® Das Ethosdefizit

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arbeitslohnWer die humanistischen Vorstellungen ernst nimmt, ist bei verschiedenen Themen gefordert. Da geht es nicht bloß um Aufklärung über die Phantasiewelten der Religion und ihre Einflussnahme auf den Staat, sondern auch um die anderen schädlichen Auswirkungen, die man der Religion zuschreiben muss. Wenn nicht die Humanisten Schuld zuweisen und Verantwortlicheit gegenüber religiösen und ideologischen Agendasetzern einfordern, wer dann?

Die Motivation solcher Religionskritik ist sicher nicht, religiöse Menschen zu ärgern. Es ist schade, dass so viele gute Menschen ihre Vernunft verleugnen, um die vorwissenschaftlichen Irrtümer der Religion hochzuhalten. Schöner wärs, wenn sie sich mit den fortschrittlichen Menschen vereinen würden beim Erkunden der Wunder der Wissenschaft. Da ist Andacht, Weihe, Staunen eher angebracht – und da stimmt alles!

Die Wissenschaft hat sich überall in der technischen Welt durchgesetzt; schließlich funktioniert nur das, was auf der Wahrheit basiert und nicht auf irgendwelchen Phantasien. In der sozialen, medialen und politischen Welt ist das dummerweise anders. Am schlimmsten ist es im Bereich der Ethik. Obwohl das ganze Leben von den modernen Errungenschaften bestimmt wird, unterliegt die ethische Szene nach wie vor der religiösen Bevormundung. Gegen die Akzeptanz eines modernen Ethos' wird in vielfacher Weise angegangen, bis hin zur Verleugnung der Wissenschaft. Daraus resultiert das ethische Vakuum, das den Fortschritt in Markt und Technik umgibt. Allgemein akzeptierte Regeln für die modernen Entwicklungen in Markt und Technik fehlen.

Die Weltreligionen wurden in vortechnischer Zeit erfunden. Durch die Überalterung der religiösen Doktrinen kennen sie keine tauglichen Regeln für Finanzmärkte und Robotereinsatz. Dies Manko lässt sich nicht korrigieren, denn der »göttliche Allwissenheitsanspruch« erlaubt keine Nachbesserung der göttlichen Doktrinen. Die Bibel, der Koran und die anderen heiligen Bücher werden nicht entrümpelt und überarbeitet. Weil die Menschheit vom gedeihlichen Umgang mit der Technik samt ihren Auswirkungen abhängt, ist das eine schwere Hypothek auf unsere Zukunft, die umgehend getilgt gehört. Obendrein findet die religiöse Bevormundung wider besseres Wissen statt, nämlich auf der Basis Glauben gegen Wissen, und das ist ideologischer Missbrauch.

Die Folgen sind verheerend. Weil der technische Fortschritt in ein ethisches Vakuum vorstößt, eröffnet sich dort ein gesetzesfreier Raum, der von Finanzkünstlern erobert wird. Die schaffen keine Werte, sondern die mehren nur ihren Eigennutz auf Kosten der Allgemeinheit – und das moralische Machtwort dagegen bleibt ungesprochen. Letztlich ist das Ethosdefizit die Ursache für die notleidenden Staatskassen und die allgemeine Verarmung, während die Reichen immer reicher werden und viele Leute unverdient Milliarden verdienen. Schließlich haben wir seit den 1980er Jahren stagnierende Arbeitseinkommen und steigende Schuldenlaste, während das obere Zehntelprozent die gesamten Wohlstandsgewinne an sich reißt.

Immer mehr Umverteilungsmechanismen werden installiert, die das Geld in die Kassen der privilegierten neuen Asozialen kanalisieren, ohne dass es eine ethische Handhabe dagegen gäbe, geschweige denn passende gesetzliche Restriktionen.

Die Zocker missbrauchen die ganzen Finanzplätze für ihre parasitären Zwecke. Die Börsen und die Finanzmärkte dienen ihnen, und nicht mehr der Realwirtschaft. Die Zocker schaffen keine Werte, sondern sie reißen die Werte der Allgemeinheit an sich. Indem sie nichts als Geldherumschieberei und Kursschwankungen produzieren, schaffen sie nicht den behaupteten Nutzen der Marktübersichtilchkeit. Viielmehr produzieren sie absichtliche Verwerfungen und Kurssprprünge, um für sich den Traum zu realisieren: Sie wollen einen Schatz heben.

