Idealtypische Islamkritik

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warumindenhimmelKann man den Islam als "Idealtypus" verurteilen? Das wurde bei dem wissenbloggt-Artikel Religion nicht aus der Verantwortung nehmen in den Kommentaren diskutiert (11/15). Die von wb vertretene Ansicht: Man muss sich am real Existierenden orientieren. Hier bestärkt Uwe Schärf, der als pinetop kommentiert, seine gegenteilige Meinung:


„Die Wahrheit ist dem Menschen zumutbar“ (Ingeborg Bachmann)

Über die Illusionen in der gegenwärtigen politischen Lage

Spätestens seit den Anschlägen auf die twin towers im Jahr 2001 beherrscht der Islam fast täglich die Presseartikel und Fernsehnachrichten. Die Politik versucht der Lage Herr zu werden und dazu gehört auch das Bemühen, die Bevölkerung nicht in Panik zu versetzen. „Ruhe ist die erste Bürgerpflicht“ scheint auch in offenen und demokratischen Gesellschaften die Devise der politischen Klasse zu sein. Gebetsmühlenartig werden die immer gleichen Phrasen verteilt, welche geeignet erscheinen, den Islam in ein mildes Licht zu rücken.

Hierzu gehören Aussagen, dass es DEN Islam überhaupt nicht gäbe (Merkwürdig ist, dass DER Islam willkommen geheißen wird und dass er sich auflöst, wenn er in die Kritik gerät). Man behauptet alternativ, dass die Aussagen und Taten der Extremisten eine Verfälschung des wahren Islams darstellen oder gar, dass sie nichts mit dem Islam zu tun haben. Politiker, Feuilletonisten und Experten der verschiedensten Disziplinen erhoffen sich durch eine zeitgemäße Interpretation des Korans, diesen mit der modernen Welt für vereinbar erklären zu können. Sehr beliebt ist auch die Aussage, dass der Islam friedlich sein müsse, weil die Mehrheit der Moslems zweifelsfrei friedlich sei. Hier scheint man sich nicht der Tatsache bewusst zu sein, dass man nicht von den einzelnen Angehörigen einer Weltanschauung auf diese unkritisch schlussfolgern kann.  

Max Weber hat den Begriff „Idealtypus“ in die Soziologie eingeführt. Dies ist zwingend notwendig, wenn man eine Erscheinung oder einen Sachverhalt beschreiben und erklären will. Idealtypen sind unverzichtbar zur Theoriebildung. Ohne den Idealtypus wäre es nicht einmal möglich diesen Sachverhalt oder diese Erscheinung in ein Lexikon aufzunehmen. Nur als Unterschied zum Idealtyp ist es möglich, schichtenspezifische, kulturelle, regionale oder zeitliche Abweichungen zu erklären. Bei der Beschreibung einer Religion ist es notwendig, das Schrifttum oder die sogenannten heiligen Schriften heranzuziehen. Diese erlauben es, zu beschreiben, zu erklären und ggf. kritisch zu prüfen.

Ist, wie bei Religionen, nur der Bezug auf altes Schrifttum möglich, ist man aufdie Textauslegung oder Hermeneutik angewiesen. Bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts war es selbstverständlich, in einem Text die Absicht des Verfassers in seiner Zeit und Gesellschaft zu erklären (z. B. bei Wilhelm Dilthey). Mit der Wendung zur Universalhermeneutik, welche von Martin Heidegger, Hans Georg Gadamer und Karl-Otto Apel begründet und weiterentwickelt wurde und die neuerdings von Jürgen Habermas gepflegt wird, haben wir die Abwendung von der unvoreingenommenen Wahrheitssuche. Man ist vielmehr bereit, den Zeitgeist in einen alten Text hineinzudeuten. Zu diesem Sachverhalt schreibt Hans Albert: „Die Hermeneutik, die in solchen Bemühungen beansprucht wird, hat mit der klassischen Hermeneutik, die darauf gerichtet war, den authentischen Sinn überlieferter Texte zu eruieren, allerdings nichts mehr zu tun. Sie ist eine Hermeneutik mehr oder weniger raffinierter Umdeutungen, die darauf abzielen, bestimmte Bestandteile der religiösen Überlieferung dadurch zu retten, dass man ihren Sinn dem modernen Weltbild anpasst. Nach den Maßstäben einer der Wahrheitssuche verpflichteten kritischen Vernunft ist es, so könnte man sagen, eine korrupte Hermeneutik.“ (Kritik der reinen Hermeneutik. Der Antirealismus und das Problem des Verstehens,  2. Aufl. Tübingen 2012. S. 229. Vgl. hierzu auch: Axel Bühler, Interpretation und die Frage nach der Realität von Autorabsichten, in: Eric Hilgendorf (Hg.), Wissenschaft, Religion und Recht, Berlin 2006)  

Da Überlegungen im Bereich der Philosophie nur langsam in die Feuilletons einsickern und von dort den Weg in die politischen Debatten finden, ist es nicht verwunderlich, wenn man heute nicht mehr die Unredlichkeit der universalistisch gewendeten Hermeneutik erkennt und sich vielmehr berechtigt sieht, Texte nach Lust und Laune oder nach politischer Opportunität zu verändern.

Der Islam als Idealtypus ist zu beschreiben, wenn die Absicht des Koranverfassers zu erkennen ist. Hieran orientiert sind die Herrscher in Saudi-Arabien, im Iran oder der Kalif des IS. Wesentlich erfreulicher sind zweifelsfrei die Bemühungen eines Bassam Tibi oder Mouhanad Khorchide. Aus Gründen der politischen Zweckmäßigkeit ist diese Form der Modernisierung zu begrüßen, da es gilt den Islam mit der offenen Gesellschaft als vereinbar zu zeigen; diese Bemühungen sind allerdings nicht an der Wahrheit orientiert.

Es stellen sich nun zwei Fragen. Ist es moralisch, eine Religion mit einem enormen Gewaltpotenzial so zu verfälschen, dass sie sozialverträglich wird? Besteht überhaupt eine realistische Aussicht, dass fromme Menschen dieser Interpretation folgen wollen? Die Islamverbände haben schon deutlich ihren Unmut über Khorchide geäußert und offen ausgesprochen, dass er – der Modernisierer – den Koran verändert. Es ist mit Sicherheit anzunehmen, dass sie ihn früher oder später genau so aus dem Weg räumen wollen wie seinen Vorgänger Sven Kalisch.  

Häufig wird argumentiert, dass der Islam friedlich sein müsse, weil die große Mehrheit der Moslems friedlich ist. Das ist eine Tatsache, die ich nicht bestreite, aber die Schlussfolgerung ist falsch. Es handelt sich um Menschen, die ihren Alltag meistern, die sich für die profanen Dinge des Lebens interessieren und die sogar mehr Demokratie wünschen, die aber nur am Rand der Religion noch eine Nische weisen. Andere unterwerfen ihr Leben vollständig der Religion. Der Grad der Fanatisierung ist davon abhängig, welchen Standort sie auf der individuellen Frömmigkeitsskala einnehmen. Es ist einfach nur absurd, gemäßigten Menschen zu unterstellen, sie seien gebildeter und besser im Auslegen der Schriften als die Radikalen.

Man kann auch folgenden Vergleich anstellen. Millionen Deutsche waren Mitglied der NSDAP. Sie waren Überzeugte, Fanatiker, Karrieristen, Gleichgültige, aus Angst sich Anpassende oder klammheimliche Kritiker. Sie waren auch in ihrer überwiegenden Mehrheit friedlich und waren genau so mit dem Alltag beschäftigt wie die oft zitierten Millionen Moslems. Dieser Sachverhalt hat bis jetzt noch keinen Historiker oder Politologen veranlasst, auf die Friedlichkeit des Nationalsozialismus zu schließen.

Dieser Vergleich ist gewagt, die Nähe zum Faschismus ist jedoch nicht zu ignorieren. Der Nationalsozialismus teilte die Menschen in die nordische Herrenrasse, die minderwertigen Völker in verschiedener Abstufung und jene Menschen, welchen man das Menschsein vollkommen absprach, ein.  Auch der Islam kennt die Einteilung der Menschen in drei Klassen. An der Spitze stehen die islamischen Rechtgläubigen, welchen unmissverständlich das Herrenmenschentum zugeordnet wird. Die sonstigen Monotheisten, die sich auf eine Offenbarungsreligion stützen können, werden Einschränkungen der Bürgerrechte zugemutet und alle anderen haben keinen Anspruch, am Leben bleiben zu dürfen.

Dies ist die Vorstellung jener, die sich dem reinen und ursprünglichen Islam, also dem Idealtypus, verpflichtet fühlen. Dies zeigt sich bei IS, aber auch im Iran und in Saudi-Arabien. Wer immer noch behaupten will, der IS habe nichts mit dem Islam zu tun, der werfe einen Blick nach Saudi-Arabien. Da gibt es eine Menge an Gemeinsamkeiten (das Köpfen wird unterschiedlich durchgeführt), aber noch niemand hat bisher behauptet, dass Saudi-Arabien kein islamisches Land sei.

Der Historikerstreit der 80er Jahre war ein Wiederaufleben des Streits um die Totalitarismustheorie. Der Frage nachzugehen, ob Nationalsozialismus und Stalinismus auf wissenschaftliche Weise vergleichbar sind, ist durchaus legitim. Entscheidender Kritikpunkt an diesem Streit ist das Ausklammern religiöser Herrschaftsformen bzw. Herrschaftsansprüche. Es kommt darauf an zu erkennen, dass Faschismus, Kommunismus, Christentum und Islam zusammengehören, nicht etwa weil sie in jeder Hinsicht gleichartig oder auch nur gleichwertig sind, sondern weil in ihnen das extreme Gegenteil von Rationalität, Aufklärung und Humanismus wirksam ist: die blinde Parteilichkeit, der gehorsame Glaube, das unkorrigierbare Engagement. Es gibt hier Gemeinsamkeiten, und zwar keineswegs solche, die als oberflächlich beiseite geschoben werden können. Gemeinsamkeiten, die nicht nur psychologisch und soziologisch von Interesse sind, sondern darüber hinaus erkenntnistheoretisch, ethisch und sozialphilosophisch. Begeisterung für eine heilige Sache führt, wie wir wissen, nicht selten zu Fanatismus und Intoleranz, zur Diabolisierung des Gegners und schließlich zu Gewalt und Terror (Vgl. Hans Albert, Traktat über kritische Vernunft, 5. Aufl. Tübingen 1991, S. 6).

Wenn ich nach wie vor der Meinung bin, dass der Nationalsozialismus die schlimmste Verbrecherideologie der Menschheit ist, beruht dies auf einer Überlegung von Karl Popper. Der Stalinismus gab den verfolgten Menschen die Möglichkeit, zur Arbeiterklasse zu „konvertieren“(eine Möglichkeit, die auch der Islam bereithält), während der Nationalsozialismus den Verfolgten diese Chance nicht gab.

Oft wird von jenen Menschen, die den Islam aus der Schusslinie der Kritik nehmen wollen, vorgebracht, dass auch das Christentum seine menschenfeindlichen Seiten habe. Abgesehen von der Tatsache, dass das Beschuldigen eines Dritten keine Entlastung für den Angeklagten sein kann, ist darauf folgendes zu antworten. Das Christentum ist eine Religion, die in der Vergangenheit sich der schlimmsten Menschenrechtsverletzungen schuldig gemacht hat (Eine erschütternde Beschreibung des Christentums gibt Uwe Lehnert, Warum ich kein Christ sein will, 5. Aufl. Berlin 2012). Das Christentum wurde in einem langjährigen Prozess gezähmt (Vgl.: Hans Albert, Europa und die Zähmung der Herrschaft.Der europäische Sonderwegzu einer offenen Gesellschaft, in: Hans Albert, Freiheit und Ordnung. Zwei Abhandlungen zum Problem einer offenen Gesellschaft, 1986, Walter Eucken Institut). Es handelt sich um eine Entwicklung von der die islamischen Gesellschaften abgesondert waren.

Gegenwärtig wird von vielen Seiten davor gewarnt einen Kulturkampf anzuzetteln. Da kann man sich wirklich fragen, ob diese Warner blind sind oder ob es sich um das „Pfeifen im Wald“ handelt. Dieser Kulturkampf ist bereits im Gang, und er begann bereits vor 2001. Und man kann feststellen, dass die islamische Renaissance parallel zum Niedergang des Marxismus verlief. Bereits in der Mitte der 60er Jahre steckte die Sowjetunion in den größten strukturellen Problemen, in der akademischen Welt konnte man den Zerfall von Marxismus und Neomarxismus in den 70er Jahren feststellen. Der Marxismus spielt heute keine Rolle mehr und mit dem Zerfall der kommunistischen Regime in Osteuropa dürfte dies auch allen klar sein. Gleichzeitig erwachte der Islam zu neuer Lebenskraft und damit auch zur Aggressivität. Chomeini ergriff die Macht und die Ereignisse in Mekka 1979 läuteten diese Wiedergeburt ein. Danach folgten die Todesfatwa gegen Salman Rushdieund der erste Anschlag auf die twin towers zu Beginn der 90er Jahre. Die weltweit wirkende Entwicklung ist auch, wie in einem Mikrokosmos, in der PLO zu beobachten. Hier verdrängten religiöse Kräfte die marxistisch orientierten Gruppen neben der Fatah.

Wir haben es mit dem Niedergang und dem Aufstieg zweier Weltauffassungen zu tun, und den Marxismus kann man durchaus als eine Quasireligion betrachten, die in ihren besten Jahren die Leidenschaften genauso entfesseln konnte wie heute der Islam (Zum Religionscharakter des Marxismus vgl.: „Marxismus und Gnosis“ und „Entfremdung und Ideologie. Zur Entmythologisierung des Marxismus“ in Ernst Topitsch, Sozialphilosophie zwischen Ideologie und Wissenschaft, 3. Aufl., Neuwied, Berlin 1971).

Bleibt nur noch zu erörtern, wie mit diesem Problem umzugehen ist. Einige Vorschläge dürften nicht den erhofften Erfolg zeigen. Der Versuch, einen verwässerten, weichgespülten und verfälschten, aber demokratietauglichen Islam zu konstruieren, dürfte die in Europa lebenden Moslems nicht beeindrucken. Vielmehr täuscht man damit die europäischen Bildungsbürger über das wahre Wesen des Islams. Der Vorschlag, dem Islam die gleichen Privilegien zu präsentieren wie den beiden deutschen Quasi-Staatskirchen dürfte den Islam nur stärken und das säkulare Element noch weiter an den Rand drücken. Eine Vorstellung, die christlichen Klerikern bereits zu einem Hochgefühl verhilft. Dieser Vorschlag macht übrigens auch deutlich, dass jene Politiker, die dem Islam mehr Einfluss einräumen wollen, das Wesen des Islams nicht verstanden haben, denn der Islam als Gesellschaftsordnung trennt nicht zwischen Recht und Religion (Vgl. Ernest Gellner, Leben im Islam, Religion als Gesellschaftsordnung, Stuttgart 1985).

Wir sind alle aufgefordert, unsere freiheitliche Ordnung offensiv zu verteidigen und zwar ohne Rücksicht auf kulturrelativistische Sensibilitäten.

Wir müssen Saudi-Arabien klarmachen, dass es mit ernsten Folgen rechnen muss, wenn die Finanzierung des Terrors anhält.

Und in letzter Konsequenz verbleibt nur die militärische Vernichtung des IS. Frankreich scheint dies begriffen zu haben. Aber vor dem Anschlag vom 13. 11. wollte man sich hierzu nicht durchringen. Es herrschte die gleiche Haltung wie in den 30er Jahren, als man die nationalsozialistische Gefahr nicht erkennen wollte und de Gaulle einer der wenigen war, die das heraufziehende Unheil erkannten (Eine schonungslose Analyse von Pazifismus und Antifaschismus in den 30er Jahren liefert Francois Furet, Le passé d´une illusion, Paris 1995).

Ich vermute, dass der zivilisierte Teil der Welt noch dreißig oder vierzig Jahre mit der islamischen Hydra konfrontiert bleiben wird. Der Islam wird in der ersten Hälfte des 21. Jahrhunderts die gleiche Bedrohung sein wie der Kommunismus im 20. Jahrhundert.

Ralf Dahrendorf sah es so: „Doch gibt es Zeichen der Hoffnung. Das Thema des 11. September 2001 und seiner Folgen hat diese Vorlesung unterschwellig begleitet. Manche haben nach dem Anschlag die Hoffnung geäußert, dass aus dem Bösen am Ende doch Gutes erwachsen möge. Gelegentlich konnte man das erste Zeichen dafür erkennen. Eines davon war und ist die Wiederentdeckung des Westens. In aller Fragmentierung werden auf einmal Werte erkennbar, die nicht amerikanisch oder europäisch sind, sondern einen breiteren Anspruch enthalten. Sie sollten im Prinzip für alle Menschen gelten können.“ (Auf der Suche nach einer neuen Ordnung. Vorlesungen über die Politik der Freiheit im 21. Jahrhundert, München 2003, S. 55).


Uwe Schärf 20..11.2015
 

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28 Antworten auf Idealtypische Islamkritik

  1. Uwe Lehnert sagt:

    Eine ganz hervorragende, immer noch eine die aktuelle Situation treffende Beschreibung. Ein solcher Text würde sicherlich im Feuilleton der »Frankfurter Allgemeinen« oder in der »Welt« zu finden sein, die Redakteure der »Süddeutschen« oder der »Frankfurter Rundschau« würden sich wohl eher selbst entleiben, als so einen »hetzerischen« Artikel zu veröffentlichen. Die Redaktionskonferenz »meines« Berliner »Tagesspiegel« würde es ob ihrer Uneinigkeit vermutlich zerreißen.

