Risiko und Chance der Massenmigration

image_pdfimage_print

skeletons-303877_640Aktuelle Kommentare zur islamischen Bedrohungslage weisen den Muslimen die Pflicht zum Handeln zu. Die Muslime sollen protestieren, wenn im Namen des Islams Verbrechen begangen werden (eingestellt 3.10., überarbeitet 4.10., Bild: Nemo, pixabay). Auch weitere Aktionen vor Ort sind denkbar, um Frieden und Menschenrechte in den Bürgerkriegsgebieten zu schaffen, die beste Voraussetzung für die Lösung der Religions- und Migrationsprobleme.

  • Milliarden Muslime regen sich nicht, schreibt der niederländische Schriftsteller Leon de Winter (DIE WELT am 10.9.). Die Mörder des IS nehmen Mohammed eben wörtlich: Immer, wenn im Namen des Islam Grausamkeiten begangen werden, hören wir, dass die Terroristen lediglich eine friedliche Religion pervertieren.
  • Die Initiative Liberaler Muslime Österreich sieht die Sicherheit Österreichs auf dem Spiel: Aktion gegen Radikalisierung und Jihadisten. Die Organisation schätzt, dass mindestens hundert gefährliche Jihadisten-Urlauber regelmäßig und unbehelligt zwischen Österreich und Syrien pendeln
  • Eine Religion unter Verdacht – Die neuen Religionskriege (ZEIT ONLINE 3.10.): Eine Theologie der Gewalt breitet sich aus. Sie bedroht den Westen, aber vor allem die Mehrheit friedlicher Muslime. Unfreiheit beginnt demnach mit dem Irrglauben "So will es Gott, und ich habe keine andere Wahl". Unterwerfung ist die wörtliche Übersetzung des arabischen Wortes "Islam". Zu viele Muslime glauben, dass Gott sie, ihre Taten und Gedanken überwache und jeden Fehltritt bestrafe.

  • Die Initiative Soziales Österreich geht noch weiter: Bekämpfung Ideologie des religiösen Radikalismus gefordert. Hier werden mehr Offenlegung und Kontrolle gefordert.
  • Gegen Israel protestieren sie, aber wo bleiben Proteste gegen IS? sagt der Kommentar der deutsch-marokkanischen Autorin und Herausgeberin der Frauenzeitschrift "Gazelle", Sineb El Masrar, (23.9.). Die Opferrolle der Muslime in Deutschland nervt. Darin wird den Muslimen ein Minderwertigkeitskomplex zugeschrieben, der dringend überwunden werden muss, damit sie nun endlich Verantwortung übernehmen. Zeit wird es auch, gegen Extremisten in den eigenen Reihen vorzugehen. Faschismus-Islam hier, Islamphobie dort, es werde Zeit für eine redliche Sichtweise der Dinge.
  • In unserem Artikel Uwe Lehnert zum Islam in Deutschland äußert der Autor die pessimistische Sicht Wir werden die Auseinandersetzung mit dem Islam wahrscheinlich verlieren. Unser freiheitliches Gesellschaftsmodell sei durch eine Religion gefährdet, die den ehrlichen Dialog und den fairen Kompromiss mit Andersdenkenden und -gläubigen nicht kennt.
  • Thomas L. Friedman sieht in der New York Times dagegen A Crisis in the Arab World (nicht online), das ultrakonservative Saudi-Arabien habe die IS-Ideologie von Tyrannei und Fanatismus selber in Form des lokalen Wahhabismus ausgebrütet.  Nun wundern sie sich über Gewalt und Extremismus der Killerkommandos, die unter ihrem islamischen Label firmieren: This is a civilization in distress, and unless it faces pathologies that have given birth to ISIS – any victory we achieve from the air or ground will be temporary. So lauten die Begleitgedanken zum Bombardement, mit dem das Problem gelöst werden soll.
  • Der Politikwissenschaftler Michael Ley schrteibt in Islamismus und die Zukunft Europas, orthodoxer Islam und eine säkulare Moderne seien unvereinbar, die Integration des Islam im Westen sei gescheitert. Die islamischen Verbände und Kulturvereine seien nicht daran interessiert, und die westlichen Gesellschaften hätten mit der Ideologie des Multikulturalismus die Etablierung von muslimischen Parallelkulturen gefördert. In der Radikalisierung junger Muslime in Europa und im Nahen Osten sowie in Afrikaliege ein hohes Bedrohungspotential.

