Christentum holt auf: schöner morden mit der Bibel

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human-562854_640Auf dem Markt für hochqualitative Blutrünstigkeiten hat der Islam zur Zeit die Oberhoheit, und der Koran gilt als überlegene Grundlage fürs Morden (Bild: geralt, pixabay).

Gründliche Bibelstudien haben nun ergeben, dass es nicht weit her ist mit der muslimischen Dominanz. Was der Koran kann, kann die Bibel schon lange. Hat denn nicht das Christentum seinen Erlöser ans Kreuz genagelt?

Man beliebt das jetzt unblutig darzustellen, und statt Blut muss Wein für die Rituale herhalten. So vergibt das Christentum seinen Entwicklungsvorsprung gegenüber dem auch nicht unblutigen Mohammed. Aber der hat das Blut seiner Feinde vergossen, was man inmitten vom religiösen Rausch als Zeichen der Vernunft deuten kann.

Der Koran kennt auch keine Selbstkasteiungen mit der Geißel. Bei dem sind die Perversionen den anderen vorbehalten, und die eigenen Leute kommen mit floorbanging davon.

Zum Thema Hirnerweichung hat Die Unmoralische am 18.5. eine feine Sammlung publiziert, Schöner Morden mit der Bibel. Das wird wunderbar präsentiert, gar nicht als Islamkonkurrenz, sondern als Entschuldigung für die ach, so blutrünstigen Medien. Es geht um Schlagzeilen wie Kettensägenmassaker nach Horrorfilm! Mit Eishockeymaske maskierter Jugendlicher zerstückelt Rentnerin! Davon leben gewisse Publikationen, und wer die Brutalität von Schundliteratur und Gewaltvideos beklagt, kriegt Folgendes zu hören:

Hätten sie stattdessen lieber mal die Bibel gelesen! Stimmt, meint die Unmoralische. Hätten sie die Bibel gelesen, dann hätten sie auch gewußt, wie man so etwas richtig angeht.

Dann folgt eine schöne Auswahl von Morden, beispielsweise

  • RICHTER 4,21: Nimm einen Zeltpflock und treibe diesen einem ahnungslos Schlafenden mit einem Hammer durch die Schläfe.
  • RICHTER 9,53: Zerschmettere den Schädel eines Feindes mit einem Mühlstein.
  • HOSEA 14,1: Schlitze schwangeren Frauen die Bäuche auf und zerschmettere kleine Kinder.
  • 4. MOSE 25,7: Zwei auf einen Streich. Durchbohre ein sich liebendes Paar mit einem Speer.

Das alles fein mit dem Schatz der Bibelzitate belegt. Ha! Da bleibt der Koran auf der Strecke. Der strotzt natürlich auch von Aufrufen zu Mord und Totschlag:

  • Sure 2,191: Und tötet sie (die Heiden), wo ihr sie zu fassen bekommt, und vertreibt sie, von wo sie euch vertrieben haben!
  • Sure 2,193: Und kämpft gegen sie, bis niemand (mehr) versucht, (Gläubige zum Abfall vom Islam) zu verführen, und bis nur noch Allah verehrt wird!
  • Sure 5,35: Ihr Gläubigen! Fürchtet Allah und trachtet danach, ihm nahe zu kommen, und führet um seinetwillen Krieg.
  • Sure 8,12: Haut (ihnen mit dem Schwert) auf den Nacken und schlagt zu auf jeden Finger von ihnen!

Das kommt eher stereotyp daher im Bemühen, die bösen Heiden (Andersgläubigen) aus der Welt zu schaffen. Unter dem Gesichtspunkt der Willkommenskultur ist die Anmerkung pikant, vertreibt sie, von wo sie euch vertrieben haben!

Bei der Recherche fielen die vielen Bezüge zum islamischen Ehrenmord auf – ob es wohl besser ist, ehrengemordet zu werden? Aber tot ist tot, und lebendig ist besser. Noch besser ist es, wenn auch das Hirn lebt und die Religion in sich abtötet – diese Art von schöner morden können wir nur empfehlen, und es kann gern ein Ehrenmord sein.

