Asymmetrische Sensationsmache

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charlieDie Medien sind voll von der Terrorattacke auf das Pariser Sátiremagazin Charlie Hebdo. Die Wochenzeitschrift war 2011 schon das Ziel eines Brandanschlags, 2012 und 2013 musste sie geschützt werden, nachdem sie ein paar Mohammed-Karikaturen veröffentlicht hatte. Am 7.1. gab es dann eine Attacke mit höchster Feuerkraft, die fast die gesamte Redaktion ausrottete. Verständlich, dass die internationalen Medien unausgesetzt darüber berichten.

Worüber nur ganz sparsam berichtet wird, das ist der Terror in der anderen Richtung, dessen Dimensionen aber größer sind. Bei 500 Drohnenangriffen außerhalb Afghanistans und des Iraks wurden in 10 Jahren insgesamt 3.674 Menschen getötet, schreibt ZEIT ONLINE am 1.12.14 in Drohnenangriffe – Obamas unerklärter Krieg. Weitere Zahlen und Fakten liefert wiki bei Drohnenangriffe in Pakistan. Wenn man die Zahlen für Afghanistan und den Irak daumengepeilt hochrechnet, kommt man auf ca. 10.000 Opfer des Drohnenkriegs in 10 Jahren.

In dem Zeit-Artikel wird eine Kollateralschadensquote für die Drohnen ausgerechnet: Wie "präzise" und "schonend" also ist diese angebliche Wunderwaffe, wenn mit jedem Terrorverdächtigen mindestens weitere 28 Menschen ihr Leben lassen müssen? (Auf der Basis von 34 mutmaßlichen Terroristen als Opfer, die oft mit mehreren Angriffen verfolgt wurden, bis mit ihnen zusammen 1.147 mutmaßlich Unschuldige umgebracht wurden, darunter 150 Kinder.)

Den Drohnenkrieg hat der amerikanische Präsident persönlich zu verantworten, weil er jeden Einsatzbefehl unterschreibt. Das ist Rechtsbruch schwersten Grades, denn die Beschuldigten erhalten keine Chance, sich zu verteidigen. Zudem setzen die Geheimdienstler der CIA (und manchmal auch die US-Militärs) Drohnen nicht nur gegen konkrete und namentlich bekannte Personen ein. Laut Zeit fliegen sie auch Angriffe gegen Unbekannte, die der Computer aufgrund ihrer Verhaltensmuster als verdächtige "Terroristenführer" herauspickt.

Das langjährige Mittel des US-amerikanischen Terrors fordert also rund 3 Tote pro Tag, von denen nur 0,2 schuldig sind (Korr. 9.1.). Alle 4 Tage erfüllen die USA die Pariser Quote von 12 Toten – und das zieht nur einen Bruchteil der Medienaufmerksamkeit auf sich. Und das, obwohl der US-Präsi versprochen hat, die Drohnenangriffe einzustellen. Er macht aber trotzdem damit weiter, erneut hält ein US-Präsi sein Versprechen im Antiterrorkampf nicht ein.

Es wäre eine Sache der Gerechtigkeit, wenn die Menschen sich nicht nur mit Charlie Hebdo identifizieren, "je suis Charlie", sondern auch mit den unschuldigen Drohnenopfern. Und wenn sie alle Terroristen verurteilen, nicht nur die Allahu-akbar-Schreier von Paris, sondern auch den US-amerikanischen Präsi Obama.

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29 Antworten auf Asymmetrische Sensationsmache

  1. Alvin sagt:

    Der Terrorangriff auf die Redaktion des franzöischen Satiremagazins ist ein Angriff auf die europäische Aufklärung! Diesen Terrorangriff mit irgendwelchen US-Handlungen gegenzurechnen, ist eine Ungeheuerlichkeit! Frankreich ist ein vorbildlich säkularer Staat, der auch im Religionsbereich die Freiheit der Meinungen garantiert, die in anderen Staaten keineswegs besteht, siehe Deutschland mit dem § 166 im StGB oder Österreich mit dem § 188! In islamistischen Staaten steht oft auf Islamkritik oder auf religiösem Spott die Todesstrafe! Wozu wissenbloggt nun praktisch die Vollstreckung islamistischer Todesurteile wegen religiöser Satiren in Frankreich zu beschönigen trachtet, ist absolut nicht nachvollziehbar! Für das Recht auf Religionskritik! Für das Recht auf Meinungsfreiheit! Kampf dem Islamfaschismus! Wir alle sind Charlie Hebdo!

  2. Argutus sagt:

    Es liegt mir fern, die offenbar völlig stümperhafte Kriegsführung der Amerikaner zu verharmlosen oder gar schönzureden, aber gerechterweise sollte man schon darauf hinweisen, daß diese Aktionen nicht mutwillig durchgeführt werden sondern eine Reaktion auf den islamischen Terror und ein (mehr oder weniger hilfloser) Versuch sind diesen einzudämmen.

    Demgegenüber ist derislamische Terror, gegen den die Amerikaner ihren Krieg führen, nur die Folge des religiösen Hasses fanatisierter Gläubiger, die es nicht ertragen können, daß andere Menschen und Staaten weder ihre perverse Ideologie teilen noch sich ihnen unterwerfen.

    Das eine gegen das andere aufzurechnen ist somit in höchstem Maße ungerecht.

  3. Ich kann Alvin und Argutus nur zustimmen – aus voller Überzeugung!

  4. SpeedySpain sagt:

    Ja, was denn nun? Islamischer oder islamistischer Terror?
    „Eine Reaktion auf den islamischen Terror“ (islamistischer Terrorismus“ wäre die Ausdrucksweise der Wahl)? Und angefangen hat es wahrscheinlich mit 9/11, wo bis heute nicht geklärt wurde, wer die Drahtzieher sind. Und mal angenommen, dass es wirklich die Beschuldigten waren. Gibt uns dies das Recht Krieg zu führen?