Radikalisierung

Allerdings ist nur 1/7 der deutschen Muslime in irgendeinem islamischen Verband organisiert, und wenn man sich mit offenen Augen umschaut, sieht man viele Muslime, die bestens integriert sind. Das spricht nicht unbedingt für Konfrontation und Auseinandersetzung. Kein Grund also zum Alarmismus?

Aber das Bedrohungspotential ist da, und es wird durch Bombardements nicht geringer. Gerade dann nicht, wenn als Maßnahme gegen die Radikalisierung selber radikalisiert wird, indem die normalen, integrierten muslimischen Bürger ignoriert werden und nur die Extremisten angeschaut werden.

Dies soll kein Versuch sein, das Probem der kriegerischen Auseinandersetzung zwischen NATO-Mächten und radikalislamischem Hegemonialstreben zu lösen. Indem das Problem von der anderen Seite her angegangen wird, kommt vielleicht ein hilfreicher Aspekt zum Vorschein.

Der wissenbloggt-Artikel Spekulationen über Weltbevölkerungs-Zunahme besagt eine enorme Zunahme der Bevölkerung in Afrika; es wird erwartet, dass die Bevölkerung von Nigeria allein auf ca. 1 Milliarde zunimmt. Es wird aber nicht erwartet, dass sich die Korruption dort ändert, und dass gedeihliche Zustände dort einkehren.

Plünderer

Wer unter die Oberfläche schaut, sieht den Zusammenhang. Die Fürsten von Saudi-Arabien und der Emir von Katar sind genauso undeserved rich wie die Plünderer von Nigeria und anderen afrikanischen Anarchie-Staaten. (Selbst Russland wird von Plünderern ausgebeutet, die USA sind voll von undeserved rich, und die neuste Draghi-Aktion reiht auch die Euro-Zone wieder mal in diesen Bereich ein.)

Die Plünderer sind letztlich Volksfeinde, die der Allgemeinheit etwas vorenthalten. Im Fall der Anarchie-Staaten sind es die lebensnotwendigen Güter, im Fall der Wahhabiten und sonstigen Fundamentalisten ist es die geistige Grundausstattung für eine moderne, friedliche Welt. In jedem Fall ist es die Gerechtigkeit, die den Menschen vorenthalten wird.

Wenn zornige junge Menschen dagegen aufbegehren, haben sie durchaus Grund dazu. Aber es werden moderne Revolutionen gebraucht statt mittelalterliche. Und es wird keine Hilfe gebraucht, die den Teufel mit dem Beelzebub austreibt, bzw. den "Allah" mit dem "Gott". Es ist wahrhaftig keine Hilfestellung für potentielle Djihadisten, ihnen einen "Gott" einzureden, der sie liebe (Vorschlag aus der Politik).

Die Abschaffung der Götterwirtschaft bietet eine bessere Chance, mit dem Spuk ganz aufzuräumen. Stattdessen muss auf ethischem Gebiet eine Bestitznahme der modernen Technikkultur kommen. Das Bewusstsein muss verbreitet werden, dass das Gotteszeugs alles nur menschengemachter Unfug ist, um die Armen zu instrumentalisieren (siehe auch Rational vs. radikal).

Migration

Das ist es, was die Menschen letztlich in die Flucht treibt, die Armut, der Bürgerkrieg, die Unsicherheit, der Hunger, das Freiheitsstreben. Wenn schon die Redlichkeit im Schwange ist, dann können nun Gerechtigkeitsmaßstäbe angelegt werden. Die große Zahl der Migranten macht es notwendig: Viele Migranten sind egoistisch, weil sie ihre eigenen Ziele verfolgen. Bei der Migration aus Sudan, Eritrea, Libyen, Irak und Syrien sieht man geschlechtsmäßig "disproportionale Zahlen", es sind oft nur Männer, die da kommen. Die Frage ist also erlaubt, Wenn der Staat so gefährlich ist, wieso bleiben die Frauen dann da?