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8 Antworten auf Christentum holt auf: schöner morden mit der Bibel

  1. Pingback: Ist das wirklich die Heilige Schrift? (Bernhard Jooß) « Omnium Gatherum

  2. Saco sagt:

    Mein Anwalt, ein Seniorchef einer Großkanzlei und Notar, der mich in Sachen Religionskritik vor der Ärztekammer und der Approbatiosnbehörde (be)schützt, meint, Gott sei eine Projektion. Die eigene Schlechtigkeit wird in das Gottesbild projiziert. So wird ein Hitler sich einen hitleroiden Gott ausdenken. Ein lieber Mensch favorisiert eher einen lieben Gott.

  3. Klarsicht sagt:

    Verweis auf: http://www.glaube-und-gesundheit.de/plaedoyers.html ab der Stelle „Es war die ausdrückliche Absicht Moses' …

  4. Klarsicht sagt:

    „Gott geht in den Schuhen des Teufels“: Matinee zu Karlheinz Deschner, Teile 1 u.2 :

    https://www.youtube.com/watch?v=jPUjXXtziwM

    https://www.youtube.com/watch?v=0A_WehO6qvg

     

  5. Saco sagt:

    Ein guter Text, wenn auch lang. Es fällt auf,dass der Christus der Bibel zwar Nächstenliebe predigt, sich selbst aber nicht im geringsten daran hält. Christus ist völlig unchristlich. In seiner Apokalypse will er wieder Menschen ertränken und lebendig verbrennen  – wie sein Vater in der Sintflut und in Sodom. Und in seiner Hölle will er, zum Entsetzen aller Kinder, auf Ewigkeit foltern. Dieses Gottesbild ist, da es so unglaublich brutal ist, die Ursache der meisten psychischen Erkrankungen. Es ist die Ursache des Sacco-Syndroms, dessen Existenz von Psychiaterseite so vehemdent geleugnet wird, dass es schon lächerlich wirkt und ist.  

  6. Wilfried Müller sagt:

    Lieber Klarsicht, bitte denk ans Urheberrecht und kopiere keine Texte rein. Ich hab den Text gelöscht und den Link stehen gelassen, da kann jeder selber nachschauen.

    Saco sagt, Christus ist völlig unchristlich. Daran sieht man, wie die Christen ihr Image verdreht haben.

  7. Saco sagt:

    Unglaublich ist, dass in den 30-iger Jahren es eine Gynäkologe war, der der Psychiatrie mit der "ecclesiogenen Neurose" Psychiatrie beibringen musste, und dies jetzt ein Internist mit dem Sacco-Syndrom tun muss, welches auch die Psychosen (als Angsterkrankungen) mit einschließt.

    Die ecclesiogenen Neurose hat man totgeschwiegen, so sehr, dass sogar Word den Begriff nicht "kennt". Als Diagnose in Arztbriefen kommt er nicht vor. Eine autistoid stumme Psychiatrie überweist Kirchenschäden  zur Kirche. Man behandelt das nicht selber. Die Ursache: eigene (verdrängte) Gottangst. Es ist nicht zu fassen.

  8. Klarsicht sagt:

    Der „Bibeldämon“ tötete Menschen skrupel- und bedenkenlos selbst, ließ sie in seinem Auftrag töten oder ließ deren Tötung zu.

    Die Schriften der Bibel weisen es an diversen Stellen aus, dass der in ihnen auftretende imaginäre Protagonist, um von Ihm angestrebte Ziele zu erreichen, skrupel- und bedenkenlos Töchter und Söhne selbst tötete oder Menschen dazu missbrauchte, sie in Seinem Auftrage umzubringen. Zur Verwirklichung Seiner Pläne nahm dieser „Dämon“ es auch kaltherzig billigend in Kauf, dass Töchter, Söhne und andere Menschen starben. Als Beleg für diese grausame „Tatsache“ wird auf folgende Beispiele aus der Bibel verwiesen:

    1. Der angebliche „Schöpfergott“ ließ es ungerührt zu, dass Kain, der möglicherweise von Geburt an geisteskrank war, seinen Bruder Abel erschlug (1. Buch Mose [künftig B. M.], K. 4, V. 8).

    2. Im Zuge der angeblich stattgefundenen „Sintflut“ nahm es der „Bibeldämon“ (künftig Er) billigend in Kauf, dass auch Kinder ertranken (1. B. M., K. 6, V. 5-7, 13, 17, K. 7, V. 17, 21-24).