  5. Wilfried Müller sagt:

    Nein, die Ungeheuerlichkeit liegt genauso auf Seiten der USA. Es ist genau dieselbe Logik, es werden welche zu "Lebensunwerten" erklärt und gekillt. "Kollateralschäden" nehmen beide Seiten in Kauf. Man kann lange diskutieren wer damit angefangen hat und was da Reaktion auf was ist. Das Thema haben wir ja bei Israel/Palästina seit vielen Jahren. Die islamischen Werte sind eben nicht Aufklärung und Säkularität, und für die ist Frankreich eben nicht vorbildlich, siehe auch Burkaverbot.

    Man muss ja auch fragen wo die fanatischen Hasser herkommen: u.a. nämlich von den US-Drohnen. wissenbloggt beschönigt da gar nichts. Meinungsfreiheit gilt nicht bloß für die eine Seite. Wo bleibt die Kritik am US-Terror?

     

  6. SpeedySpain sagt:

    Die hören nicht nur ab, sondern lesen auch mit. Da greift bei vielen wohl die Gedankenscheere. Ich glaub, da war zwischen den Zeilen minimal Kritik?! :)

  7. pinetop sagt:

    Auch ich schließe mich Alvin und Argutus an.

  8. Saco sagt:

    Wenn man im reichen Westen eine Jeans für ein paar Dollar oder Euro kaufen kann, ist das nur möglich, wenn man die Herstellerstaaten mit einiger Gewalt kolonialisiert, dort dem Westen freundliche Regierungen einsetzt, diese dann  nicht an Unterdrückungsmaßnahmen der Bevölkerung hindert – auch nicht an Folterungen der sich ausgebeutet Fühlenden. Das Elend und die Armut der Kolonien führen dann zum Krieg gegen den Westen, der in Ermangelung entsprechender  Waffen mit einfachen Mitteln "terroristisch" geführt wird. Der Terrorist hat einen Stein in der Hand, der Westen die Drohne im Gepäck. Die Religion ist nur schmückendes Beiwerk bei dieser Auseinandersetzung.

  9. Klarsicht sagt:

    Auserwähltheitsdünkel in Bibel und Koran.

    Israel ist ein herrliches Volk: „Ei, welch weise und verständige Leute sind das und ein herrlich Volk !“. „Denn wo ist ein so herrliches Volk, zu dem Götter also nahe sich tun als der Herr, unser Gott, so oft wir ihn anrufen ?“ Und wo ist ein so herrliches Volk, das so gerechte Sitten und Gebote habe wie all dies Gesetz, daß ich euch heutigestages vorlege ?“ (5. Buch Mose, K. 4, V. 6-8. Siehe auch K. 7, V. 6-8, K. 14, V. 2, 2. Buch Mose, K. 19, V. 5 u. 6, 2. Buch Samuel, K. 7, V. 23). Zitiert nach dem 1912 vom Deutschen Evangelischen Kirchenausschuß genehmigten Text des „Alten Testamentes“.

    Später empfinden sich die Christen als so „herrlich“ und machen die „Herrlichkeit“ den Israeliten/Juden streitig. Und innerhalb der Christenheit sind wieder die US-Amerikaner das „allerherrlichste Volk“.

    Der/die Autor(en) des Koran hat/haben sich wohl bei Schaffung der Sure 3, V. 110 das „Alte Testament“ zum Vorbild genommen. Dort heißt es nämlich: „Ihr seid die beste Gemeinde, die für die Menschen entstand. Ihr heißet was Rechtens ist, und ihr verbietet das Unrechte und glaubet an Allah. Und wenn das Volk der Schrift geglaubt hätte, wahrlich, es wäre gut für sie gewesen! Unter ihnen sind Gläubige, aber die Mehrzahl von ihnen sind Frevler.“

    In Bibel und Koran wurde ein Dünkel installiert und kultiviert, göttlich auserwählt und damit qualitativ besser als andere Menschen zu sein. Das führt zwangsläufig zwischenmenschlich zu Feindbildern und Intoleranz gegenüber anderen Menschen. Es produziert auch Trennungs-, Abrenzungs- und Entfremdungstendenzen. Menschen und insbesondere Muslime, die vom Auserwähltheitsdünkel infiziert sind, nehmen ihre Mitmenschen nicht unbedingt im Sinne einer aufgeklärten und humanen Ethik als ihre „Nächsten“ wahr, wodurch sich bei ihnen in Konfliktsituationen wohl leichter und schneller eine Bereitschaft zu Radikal- und Gewaltlösungen einstellen kann (siehe z. B. IS).

    Ausweislich des Koran und der mit ihm verknüpften sonstigen Schriften gelten z. B. Juden und Christen im Islam als sogenannte Dhimmis. Sie gelten dort gewissermaßen als Menschen 2. Klasse. Atheisten haben gemäß des Koran und der mit ihm verknüpften sonstigen Schriften für den Islam überhaupt keinen Wert.

    Ich meine, dass nicht die Menschen, die den Koran/Islam ablehnen, weil sie ihn zumindest für sich als gefährlich identifiziert haben, eine menschenverachtende Gesinnung haben, sondern dass der Koran/Islam eine Ideologie enthält, die zu einer menschenverachtenden, rechten Gesinnung führen kann.

    Es grüßt

    Klarsicht

  10. Saco sagt:

    Da Du sagst, die Kinder können den Koran auswendig, kennen sie auch Sure 4 "Die Weiber" auswendig. Sünder kommen demnach  mit den Augen zuerst auf den Rost, dann kommt der Rücken, bis er schwarz ist, Dann wieder die Augenseite. Das wiederholt sich u.U. ewig. Wer auf diese Art als Kind indoktriniert ist und weiß, aus einem  Attentat im heiligen Krieg bedingt sich die unbedingte Vermeidung dieser Hölle, der sprengt sich gern und aus Angst heraus in die Luft. Es ist die Angst Breivics, der als "Kreuzritter" sich zwar zu Lebzeiten weggesperrt, danach sich aber  im ewigen Himmel weiß. Breivic hatte keinen denkbaren persönlichen Vorteil aus der Sache als eben diesen.

    Mit 70 Jungfrauen kann kein 13-Jähriger etwas anfangen. Er läuft weg. Wusste schon Freud.

  11. Klarsicht sagt:

    Eine unglaubliche Dreistigkeit.

