Mina Ahadi: Islamkritik zwischen Aufklärung und Rassismus

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Mittwoch, 12.11.2014 in Düsseldorf, V6.

Red.: Ohne Pause setzt sich unsere Jeanny Passauer dafür ein, die Gründung der Partei der Humanisten im humanistischen Umfeld bekannt zu machen. Nach der Präsentation beim gbs-Jubiläum am Freitag war sie am Mittwoch bereits wieder „auf Achse“. Sympathiewerbung vom Feinsten. Hier ihr Bericht:

10805423_854139747950341_91075173_nNachdem die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf am Vortag den Veranstaltungsort, ohne nachvollziehbare Begründung, gecancelt hat, traf sich das interessierte Publikum im V6 um dem Beitrag von Mina Ahadi zu lauschen. Trotz Improvisation und einem daraus resultierenden Platzmangel, haben es die Veranstalter Düsseldorfer Aufklärungsdienst DA! und Der Zentralrat der Exmuslime geschafft einen informativen Abend auszurichten. Leider verlief der Abend mit einer lautstarken Störung durch einen ungebetenen Gast aus der rechten Szene, dieser konnte aber, ohne größeren Schaden anzurichten, der Örtlichkeit verwiesen werden.

Frau Ahadi begann Ihren Vortrag mit einer kurzen Zusammenfassung ihrer Lebensgeschichte, ergreifend berichtete sie über das Todesurteil, das über sie verhängt wurde und machte deutlich dass sie auch hier in Deutschland nicht die Sicherheit genießt die jedem Menschen zusteht. Sie thematisierte die Menschenrechtsverletzung der islamisch geprägten Länder und führte an, dass ein Dialog mit fundamentalistischen Muslimen schier unmöglich ist, diese aber im Grunde nur eine Minderheit stellen. Um genauere Zahlen festzustellen forderte Mina Ahadi ein Referendum zum Thema.

Im Verlauf der Veranstaltung wiederholte sie mehrfach dass Islamkritik, sowie Kritik an allen Religionen nicht nur berechtigt, sondern notwendig ist. Die Angst als Rassist dargestellt zu werden ist leider allgegenwärtig, aber völlig unbegründet. Sie verwies auf die Tatsache dass der Islam keine Rasse, sondern eine Ideologie ist und demnach keine Rechte besitzt. Mit „Nicht Muslime sondern Menschen besitzen Rechte“ verdeutlichte sie ihren Standpunkt. „Wenn es heißt Gott will dass ich dich töte oder dich vergewaltige, dann brauche ich keinen Gott!“ so ihre Aussage bei der man all die Enttäuschung über diese absurde Rechtfertigungshaltung förmlich spüren konnte. Eine bewundernswerte Frau die alle Anwesenden mit ihrer Erzählung über junge Frauen in Todeszellen tief berührte, mit ihrer Ratio überzeugte und mit ihrem Kampfgeist beeindruckte.

Die anschließende Fragerunde brachte eine spannende Diskussion zu aktuellen Geschehnissen rund um das Thema Islam in Gang, wobei auch die politischen Aspekte in Deutschland thematisiert wurden. Auch nach Ende der Veranstaltung ergaben sich einige interessante Gespräche in denen ich feststellen durfte, dass viele der Anwesenden von der Parteigründung wussten, sich aber noch nicht die Zeit genommen hatten sich näher zu informieren. Ich habe ein paar Fragen zur Partei und unseren Standpunkten beantwortet und konnte neben ausschließlich positiver Resonanz auch einige Visitenkarten und Einladungen mit nach Hause nehmen.

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3 Antworten auf Mina Ahadi: Islamkritik zwischen Aufklärung und Rassismus

  1. Wilfried Müller sagt:

    Mina Ahadi: „Nicht Muslime sondern Menschen besitzen Rechte“ – interessant das ungeplante Zusammentreffen mit dem Slogan von Gegen das kirchliche Tarifrecht

  2. @Wilfried:

    Ich hatte in dieser Richtung wirklich nichts geplant. Reine Koinzidenz! Sporadisch werde ich natürlich weiter über unsere Aktivitäten innerhalb der humanistischen Szene berichten (denn das ist unser Ausgangspunkt). Vielleicht trifft es ja auch irgendwann den noch etwas "zurückhaltenden" bfg :-)

  3. pinetop sagt:

    Ich kann Mina Ahadi nur beipflichten.

    Die Tatsache, dass Menschen aus islamischen Ländern, welchen man das Etikett islamisch anklebt, heftige Kritik an dieser Religion üben, ist für viele Politiker die reinste Provokation. Oft kriegen sie geradezu Schnappatmung, wenn sie den Fremden keine Fremdenfeindlichkeit unterstellen können.

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