Im Klartext heißt das: Abkassieren ohne Gegenleistung. Die Börsen werden zum Mikrosekundentrading missbraucht, die Finanzmärkte wickeln zigmal mehr »Eigengeschäfte« ab als realwirtschaftlich begründete. Bei den Devisenbörsen ist das Verhältnis genauso eklatant. Auch die Rohstoff- und Nahrungsmittelbörsen leiden unter der ausufernden Spekulation, und es geht sogar schon bis zum spekulativen Aufkauf von Äckern und Wäldern und Rohstoffen.

Die Zentralbanken heizen den Trend noch an, indem sie der Finanzwelt Unmengen von zinslosem Geld zur Verfügung stellen. Das wird schon als »Grundeinkommen für Banker« apostrophiert. Damit wird die Spekulation auf die Spitze getrieben, weil die Zocker mit diesen Geldern noch in den abwegigsten Gebieten auf Renditejagd gehen, auch wo sie von Rechts wegen nichts zu suchen haben sollten. Das Schlimmste ist, dass die beutelüsternen Nichtsnutze nicht bloß die Lebenshaltung verteuern, sondern dass sie haarsträubende Risiken in die Finanzwelt tragen und in ihrem egoistischen Interesse sogar das Finanzsystem insgesamt gefährden.

Die Systemrisiken gehen dummerweise genauso zu Lasten der Allgemeinheit wie die übermäßigen Profite, die dem Finanzsystem abgepresst werden. Jahrelange Regulierungsversuche blieben erfolglos; es gibt immer noch keinen verlässlichen Konkurs-Mechanismus für Finanzfirmen. Nur bei der Strafverfolgung der Banken werden zunehmend mehr Gesetzesbrüche geahndet, wenn auch fast nur durch Vergleiche, wenn auch die deutschen Bemühungen weit hinter denen der USA herhinken, wenn es hier auch immer noch kein Unternehmensstrafrecht gibt, wenn auch der einzige tüchtige Finanzminister Norbert Walter-Borjans in NRW abgewählt wurde.

Unterm Strich dürfte die Feststellung korrekt sein, dass der Missbrauch der Glücksritter unser System schwerer belastet als alle Verbrecher zusammen.

Das Ethosdefizit sorgt dafür, dass es so bleibt. Es gibt keine passende moralische Richtlinie, die solche Dinge tabuisiert. Den Politikern fehlen ethische Richtlinien, die ganz klar sagen, sie dürfen nicht auf die Einflüsterungen der Bankenlobby reinfallen. Das Versagen liegt zwar auch an den Milliarden, welche die Lobby gegen die politischen Regulierungsversuche anschiebt, aber im Grunde ist es ein Ethosversagen. Unter dem religionsgemachten Vakuum und der lobbygemachten Bedrängnis vermag die Politik den entfesselten Kommerz genausowenig einzuschränken wie den globalisierten Gesetzesbruch. Steueroasen werden immer noch nicht trockengelegt, auch wenn viel davon geredet wird. Kapitalflucht wird doppelt so oft subventioniert wie verfolgt, auch wenn immer mehr Kritik dazu aufkommt. Nicht einmal das, was ethisch abgedeckt ist, wird gesetzgeberisch ausgefüllt.

Noch mehr verschärft sich das Problem, weil im Politikbetrieb die Ideologie über die (Wirtschafts-)Wissenschaft siegt. Wie im Beispiel der Eurokrise, versucht man immer wieder, volkswirtschaftliche Gesetze durch politische Entscheidungen außer Kraft zu setzen. Das ist eine direkte Spiegelung der religiösen Dogmatik, die sich auch über die Realität erheben möchte. Schon deshalb wird ein zeitgemäßes Ethos gebraucht, das die Politik mit den richtigen Imperativen ausstattet, was zu tun und was zu unterlassen ist.

