Sind Terroristen unschuldig?


animals-44638_640Der größte seelisch denkbare Terror geht von den Amtskirchen aus, spricht Frank Sacco, Doktor der Medizin. Dazu  kann man durchaus andere Meinungen vertreten, aber es ist interessant, die "innen- und außenagressiven" Symptome aus Saccos Sicht zu verfolgen (Bild: nemo, pixabay).

Sind Terroristen unschuldig?

Es sei Geltungsbedürfnis, wenn sich junge Menschen in den Heiligen Krieg begeben. Es seien sozial Schwache, die den Terror als Mittel zur Aufwertung eigener Minderwertigkeitsgefühle ausübten. Mindestens 550 Deutsche sollen lt. Verfassungsschutz schon für den IS tätig sein.

Oft jedoch sind Terroristen Opfer eines Terrors. So beklagt, abgehört über einen nicht aufgelegten Telefonhörer, der Pariser Terrorist Amedy Coulibaly im jüdischen Kaufhaus kurz vor seinem Tod die Folterungen an Muslimen. Diese seien von den Franzosen über Steuergelder finanziert worden. Folterung ist nun eine derart gewalttätige Angelegenheit, dass sie nahezu automatisiert Rache herausfordert, besonders, wenn sie im nahen Umfeld oder bei Verwandten vorgenommen wurde. Diese Rache ist vom Verstand abgekoppelt und relativiert die Schuld des Rächers. Auch daher ist Folter so streng verboten.

Der größte seelisch denkbare Terror geht von den Amtskirchen aus und wird auch von Atheisten in der Regel verharmlost. Es ist dies die Androhung ewiger Feuerfolter. Die kündigt Bischof N. Schneider in seinem Buch „Von Erdenherzen und Himmelsschätzen“ unseren Kindern an. Sozial Schwachen wird schon in der Kindheit ihre Minderwertigkeit zur Genüge demonstriert. Sie haben nicht nur  in Religion eine schlechte Note. Sie wissen sich sehr früh bei den über 50% der Menschheit, die nach der Lehre der Bibel  in die ewige Hölle müssen.

Wie erklärt sich nun das von Konvertierten oft angesprochene „Befreiende“ des Islam?  Der Koran spricht  eine Garantie aus: Wer als Märtyrer außenaggressiv  kämpft und tötet, muss nicht in Schneiders Hölle. Der Sohn der Andrea Shajan schreibt seiner Mutter einen Abschiedsbrief. Er sei konvertiert. Die Familie solle sich mit dem Koran beschäftigen: „Er rettet Euch vor dem Höllenfeuer“ (Stern TV, RTL, 14.1.2015). Immer wenn Höllenangst im Spiel ist, wird der Mensch in einer sog. Anomie unberechenbar. Er ist dann im strafrechtlichen Sinn unschuldig.

Jeder Geistliche ist wie Bischof Schneider ein Terrorist, wenn er Kindern die Option einer ewigen Folter ankündigt. Später gibt Schneider zu: Das Ängstigen mit der „Angst vor dem Jenseits“ sei ein „Geschäft“ der Kirchen (Der Spiegel, 43/2014, S. 37). Es ist ein schmutziges Geschäft meiner Kirche. Schuld ist auch der Staat, weil er dieses Geschäft nicht bestraft und im Gegenteil toleriert.

Wer Terrorismus verherrlicht, wird in Frankreich mit Strafen von bis zu sieben Jahren Gefängnis und Geldbußen bis zu 100.000 Euro bestraft. Nahezu jeder Geistliche verherrlicht aber die Sintflut, Sodom und Gomorra, die Apokalypse und eine Folterhölle. Er verdreht damit grausamste Folter in eine Form abartiger „Gerechtigkeit“.  Den Täter dieser Foltern dürfe man nicht einmal ohne Strafe (Höllenstrafe) kritisieren. Man müsse als Kind diesen „Gott“ sogar lieben. Derartiges sollte spätestens nach Auschwitz hierzulande indiskutabel sein.  Solche „Götter“ sind Projektionen. „Nie mehr Folter“ hatte Adorno gesagt. Doch Auschwitz war  umsonst.

Der Terrorismus des dogmatischen Christentums wirkt heute nur noch selten außenaggressiv (Beispiel Kreuzritter Breivic). Er wirkt auto- bzw. innenaggressiv. Er bewirkt über  Sündengefühle ein Sacco-Syndrom und damit  übervolle psychiatrische Anstalten und eine Vielzahl ekklesiogener Suizide – totgeschwiegen von unserer Psychiatrie. Deren größter Arbeitgeber sind die Kirchen. Die Kirchen haben unsere Psychiatrie aufgekauft.

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