Bundespräsident auf Abwegen

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384px-2011_Joachim_Gauck-2Unser Bundespräsident vertritt nicht die deutschen Interessen, sondern er willfährt den griechischen Interessen auf entwürdigende Weise. Er gibt  der Wiedergutmachungs-Industrie Aufschwung mit seinem Credo wir sind jederzeit schuldbereit – und sonst niemand auf der Welt. Nicht die Nachfahren von Stalin, nicht die Amerikaner in Vietnam, nicht die Israelis in den Palästinensergebieten.

Dazu gibt's gleich drei Berichte in der Süddeutschen Zeitung vom 7.3. (Bild: J. Patrick Fischer, Wikimedia Commons):

Der damit verbundene Wunsch nach "finanzieller Wiedergutmachung" 70 Jahre nach den kriminellen Kriegsereignissen ist überzogen und möchte der unschuldigen deutschen Bevölkerung eine Sippenschuld auferlegen. Keine Rede ist dagegen von der griechischen Schuld am Euro-Betrug, mit dem sich Griechenland in eine Finanzunion drängte, in der es eigentlich nichts zu suchen hatte, und dabei ist das erst 15 Jahre her.

Die Folgen sind ca. 1/2 Billion Euro teuer, die allein unter dem Motto Griechenland-Rettung herumgepumpt wurden. Aktuell ist eine Forderung, die griechischen Banken "benötigten" 6.4 Mrd. frisches Kapital. Von Gauck eingestimmt, darf man damit rechnen, dass die Milliarden unhinterfragt bewilligt werden, d.h. wieder teure Subvention für die reichen Bankenbesitzer.

In FOCUS ONLINE vom 25.2. ist schon die Frage diskutiert, Mögliches drittes Hilfspaket – Will Deutschland Reform-Auflagen für Athen lockern? Der Gauck-Bußgang wirkt wie eine konzertierte Aktion, um die Bevölkerung auf neue Griechenland-Opfer einzustimmen (die in Wahrheit neue Reichtumspflege plus Bankenbeglückung ist).

Man darf dem Bundespräsidenten entgegenhalten, wenn er sich so schuldig fühlt an Taten, die kein lebender Mensch mehr verantworten muss, dann soll er Wiedergutmachung aus seinem eigenen Fundus betreiben. Aber er möge bittesehr nicht auf Kosten der Allgemeinheit sein Gewissen pflegen.

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