Freedom-of-Thought-Report 2014

image_pdfimage_print

iheufreedomofthought2014

Der Report ist hier downzuloaden, aus dem Inhalt: In 2014, in addition to laws such as those targeting “apostasy” and “blasphemy”, we have seen a marked increase in specific targeting of “atheists” and “humanism” as such, using these terms in a broadly correct way (the users know what they are saying) but with intent clearly borne of ignorance or intolerance toward these groups. Some examples:  Dazu werden extra genannt Saudi-Arabien, Malaysia, Ägypten (der Bericht ist nach Ländern aufgeschlüsselt).

Was dort passiert? Abfall vom Glauben (Apostasie) und Lächerlichmachung von Glaubensinhalten (Blasphemie) werden bestraft. Der Report sieht eine deutliche Zunahme der Fokussierung speziell auf Atheisten und Humanisten. Die Begriffe würden korrekt benutzt, aber mit unkorrekten Absichten, namlich mit Ignoranz oder Untoleranz.

Die Site der International Humanist and Ethical Union (IHEU freedom of thought global report) sagt dazu: As a universal human right, freedom of religion or belief has a broad application. However, there seems to be little awareness that this right also provides a normative frame of reference for atheists, humanists and freethinkers and their convictions, practices and organizations. Die Religionsfreiheit wird vielfach als weltweites Recht angesehen, während dieselbe Freiheit für Atheisten, Humanisten und Freidenker und ihre Organisationen oft missachtet wird.

Die Site diesseits.de macht daraus einen Bericht: Atheisten und Konfessionsfreie weltweit verfolgt und benachteiligt (10.12.): Todesstrafe, Gefängnis, systematische Benachteiligung: In fast allen Ländern der Erde werden Menschen diskriminiert und teils extrem bestraft, weil sie nicht an einen Gott glauben. Das zeigt ein aktueller IHEU-Bericht, welcher zum Tag der Menschenrechte vorgestellt wurde. Auch der Bundesrepublik Deutschland werden in dem Bericht Missstände attestiert, so diesseits.de,  „schwere Benachteiligung“ von nichtreligiösen und konfessionsfreien Menschen.


 

Mehr zum Thema:
Dieser Beitrag wurde unter Religion veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

3 Antworten auf Freedom-of-Thought-Report 2014

  1. Wilfried Müller sagt:

    Nachtrag aus der IH-FB-Gruppe:

    Seite 498 – Germany
    Rating: Severe Discrimination

    Einige Zitate:

    There is systematic
    religious privilege

    Preferential treatment
    is given to a religion or
    religion in general

    Religious groups
    control some public or
    social services

    State-funding of religious institutions or salaries, or discriminatory tax exemptions

    Interessant: Einzelfälle (S. 502f)
    Anna Ignatius, Doctor of Philosophy and non-religious mother of three from the state of Baden-Württemberg, was denied the right to an ethical education for her sons in their schools. In 2007 she formally asked for the establishment of the school subject “ethics”. She did so on the legal grounds that non-affiliated parents and students (should) have the same right to get an ethical education as religiously affiliated people have the right to get their religious education. In 2014, the Federal Administrative Court of Germany ruled that she has no right to claim the establishment of the wanted school subject for non-religious children. The court explained that the b a s i c l a w p r i v i l e g e s
    r e l i g i o u s e d u c a t i o n.

    uvm.

  2. Wilfried Müller sagt:

    Link zur IHEU-Kampagne zur Beendigung der Anti-Blasphemie-Gesetze

  3. Wilfried Müller sagt:

    Im vorigen Jahr konnte man den Report noch frei runterladen, aber beim Report 2015 ist ein Kniefall vor Google fällig, ehe man an die Daten drankommt. The Freedom of Thought Report 2015 can be downloaded at freethoughtreport.com/download. Wer das anklickt, wird erstmal aufgefordert: "Zur Nutzung von Google Drive anmelden". Na danke. Wie passt dieser Zwang zur propagierten Gedankenfreiheit?

    Trotzdem ein paar Infos aus dem aufgewärmten Freedom of Thought Report 2015: Die Bundesrepublik Deutschland steht demnach für „schwerwiegende Benachteiligung“ von konfessionsfreien und nichtreligiösen Menschen. Das zielt auf die gesetzlichen Privilegien der großen Kirchen im Arbeitsrecht, nicht nur zum Nachteil der Beschäftigten, sondern auch beim Ausschluss konfessionsfreier Arbeitnehmer von der Beschäftigung. Und das bei den fast ganz öffentlich finanzierten Sozial-, Gesundheits-, Kultur- und Bildungseinrichtungen. Die Kritik am staatlichen Bildungssystem zielt auf den Betrieb von staatlichen Konfessionsschulen und auf das Fehlen einer nichtreligiösen Alternative zum Religionsunterricht. Auch die Privilegien religiöser Gemeinschaften werden kritisiert, durch Steuer- und Abgabenbefreiungen, durch besondere Sendeplätze in den öffentlich-rechtlichen Medien usw. – nix Neues.

Schreibe einen Kommentar