     

    Uwe Schärf verurteilt zu Recht eine »korrupte Hermeneutik und verlangt, in einem Text die Absicht des Verfassers zu erkennen und nicht den Zeitgeist in einen solchen alten Text hineinzudeuten.

     

    Als Beispiel einer solchen geradezu verlogenen Hermeneutik kann gelten, was die Evangelische Kirche aus den biblischen Texten des Alten und des Neuen Testaments zur Homosexualität gemacht hat. Ein einst todeswürdiges Verbrechen hat sie in eine gottgefällige Verhaltensweise umgedeutet. Verlogen ist nicht die – in diesem Fall gute! – Absicht, verlogen ist die Behauptung, man habe diesen Text bisher nur falsch verstanden.

     

    Uwe Schärf resümiert: »Es kommt darauf an zu erkennen, dass Faschismus, Kommunismus, Christentum und Islam zusammengehören, nicht etwa weil sie in jeder Hinsicht gleichartig oder auch nur gleichwertig sind, sondern weil in ihnen das extreme Gegenteil von Rationalität, Aufklärung und Humanismus wirksam ist: die blinde Parteilichkeit, der gehorsame Glaube, das unkorrigierbare Engagement.«

     

    Wer die verbreiteste Variante des Islam analysiert, kann zu keinem anderen Urteil kommen. Auf den Seiten der Richard Dawkins Foundation habe ich ebenfalls begründet, weshalb der orthodoxe Islam verfassungswidrig ist:

    http://de.richarddawkins.net/articles/warum-der-orthodoxe-islam-mit-dem-grundgesetz-nicht-vereinbar-ist

     

  2. Klarsicht sagt:

    Die religiöse Ideologie des Islam ist ein „Kulturgut“ des nahen Ostens. Was übrigens auch für die religiösen Ideologien des Juden- und Christentums zutrifft, wenn ich es richtig sehe. Wir haben es hier also mit „Kulturgütern“ zu tun, die nicht zu Deutschland gehören. Es gibt allerdings viele „Liebhaber“ dieser „Kulturgüter“ in Deutschland. Unser Grundgesetz gestattet es, allein oder im Kollektiv sich einer solchen „Liebhaberschaft“ hinzugeben.

    Angenommen, in Deutschland würden z. B. viele Menschen für einen bestimmten noch lebenden oder bereits verstorbenen amerikanischen Schauspieler „schwärmen“ und ihn – auf welche Art und Weise auch immer – innig verehren und lieben, dann stünde auch niemandem das Recht zu, einseitig zu behaupten, dass der Schauspieler deswegen zu Deutschland gehört. Ihn in Deutschland zu verehren und für ihn zu „schwärmen“, könnte allerdings niemandem verboten werden. Genau dieser Kontext dürfte auch für die jüdische, christliche und islamische Ideologie (Religion) und für ihre deutschen „Liebhaber“ von ihnen gegeben sein.

    Menschen, die man schon bald nach ihrer Geburt außerhalb Deutschlands zu „Liebhabern“ des Islam gemacht hat oder die sich selbst dazu machten, verschafften sich verstärkt nach dem 2. Weltkrieg – aus welchen Gründen auch immer – Zugang zu Deutschland bzw. Europa, oder er wurde ihnen verschafft. Hier trafen diese „Liebhaber“ auf solche des Juden- und Christentums, die das gesellschaftliche Leben leider heute noch weitgehend „beherrschen“. Man könnte den Eindruck haben, dass sie die Gesellschaft als ihre „Beute“ betrachten und es daher als völlig in Ordnung finden, dass sie sie möglichst allein nach ihren Vorstellungen lenken und gestalten.

    Der Respekt, der diesen „Liebhabern“ insbesondere seitens der Politik schon seit „Urzeiten“ entgegen gebracht wird, wird nun schon seit längerer Zeit und tendenziell zunehmend auch von den „Liebhabern“ des Islam eingefordert. Dagegen wehren sich aber immer mehr Menschen, die keine „Liebhaber“ des Islam sind, weil schon sehr viele Menschen von militanten und brutalen „Liebhabern“ des Islam getötet und verstümmelt wurden.

    Man kommt einfach nicht mehr um die Feststellung herum, dass die vom Grundgesetz erlaubte „Liebhaberschaft“ zum Islam Nebenwirkungen haben kann, die für andere Menschen ungesund bis tödlich sein und auch zu Sachbeschädigungen führen können. Wenn ein Medikament solche schädlichen Nebenwirkungen verursacht, wird zumindest gefordert, es vom Markt zu nehmen. Was gedenkt man aber mit dem Islam zu machen ?

    Gruß von

    Klarsicht  

  3. Klarsicht sagt:

    In den Videos der nachstehend aufgeführten Links sprechen „Materie-Kenner“ besorgt vornehmlich über die religiöse Ideologie des Islam als „Kulturgut“ des nahen Ostens und über deren „Liebhaber“ in Deutschland.

    Bosbach u. Polizei-Präsident kritisieren Merkels Flüchtlingspolitik – 30.7.2016:

    https://www.youtube.com/watch?v=XO_t6zeTrQY

    Heinz Buschkowsky im Dialog mit Alfred Schier am 01.11.2014:

    https://www.youtube.com/watch?v=JyoweZ3yrAM

    Gruß von

    Klarsicht

  4. Wilfried Müller sagt:

    Uwe Schärf misst mit zweierlei Maß. Er konzediert, dass unsere allermeisten Muslime friedlich sind, aber er gesteht dem Islam nicht die Möglichkeit der Anpassung zu, die das Christentum seit der Aufklärung hingelegt hat. Aus seiner Sicht muss "der zivilisierte Teil der Welt noch dreißig oder vierzig Jahre" mit dem Islam auskommen, und "das wahre Wesen des Islams".sieht er als "islamische Hydra".

