„Wer betrügt, der fliegt“ für Banker

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107px-Sahra_Wagenknecht_Die_Linke_Wahlparty_2013_(DerHexer)_01Die Linke mit CSU-Parolen – das ist ein Novum. Sahra Wagenknecht (Bild: DerHexer, Wikimedia Commons; man beachte auch den Artikel auf ihrer site Vermögensabgabe statt Griechenland-Paket), die Vize-Fraktionsführerin gab RP ONLINE ein bemerkenswertes Interview namens Lizenz des Instituts entziehen – Linke: Bei Steuerfluchthilfe auch Banker bestrafen (6.2.): Die Linken haben massive Konsequenzen für die Unterstützer von Steuerflucht bis hin zu Haftstrafen und zum Entzug der Banklizenz gefordert. "Für Banken, die bei der Steuerflucht helfen, muss gelten: Wer betrügt, der fliegt", sagte Linken-Fraktionsvize Sahra Wagenknecht unserer Redaktion.

Drastischer formulierte es FOCUS ONLINE in Wagenknecht fordert – Banker sollen bei Steuerfluchthilfe in den Knast: "Ab einer Million hinterzogene Steuern muss auch den beteiligten Bankern Haft drohen." Zudem soll beim dritten nachgewiesenen Fall der Beihilfe automatisch die Banklizenz entzogen werden.

Der Artikel bezieht sich auf die aktuellen Fälle der Frauenrechtlerin Alice Schwarzer und den (zurückgetretenen) Berliner Kulturstaatssekretär André Schmitz. Dazu die Süddeutsche Zeitung (auch am 6.2.): Selbstanzeige für Steuerhinterzieher "Lieber volle Kassen als volle Gefängnisse"

Gefängnis, Geldstrafe, Lizenzentzug – jetzt rauschen die Strafforderungen durch die Medienszene. Beim nächsten Bankenskandal bzw. spätestens beim Hoeneß-Prozess ist das nächste Rauschen fällig. Mal sehen, was am Ende davon überleibt. Frau Wagenknecht ist ja Oppositionspolitikerin und als solche die für das Rauschen im Bundestag zuständig. Sie wäre besser in der Regierung, aber schon das Wort steht dagegen – Regierung ohne Gier geht nicht.

 
 
 
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4 Antworten auf „Wer betrügt, der fliegt“ für Banker

  1. uwe hauptschueler sagt:

    frau wagenknecht hat nicht gegen das kinderschänderschutzgesetz gestimmt.

    " Auf der anderen Seite empfinden viele Muslime und Juden ein Beschneidungsverbot als Affront gegen ihre religiösen Überzeugungen. Auch das muss man berücksichtigen. Es wird letztlich wenig bringen, wenn Verbote erlassen werden, die kaum auf Akzeptanz stoßen. Ich plädiere deshalb sehr dafür, nichts unversucht zu lassen – so schwierig es auch ist -, gemeinsam eine Lösung zu finden, die auch von Muslimen und Juden akzeptiert werden kann." frau wagenknecht in http://www.abgeordnetenwatch.de/sahra_wagenknecht-575-38028–f351260.html

    frau wagenknecht ist für mich nicht wählbar.

  2. Wilfried Müller sagt:

    Das finde ich auch saublöd von ihr. Wenn man aber nach dem Prinzip der gemeinsamen Schnittmenge geht, findet man überhaupt keinen Politiker, der wählbar ist. Da muss man kompromissionieren. Etwas Humor dazu (vom 25.4.13): Acht Millionen Schweizer zeigen sich selbst an, weil sie Konten in der Schweiz haben
     

     

  3. pinetop sagt:

    Alice Schwarzer fordert: Für Frauen freie Abschreibung bis zum 12. Monat.laugh

  4. Wilfried Müller sagt:

    Ich halte es lieber mit Sahra Wagenknecht, die in der SZ vom 15.2. zitiert wird, Sahra Wagenknecht – Die linke Eurogegnerin: „So, wie der Euro eingeführt wurde, funktioniert er nicht, sondern spaltet Europa.“ Die SZ sieht die Linke im Druck von der AfD: Tatsächlich hat die Linke bei der Bundestagswahl im vorigen Jahr 340.000 Stimmen an die AfD verloren, so viele wie keine andere Partei mit Ausnahme der FDP.

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