Carsten Frerk: Die Kirchen schaffen Werte – Beiseite

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FrerkVeranstaltung am 13.11.14 in Düsseldorf, Zakk.

Bericht unserer Sympathie-Botschafterin Janine Passauer, Beirätin der Partei der Humanisten:

Der Düsseldorfer Aufklärungsdienst und die Rosa Luxemburg Stiftung haben am Donnerstagabend zu einer Lesung und Diskussion mit Carsten Frerk ins Zakk geladen. Nicht ganz so viele Gäste wie am Vortag bei Mina Ahadi folgten dieser Einladung und wurden Zeuge einer perfekt durchorganisierten Veranstaltung.
Carsten Frerk schilderte auf seine bekannte, humoristische Art die finanzielle Situation der Kirchen in Deutschland. Mit anschaulichen Folien stellte er die Dreistigkeit ua der Katholiken des Erzbistums Köln dar, wie sie die Massen täuschen und wo sich die Milliarden und aber Milliarden Euros aus Steuergeldern wieder finden. Die von ihm angeführten Zahlen führten bei den Anwesenden zu einer Mischung aus Empörung und Belustigung. Auch war einigen der Interessierten anscheinend nicht bewusst mit welchen Mitteln in Deutschland frühkindliche Indoktrination betrieben wird. Eine Veranstaltung die mE nicht von Menschen besucht werden sollte die bereits an Hypertonie leiden, die kalten Fakten sind nur schwer zu begreifen und verursachten bei mir eine regelrechte Wut auf die aktuelle Gesetzeslage.

Bei der anschließenden Fragerunde entstand eine interessante Diskussion in der Carsten Frerk Hoffnung äußerte, dass die Kirche „implodiere“ und auch wenn Religionen vermutlich nicht in naher Zukunft aussterben werden, ist die Prognose positiv.
Der Abend endete natürlich nicht mit der Veranstaltung sondern wurde in einer nahe gelegenen Kneipe in gemütlicher Runde fortgesetzt.

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Eine Antwort auf Carsten Frerk: Die Kirchen schaffen Werte – Beiseite

  1. Wilfried Müller sagt:

    Zum Katholikentag Münster erreicht uns eine PRESSEMITTEILUNG der gbs vom 17.03.2015. Münster könnte die erste deutsche Stadt sein, die einen finanziellen Zuschuss für einen Katholikentag verweigert:
     
    Historische Chance in Münster: erster Katholikentag ohne städtische Millionenförderung

    Die Kunstaktion „11. Gebot: Du sollst deinen Kirchentag selbst bezahlen!“ begrüßt die Entscheidung der SPD-Münster, den Antrag auf 1,2 Mio. EUR Barzuschuss für den Katholikentag 2018 abzulehnen. In der Ratsversammlung am 25. März 2015 dürfte sich daher zum ersten Mal in der Geschichte des Katholikentags eine Stadt der beantragten Millionen-Subvention verweigern.
     
    Die Aktiven vom „11. Gebot“ hatten im November vergangenen Jahres 3 Tage lang in der Innenstadt Münsters auf die verfassungswidrige Praxis der öffentlichen Förderung von Katholiken- bzw. (evangelischen) Kirchentagen hingewiesen. Die knapp 3 Meter hohe Moses-Skulptur nebst einer Steintafel, auf der das 11. Gebot „Du sollst deinen Kirchentag selbst bezahlen!“ verkündet wird, fand dabei enormen Zuspruch unter den Münsteranern. An die Bürger wurden Postkarten mit dem 11. Gebot verteilt, um die damals noch schwankenden Fraktionen von SPD und Grünen an die Trennung von Staat und Kirche zu erinnern.

    „Nachdem sich die SPD unmittelbar vor ihrer internen Entscheidungsfindung noch einmal von den Katholikentagsveranstaltern ,beraten’ ließ, freut es uns umso mehr, dass die SPD-Fraktion sich nun einstimmig gegen einen Barzuschuss ausspricht“, kommentiert David Farago, Initiator der Kunstaktion „11. Gebot“, die jüngste Entwicklung.

    Daniela Wakonigg, Münsters Regionalbeauftragte des Internationalen Bundes der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA) e.V., ergänzt: „Die Ratsversammlung am 25. März wird ein Abstimmungskrimi werden: CDU und Oberbürgermeister Lewe haben keine Mehrheit für ihren Antrag über 1,2 Mio. EUR Barzuschuss. Die Fraktionen von SPD, Grünen, FDP und LINKE reichen jeweils eigene Anträge ein. Worauf man sich am Ende verständigt, ist ungewiss.“

    Maximilian Steinhaus, Sprecher der Aktionsgruppe „11. Gebot“ merkt an: „Münster hat nun die Chance, einen Präzedenzfall zu schaffen und der einseitigen Privilegierung der christlichen Großkirchen in einem wichtigen Bereich einen Riegel vorzuschieben. Damit würde Münster nicht nur der verfassungsrechtlichen Pflicht zur weltanschaulichen Neutralität entsprechen, sondern auch ihrem historischen Erbe als Stadt des Westfälischen Friedens – denn Religionsfrieden gibt es nur durch die Abschaffung der einseitigen Privilegien.“

    Auch der Vorschlag der SPD ist daher nicht frei von Kritik: Während die Grünen sich Sachleistungen und Rabattierungen durch die Stadt nur und soweit vorstellen können, wie diese auch anderen Großveranstaltungen gewährt werden, will die SPD viele Dienstleistungen kostenfrei zur Verfügung stellen, darunter die Überlassung von Schulen und auch der Halle Münsterland. Dies allein entspräche bereits einer Förderung in Höhe von 400.000,- EUR. Andere Veranstalter müssen diese Finanzmittel selbst aufbringen.
     
    Die Kunstaktion wird getragen von der Giordano-Bruno-Stiftung (gbs) und wird in Münster vom Internationalen Bundes der Konfessionslosen und Atheisten e.V. (IBKA) unterstützt. Weitere Informationen zur Kunstaktion sowie zur Finanzierung der Kirchentage in Deutschland finden Sie auf der Aktionswebsite: http://www.11tes-gebot.de
     
    Daniela Wakonigg
    Regionalbeauftragte des IBKA e.V. für das Münsterland
     
    Maximilian Steinhaus
    Das 11. Gebot
     

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