    3. Er brachte angeblich Abraham dazu, dass er devot-servil und heilsegoistisch bereit war, für Ihn seinen Sohn Isaak zu „grillen“. Im letzten Moment griff Er hier durch Seinen Engel allerdings noch ein und verhinderte, dass Abraham durch Seinen Auftrag zum Kindesmörder wurde (1 . B. M., K. 22, V. 1, 2, 9-12).

    4. Zwei Söhne von Juda, die Ger und Onan hießen, tötete Er (1. B. M., K. 38, V. 7, 9, 10).

    5. Er ließ es auch zu, dass Pharao, in dessen Herrscherzeit Mose angeblich geboren wurde, viele männliche Kleinkinder der Israeliten ersäufen ließ (2. B. M., K. 1, V. 22).

    6. Im Zuge der Strafen aber, mit denen Er angeblich den ägyptischen Pharao überzog, die euphemistisch als die „10 Plagen Gottes“ bezeichnet werden und mit dieser Bezeichnung in das Volksgedächtnis eingegangen sind, lieferte Er seine „Meisterleistung in Sachen Kindermassenmord“ ab. Als zehnte Plage tötete Er nämlich angeblich „… alle Erstgeburt im Ägyptenland von dem ersten Sohn Pharaos, der auf seinem Stuhl saß, bis auf den ersten Sohn des Gefangenen im Gefängnis“. Es war darauf „… kein Haus, darin nicht ein Toter war“ (2. B. M., K. 12, V. 12, 29, 30, K. 13, V. 15).

    7. Auch zwei der vier Söhne Aarons, nämlich Nadad und Abihu, tötete Er angeblich (3. B. M., K. 10; V. 1, 2).

    8. Auf Weisung vom „Bibeldämon“ wurden Achan sowie dessen Söhne und Töchter gesteinigt und verbrannt (Buch Josua [künftig B. J.], K. 7, V. 1, 15, 18, 21, 24-26).

    9. Gideon, der als „streitbarer Held“ bezeichnet wurde, hatte mit vielen Frauen für gewaltigen Kindernachwuchs gesorgt, so dass er schon 70 Söhne (nur Söhne !) hatte, als er mit seinem „Kebsweib“ (Nebenfrau) in Sichem seinen Bestand an Söhnen auf 71 aufstockte. Dieser wiederum männliche Zuwachs hieß Abimelech und war ein „übler Geselle“. Der „Bibeldämon“ ließ es alsdann zu, dass Abimelech mit seiner Killerclique 69 seiner Halbbrüder ermordete (Buch der Richter [künftig B. R.], K. 8, V. 30, 31, K. 9, V. 4, 5).

    10. Für den „Bibeldämon“ opferte Jephthah angeblich seine Tochter als Brandopfer, weil er Ihm gegenüber ein Gelübde mit dem Inhalt abgegeben hatte, beim Eintritt einer bestimmten Bedingung einen Menschen für Ihn zu „grillen“. Der „Bibeldämon“ nahm dieses „Grillopfer“ auch an. Der Vater grillte also seine eigene Tochter (B. R., K. 11, V. 1, 29-40).

    11. Beide Söhne des Priesters Eli, Hophni und Pinehas, ließ Er bei Kriegshandlungen zum gleichen Zeitpunkt umkommen, was Er schon vorher entsprechend hatte ankündigen lassen (1. Buch Samuel [künftig B. S.], K. 2, V. 11, 34, K. 4, V. 11).

    12. Er gebot durch Samuel, dass König Saul einen totalen Angriffs- und Vernichtungskrieg gegen die Amalekiter führen sollte. Im Zuge dessen sollten auch Kinder und Säuglinge getötet werden, was Saul dann für den „Bibeldämon“ auch tat (1. B. S., K. 15, V. 1-3, 13).

    13. König David hatte mit Bath-Seba Sex, obwohl sie mit Uria verheiratet war, für dessen Tod David alsdann sorgte. Bath-Seba wurde durch David schwanger. Nachdem die beiden geheiratet hatten, wurde ihr Kind geboren. Dieses Kind ließ der „Bibeldämon“ zunächst einmal todkrank werden und sieben Tage lang leiden. Dann ließ Er es namenlos sterben (2. B. S., K. 11; V. 2-5, 17, 27, K. 12, V. 15,18).

    14. Absalom, Amnon und Thamar waren Kinder Davids. Amnon hatte seine Schwester Thamar vergewaltigt, weswegen sein Bruder Absalom ihn zu einem Zeitpunkt, als er gerade betrunken war, durch seine Leute ermorden ließ. In diesem Fall hatte der „Bibeldämon“ den Ablauf der Ereignisse absichtlich entsprechend mit dem Ziel gestaltet, David für ein früheres gottwidriges Handeln zu bestrafen (1. Buch Chronik [künftig B. Chr.], K. 3, V. 1, 2, 9, 2. B. S., K. 12, V. 9, 19, K. 13, V. 10-14, 20, 22-29).

    15. Er hatte noch nicht alle Strafen abgearbeitet, die David für sein früheres gottwidriges Handeln gemäß 2. B. S., K. 12, V. 10-12, erdulden sollte. Deswegen ließ Er erneut solche Ereignisse eintreten, die der Bestrafung Davids dienten. Im Zuge einer Schlacht ritt Absalom (Davids Sohn) auf einem Maultier und blieb dabei mit seinen Haaren in dem dichten Zweigwerk einer Eiche hängen. Sein Maultier lief unter ihm weg, so dass er zwischen Himmel und Erde hing. In dieser misslichen Lage wurde Absalom entdeckt, worauf Joab ihm gleich drei Spieße in das Herz rammte. Zusätzlich schlugen noch zehn Knappen Joabs auf Absalom ein, so dass er schließlich endgültig verstarb (2. B. S., K. 18, V. 9, 10, 14, 15).

    16. Mit der Billigung vom „Bibeldämon“ lieferte König David sieben Nachkommen Sauls an die Gibeoniter aus, die sie dann aufhängten. Es handelte sich um zwei Söhne Sauls, die er mit Rizpas gezeugt hatte; sie hießen Armoni und Mephiboseth. Dazu hatte David fünf Enkel Sauls ausgeliefert. Es handelte sich um Kinder der Tochter Sauls, die Merab hieß (2. B. S., K. 21, V. 1, 6, 8, 9).

    17. Salomo ermordete seinen Halbbruder Adonia, Davids Sohn (1. Buch der Könige [künftig B. K.], K. 2, V. 24, 25, 29 , 31, 32, 34, 36, 37, 46).

    18. In einem anderen Zusammenhang ließ der „Bibeldämon“ als Racheakt den kranken Sohn Jerobeams, Abia, sterben (1. B. K., K. 14, V. 12, 17).

    19. Im Zuge der mit Hilfe des „Bibeldämons“ geführten Angriffskriege und durchgeführten Genozide zwecks Landraubes hatte Josua u. a. die Stadt Jericho zerstört und deren Einwohner ermordet. Zum Schluss verfluchte Josua denjenigen, der sich aufmachen sollte, die Stadt wiederaufzubauen. Wer ihren Grund legt, so schwor Josua, soll seinen ersten Sohn verlieren, seinen jüngsten Sohn soll der verlieren, wer ihre Tore setzt (B. J., K. 6, V. 1-5, 17-27). Es kam dazu, dass Hiel von Beth-El Jericho wiederaufbaute, wobei sich Josuas Fluch angeblich erfüllte. Dem „Bibeldämon“ gegenüber musste Vater Hiel für seine Aufbautätigkeit mit dem Tod zweier Söhne bezahlen: „Es kostete ihn seinen ersten Sohn Abiram, da er den Grund legte, und seinen jüngsten Sohn Segub, da er die Türen setzte, nach dem Wort des Herrn, da er geredet hatte durch Josua“ (1. B. K., K. 16, V. 34).

    20. Eine Witwe in Zarpath hatte auf Weisung des „Bibeldämons“ den Mann Gottes, Elia, bei sich aufgenommen, wo er von ihr versorgt wurde (1. B. K., K. 17, V. 8-16). Dann ließ der „Bibeldämon“ das Kind der Witwe so krank werden, dass es später starb. Der Zweck dieser Kindestötung (denn bei diesem Dämon geschah nichts zweckfrei) lag darin, dass Elia dadurch die Gelegenheit erhielt, das Kind mit Hilfe des „Bibeldämons“ anschließend wieder lebendig zu machen, wodurch Elias Wirtin so beeindruckt und natürlich auch dankbar war, dass sie erklärte: „Nun erkenne ich, daß du ein Mann Gottes bist, und des Herrn Wort in deinem Munde ist Wahrheit“ (1. B. K., K. 17, V. 17-24).

    21. Der Prophet Elisa wurde von 42 Kindern verspottet. Sie hatten nur zweimal gerufen: „Kahlkopf, komm herauf !“. Wegen dieser Bagatelle verfluchte Elisa die Kinder im Namen des „Lieben Bibeldämons“. „Da kamen zwei Bären aus dem Walde und zerrissen der Kinder zweiundvierzig“ (2.

    B. K., K. 2, V. 22-24). Hier stellt sich die Frage, ob der „Bibeldämon“ den grausamen Vorgang nur ungerührt zuließ, was schon schlimm genug gewesen wäre, oder ob Er mit der Absicht, die Kinder zu bestrafen, aktiv dafür gesorgt hatte, dass die beiden Bären mit Appetit auf die Kinder auftauchten.

    22. In seiner Verzweiflung über seine drohende vollständige Vernichtung nahm der König der Moabiter seinen ersten Sohn, der später eigentlich hätte König werden sollen, und „grillte“ ihn auf der Mauer für den „Bibeldämon“ zum „Brandopfer“ (2. B. K., K. 3, V. 27). Der „gegrillte“ Sohn des Königs der Moabiter stimmte den „Lieben Bibeldämon“ dann offenbar milde, so dass Er sich zum Schluss auf die Seite dieses Königs stellte, der sich in einem Krieg mit den Königen Israels, Joram und Josaphat, sowie des Königs Edoms befand.

    23. Der Prophet Elisa prophezeite einer reichen Frau in Sunem, dass sie nach Ablauf eines Jahres Mutter eines Sohnes sein würde, was dann angeblich auch so eintraf (2. B. K., K. 4, V. 16, 17). Nachdem das Kind groß geworden war, ließ es der „Bibeldämon“ zu, dass es krank im Kopf wurde und kurze Zeit später starb (2. B. K., K. 4, V. 18-20). Die reiche Frau wendete sich dann an Elisa, weil sie hoffte, von ihm irgendwie Hilfe zu erhalten, da sie und ihr Ehemann ihn bei sich schon einmal aufgenommen und auch bewirtet hatten. Gemeinsam mit seinem Diener Gehasi veranstaltete Elisa dann bibeltypischen Humbug, worauf das Kind natürlich wieder lebendig wurde (2. B. K., K. 4, V. 8-11, 27-37). Dieser Fall ist fast genauso gestrickt wie der, der unter Nr. 20 aufgeführt ist. In beiden Fällen wurden vom „Lieben Bibeldämon“ Kinder dazu missbraucht, um die im Umfeld der abartigen Geschehnisse wohnhaften und unwissenden Menschen zu beeindrucken. Es handelte sich also um Kindesmißbrauch zur Machtdemonstration des „Bibeldämons“. Sind das nicht sehr erbauliche Geschichten, die besonders dafür geeignet wären, sie Kindern vorzulesen ?

    24. Benhadad, der König von Syrien, belagerte mit seinem Heer die Stadt Samaria. Durch die Belagerung wurden die Nahrungsmittel in der Stadt knapp und teuer. Schließlich hungerten die Stadtbewohner so stark, dass eine Frau ihrem König gegenüber zugab, wegen ihres Hungers ihren Sohn gekocht und gegessen zu haben (2. B. K., K. 6, V. 24-29). Zu dieser schaurigen Geschichte muss man wissen, dass der „barmherzige Liebe Bibeldämon“ durch Seine Marionette Mose schon früher zum Zwecke der Verhaltenssteuerung Seiner Israeliten explizit damit gedroht hatte, solche und noch viele andere abartigen Ereignisse dann eintreten zu lassen, wenn Sein „auserwähltes Volk“, die Israeliten, Ihm nicht gehorchen sollte(n). Zu dem unter dieser Nr. angesprochenen biblischen Text passt aus dem Konglomerat der göttlichen Drohungen die folgende: „Du wirst die Frucht deines Leibes essen, das Fleisch deiner Söhne und deiner Töchter, die dir der Herr, dein Gott, gegeben hat, in der Angst und Not, womit dich dein Feind bedrängen wird“ (3. B. M., K. 26, V. 14, 15, 29, 5. B. M., K. 28, V. 15, 53-57, Jeremias Klagelieder, K. 2, V. 20, K. 4, V. 10).

    25. Er ließ es untätig zu, dass Joram, der König über die beiden israelitischen Stämme Juda und Benjamin war, u. a. seine 6 Brüder mit dem Schwert tötete ( 2. B. Chr., K. 21, V. 2, 4).

    26. Mit göttlicher und irdischer Vollmacht versehen, forderte Jehu in einem Brief apodiktisch und ultimativ, ihm die Köpfe der 70 Söhne Ahabs zu schicken. Daraufhin „… nahmen sie des Königs Söhne und schlachteten die siebzig Mann und legten ihre Häupter in Körbe und schickten sie zu ihm gen Jesreel“ (2. B. K., K. 10, V. 6, 7).

    27. Der Mörder Jehu begab sich mit seiner Gefolgschaft von Jesreel nach Samaria. Unterwegs traf er an einem Hirtenhaus auf die 42 Brüder Ahasjas, der König der beiden Stämme Israels war, und den Jehu ja schon ermordet hatte. Auch die Brüder ließ Jehu ergreifen. „Und sie griffen sie lebendig und schlachteten sie bei dem Brunnen am Hirtenhaus, zweiundvierzig Mann, und er ließ nicht einen von ihnen übrig“ (2. B. K., K. 10, V. 12-14, 2. B. Chr., K. 22, V. 8). Zum Schluss lobte der „Bibeldämon“ das Verhalten Jehus, den Er als seinen Auftragskiller missbraucht hatte. Er belohnte den Mörder mit einem Versprechen: „Und der Herr sprach zu Jehu: Darum daß du willig gewesen bist zu tun, was mir gefallen hat, und hast am Hause Ahab getan alles, was in meinem Herzen war, sollen dir auf dem Stuhl Israels sitzen deine Kinder ins vierte Glied“ (2. B. K. , K.10, V. 30, K. 15, V. 12). Die Bibel weist also aus, dass es sich lohnt, Verbrechen zu begehen.

    28. Vom „Bibeldämon“ wurde es zugelassen, dass man im Auftrage des Königs Joas den Sohn des Priesters Jojadas, Sacharja, „… im Hofe am Hause des Herrn“ steinigte. Bevor er jedoch starb, prophezeite Sacharja, dass Er ihn rächen würde (2. B. Chr., K. 24, V. 21, 22).

    29. König Herodes sah in Jesus einen Königsrivalen, weswegen er ihn töten lassen wollte. Weil er nicht den genauen Ort kannte, wo Jesus in Bethlehem geboren worden sein soll, ließ er angeblich vorsichtshalber alle Kinder, die zweijährig oder jünger waren, in Bethlehem und Umgebung ermorden. Da es dem „Bibeldämon“ wohl wichtiger erschien, bezüglich Seiner Prophezeiung, die in diesem Kontext eine Rolle spielt, glaubhaft zu bleiben, als einen Kindermassenmord zu verhindern, war Er gezwungen, diesen zuzulassen (durch Seinen Propheten Jeremia hatte Er offenbar früher prophezeien lassen, dass ein solches Verbrechen geschehen würde) ( Matth., K. 2, V. 1-18).

    30. Der Hinweis auf das bekannte „Jesus-Drama“, was angeblich stattgefunden hat, soll den Abschluss für die hier aufgeführten abartigen Beispiele bilden.

                                                                ————————————————————–

    Diese Schrift orientiert sich an dem 1912 vom Deutschen Evangelischen Kirchenausschuss genehmigten Text des „Alten Testamentes“.

    Die biblische Geschichtsschreibung wird hier so aufgegriffen, als berichte sie über historisch verbürgte Fakten (Michael Depner). 

    Es grüßt

    Klarsicht  

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