Klaren, dass Thilo Sarrazin (SPD) mit seinem Buch Einwanderern und Muslime hierzulande vor den Kopf gestoßen hat und seine genetischen Fachsimpeleien verortete Gabruel deutlich in die Kategorie Ausschwitz. Er bedachte dabei aber auch kritisch die Rolle der großen Verlage und Medien (Spiegel und Bild), die diesen Hype und anfänglichen Akzeptanz erst möglich machte und bedauerte sehr, dass es schließlich nicht zum Parteiausschluss geführt hat. An dieser und anderen Stellen erntete er dabei lauten Beifall der über hundert Teilnehmer.

Gabriel setze im weiteren Gesprächsverlauf  ganz persönliche Akzente neben seinen politischen Antworten. Fragen wie „Bildung als Schlüsselkompetenz erfolgreicher Partizipation in der Mehrheitsgesellschaft.“ „Welche Ursachen haben geringe Abiturienten- und Akademikerzahlen unter Migranten, wie gedenkt die SPD diesen Aspekt migrantischer Teilhabe zu verbessern?“ „Wie schaffen es Muslime oder Migranten, mit ihren Spezifika, in die Führungsebenen großer deutscher Unternehmen?“ „Wie geht die Partei gegen vorherrschende Ressentiments „Sie nehmen uns die Arbeitsplätze weg“ „Gebärmaschinen“ vor. Wie könnte diesem begegnet werden, angesichts neuer Statistiken?“ – wurden an Sigmar Gabriel gerichtet. Etwa hundert Teilnehmer sind trotz Ferienzeit gekommen und wollten an diesen interessanten und informativen Abend dabei sein,  der auch gezeigt hat, dass muslimische Bürger den Politikern selbstverständlich „nahe“ sein können.

Quelle: http://www.islam.de/22501

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14 Antworten auf Gabriel im Gespräch mit Moslems

  1. ilex (E. Ahrens) sagt:

    Dazu schreibe ich lieber nichts, damit ich nicht verklagt werde.

  2. Frank Berghaus sagt:

    ilex (E. Ahrens) sagt: 28. Juni 2013 um 21:34

    Seeehr weise :-)

  3. Lysander sagt:

    ilex (E. Ahrens) sagt:

    28. Juni 2013 um 21:34

    Dazu schreibe ich lieber nichts, damit ich nicht verklagt werde.

     

    Verklagt werden könntest Du nur, wenn Deine Äußerung die Grenzen des Art. 5 GG überschreiten würde. Diese Grenzen sind jedoch außerordentlich weit gesteckt.

     

  4. ilex (E. Ahrens) sagt:

    Lysander sagt: 28. Juni 2013 um 22:43

    Ich glaube, auch die Grenzen von Art. 5 GG wären in diesm Fall leicht überschreitbar. Man muss sich ja schon bald als Niedersachse schämen über Leute wie Wulff, Pistorius und Gabriel, was diese in Bezug zum Islam abgelassen haben. Dabei ist Hannover eigentlich eine ganz nette Stadt.

  5. Frank Berghaus sagt:

    ilex (E. Ahrens) sagt: 28. Juni 2013 um 23:47

    Es ist einfach nur noch peinlich, was sich die SPD-Spitze so leistet. Da schämt man sich fast, jemals SPD gewählt zu haben.

  6. Ulrike sagt:

    Ich schließe mich ilex an. Mein Kommentar würde die weiten Grenzen des Art. 5 GG definitiv überschreiten.

  7. Lysander sagt:

    Ulrike sagt:

    29. Juni 2013 um 12:09

    Ich schließe mich ilex an. Mein Kommentar würde die weiten Grenzen des Art. 5 GG definitiv überschreiten.

    Wer zu Beleidigungen oder anderen Rechtsverletzungen greifen muss, um seine Meinung zu artikulieren, der tut mir leid.

  8. ilex (E. Ahrens) sagt:

    Lysander sagt: 29. Juni 2013 um 12:57

    Wie schön, dass die Welt für dich so wunderbar geordnet ist.

  9. Lysander sagt:

    ilex (E. Ahrens) sagt:

    29. Juni 2013 um 15:22

    Lysander sagt: 29. Juni 2013 um 12:57

    Wie schön, dass die Welt für dich so wunderbar geordnet ist.

    Unsere freiheitlich-demokratische Rechtsordnung gilt nicht nur für mich. Und derjenige, dem sie nicht gefällt, der kann ja gehen. Irgendwo auf dieser Welt wird es sicher einen Staat geben, in dem die Grenzen der Meinungsfreiheit noch weiter gezogen sind als in Deutschland.

  10. ilex (E. Ahrens) sagt:

    Lysander sagt: 29. Juni 2013 um 17:15

    Mir gefällt unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung schon sehr gut. Mir gefallen nur die Äußerungen von Wulff, Pistorius und Gebriel eher weniger. Und sollten denn nicht die gehen, die diese Grundordnung befürworten, sondern eher die, die sie fahrlässig gefährden?

    Dass nebenbei eine "geordnete Welt" nicht unbedingt etwas mit der freiheitlich-demokratischen Grundordnung zu tun hat, sollte dir irgendwann auch aufgehen.

  11. Lysander sagt:

    ilex (E. Ahrens) sagt:

    29. Juni 2013 um 20:59

     
    Und sollten denn nicht die gehen, die diese Grundordnung befürworten, sondern eher die, die sie fahrlässig gefährden?

     

    Es sollten die gehen, die sich nicht an diese Grundordnung halten (wollen).

     

     

  12. ilex (E. Ahrens) sagt:

    Lysander sagt: 30. Juni 2013 um 00:29 = Es sollten die gehen, die sich nicht an diese Grundordnung halten (wollen).

    Im ersten Beitrag zu diesem thread schrieb ich = Dazu schreibe ich lieber nichts, damit ich nicht verklagt werde. Damit sollte doch auch für dich klar sein, dass ich mich nicht nur an das GG, sondern sogar an das StGB halte. Was willst du eigentlich?

    Statt hier wie weiland ziischdig und Konsorten über Nebenthemen rumzulabern, hättest Du auch etwas zu Herrn Gabiel schreiben können. Vielleicht ihn loben?

  13. Indianerjones sagt:

    …..es nahet halt der Endpunkt für die etablierten Parteien, nur noch klammheimliche Nutznießer erfreuen sich noch an den Zuständen, dessen Ergebniß wohlgemerkt noch gar nicht so sichtbar ist!…..Es ist wie mit einen Schlangenei, das Reptil ist noch nicht ausgeschlüpft…….aber es ist schon sichtbar…..[…]! :nerd:

  14. uwe (hauptschüler) sagt:

    Lysander sagt:
    29. Juni 2013 um 12:57

    wer so intelligent ist, sich von hinz und kunz und hauptschülern beleidigen zu lassen, ist selber schuld und gehört nicht in den Bundestag.

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