    Es ist eine unglaubliche Dreistigkeit und deswegen nicht tolerierbar, dass in muslimischen Szenen und auch außerhalb von ihnen behauptet wird, dass die Gräueltaten vieler Muslime nichts mit dem Islam zu tun haben. Solche Behauptungen sind genauso dreist, wie wenn behauptet würde, dass die bei der regelmäßigen Einnahme eines Medikamentes oder einer Droge aufgetretenen erheblichen schädlichen Nebenwirkungen nichts mit dem Medikament bzw. der Droge zu tun hätten.

    Bei Medikamenten, deren Einnahme nachweislich erhebliche schädliche Nebenwirkungen verursacht haben, ist man gezwungen, sie vom Markt zu nehmen. Was gedenkt man aber mit dem Islam zu tun ?

    :carpet:

    Es grüßt

    Klarsicht

  12. Wilfried Müller sagt:

    Und was gedenkt man mit dem US-Drohnen-Terror zu tun? Bemerkenswert, wie hier Humanisten einer Zweiklassengesellschaft das Wort reden. Die ILMÖ prescht jetzt vor mit einer Mahnwache für die Opfer des islamistischen Terrorangriffs in Paris: Am Dienstag, den 13.01.2015 von 11.00 bis 13.00 Uhr findet diese in 1010 Wien, vis-a-vis der Französischen Botschaft beim Hochstrahlbrunnen am Schwarzenbergplatz statt. Als zivilgesellschaftliche überkonfessionelle Bewegung verurteilen wir den feigen und hinterhältigen Angriff auf demokratische Grundrechte in Europa und drücken unser Mitgefühl für die Opfer und deren Angehörige aus.

    Wo bleibt die entsprechende Aussage zu den US-Killerdrohnen wir verurteilen die ständigen feigen und hinterhältigen Angriffe auf demokratische Grundrechte in Asien und drücken unser Mitgefühl für die Opfer und deren Angehörige aus? Wo bleibt die Mahnwache dazu? Was wird erst los sein, wenn die Retourkutsche kommt und islamistische Killerdrohnen bei uns niedergehen? Die US-Drohnen werden ja u.a. von der Ramstein Air Base aus gesteuert – also mit welchem Argument sollen wir uns dagegen verwahren, wenn nicht mal Humanisten den US-Terror angemessen verurteilen mögen?

    Nachtrag: atheisten-info.at verweist auch auf die ILMÖ, allerdings ohne die Gleichheitsforderung. Weil der Artikel viele Unterlagen und Bilder gesammelt hat, hier der Link dazu: Die europäische Aufklärung steht auf dem Spiel! Frage dabei ist natürlich, was soll das für eine Aufklärung sein, die Menschenrechte so asymmetrisch zugestehen will?

  13. Klarsicht sagt:

     

    Wenn im Kontext der gegenwärtigen Empörung über die gerade begangene Gräueltat von vermutlich zwei Muslimen auch über die Gräueltaten der US-Amerikaner durch „Killerdrohnen“ diskutiert würde, so könnte der fatale Eindruck entstehen, dass man das „Frischereignis“ so nach dem Motto relativieren möchte: Die „Amis“ haben bezgl. Gräueltaten einen derartigen Vorsprung, dass es berechtigt ist, wenn Muslime versuchen, diesen Vorsprung aufzuholen.

    Es grüßt

    Klarsicht 

  14. Wilfried Müller sagt:

    Klarsicht bringt nochmal das Argument kein "Gegenrechnen", das Alvin schon verdammt hatte. Letztlich ist das die Abwägung Auge-um-Auge gegen Nächstenliebe. Schwieriges Thema, aber so ganz ohne Vergleich wird's nicht abgehen. Muss ja kein body count sein, kein Aufrechnen der Toten, wie ich es anfangs gemacht habe. Da müssten ja auch die anderen Opfer mitgezählt werden, die der islamistische Terror hervorbrachte, insofern haben die Islamisten (um korrekt mit SpeedySpain zu sprechen) wohl einen Vorsprung vor den US-Revengern.

  15. Klarsicht sagt:

    Wer genau liest, wird feststellen, dass mein Kommentar vom 08. Jan., 17,14 Uhr, wenigstens eine leise Kritik gegenüber den US-Amerikanern enthält. Ich schreibe dort: „Und innerhalb der Christenheit sind wieder die US-Amerikaner das „allerherrlichste Volk“. Aus diesem Satz lassen sich doch so einige kritische Implikationen hinsichtlich der Denk- und Verhaltensweise der US-Amerikaner destillieren, oder ? ;-)

    Es grüßt

    Klarsicht

  16. Argutus sagt:

    Auch ohne Gegenrechnung finde ich die bloße thematische Junktimierung von purem Terror (wie beispielsweise in Paris) mit ungeschickten und deshalb verustreichen Gegenmaßnahmen der amerikanischen Regierung (Stichwort Drohnen) sachlich und moralisch völlig fehl am Platz.

  17. Saco sagt:

    Es kommt etwas Klarheit in die Sache. Lesenswert ist Seite 2 in der Die Welt von heute. Ayaan Hirsi Ali (Islamkritikerin) weiß: "Es gibt im Koran zahlreiche Aufrufe zu einem gewaltsamen Dschihad und diese Gewalt  sei ein "modernes Konzept". Sie kritisiert, dass Islamvertreter den Islam als "Religion des Friedens" charakterisieren. In der Tat ist er es nicht. Auch das Christentum ist es natürlich nicht. Wenn Bischof N. Schneider mit einem "ewigen Feuer" Jesu droht, dann stiftet das Christentum ebensolchen Unfrieden wie der Koran mit seiner Bratrost-Sure 4,"Die Weiber". Salman Rushdie kritisiert (auch auf Seite 2) den "Respekt für Religion" und spricht richtiger von "Angst vor Religion". Leon de Winter (auch auf Seite ") spricht von "Religiösem Wahn", "Wahnsinn" und "kollektiver Psychose". Während die Gewalt (mit ihrer tiefenpsychologischen Motivation der Rettung vor einer Hölle) beim Islam außenaggressiv ist, ist sie im Christentum innenaggressiv: Man wird in einer "endogenen" Depression  autoaggressiv, in einer Borderline-Erkrankung  selbstverletzend, und in einem ekklesiogenen Suizid zum Mörder an der eigenen Person. Da diese Dinge aber alles Folgen einer wahnsinnigen (verdrängten) Angst sind und diese Angst in einer Gehirnwäsche im Kleinkindesalter implantiert wurde, ist weder der Außen- noch der Innenaggressive im klassischen Sinn schuldfähig. Er ist nicht wahnsinnig, hat nur wahnsinnige Angst, die sich auch in Hass äußern kann.  