Damit soll nicht behauptet werden, es sei kein ehrenhaftes Motiv, für die Seinigen zu sorgen. Noch ehrenhafter wär's allerdings, für die dortige Allgemeinheit zu sorgen und nicht nur für die eigene Familie/den eigenen Clan. Das wirft die generelle Frage auf: Warum schützen die Männer sie nicht da? 

Gegenüber den hochbewaffteten IS-Kämpfern kann das gewiss nicht gelten. Aber man hat es nicht überall mit Kriegern zu tun. Deshalb sollte in der Migrations-Agenda drinstehen, dass das Mittel der Wahl nicht automatisch die Flucht sein muss. Sondern wenn es geht, sollen die Verhältnisse vor Ort korrigiert werden. So wird die Vielzahl der Migranten nicht nur zum Risiko, sondern auch zur Chance.

Risiko

Das Umsichgreifen der Fundamentalisten-Kämpfe und die Entwicklung der Weltbevölkerung machen deutlich, dass es kaum Grenzen für die Zahl der potentiellen Migranten gibt. Was jetzt im Millionenbereich abläuft, kann sich in den Milliardenbereich ausweiten. Für die Zielländer stellt das bei allen humanitären Bestrebungen ein Risiko dar. Verteilungskämpfe unter den Unprivilegierten drohen, sowie Kulturkämpfe, wie sie in den o.a. Links schon anklingen. Zumal die Immigranten vielfach aus menschenverachtenden Kulturen kommen – und prinzipiell ist jede religiöse Kultur menschenverachtend, weil sie die Belange eines vermeintlichen Gottes über die der Menschen stellt.

Chance

Gerade aus der Vielzahl ergibt sich eine Chance, die bisher vernachlässigt wurde, und das ist die eigentliche Message des Artikels. Es müssen sich nicht alle einzeln durchschlagen, sondern wenn sie zuhause zusammenhalten, können sie gemeinsam was ändern. Die Vielzahl macht sie demokratisch relevant. Sie haben ein demokratisches Recht, dass sich was ändert.

Da ist also anzusetzen, ehe die Migrationsströme überborden. Richtige Hilfe heißt Aufklärung, Willensbildung, Zusammenhalt schaffen, materielle und ideelle Unterstützung schon vor Ort. Poltitischer und ökonomischer Druck auf die örtlichen Regime ist geboten. Der würde viel besser funktionieren, wenn Steueroasen, Schurkenbanken und Schattenmärkte dichtgemacht würden. Das Versagen beim Schließen der Schlupflöcher nutzt nicht nur den heimischen Abzockern, sondern auch den fremden Plünderern.

Militärischer Schutz ist problematischer, wie das Beispiel Afghanistan zeigt. Gegenüber Bombardements ist erst recht Skepsis angebracht. Israel und Palestinensa führen seit 50 Jahren vor, dass Terror nicht mit Gegenterror zu bekämpfen ist.

Aufklärung

Es ist kaum zu ermessen, wieviel Schaden die mangelnde Aufklärung anrichtet. Das beginnt bei den religiös kontaminierten Führungen in aller Welt, angefangen bei unserer Bundesregierung nebst Bundespräsident.

Wenn die auf der Schiene der Vernunft agieren würden, hieße die offizielle Agenda, Gott, Himmel, unsterbliche Seele usw. sind Phantasieprodukte, nichts als vorwissenschaftliche Irrtümer. Religion ist menschengemacht, und wer Gotteswerk predigt, lügt.

Wer trotzdem daran glauben mag, der möge sich mit den Hervorbringungen der Religionskultur bescheiden. Technik gibt's nur auf Basis der Wissenschaft, der Religion frommt Eselreien statt Autofahren, Trommelsignale statt Handy und Säbel statt Kanone.

Dass diese starken Argumente außer Kraft gesetzt werden, ist Schuld der christlichen Kontaminierung. Denn wo die wabert und labert, da fehlt die moralische Grundlage, um gegen die islamische Kontaminierung anzugehen. 

Erst wenn man den Götterzauber entstrubbelt, wird alles leichter.

Unsere Links dazu:

Mehr zum Thema:
Dieser Beitrag wurde unter Religion veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar