Alles prima außer Klima

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Niemand redet jenen Klimaskeptikern das Wort, die das globale Klima-Problem einfach wegreden wollen. Doch es gibt immer mehr Klimakonferenzskeptiker, und das völlig zurecht. Wenn die Pariser Klimakonferenz heute (12.12.) mit dem Nachsitzen fertig ist, was wird sie dann bewirkt haben?

"Einen Tag vor Ende der Konferenz sind die zentralen Konflikte noch immer nicht gelöst", wird der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) zu dem Thema zitiert. So steht es in dem ZEIT-ONLINE-Artikel Paris – UN-Klimakonferenz geht in die Verlängerung (11.12.).

Die Nachfolge-Regelung für das 2020 auslaufende Kyoto-Protokoll wird wohl genauso unverbindlich bleiben wie bisher. 185 Regierungen haben Beiträge zu einer "Klimakollekte" eingereicht (Zeit-Jargon), aber das meiste besteht aus Ankündigungen. So beschreibt es auch der Zeit-Artikel Klimakonferenz : Neuer Vertragsentwurf, Zwei-Grad-Ziel ungewiss (9.12.): Der Text zum Klimaabkommen enthält ehrgeizigere Ziele als frühere Entwürfe. Umweltverbände kritisieren ihn jedoch als "Sammelsurium unverbindlicher Absichtserklärungen".

Bittesehr, unverbindliche Empfehlungen kann wissenbloggt auch abgeben, und es sind richtig gute Vorschläge:

  • Energiewende mit Geschick beschreibt, was man mit dem Überfluss an "Treibhausgas"  CO2 (Kohlendioxid) besser nicht macht (verbaggern), und wo es gute Ansätze gibt (Power-to-Gas und Power-to-Liquid).
  • Problem CO2 bald vorbei? führt eine neue Option ein, die man Power-to-Nanofiber nennen kann.
  • Cracken: Wasserstoff ohne Treibhausgase ist ein Beitrag von scinexx.de (20.11.) zum Cracken von Methan bei 750 Grad. Dabei wird das Methan im Reaktor direkt in Wasserstoff und elementaren Kohlenstoff gespalten.
  • Energiewende : Keine Angst vor der Energiewende schreibt nochmal die Zeit (10.12.) und legt dar, wie eine Studie von über 100 Experten zum Schluss kommt, dass kein Stromtransport vom Norden in den Süden notwendig ist.

"Die Energiewende funktioniert, wenn man will", ist die Zeit-Aussage dazu. Es gibt genug Wege weg von der Killer-Kohle und vom CO2-Klimagift – soweit die optimistische Sicht. Die Sintflut im Bild oben müsste eigentlich nicht so schlimm kommen wie avisiert. Aber wer weiß?

Ehe wb sich aus lauter Perspektivlosigkeit in Sarkasmus flüchtet, soll das Tabuthama Übervölkerung geraunt werden, das in den offiziellen Klima-Agenden so gern verschwiegen wird. Europa und speziell Deutschland (230 Menschen pro km²) sind übervölkert, und Afrika holt enorm auf (Nigeria hat 180 Menschen pro km² und erwartet 360 in 50 Jahren).

Die ironische Schiene wurde schon in Grönlands Gletscher: Schnee von gestern gefahren, weil die Hitzewallungen des Klimas geradezu nach Sarkasmus lechzen. Die Rede war davon, das Finanz-Instrumentarium fürs Klima einzusetzen, und mangels starker Alternativen ist das immer noch aktuell.

Also her mit den Frostboni für die Klimanauten! Ja zu den festverzinslichen Klima-Swaps und zum Quantitative Freezing. Selbstverständlich wird das Gletschereis verbrieft, und es werden Climate Default Swaps geschaffen. Und das Ganze bitteschön als Milligrad-Trading an die Börse.

Wer wirklich pragmatisch sein will, sieht das fundamentale Gegengewicht unter den Sintfluten: Die Geldflut ist das gegebene Mittel gegen die Wasserflut. Wenn die Finanzhazardeure in EZB, Fed und dem Rest der Finanzwelt mit ihrer Geldschwemmenjonglage den ganz großen Crash herbeizaubern, hat das wunderbare Auswirkungen aufs Klima.

Der Zusammenbruch der Finanzwelt zieht die Wirtschaftswelt mit runter, und wo die darniederliegt prosperiert die Umwelt. Weniger Bruttosozialprodukt, weniger in die Hände gespuckt, weniger Kohle in der Tasche und im Ofen – das heißt weniger CO2 in den Lüften, weniger Klimawallung, bessere Umwelt.

Vielleicht vermag menschliche Intelligenz einen zu Weg finden, die Gegenwirkungen ohne Crash zu nutzen?

 

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Eine Antwort auf Alles prima außer Klima

  1. w-blogger sagt:

    1. Die Energiewende ist ein Thema, die Ursachen für den Klimawandel ein anderes. Bei letzterem sollte man ganz unideologisch astronomische, solare, terrestrische und menschengemachte Ursachen unterscheiden und bewerten.
    2. Im Artikel in Grönlands Gletscher: Schnee von gestern waren zumindest einige Kommentare ernst gemeint. Sie sind auch im Zusammenhang mit der Klimakonferenz wieder lesenswert.
    3. Kleiner Hinweis am Rande: Die nächste Eiszeit ist in einigen 1000 Jahren zu erwarten. Daran werden auch Politiker und Klimakonferenzen nichts ändern.

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