    Schuld sind eher Leute wie Bischof N. Schneider, die Kindern mit Feuerfolter (im Buch "Von Erdenherzen und Himmelsschätzen,S. 54) drohen, diese Drohung aber dann selbst als klerikales "Geschäft" mit der Angst identifizieren (Schneider im Der Spiegel 43/2014, Seite 37 oben). Ich habe Schneider mehrfach wegen Kindesmisshandlung angezeigt und fordere eigentlich auch von anderen, es zu tun. Die Staatsanwaltschaften müssen immerhin, da Bedrohung strafbar ist,  Rechtsbeugung unternehmen, um Ermittlungen aus dem Weg gehen zu können. Das machen sie nicht gerne.

  18. Saco sagt:

    Bezüglich des Aufrechnens von Gewalt:

    Ich hab auch geschluckt, als Wilfried den Diskussionspunkt brachte. Da findet ein Massaker statt und jemand relativiert und vergleicht. Ich glaube aber,dass der Punkt der war, dass in einer emotional hochaufgeladenen Situation die Gefahr erkannt wurde, dass wieder einmal  überreagiert werden wird. Die Folge. Diskriminierung aller Muslime. Die Gefahr sah auch ich  für Frankreich und sagte zu meiner besseren Hälfte: "Der Schuß geht nach hinten los." Es wird einen Rechtsruck in Frankreich geben. So empfand ich Wilfrieds Eingabe zuletzt  als Versuch einer Deeskaltation.

    In einer Strafanzeige gegen die EKD monierte ich im Jahr 2008, dass vor Kindern der Holocaust Sintflut als gerechte Tat eines Gottes entgegen §131 StGB gefeiert wird. Und verglich den Gott der Bibel mit Hitler. Der Vergleich geht völlig in Ordnung, kostete aber sogar mich Überwindung. Er ist geschmacklos. Gewalt aufzurechnen ist jedoch  in Extremsituationen m. E. erlaubt, auch wenn es geschmacklos ist. Das Ziel muss nur halt sein, Dinge, die nicht gehen, aufzuzeigen. Es geht nicht in Deutschland, dass Kindern die Sintflut als Gerechtigkeit verkauft wird. Weil es das Rechtsempfinden der Kinder auf den Kopf stellt. Der Inhalt der Bibel (siehe Johannes 44) stellte auch Hitlers Rechtsempfinden auf den Kopf. Die Juden sind eben nicht die Söhne des Teufels und der Handwerker Jesus hat das auch  nie gesagt. Er war ja selbst Jude.

    Der Hitlervergleich brachte mir übrigens Schwierigkeiten. Ich wurde vor die Kammer zu einer öffentlichen Sitzung zitiert. Der hinzugezogene Psychiater meinte, der Vergleich spreche für einen Wahn meinerseits. Auch die Tatsache, dass ich die Kirche angezeigt hätte. Ich müsse "stationär!". Obgleich er Schweigepflicht vereinbarte, informierte er sofort die Approbationsbehörde, die den Entzug meiner Approbation betrieb. Meine Anwälte kosteten 15 000 Euro. Einer meinte, entweder Verzicht auf Meinungsfreiheit, oder Verlust der Approbation. Wir haben keine Meinungsfreiheit. Wir haben keinen Rechtsstaat. Und wir haben mit der Bibel keine bessere Religion als es der Koran ist.

    Wir hatten auch nie eine wirkliche Aufklärung, hat man  doch dem Klerus hier  zu allen Zeiten ein zweites Rechtssystem gestattet: Verstoß gegen §131 StGB (Feiern eines Holocaust), § 240 StgGB Bedrohung mit Hölle, § 241 StGB Nötigung unter Folterandrohung, Christ zu werden oder es zu bleiben, etc. Die BRD hat gestattet, dass Kirchengewalt unsere Psychiatrien füllt. Die Saat kirchlicher Gewalt ist nicht in einer deutschen Satire-redaktion, sie ist in den geschlossenen Abteilungen unserer Landeskrankenhäuser aufgegangen. Was für uns bleibt: viel Arbeit.

  19. Klarsicht sagt:

    Nachtrag zu meinem Kommentar von heute, 8,41 Uhr.

    Es mag ja sein, wie immer wieder von Mitgliedern der muslimischen Szenen und von Menschen außerhalb von ihnen behauptet wird, dass eine „Glaubensdivergenz“ zwischen fanatisch gläubigen und gemäßigt gläubigen Muslimen existiert. Es existiert aber auch die absurde Tatsache, dass eine Konvergenz dahingehend besteht, dass beide „Muslimtypen“ ihren Glauben auf den Koran und die mit ihm verknüpften Schriften stützen. Durch diese Tatsache sind beide „Muslimtypen“ aneinander gekettet. Das bedeutet, dass das Ansehen aller Muslime in den Gesellschaften schon durch die Gräuel weniger Muslime nachhaltig beschädigt wird. Insoweit kann von einer Analogie zu der Tatsache gesprochen werden, dass schon durch ein paar Tropfen Öl eine große Menge Wasser verunreinigt werden kann. Mit diesem deprimierenden Sachverhalt müssen die gemäßigten Muslime solange leben, bis insbesondere sie es hoffentlich – wodurch auch immer – irgendwann geschafft haben sollten, dafür zu sorgen, dass der andere „Muslimtyp“ aus ihrem und dem Leben der Nichtmuslime verschwunden ist.

    :shit:

    Es grüßt

    Klarsicht   

  20. ilex (E. Ahrens) sagt:

    Edmund Burke: „Nichts anderes braucht es zum Triumph des Bösen, als dass gute Menschen gar nichts tun.“

    Mit der Aufrechnung der Agressionen Islam <-> Gegenislam kann man ja nun anfangen, wo man will. Fakt ist wohl doch, dass er sich irgendwann von nichts auf seine jetztige Verbreitung ausgedehnt hat und das nicht hauptsächlich durch nette Worte. Geht mit dem Christentum zum Teil ähnlich, aber das ist eben nicht mehr die aktuelle Gefahrenlage. Also ist der Bodycount wenig zielführend. Dass die USA selten so geschickt und umsichtig sind, wie sie sein sollten, ist dabei eine ganz andere Frage und hat mit Charlie Hebdo nichts zu tun. Finde ich schon seltsam, die Drohnen nun als ersten Gedanken mit Paris zu verbinden.

    Hier geht es um eine aktuelle terroristische Bedrohung unserer Meinungsfreiheit. Terror heißt ja (Mao): "Bestrafe einen, erziehe hunderte". Und eine ganze Redaktion niederzumähen, hat schon eine besondere Qualität. Hier beansprucht bei uns eine "besondere" Religion einen besonderen Freiraum. Und zumindest durch die Majorität unserer Medien wurde dem auch stets nachgegeben.

    Wäre das einzige positive an dem Massaker, wenn jetzt statt noch mehr Duckmäusertum vielleicht mal etwas Mut in die Redaktionsstuben einkehren würde. Ansonsten hätte die Islamierung Europas einen großen Schritt getan.

    Dass der "Islamismus" durchaus mit dem Islam zu tun hat, stand heute in der WELT. Musste wohl eine ex-Islamerin sein, die so etwas schreiben durfte.

  21. Wilfried Müller sagt:

    … ich freu mich, wieder von ilex zu hören, auch wenn er mir widerspricht. Der Link dazu: Kommentar von Ayaan Hirsi Ali. DIE WELT, 09.01.15, Doch, dieses Massaker hat mit dem Islam zu tun! Nach jeder Attacke von Islamisten heißt es, sie dürfe nicht in Verbindung gebracht werden mit dem Islam, der eine Religion des Friedens sei. Dieses Beschwichtigen muss endlich aufhören.

    Ein weiterer bedenkenswerter Artikel dazu aus der New York Times vom 8.1.: I Am Not Charlie Hebdo von David Brooks. Er spricht sich gegen Sensationsmache aus und relativiert, dass eben nicht alle Karikaturisten sind. Sondern nur wenige, die aber gebaucht werden und frei in ihren Äußerungen sein müssen.

     

  22. Klarsicht sagt:

    Anschlag auf "Charlie Hebdo" ist islamisch begründet:

    https://www.youtube.com/watch?v=6phxteHCQGE&feature=em-subs_digest

     

  23. Saco sagt:

    Leider informiert uns die Presse nicht immer objektiv. Auf dem Höhepunkt des letzten israelischen Bombardements brachte "Die Welt" ein großes Foto eines Jungen, der sich auf einem kaum beschädigten Platz (seiner ja wohl ziemlich zerstörten Heimat) Bonbons kauft. Im "Stern" und im antiisraelischen Fernsehen sah man ganz andere Bilder. Dass dort im Süden ein unbeschreiblicher Hass entsteht auf den Westen, und dass  die Folgen dieses Hasses im Westen irgendwann ankommen, ist selbstverständlich. Nur eine noch komplettere staatliche Überwachung kann Anschläge in Zukunft verhindern. Israel reagierte überproportional und nicht als religiöser Motivation.

    Die eigentliche Motivation des Menschen ist die materielle und die Angst ums Materielle und das eigene Leben, die eigene Unversehrtheit. Die Motivation der Täter in Paris, den Propheten zu rächen, ist eine oberflächliche. Allah kann selbst seinen Propheten rächen, wenn er denn möchte.

    Die unbewusste und eigentliche Motivation der Täter von Paris ist Angst um die eigene Unversehrtheit. Wo?  In der Ewigkeit. Sie sind schon im Himmel.Die Sure 4 ist an ihnen vorbeigegangen. Der irdische Opfertod ist für radikale Muslime ein Nichts.

    Es wird Zeit, dass der Koran und die Bibel umgeschrieben werden. Sie müssen auf den Boden des deutschen Grundgesetzes. Eine Bedrohung mit Folter in einer ewigen Hölle schadet jedem Kind. Wer diese Gewalt sät, der erntet sie. Jetzt haben wir die Ernte.

     

  24. ilex (E. Ahrens) sagt:

    Saco = Es wird Zeit, dass der Koran und die Bibel umgeschrieben werden.

    Das wäre das vom Aufwand her das geringste. In der Praxis sieht das natürlich nicht so einfach aus. Denn wer deklariert die "neue" Fassung als verbindlich? Das Gericht in Karlsruhe? Und selbst wenn – was ist mit den "Altgläubigen"?

  25. Saco sagt:

    Unseren  Religionsvertretern ist nicht die kleinste Abweichung vom Gesetz erlaubt. Wenn man sie aber nicht darauf aufmerksam macht, tut sich gar nichts. Anbei eine Anzeige aus dem Jahr 2013, die man in abgewandelter Form als Muster verwenden könnte. 

    XXXX, Internist                                                   

    XXX

    Gruppe 49, XXXXX

    XXXX

    XXX

    Datum: 4.7.2013

     

    An die Staatsanwaltschaft Celle

    Nachrichtlich: Bundeskanzlerin Merkel, Altkanzler Helmut Schmidt. Ministerium für Justiz, Familienministerium, Verfassungsschutz, Zeitung  Die Zeit, Der Spiegel, Polizei Bergen, EKD,MT

     

    Anzeige gegen die EKD und gegen unbekannt

     

    Sehr geehrte Damen und Herren,

     

    Hiermit ergeht Strafanzeige. Das Buch die Bibel und diverse evangelische Gesangbücher mit dem angehängten Inhalt des Katechismus Luthers werden im Kreis Celle ausgelegt, obgleich große Teile des Inhaltes juden- und jugendgefährdend sind. Andere Inhalte richten  sich  gegen die grundrechtlich garantierte Religionsfreiheit.

    Bitte berücksichtigen Sie, dass die Bibel keine Antiquität darstellt. Es ist das offizielle Wort eines lebendigen Gottes (EKD). Auch sind die Inhalte  dort, wo sie wörtlich gemeint sind, wörtlich  zu nehmen. Im Nachhinein eine Symbolik zu konstruieren, ist wissenschaftlich nicht begründbar. Wenn ein Kind vom höllischen Feuer liest und dieses Feuer als seine mögliche ewige Zukunft sieht, ist es missbraucht. Die Anzeige richtet sich gegen die  EKD, die verantwortlichen Druckereien und die Verantwortlichen der öffentlichen  Auslegung. Sie wurde notwendig, da die EKD auf diverse Forderungen der Gruppe 49 (Beispiel: Streichungen, erklärende Fußnoten in der Bibel, Teilnahme an Gesprächen) nicht einging. Man antwortete nicht einmal.

     

    Begründung: 

     

    Zur Juden- und Jugendgefährdung:

     

    Die Söhne Abrahams, also die Juden, seien die „Söhne des Teufels“. Das behauptet eine heutige  druckfrische  Bibel ernsthaft und nach 1945 in Johannes 8,44. In Kirchenkreisen wird dieser Satz Bibel-Jesu als die so genannte „Teufelskindschaft der Juden“ ernst und offen diskutiert – im Gegensatz zu unserer christlichen „Gotteskindschaft“. Originaltext in der Lutherbibel: „Da sprachen sie (die Juden, der Verf.) zu ihm (zu Jesus, der Verf.): Wir haben einen Vater: Gott.… Jesus sprach zu ihnen: Wäre Gott Euer Vater, so liebtet ihr mich… Ihr habt den Teufel zum Vater…“  Ich verweise auf die umfangreiche Literatur zu dem  Thema Joh. 8,44. Das jüdische Volk wird hier böswillig verächtlich gemacht. Jahwe wird mit dem Teufel gleichgesetzt. Es ergibt sich so nach dem heutigen christlichen Dogma  die angebliche Teufelskindschaft der Juden im Gegensatz zur Gotteskindschaft der „alleinig rechtgläubigen“ Christen. 

     

    Der zum gläubigen Christ erzogene Adolf Hitler ließ Schilder mit dem Inhalt von Joh. 8/44 im gesamten Dritten Reich aufstellen, so auch in KZs. Kinder wie Anne Frank sollten Wissen gemacht werden“, was „Gott“ und  „Jesus“ von jüdischen Kindern halten und was nach ihrem irdischen Versterben weiter in der Ewigkeit mit ihnen geschieht: Wegen Ungläubigkeit kommen sie angeblich in Jesu ewige Hölle, wenn Sie so wollen: von einem KZ in das nächste, das ewige.  Die KZ-Aufseherinnen sollten Wissen gemacht werden, dass sie Juden völlig zu Recht quälen und foltern würden. Da das Buch Bibel nach offiziellem Wortlaut des Klerus heute „heilig“ ist, „heiligt“ es den Antisemitismus. Antisemitismus wird hier in Unglaublichkeit zu meiner  Religion erhoben. Das ist mir nach 1945 unerträglich. Ich melde mich bei Ihnen als geschädigtes Opfer.

    Es  liegt hier eine bösartige Verunglimpfung einer Religion und der Person Jesus vor, der als beschnittener Jude wohl einen anderen Vater als den Teufel hatte. Jesus hat diesen Satz, so meine Meinung,  nicht ausgesprochen. 

     

    Die stellvertretende Dienststellenleiterin der Polizeiinspektion Hannover Mitte, N. Caspari,  äußerte am 31.1.2013, den Inhalt von Joh. 8,44 dürfe man heute in Deutschland nicht unbedingt offen äußern. Auch Mitarbeiter der Verwaltung des KZs Bergen – Belsen legten sich in dieser Richtung kritisch fest: Notfalls würde man eine sich so äußernde Person des Ortes verweisen oder die Polizei aus Bergen rufen. Die Frage an die Staatsanwaltschaft Celle ist nun die: Wie sind diese Äußerungen juristisch zu beurteilen? Darf man das angebliche Wort Gottes nicht mehr verkünden? Darf man es verkünden? Diese Fragen stehen weiterhin im Raum und wurden bei einer früheren staatsanwaltlichen Antwort trotz Bittens nicht diskutiert.

    Ich muss Sie nicht darauf hinweisen, dass sich Joh. 8/44 auch als Lehrstoff in Koranschulen anbietet, gilt doch der Jesus der Bibel dort zwar nicht als Sohn, aber doch als angesehener Prophet Allahs. Joh. 8,44 ist geeignet, Antisemitismus im Sinne einer Volksverhetzung  in islamistischen Staaten und auch hier in Europa aktuell zu schüren. Die Angelegenheit eilt also. Ich bitte daher um Beantwortung dieses Briefes in Monatsfrist.

     

    Zur Religionsfreiheit:

     

    Niemand kommt zum Vater als nur durch mich“, meint Bibeljesus in Joh.14.6. Und: „Kein Friede den Gottlosen“ (Jesaja 57,21.21). Aber hat Jesus das wirklich gesagt? Nur wer an Jesus glaube, werde nicht „zuschanden werden“ (1. Petrus 2,6). Die Bibel behauptet  in Johannes 15,1-8 eine Drohung Jesu: Wer nicht in mir bleibt, der wird ins Feuer geworfen und verbrannt wie ein Stück Holz. Das ist nach 1945 immer noch das unerträgliche, Kinder sterbenskrank machende Dogma – aber unter der jüdischen bzw. jeder andersgläubigen Gürtellinie. Anmaßend und bodenlos nennt der Philosoph Dr. Joachim Kahl das Verhalten der Bibelschreiber. Es ist als Lehre in finanziellem Eigennutz heute strafbarer Terror, indem Feuerfolter offen angedroht wird.  Zudem fehlt eine rechtsgültige Unterschrift des wirklichen Jesus unter dem „Wort Gottes“, der Bibel. Ein Auferstandener könnte sie jederzeit nachholen. Die Bibel  ist als Dokument daher juristisch ohne Wert. Kanzlerin Merkel, Pfarrerstochter,  äußert sich dagegen so: Das Evangelium sei für alle da. Sie meint: Auch für  Juden  und Andersgläubige, die andersgläubig bleiben wollen.

     

    Luther erklärt uns den angesprochenen  Sinnzusammenhang so: Im dritten Hauptstück seines Katechismus heißt es: „Wer da glaubt und getauft wird, der wird selig werden; wer aber nicht glaubt, der wird verdammt werden.“ Solche Drohungen werden heute noch gedruckt und missionarisch ausgesprochen, sind aber nach Art. 1GG (Würde) streng  verboten. Bitte verdeutlichen Sie dies der EKD. Auch verstößt man  gegen die hier grundrechtlich garantierte Religionsfreiheit. Die gedanklichen Inhalte  des Katechismus sind im Original und als „Augsburger Bekenntnis“ Inhalt und Bestandteil vieler heute gedruckter  offizieller Gesangbücher, z.B. des Evangelisch-Lutherischen Kirchengesangbuches (VLB) Groß Oesingen, ausliegend in der  Großen Kreuzkirche Hermannsburg, 7. Aufl. 2005, gekauft 2012. Das Bekenntnis ist heute Grundlage meines Lutherglaubens. Im Art. 17 steht es: Die Gottlosen werden zur ewigen Strafe verbannt. In der BRD sind aber selbst Atheisten, Juden  und sog. Gottlose schützenswert. Das gilt nicht für fundamentalistische Religionen, die mit Terror missionieren. Verboten in Deutschland wurde ja erst kürzlich die Schrift „Missverständnisse über Menschenrechte im Islam“.

     

    Ich fordere Sie hiermit zu der Überlegung auf, das Buch Bibel umgehend als juden- und jugendgefährdende Schrift dort entfernen zu lassen, wo es offiziell und öffentlich ausliegt und ggf. Strafverfahren gegen die Verantwortlichen der öffentlichen Ausstellung (EKD, Kirchenleitungen, Verlage) einzuleiten. Eine Alternative sehe ich persönlich als juristischer Laie in einem umgehenden Einlenken der EKD Hannover. Die sog. Heilige Schrift greift durch böswillige Verächtlichmachung unsere jüdischen Mitbürger an, beschimpft und verleumdet sie als „Teufelskinder“. Selbiges gilt für Luthers Kinderlehrbuch in der angesprochenen Form  und Gesangbücher, die das Augsburger Bekenntnis mit dem Inhalt lehren, alle Ungetauften seien „unter den ewigen Gotteszorn verdammt“, und ewiger Folter ausgeliefert, da sie erbsündig seien. Man bezieht sich hier auf Joh. 14,6, wo man Jesus die Worte in den Mund legt, niemand komme zum Vater  (in den Himmel) denn durch ihn. Derartige, ursprünglich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit  als Werbung erdachte Literatur, macht Kinder Anders- oder Ungläubiger angstkrank und versklavt sie (Diktion Karl Jaspers). Sie untergräbt die freiheitliche Grundordnung, ist autistogen und auch sonst nicht gesundheitsfördernd (Depressionen, Schizophrenien, ADS, Süchte). C.G. Jung schreibt noch im Gegensatz zu heutigen Psychiatern, jede Neurose habe im Kern eine religiöse Ursache. Ein jeder hat hier  die freie Wahl seiner Konfession, so wie ich auch die freie Wahl bei Bundestagswahlen habe. Droht mir ein Parteivorsitzender  jahrelange  Folter an, wenn ich seine Partei  nicht wähle, verträgt sich das nicht mit dem geltenden Gesetz. Er macht sich strafbar. Ich bitte zu berücksichtigen, dass die Kirchen Geld vom Staat bekommen, wenn ich bei ihnen Mitglied bin.

     

    Die Religionsfreiheit ist seit Weimar hier sehr mit Absicht stark eingeschränkt. Die Religionen haben sich in Äußerung und Schrift jedem einzelnen deutschen und von der BRD unterschriebenen internationalen Gesetz in aller Strenge unterzuordnen, so Prof. Papier. Ausnahmen: Arbeitsregelungen. So waren alle religiös motivierten Beschneidungen bisher wohl illegale Körperverletzungen. Gemerkt hat man das erst jetzt. Das Kölner Landgericht hat das also sehr richtig erkannt. Verleumdungen, Verächtlichmachungen und Folterandrohungen (Fegefeuer, Hölle) sind  ebenfalls illegal und stören mich persönlich in meiner Religionsruhe und in meiner Funktion als Staatsbürger.  Auch in dieser eigenen Sache klage ich die EKD hiermit an. Bischof Schneider behauptet in seinem Buch „Von Erdenherzen und Himmelsschätzen“, böse Menschen kämen nach einem Richterspruch Jesu in dessen ewiges Feuer. Die EKD kann vorbringen, sie warne nur vor Jesu Urteil an einem Jüngsten Tag. Sie drohe ja nicht selbst. Sie glaube fest, der letztlich Folternde, also Jesus, sei definitiv gestorben, aber von den Toten auferstanden, sodass er diese Foltern ausüben könne. Solche Thesen kann man klerikal vertreten, man kann aber nicht verlangen, dass sie von einem beurteilenden Staatsanwalt oder gar in einem Gerichtssaal derartige Wunderdinge geglaubt werden. Dort gelten nur Fakten und Beweise. Ein definitiv Toter gilt vor Gericht als definitiv tot. Die frühen Christen stellten nach dem Versterben Jesu plötzlich fest, dass ein Monotheismus mit einem toten Gott nicht funktioniert. Man ließ ihn also auferstehen, wie so viele Götter vor ihm auferstanden wurden.

     

    Ich will Ihren Entscheidungen aber nicht vorgreifen oder Sie in irgendeiner Weise beeinflussen. Das kann ich auch gar nicht, da Sie im gegebenen Gesetzesrahmen entscheiden werden. Ich bitte um Antwort und erwarte eine detaillierte und ausführlich diskutierende Stellungnahme bezüglich Ihrer letztendlichen Entscheidung. Von anderer als Ihrer Seite wurden staatsanwaltschaftlich lapidare Äußerungen getätigt, Antisemitismus und Folterandrohungen seien  dann gestattet, wenn sie sich in einer Religion verbergen würden. Das sei “im Rahmen der Religionsfreiheit und Meinungsfreiheit“ erlaubt.  Ich muss Ihnen nicht erklären, dass derartige Äußerungen unüberlegt und unsachlich sind. Zu berücksichtigen ist auch, dass meine Kirche die Ausführung der angeblich geplanten Straftaten (Folterungen) des Bedrohenden (Bibel-Jesus) durch Absolution verhindern kann. So steht es in der Bibel: Wem die Kirche vergebe, vergebe auch er, Jesus, wem sie nicht vergebe, dem werde er auch nicht vergeben.

     

    Ich hoffe, in dieser für die Gesundheit unserer Kinder und die Gesundung unserer Schizophrenen und Autisten  so wichtigen Angelegenheit bald von Ihnen zu hören

    Berücksichtigen Sie bitte wie bei jeder meiner Anzeigen, dass alle getauften Staatsanwälte und Richter Leibeigene Gottes und damit nicht neutral sind, da sie nach geltendem Dogma Gott gehören. Daran ändert auch ein Kirchenaustritt oder eine moderne Gesinnung nichts. Auch unterliegen Getaufte in der Regel kirchlicher lebenslanger Suggestion.  Ehe Sie juristisch Fehler machen, denken Sie bitte auch an die grundsätzliche Möglichkeit einer Amnestie.

     

    Mit freundlichem Gruß

     

     

     

     

     

  26. Klarsicht sagt:

    Dem Inhalt des Koran fehlt es ganz klar an Stringenz und Eindeutigkeit, was durch die Tatsache bewiesen ist, dass es im Islam viele Glaubensvarianten gibt. Genauso verhält es sich hinsichtlich des Inhaltes der Bibel. Läge dieser Sachverhalt nicht vor, würde es sicher jeweils nur eine Glaubensrichtung geben, die möglicherweise tatsächlich ausschließlich friedlich wäre.

    Die mangelnde Stringenz und Eindeutigkeit des Koraninhaltes führt bei seinem regelmäßigen und oft wohl auch zu hoch dosierten Konsum in den Hirnen vieler Muslime ganz offensichtlich zu derart gefährlichen Nebenwirkungen, dass sie zu Monstern in Menschengestalt mutieren, die zwanghaft solche Menschen töten müssen, die nach ihrer religiösen Auffassung entweder gänzlich ungläubig sind oder falsch glauben.

    Dass beim Konsum des Koraninhaltes derart gefährliche Nebenwirkungen auftreten können, müsste verantwortungsbewusste Muslime, die es doch sicher in großen Anzahl geben wird, geradezu dazu drängen, den Konsum schnellstens einzustellen, wodurch man es alsdann sicher mit vernünftigeren Menschen zu tun hätte. Gelingt es Muslimen nicht aus eigener Kraft, den angesprochen Konsum einzustellen, weil etwa schon eine zu große Abhängigkeit vorliegt, so wären sicher auch viele Nichtmuslime aus Mitmenschlichkeit bereit, ihnen dabei zu helfen, sich aus der Abhängigkeit zu befreien.

    Es grüßt

    Klarsicht

  27. Saco sagt:

    Der unkritische Kosum der Bibel hat heute die gleichen Opfer zu beklagen wie wir sie jetzt in PARIS haben. Im Jahr 2010 wurde im Rahmen einer Ganzjahresausstellung den Kindern Würzburgs in jeder Kirche die Apokalypse zugemutet, genannt "Endspiel" (siehe Google). Ein Spiel mit dem Tod. Friedlich ist der Jesus der Bibel bei diesem Weltuntergang ja nicht gerade. Ich versuchte die Ausstellungen zu stoppen, auch mit einer Strafanzeige – und sagte Erkrankungen voraus. 2013 war Würzburg Weltspitze bei der Angsterkrankung ADS. Jedes 5. Kind hat dort diese "Flucht in die Hyperaktivität". 2014 ist nach einer Erhebung der Betriebskrankenkassen  Würzburg ein Zentrum depressiver Erkrankungen (Medical Tribune, 9. Jan. 2015, Seite 21). Wo es Depressionen gibt, gibt es aber auch Suizide. Das Massaker veranstaltet der innenaggressive Gläubige an sich selbst.

    Welches Kind hält den Gedanken aus, von Jesus später einmal verbrannt und ertränkt zu werden? Wir brauchen Eindeutigkeit in der Bibel, dass ein Jesus das nicht vorhat zu tun! Es ist eine Drohaktion des Klerus. 

     

  28. Klarsicht sagt:

    Ich habe einen Teil meiner Kommentare in dem folgenden Video zusammengefasst und heute bei YouTube veröffentlicht (dort bin ich „Klarsichtig“).

    Eine unglaubliche Dreistigkeit – Islamkritik:

    https://www.youtube.com/watch?v=J5SFNQ6xW2A

    Siehe auch:

    Der Prophet und seine Kritiker:

    https://www.youtube.com/watch?v=rIg3jrOUxl0&feature=em-subs_digest

    Es grüßt

    Klarsicht

     

  29. Wilfried Müller sagt:

    Die österreichische Initiative liberaler Muslime hat eine Mahnwache für die Opfer des islamistischen Terrorangriffs in Paris eingerichtet:

    Wien (OTS) – Initiative liberaler Muslime in Österreich (ILMÖ), Initiative Soziales Österreich (ISÖ) und Freidenkerbund (FDBÖ) geben die Organisation einer Mahnwache für die Opfer des islamistischen Terrorangriffs in Paris im Rahmen der Plattform SOS Europa bekannt.

    Am Dienstag, den 13.01.2015 von 11.00 bis 13.00 Uhr findet diese in 1010 Wien, vis-a-vis der Französischen Botschaft beim Hochstrahlbrunnen am Schwarzenbergplatz statt.

    Als zivilgesellschaftliche überkonfessionelle Bewegung verurteilen wir den feigen und hinterhältigen Angriff auf demokratische Grundrechte in Europa und drücken unser Mitgefühl für die Opfer und deren Angehörige aus.

    Ab März 2015 wird die Plattform SOS Europa jeden 1. Freitag im Monat 16.00-18.00 diese Mahnwache zum Gedächtnis gegen radikalen Islamismus und Terrorismus abhalten und getrennt einladen

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