DIE HUMANISTEN zu Ehe und Familie

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Aus dem Vorläufigen Parteiprogramm DER HUMANISTEN stellen wir das KAPITEL III zur Diskussion: Ehe und Familie – Hier der Wortlaut:

Die Familie ist die Keimzelle unserer Gesellschaft und "Ehe und Familie stehen unter besonderem Schutz der staatlichen Ordnung" (Artikel 6 (1), GG).

Angesichts der gesellschaftlichen Weiterentwicklung sehen es DIE HUMANISTEN als notwendig an, die Begriffe Ehe und Familie im aktuellen Kontext neu zu definieren, sie von ihren sakral-religiösen Wurzeln und der damit verbundenen religiösen Bevormundung zu befreien. Sie müssen so modernisiert werden, dass dies für die bisherigen "Betroffenen" gleichzeitig nicht von Nachteil ist.

Die Ehe:

Unter dem Begriff Ehe bezeichnen DIE HUMANISTEN alle Lebensgemeinschaften, in denen Menschen für einander Verantwortung übernehmen.
Dies betrifft alle Menschen, die sich vertraglich verpflichten, für einen andern Menschen Verantwortung (mit) zu übernehmen.
DIE HUMANISTEN streben daher eine gesetzliche Regelung an, die diesen Schutz (gem. Art. 6 (1), GG) für alle selbst gewählten und vertraglich geregelten Lebensgemeinschaften sicher stellt und regelt.

Die Familie:

DIE HUMANISTEN definieren den Begriff Familie als den „Ort“, wo Kinder aufwachsen und erzogen werden.
Dabei darf es keinen Unterschied geben, wer das Aufwachsen und die Erziehung der Kinder als Aufgabe übernimmt.
Das schwächste Mitglied in unserer Gesellschaft ist das Kind.
Es gilt daher für DIE HUMANISTEN der Anspruch, dass das Aufwachsen und die Erziehung aller Kinder auf die gleiche Art unterstützt und besonders geschützt werden muss. Unabhängig von den Lebensumständen, in denen sie aufwachsen.

Dies zu verwirklichen ist der zentrale Anspruch unserer Familienpolitik.

Familienförderung

Die Humanisten sind davon überzeugt, dass die Gemeinschaft Familien in einer Weise unterstützen soll, die das Gründen einer Familie und die Erziehung von Kindern nicht zu einem sozialen Existenzrisiko werden lässt.
Es stellt sich hierbei die Frage, wie dies möglichst treffsicher geschehen kann.
Unterstützung benötigen insbesondere die Familien, die nicht über eine ausreichende finanzielle Ausstattung verfügen.
Wir sind daher der Überzeugung, dass es nach der Überschreitung einer bestimmten Einkommensgrenze, wenn die Familie ihren Unterhalt auch eigener Kraft bestreiten kann, keiner weiteren Unterstützung durch den Staat bedarf.
Aus diesem Grund lehnen Die Humanisten ein allgemeines Kindergeld ab, das auch den Familien zu gute kommt, die dieses Geld objektiv nicht benötigen.
Die Alternative zum Kindergeld sehen wir in einer Steuerentlastung, die sich an der Größe der Familie orientiert.
Die Humanisten fordern daher einen einheitlichen Steuerfreibetrag von mindestens 8000 € je Familienmitglied.
Für Familien, die diesen Steuervorteil aufgrund ihres Einkommens nicht erreichen können, soll die Möglichkeit geschaffen werden, die nicht realisierbare fiktive Steuerentlastung direkt als Zuschuss zu erhalten.
Um die genaue Struktur dieses Modells zu ermitteln, soll eine Expertenkommission eingesetzt werden.

Kommentar wissenbloggt: bei den 170 staatlichen Fördermaßnahmen für die Familie werden insgesamt 200 Mrd. Euro konzeptlos bis kontraproduktiv ausgegeben. Das Geld lässt sich bestimmt besser für die Familien einsetzen. Die avisierten 8000 Euro würden dann für 25 Millionen Personen reichen.

Ein paar Fakten dazu in dem SZ-Artikel vom 6.8.: Kritik am Ehegattensplitting – Anstiftung zur Altersarmut

Link zum Programm DER HUMANISTEN: http://www.die-humanisten.org/index.php/aktuelles/6-aufklaeren-statt-verschleiern

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