    Ich wende mich dagegen, die friedlichen Muslime so für die Glaubenskämpfer zu vereinnahmen. Hier wird wieder vergessen, wer die Djihadisten auf den Plan gerufen hat, nämlich der zivilisierte Teil der Welt in Form der USA, gegen die Russen in Afghanistan. Dann machten sie weiter mit der Zerstörung des Iraks, der Bombardierung Syriens und Libyens und ständigen Drohnen-Attentaten. Wo bleibt da Rationalität, Aufklärung und Humanismus?

    Wir haben also eine amerikanische Hydra, und niemand braucht sich über den Zorn der Betroffenen zu wundern. Der Kulturkampf findet weniger zwischen Religionen oder Zivilisationen statt, sondern zwischen  Kriegshetzern & Ausbeutern und ihren Opfern. Wie man jüngst lesen konnte, ist die Religion unseren Terrorbombern eher unwichtig. Es geht ihnen um die Märtyrer- und Heldenrolle im Kampf gegen unser System, das ihnen leider reichlich Grund zum Hass gibt. Nur deshalb haben es die bösen islamischen Einflüsterer & Hetzer so leicht.

     

  5. Uwe Lehnert sagt:

    Ich kann dieses abgedroschene Argument nicht mehr hören, dass die Amerikaner letztlich an allem Schuld seien. Sicher haben sie auch so manchen Krieg losgetreten, um eigene Interessen zu verfolgen. Welche Großmacht tut das nicht? Insofern ist die Schuldfrage eingewoben in ein Netz vielfacher Interessen und Verstrickungen. Aber ich frage mich, warum sollen die Amerikaner und überhaupt »der Westen« Schuld daran tragen, dass sich die gesamte arabische Welt immer noch in einem Zustand sogar zunehmenden Aufruhrs befindet. Jeder kämpft gegen jeden, ein Selbstmord-Attentat folgt dem anderen, die Barbarei des gegenseitigen Abschlachtens hat in der arabischen Welt neue Höhepunkte erreicht. Getötet werden zu fast 100 Prozent Muslime. Eigentlich müsste sich der kämpferische Hass ja in erster Linie gegen den Westen richten. Findet innerhalb eines arabischen Staates kein Bürgerkrieg statt, dann liegt es daran, dass eine brutale archaische Diktatur die Bevölkerung noch niederhält. Es ist eine Frage der Zeit, bis auch dort die Explosion stattfindet.

    Es findet statt, was sich einst in Europa im Mittelalter vollzog. Aufgrund des Fehlens jeder politischen Vernunft und der Missachtung selbst elementarer Prinzipien von Menschlichkeit auf Seiten der Machthaber kämpft jeder gegen jeden um die Macht. Die Grundlage bildet stets eine irrationale Lehre, die angeblich von Gott diktiert wurde. Man kämpft bis zur eigenen Erschöpfung und schließt dann irgendwann einen brüchigen Frieden. Zumindest erreicht man dadurch, dass ein wenig mehr Vernunft in das politische Handeln einkehrt. Rückschläge in Form von weiteren Kriegen sind eingeschlossen. 

    Nein, Herr Müller, was Sie nicht wahrhaben wollen, ist die Tatsache, dass wir es hier mit unterschiedlichen Entwicklungsstufen von Gesellschaften zu tun haben. Große Teile des arabischen Raums befinden sich, wesentlich verantwortet durch eine archaische Religion und überkommenes Stammesdenken, noch im Mittelalter. Egal, was wir tun oder lassen, wie Menschen müssen offenbar auch Völker bestimmte Erfahrungen erst selbst machen, bevor die Kraft der Vernunft nach und nach die Oberhand über Unvernunft und Irrationalität gewinnt. 

    Uwe Schärf formuliert zu Recht: »Es kommt darauf an zu erkennen, dass Faschismus, Kommunismus, Christentum und Islam zusammengehören, nicht etwa weil sie in jeder Hinsicht gleichartig oder auch nur gleichwertig sind, sondern weil in ihnen das extreme Gegenteil von Rationalität, Aufklärung und Humanismus wirksam ist: die blinde Parteilichkeit, der gehorsame Glaube, das unkorrigierbare Engagement.«

  6. Wilfried Müller sagt:

    Meines Wissens ist unbestritten, dass die USA die Afghanistan-Kämpfer im ganzen arabischen Raum (incl. Bin Laden) rekrutiert, bewaffnet und geschult haben und damit den Djihad aus der Versenkung geholt haben (siehe Terror made by USA und Zauberlehrling). Wenn sie das nicht gemacht hätten und nicht den Irak destabilisiert usw. – wenn sie irgendwas aus Vietnam gelernt hätten – könnten wir heute zusehen, wie die Sunniten und Schiiten sich bekriegen.

    Ich hab selber mal in Saudi-Arabien gearbeitet und weiß womöglich besser als Uwe Lehnert, dass die arabische Welt noch ziemlich mittelalterlich ist. Aber ich stelle mir mal vor, ich lebe in einem Land, das von den USA bombardiert wird oder wo die US-Drohnen Unbeteiligte töten. Das würde mich wütend machen, und deshalb habe ich Verständnis für die Wütenden, wenn auch nicht für ihre Taten.

    Jeder muss sich doch fragen, was die USA mit knapp 20% von ihrem Staatshaushalt anstellen, mit den 600 Mrd. Dollar im Jahr fürs Militär. Allein diese Zahlen fordern m.E. Kritik heraus. Der Einsatz dieser Milliarden gegen besonders leicht entflammbare Menschen bringt maßgeblich das hervor, worunter die Welt jetzt leidet, Terror, Flucht, Hass, Kulturkampf. Man könnte das viele Geld auch für Menschen einsetzen, dann wäre das alles nicht so wild.