Angesichts der Narrenfreiheit für die Reichen und der Subventionierung ihrer Fehler könnte man überspitzt sagen, die Banker machen mit unserem Geld, was sie wollen, und die Politiker sowieso. Das Ethosdefizit schlägt sich in einem Regelungsdefizit nieder, das ihnen zu viele Freiheiten erlaubt. Dabei sind beide Fakultäten Dienstleister, die ihr Wirken dadurch rechtfertigen, dass sie dem Allgemeinwohl dienen. Statt diese Aufgabe zu erfüllen, schwingen sie sich zu Herren auf, ohne dass sie in die Grenzen gewiesen werden. Die Selbstermächtigung der Politiker hat ihnen an den Parlamenten vorbei ungezählte Milliarden zum Umverteilen verfügbar gemacht. Institutionen wie die EZB regieren immer penetranter an ihrem Auftrag und an der Demokratie vorbei.

Mangels vernünftiger ethischer Vorgaben bleibt dieses ungute System sakrosankt. Man malt uns den Teufel an die Wand, dass es zusammenbrechen könnte und schrecklicher Schaden entstünde. Doch wer weiß, ob sich die Leute nicht solidarisieren würden, wenn es gegen die Abzockergemeinde geht? Zusammenhalten, ohne die Banken zu stürmen? Diese Chance kriegen wir aber nicht. Es gilt das unausgesprochene Dogma, das Finanzsystem zu erhalten, wie es ist. Darin sieht man die Erhaltung der Religion gespiegelt, die alles tut, um als sakrosankt und heilig zu gelten und ihre Dogmen zu bewahren.

Um Klartext zu sprechen, sollen hier die wichtigsten von unseren Schicksalsfragen aufgelistet werden, die in den allgemeinen ethischen Grundsätzen nicht beantwortet werden:

  • ist es zulässig, dass mit viel Geld sehr viel Geld verdient wird und mit Arbeit kaum das Nötigste? Darf ein Manager beliebig viel verdienen?
  • dürfen Börsen als Zockerplätze missbraucht werden, und darf mit Ackerland und knappen Rohstoffen spekuliert werden?
  • dürfen Politiker Gewinne privatisieren und Verluste sozialisieren? Dürfen sie Finanzinstitute beschenken, die sich durch systemgefährdende Spekulationen entsolidarisiert haben?
  • dürfen autonome Kampfroboter gegen Menschen eingesetzt werden?
  • müssen die Roboter nicht für die Allgemeinheit arbeiten, statt nur für die Besitzenden?
  • darf unter dem Diktat der Ökonomie die Lebensqualität wegoptimiert werden? Muss nicht die Wirtschaft für die Menschen arbeiten statt umgekehrt?
  • ist es zulässig, dass die Krämerseelen unsere technischen Innovationen in die ganze Welt verkaufen, wo sie dann gegen uns eingesetzt werden?
  • müssen nicht ethische Standards mit tradiert werden, die einen adäquaten Umgang mit den technischen Standards bewerkstelligen? Also die Verknüpfung Wissenschaft/Technik/Menschenrechte?
  • und wie steht es mit dem Recht auf Arbeit und eine gedeihliche Lebensperspektive für alle?

Wer dafür eintritt, die Welt nach humanistischen Vorstellungen zu gestalten, ist es den kommenden Generationen schuldig, auf die Durchsetzung von ethischen Standards und auf zukunftstaugliche Regeln zu drängen. Wir leben in einer Zeit der Umwälzungen und sollten dementsprechend alert sein.

 

(Dieser Artikel wurde am 30.7.13 eingestellt und am 17.7.17 überarbeitet, Bilder: Statistisches Bundesamt)

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12 Antworten auf ® Das Ethosdefizit

  1. Frank Berghaus sagt:

    Lothar Bendig kommentiert:

    Das Versagen der "christlichen Ethik" vor den Problemen unserer Zeit. Das ist ein echtes, humanistisches Thema.

  2. pinetop sagt:

    "ist es zulässig, dass mit Geld Geld verdient wird?"

    Erinnern wir uns dass Boden, Kapital und Arbeit die volkswirtschaftlichen Produktionsfaktoren sind. Und machen wir uns klar, was passieren würde, wenn ein Produktionsfaktor nicht entlohnt würde. Es ist kaum vorstellbar. Eine Volkswirtschaft ohne Kapital würde in´s Bodenlose stürzen. Es wäre vielleicht vergleichbar mit der chinesischen Ökonomie der 50er Jahre. Lassen wir uns nicht verführen von der Marx´schen Arbeitswertlehre. Letztendlich kann man jedes Wirtschaften auf menschliche Arbeitskraft zurückführen. Marx übersieht hier aber den zeitlichen Faktor. Zügige Investitionen erfordern Kapital. 

