® Unser Rezept für Karfreitag

image_pdfimage_print

Die katholische Kirche hat heute einen strengen Fast- undPffffft Abstinenztag mit Tanz- und Lachverbot. Das Strichmännchen zeigt, was davon zu halten ist (Bild: Cathytreks, alle Bilder Wikimedia Commons).

Wieder belästigen die Religionsverweser die Freidenker mit ihren Vorschriften. Wiki dazu: Heute ist das Tanzverbot in Deutschland ein ländergeregeltes Verbot öffentlicher Tanzveranstaltungen an bestimmten Feiertagen, den sogenannten Stillen Tagen (z. B. Karfreitag oder Volkstrauertag).

Laut wiki betrifft das „Tanzverbot“ betrifft nicht nur Tanz-, sondern auch andere Whargarbleöffentliche Veranstaltungen, z.B. Sportveranstaltungen, weil die  die über den „Schank- und Speisebetrieb hinausgehen“ und damit gemäß Gesetzeswortlaut verboten sein können. Außerdem gibt es Sonderregelungen: In Bayern gilt am Karfreitag über das allgemeine Tanzverbot hinaus ein generelles Verbot von allen musikalischen Darbietungen in Räumen mit Schankbetrieb. In Berlin beginnt  dafür alljährlich am Karfreitag ein großes Tanzsportturnier (alle weiteren Bilder: Obsidian Soul).

Blah_blahVom Grundgesetz her ist die christliche Bevormundung nicht abgedeckt, auch wenn die Gerichte schon mal anders entscheiden (siehe Christen-Klüngel verteidigt Erbhof). Es gibt einen angängigen Prozess, der das Tanzverbot kippen will, der aber noch im Instanzenweg festhängt. Da kann man reden, was man mag.

Was bleibt zu tun? Sich nach Kräften amüsieren und die Gläubigen bedauern, die Lovesmenotsowas noch ernst nehmen. Und abwarten, wann diese Minderung unserer Lebensqualität endlich bereinigt wird. In dem Sinne wünscht wissenbloggt allen Lesern gerade heute ein fröhliches Ostern!

 

(Dieser Artikel wurde zuerst am 18.4.2014 veröffentlicht. Am 29.3.2017 wurden die Links überarbeitet.)

Mehr Humor und einige unheilige Links:

Mehr zum Thema:
Dieser Beitrag wurde unter Menschenrechte, Politik, Religion, Satire veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

3 Antworten auf ® Unser Rezept für Karfreitag

  1. Saco sagt:

    Dass Glaube keine gesellschaftliche Rolle mehr spiele, ist zum einen ein geschickter Schachzug der Kirchen, die damit ihren Fundamentalismus relativieren bzw. in den Hintergrund treten lassen können. Zum anderen ist es eine Augenwischerei der Gesellschaft, die sich eigentlich hierzulande ihrer Zugehörigkeit zu einer orthodoxen Religion eher schämt. Man bekreuzigt sich nicht, wenn man als Nordkikker das entscheidende Tor im Abschiedskampf erziehlt. Doch nahezu jeden, auch den "Aufgeklärtesten",  hat der hiesige Glaube irgendwo im Griff. Das  wusste C.G. Jung. So sind die sog. "Feiertage" in Deutschland vornehmlich christlich geprägt.

    Doch es ist irgendwo auch einmal an der Zeit, dasjenige Kirchenkonstrukt endlich zu Grabe zu tragen, das mit seiner Androhung ewiger Feuerfolter unsere Psychiatrien mit schwer Erkrankten füllt.  Heute wäre eine gute Gelegenheit dazu.

    Schon ein "flüchtiger Gang" über die Flure einer solchen Psychiatrie liessen Nietzsche wissen, woher die Erkrankten ihre Erkrankung haben: Es ist die frühkindlich eingeredete Angst vor jenseitigen Strafen. Diese Angst ist zwar verdrängt, und zwar auch von den behandelnden Psychiatern, aber sie ist gerade darum auch heute um so wirksamer.

     

  2. Saco sagt:

    Suaviter in modo, fortiter in re…

Schreibe einen Kommentar