    Ist es ethisch, wenn Kapital Geld verdient. Ich denke ja. Und so müsste jeder denken, der eine Lebensversicherung abgeschlossen hat. Unter ethischen Gesichtspunkten ist es nicht verwerflich, wenn Kapital Geld verdient; Kritik verdient nur eine extreme Ungleichheit des Kapitalbesitzes.

    Wir können sogar feststellen, dass das Kapital immer weniger verdient. Ursache hierfür ist die Flutung der Märkte mit Liquidität. Börsianer jubeln, weil sie glauben, dass mit billigem Geld die Wirtschaft gefördert wird. Ist das Niveau schon sehr niedrig bewirkt eine Leitzinssenkung gar nichts. Vielmehr werden Unternehmen zu riskanten Fehlinvestitionen verführt; es entstehen volkswirtschaftliche Fehlallokationen. Schuldner, und damit in erster Linie Staaten, können sich langfristig mit billigem Geld und Inflation entschulden. Die Gekniffenen sind die Sparer, und zwar die Besitzer von Lebensversicherungen und die Besitzer großer Vermögen.

    Es ist volkswirtschaftlich zwingend und ethisch zu rechtfertigen, wenn Kapital Geld verdient. Wir können uns aber Gedanken darüber machen, wie Eigentum besser verteilt sein kann.

  3. pinetop sagt:

    "Gewinne privatisieren und Verluste sozialisieren". Dies Klage ist sehr unpräzise.

    In der Privatwirtschaft sind Gewinne privat, sie müssen nicht privatisiert werden. Von einer Privatisierung von Gewinnen kann nur gesprochen werden, wenn staatliche Versorgungsbetriebe oder staatliche Beteiligungen verkauft werden. Über die Zweckmäßigkeit muss man im Einzelfall entscheiden. Ich habe aber den Eindrück, dass sich speziell die Kommunen mit den Privatisierungen in den letzten zehn Jahren zu oft gewaltig verhoben haben.

    Nichts spricht dafür private Verluste zu sozialisieren. Wer die Marktwirtschaft ernst nimmt, wird es sogar begrüssen, wenn Verluste produzierende Unternehmen ausscheiden. Eingriffe des Staates, also der Politiker, beruhen auf zwei Motiven. Politiker "nehmen Geld in die Hand", Geld das ihnen nicht gehört, retten vorübergehend ein Unternehmen und somit Arbeitsplätze und lassen sich als Retter feiern. Das sichert den Erfolg, möglicherweise die Sicherung der Kanzlerschaft, aber nur wenn sie der eigene Erfolg vor dem endgültigen Aus des Unternehmens einstellt. Mir fällt da gerade ein Kanzler und ein Bauunternehmen ein. Die Rettung einzelner Banken beruht darauf, dass die Bankenlobby sehr geschickt ein Horrorszenario an die Wand gemalt hat und damit die Politik gewaltig beeindruckt hat. Aber eine Bank verschwindet nicht mit einem Insolvenzantrag, sie kann noch sehr lange in der Insolvenzphase weiterarbeiten. In der Zwischenzeit haben das auch die Politiker gerafft. Jetzt gilt die Devise, wie bei jeder Insolvenz, die Eigentumer haben sich mit ihrem Schaden auseinanderzusetzen.  

  4. ilex (E. Ahrens) sagt:

    Viele Diskussionen über Moral und Ethik bewegen sich im theoretisch-luftleeren Raum. Ethos und Ökonomie ist dagegen ein Thema, was jeden trifft. Das hat nicht nur damit zu tun, dass eine Stunde Lohnarbeit eben eine Stunde verkaufter Lebenszeit für jeden ist, egal wieviel er dafür bezahlt bekommt. Dass Arbeit zu bezahlen ist, ist (im Gegensatz zu Boden und Kapital) unbestritten. Ansonsten wäre es Sklaverei.

    Dass der Preis für diese Stunde unterschiedlich sein kann regelt nicht nur Angebot und Nachfrage, sondern natürlich auch der Unterschied der Qualität und der Auswirkung der Arbeit. Wäre dem nicht so, würde Anstrengung und Innovation sich nicht lohnen. So weit, so gut. Dessen ungeachtet ist dadurch eine Mindestgrenze der Entlohnung gegeben, dass der Arbeitnehmer sich (und seine Kinder) mit diesem Lohn in einem gewissen Standard erhalten kann. Dass schon Marx ähnliches benannte, macht die Sache ja nicht verkehrt. Insofern sind jetzt Löhne, die von staatlicher Seite aufgehübscht werden, damit wenigstens dieser Standard gewährt wird, schon ein Raubzug von Unternehmen aus staatlicher Kasse.

    Dass auch Kapital Erträge bringen sollte, schützt unsere Rechtsordnung aus guten Grund mit der Prämisse, dass legal erworbenes Geld eben für den ersten Erwerber Arbeit bedeutet hat. Analog Boden – jemand hat ihn irgendwann bezahlt. Die weiteren Regeln abzuwägen in Bezug auf Gerechtigkeit und Risiko sind dann allerdings ein weites Feld.

  5. pinetop sagt:

    "Diktat der Ökonomie" klingt wie "Diktat der Mathematik". Wenn die Bürger mit den ökonomischen Verhältnissen unzufrieden sind, ist es ihr gutes Recht in einem demokratischen Prozess Veränderungen voranzutreiben. Dann sollte eine werturteilsfreie Volkswirtschaftslehre bereitstehen, die Auskunft über die Konsequenzen gibt.

    Es ist nicht möglich, dass politische Entscheidungen ökonomische Gesetze außer Kraft setzen. Änderungen der politischen Bedingungen führen zu Anpassungen der Marktteilnehmer, die meistens mehr oder weniger gut prognostizierbar sind. 

  6. Wilfried Müller sagt:

    Stimmt, der Begriff ist unscharf, aber gebräuchlich. Gemeint ist natürlich, dass private Verluste sozialisiert werden, und mit dem privatisieren/sozialisieren reimt sich’s besser. So, jetzt hab ich rausgefunden, wie man einen Kommentar beantwortet.

  7. Wilfried Müller sagt:

    Es ist nicht möglich, dass politische Entscheidungen ökonomische Gesetze außer Kraft setzen – ja, aber wissen das unsere Politiker?

  8. Wilfried Müller sagt:

    Gut und richtig gesagt, vielleicht noch mit der Ergänzung, dass Kapital allein nix schafft, sondern nur zusammen mit Arbeit. Dazu kommt noch die Überlegung, was steht am Ende des Wachstums? Dann muss der Zins wohl auf < =0 gehen so wie jetzt. Letztlich ist auch das auszuhalten, dann werden eben die erworbenen Ansprüche den Umständen entsprechend (möglichst langsam) abgeschmolzen. Das soll allerdings keine Rechtfertigung für die Enteignung der Sparer sein.

  9. Skepty sagt:

    Es sind nicht die Spekulanten. Die wahren Verursacher der Krise sind die Politiker. Alle Parteien und alle westlichen Staaten orientieren ihre Geldpolitik und Wirtschaftspolitik an den Ideen des Ökonomen Keynes. Hierbei handelt es sich um krassen Staatsinterventionismus. Diese Form der Ökonomie steht in der Tradition linken Denkens und ist typisch sozialdemokratisch. Das Weltbild der Linken, der Sozialisten, Kommunisten und Sozialdemokratie wiederum geht jedoch gerade NICHT auf das Christentum zurück, sondern steht in der Tradition des Humanismus und des Atheismus. Es sind also nicht die Christen, die uns diese Schei … eingebrockt haben! (Ich selbst bin übrigens Atheist und mag es deshalb nicht so sehr, wenn man die Wahrheit verdreht.)

  10. pinetop sagt:

    @ Skepty,

    da will ich Ihnen zustimmen. Die Schuldenkrise ist das Ergebnis jahrzehntelangen Schuldenmachens. Und es gibt immer noch Politiker, die von Keynes verhext, immer noch glauben, der Staat könne sich unbegrenzt verschulden.

  11. pinetop sagt:

    Der Ökonom und Philosoph Bernard de Mandeville schrieb vor etwa dreihundert Jahren: "Man darf Schmuggler nicht schimpfen, sie bestrafen nur den dummen König, der das Gebot des Freihandels missachtet." Heute würde er schreiben: "Man darf Spekulanten nicht schimpfen, sie bestrafen nur den dummen Finanzminister, der einen Schuldenberg errichtet hat."

  12. Wilfried Müller sagt:

    auch meine Zustimmung!

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