  7. Ein sehr guter Artikel, wenngleich mir die Anflüge aus Richtung "Philosophie" und "Ethik" die Brillianz des Textes merklich verwässern.

    Allein der "Vergleich" der "Ethizität" von nationalem und Stalinschen Sozialismus ist typisch "philosophisch" sachlich unscharf bis unrichtig und (zumindest aus Sicht eines "echten" Wissenschaftlers) anmaßend. Die wenigsten derer, die der oberstaatliche Ideologe (und vormalige Christ und Priesterseminarling) Stalin als Feinde sah, bekamen auch nur die Möglichkeit sich zum Proleten zu mausern…

    Abrahamitismus und Sozialismus sind lediglich zwei Ausprägungen der selben kranken wie menschen- und freiheitsverachtenden Ideologie. Zwar legen sie ihre Zielgruppen und Prioritäten verschieden – ihnen allen aber wohnt die Idee inne, das ein Staat ein Eigentum an einzelnen Menschen habe – an ihrer Lebenszeit, Arbeitskraft, Vermögen, Gesundheit, Körper usw.. Sozialismus entwickelte sich aus der christlichen bzw abrahamitischen Ideologie nahezu durch schlichte Enttheisierung – ist aber letztlich ebenso scheinrational und übergriffig… 

    Es gibt keinen "besseren" Sozialismus – Sozialismus ist immer, was er ist – und entwickelt sich immer absehbar übergriffig wie autoritär.

    Ich brauche keinen "Religionsersatz" in Form von sog. "Ethik" oder deren "Fütterung" durch eine vorgebliche Wissenschaft namens Philosophie, die ihre Ansprüche über einen Unterhaltungswert hinaus geltend zu machen sucht. Über zehntausend Jahre Priesterkaste sind mehr als genug, meine ich.

    …oder um es "philosophisch" auszudrücken:
    Philosophie ist Wissenschaft ohne Arme – Religion ist Philosophie ohne Beine.

  8. Uwe Lehnert sagt:

    Lieber Wolfgang Müller, der zweite Absatz Ihrer Antwort erklärt immer noch nicht, warum die "Wütenden" nur ihre eigenen Landsleute umbringen.

  9. Uwe Lehnert sagt:

    Ich ergänze: Nicht nur ihre eigenen Landsleute, vor allem auch in erster Linie ihre Glaubenbrüder.

     

  10. @Uwe Lehnert, @Wilfried Müller:

    Ich kann Uwe hier aus meinen Erfahrungen heraus nur beipflichten. Die monokausale Begründung, Amerika sei an allem schuld, zieht angesichts der aktuellen Situation nicht, dass sie sich nämlich vornehmlich gegenseitig massakrieren.

    Die USA haben sicherlich Fehler im Detail gemacht – und machen sie (vor allem in Syrien) auch weiterhin, doch letzlich geht es hier um einen internen Kampf, wer die Deutungshoheit über diesen doch sehr divergent daherkommenden "Glauben" hat.

  11. Klarsicht sagt:

    Zitat von „Wilfried Müller“: Uwe Schärf misst mit zweierlei Maß. Er konzediert, dass unsere allermeisten Muslime friedlich sind, aber er gesteht dem Islam nicht die Möglichkeit der Anpassung zu, die das Christentum seit der Aufklärung hingelegt hat.“ 

    Auch Herr Bassam Tibi ist offensichtlich der Meinung von „Uwe Schärf“ !

    Interview mit dem Islamforscher Bassam Tibi:

    Islam-Experte Bassam Tibi: ,Der Euro-Islam ist gescheitert'

    Was Sie sagen, klingt alles nicht gerade optimistisch für jemanden, der vor mehr als 20 Jahren den Begriff vom reformierten Euro-Islam geprägt hat.

    Tibi: Es stimmt, diesen Begriff habe ich geprägt. Aber heute muss ich sagen: Ich kapituliere. Den Euro-Islam wird es nicht geben. Er war eine schöne Hoffnung, aber die Realität ist leider eine andere. Das deutsche Modell, in dem die organisierte Religion von der Institution Amtskirche getragen wird, lässt sich nicht auf den Islam übertragen. Das wird nie gelingen.“

    Quelle: http://www.abendblatt.de/politik/article208004375/Islam-Experte-Bassam-Tibi-Der-Euro-Islam-ist-gescheitert.html

    Sollte der Zugriff auf den Linkinhalt nicht möglich sein, dann bitte den Link unten benutzen.

    http://religionskritik4.blogspot.de/2016/08/islam-experte-bassam-tibi-der-euro.html

    Gruß

    von Klarsicht 

  12. Wilfried Müller sagt:

    Aus meiner Sicht vertritt der Artikel eine monokausale Sicht, die alle Probleme am "idealtypischen" Islam festmachen möchte. Dagegen wende ich mich mit der Erinnerung an die Taten der USA. Mich wundert nur, dass niemand auf die exorbitanten Zahlen eingeht. 400 Mrd. für den normalen US-Staatshaushalt, 600 Mrd. Dollar pro Jahr fürs Kriegstreiben. Und das, weil das Land nach tausenden von unprovozierten Angriffen und Eingriffen die paar Mal selber angegriffen wurde, ein einziges Mal auf eigenem Boden.

    Dass sich die islamischen Glaubensbrüder vor allem untereinander massakrieren, ist mir bekannt. Ich glaube aber, wenn sie könnten, würden sie sich mehr gegen die USA und uns wenden. Ich denke schon, dass es ein Kampf um die Deutungshoheit ist, aber hauptsächlich? Die herbeigebombte Wut dürfte auch ein Hauptelement sein. Das Ärgerliche ist der Dilettantismus, der solche völlig unnötige Brandbeschleunigung betreibt und Unmengen von Geld dafür verbrennt.

    Bloß weil einer von vielen Islamforschern meint, es könne niemals einen friedlichen Islam geben, muss ja niemand diesen Pessimusmus teilen. Was soll denn dann die Konsequenz sein? Alle Muslime ausrotten? Bevor die USA den Jihad heraufbeschworen haben, gab es den friedlichen "Euro-Islam". Ich darf daran erinnern, dass die Religion da nur eine Nebenrolle spielte, so dass nie jemand den Begriff benutzte – niemand wollte sich religiös etikettieren.

    Die USA haben den Islamisierern und Hasspredigern in die Finger gespielt, indem sie diese Geister heraufbeschworen. Noch ein schwerer US-Fehler war es, den Schah von Persien fallenzulassen, und das, wo sie überall sonst die komischsten Marionetten hochhielten (z.B. Saddam Hussein). Das hat dem Islamismus genauso aufgeholfen wie die Kumpanei und Waffenbrüderschaft zwischen USA und Saudi-Arabien. Also bitte nicht die Rolle der USA runterspielen.

  13. Uwe Lehnert sagt:4. August 2016 um 15:14

    … was die Evangelische Kirche aus den biblischen Texten des Alten und des Neuen Testaments … gemacht hat.

    Überwindung durch Neuinterpretation ist hier mglw. das Prinzip.

    Da man ein totalitäres oder despotisches System, eine Diktatur oder eine Tyrannei nicht modernisieren kann (es sei denn, man wollte sich als Zyniker gerieren und z.B. in Nord-Korea einen modernisierten Stalinismus ausmachen), bleibt nur die Überwindung, auf welche Weise auch immer — außer, man wollte sie bewahren, aufrechterhalten, weil man sich davon etwas für die Gesellschaft Positives oder eine persönlichen Vorteil verspricht.

    _____

    Wilfried Müller sagt:5. August 2016 um 07:08

    … dass unsere allermeisten Muslime friedlich sind, aber er gesteht dem Islam nicht die Möglichkeit der Anpassung zu, …

    Damit unterscheidet Uwe Schärf zwischen Muslimen (Menschen) einerseits und Islam ("Religion", Ideologie) andererseits, (er schreibt: "Das ist eine Tatsache, die ich nicht bestreite, …") ohne jedoch "die friedlichen Muslime für die Glaubenskämpfer zu vereinnahmen". Alles andere wäre m.E. Sippenhaftung, das Verantwortlichmachen eines Menschen für die Tat eines anderen, ohne dass der eine an dieser Tat beteiligt gewesen wäre. Man darf bei solchen Überlegungen auch stets berücksichtigen, dass die ideologische / theologische / argumentative Grundierung des Islams — seine Überzeugungskraft im positiven Sinne — außergewöhnlich schwach ist, weshalb Islam seine "Schäfchen" nur mit außergewöhnlicher Repression "bei Laune" zu halten vermag.

    Eckhardt Kiwitt, Freising

  14. Klarsicht sagt:

    Es ist zwar trivial, aber dennoch möchte ich darauf hinweisen, dass zu jeder Zeit der globale und regionale „Istzustand“ sich im positiven wie auch im negativen Verständnis als die Wirkung darstellt, die durch die vielen von der Natur und den Menschen gesetzten Ursachen gesetzt wu(e)rden. Deswegen halte ich jede monokausale Sichtweise nicht nur für falsch, sondern manchmal auch für gefährlich. Es ist aus meiner Sicht gefährlich und auch ziemlich ungerecht, allein die USA oder „den Westen“ für den „Istzustand“ verantwortlich zu machen, wie er sich in der Problematik des Islam darstellt.

    W. Müller schreibt: „Aus meiner Sicht vertritt der Artikel eine monokausale Sicht, die alle Probleme am ,idealtypischen' Islam festmachen möchte. Dagegen wende ich mich mit der Erinnerung an die Taten der USA.“

    Den Fehler, den er meint, im Artikel von U. Schärf ausgemacht zu haben, begeht er aber selbst auch, indem er meint, die „Taten der USA“ als Ursache des „Islam-Problems“ ausgemacht zu haben. Es ist auch ein Fehler und zudem ungerecht, wenn man sich nur der „Taten der USA“ erinnert, die vermeintlich oder tatsächlich „Probleme“ in die Welt gesetzt haben.

    Auch die Aussage ist falsch, dass die USA „ein einziges Mal auf eigenem Boden“ angegriffen wurden. Ich erinnere an Pearl Haber.

    Gruß von

    Klarsicht.

     

  15. Klarsicht sagt:

    Berichtigung:

    Am Ende des 1. Satzes meines Kommentars muss es statt „gesetzt wu(e)rden“ richtig heißen: „entstanden ist“.

  16. Wilfried Müller sagt:

    Wenn ich an etwas erinnere, begehe ich sicher nicht den monokausalen Fehler. Dazu müsste ich ja die anderen Ursachen abstreiten. Ich bezweifle aber bloß den islamischen Kampf als Hauptursache, wie man oben nachlesen kann. Pearl Harbour zählt in dem Zusammenhang nicht mit, einmal mangels muslimischer Beteiligung und zum anderen war das ein erklärter Krieg.

  17. Klarsicht sagt:

    Der ohne Kriegserklärung erfolgte Überfall auf Pearl Haber stellt für die Bürger der USA ein Trauma dar. Danach haben die USA mit ihren Verbündeten im 2. Weltkrieg die Regime des Faschismus mit vielen Opfern auf allen Seiten beseitigt.

    Auch der heimtückische Angriff auf die Zivilgesellschaft der USA durch Mitglieder der islamischen Weltgemeinschaft am 11. Sept. 2001 stellt für die Bürger der USA ein Trauma dar. Ich denke, dass das Trauma „Pearl Haber“ hier eine Rolle bei der Frage gespielt hat, wie man dem Gegner, der ja zumindest zunächst nicht klar erkennbar war, begegnen soll. Der Gegner war hier ein völlig anderer, den man bis heute oft nicht rechtzeitig identifizieren und oft auch nicht genau lokalisieren kann.

    Es gestaltete sich schwierig und ist auch heute noch so, den Kampf auf die Mitglieder der islamischen Weltgemeinschaft zu beschränken, die sich faktisch im Krieg mit den USA oder dem gesamten Westen befindlich dünken. Bei der Fakten- und Sachlage versteht es sich von selbst, dass manchmal auch schwere Fehler gemacht werden.

    Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan hat sich vor einiger Zeit wie folgt geäußert:

    Die Demokratie ist nur der Zug, auf den wir aufsteigen, bis wir am Ziel sind. Die Moscheen sind unsere Kasernen, die Minarette unsere Bajonette, die Kuppeln unsere Helme und die Gläubigen unsere Soldaten.“ (1)

    Könnte man diese Äußerung nicht als eine verschleierte Kriegserklärung gegenüber unseren westlichen Demokratien interpretieren ? Und unsere Landsleute mit türkischem Hintergrund, die vor kurzem für „ihren Präsidenten“ in nicht geringer Anzahl protestiert haben, machen mich auch sehr, sehr nachdenklich.

    (Hier wurde das Todenhöfer-Interview gelöscht, wissenbloggt)

    Verweise:

    (1) https://de.wikipedia.org/wiki/Recep_Tayyip_Erdo%C4%9Fan

    (2) „Pegida spielt das Spiel des Islamischen Staats": http://www.welt.de/politik/ausland/article135762072/Pegida-spielt-das-Spiel-des-Islamischen-Staats.html

    Gruß von

    Klarsicht    

  18. Wilfried Müller sagt:

    Klarsicht, ich habe das Interview mit dem Politiker Todenhöfer aus Deinem Kommentar gelöscht. Tu mir das bitte nicht an, dass Du wissenbloggt Texte von Leuten unterjubelst, die für die humanistische Welt unakzeptabel sind. Dazu sind die Kommentare nicht gedacht.

  19. Wilfried Müller sagt:

    Beim Löschen habe ich aus Versehen auch etwas Text von Klarsicht mitgelöscht. Darüber hat er sich zurecht beschwert, zumal es nicht restaurierbar ist. Die Todenhöfer-Löschung vertrete ich aber nach wie vor, mit folgender Argumentation:

    Rechtsausleger wie T. und Sarrazin möchte ich bei wb raushalten, ohne damit bekunden zu wollen, dass alles falsch ist, was die sagen. Ich möchte einfach nicht die Diskussion führen, wieso wb die bringt. Bei mir geht das rote Lämpchen an, wenn ich die Leser quasi "rechtsradikaler Populist" schreien höre.

    Nachdem ich Klarsichts Kommentare ansonsten schätze, würde ich es gut finden, dies Thema per Kommentar zu diskutieren. Mich würde sehr interessieren, was andere dazu meinen.

  20. Klarsicht sagt:

    Rekonstruierter Text von mir:

    Bis zum 04. 08. 2016, dem Datum, an dem Herr U. Lehnert seinen Kommentar hier veröffentlichte, existierten nach meiner Erinnerung (nur) ca. 640 Klicks für diesen Artikel. Danach explodierte die Anzahl der Klicks förmlich, sodass jetzt schon über 4.150 von ihnen vorhanden sind.

    Da aufgrund dessen das Interesse an dem Artikel und den bisher abgegebenen Kommentaren mir ungewöhnlich groß zu sein scheint, habe ich mich bemüht, den Text von mir, der in meinem letzten Kommentar leider versehentlich mit gelöscht wurde, wieder zusammen zu bekommen. Denn es könnte durchaus sein, dass evtl. Interesse daran besteht, auch ihn lesen zu können.

    Wenn ich mich richtig erinnere, hatte ich meinen Text aus Passagen von Schriften zusammengestellt, die ich auch schon anderweitig veröffentlicht habe.

    Hier jetzt der rekonstruierte Text von mir:

    Der zu große und zu lange negative Verlauf der bisherigen Menschheitsgeschichte hat überdeutlich gezeigt, dass es keine Vernunftgründe dafür gibt, sich durch den freiwilligen Zuspruch zu irgendeinem religiösen oder säkularen Glaubenssystem eine Eigenschaft zuweisen zu lassen oder zu übernehmen (z. B. Christ, Muslim, Jude, Nazi, Stalinist, Faschist usw. zu sein oder sein zu wollen).

    Ein solcher freiwilliger Zuspruch des Menschen in den verschiedenen Kulturen der Welt lag durchweg auch nicht vor, weil es regelmäßig kulturell als selbstverständlich galt, dass er schon als Kind ungefragt in das jeweils vorherrschende Glaubenssystem „integriert" werden musste. Die sich für den Menschen daraus ergebenden Eigenschaften wurden und werden ihm auch heute noch regelmäßig aufgezwungen. Im herangereiften Alter meinten und meinen viele Menschen dann oft, Gründe zu haben, die ihnen frühkindlich aufgezwungene Eigenschaft beizubehalten. Oft denken sie später aber auch über die ihnen aufgezwungene Eigenschaft gar nicht weiter nach.

    In der näheren Vergangenheit und gegenwärtig meinten und meinen aber immer mehr Menschen, Gründe zu haben, insbesondere die Eigenschaft, Christ und Kirchenmitglied zu sein, abzulegen, was sie auch in großem Umfang taten und noch tun. Aber nur wenige Menschen trauen sich, ihre Eigenschaft, Muslime zu sein, abzustreifen. Das hängt mit den vielen und oft schwerwiegenden Konsequenzen zusammen, die sie zu tragen haben, wenn sie – aus welchen Gründen auch immer – keine Muslime mehr sein möchten. Denn ein Mensch, der nicht mehr Muslim sein möchte, muss durchweg wenigstens damit rechnen, dass z. B. selbst ihm emotional nahe stehende Menschen ihn aus ihrer Gemeinschaft ausgrenzen und seine Nähe meiden. In nicht wenigen Fällen muss ein solcher Mensch aber auch mit viel schlimmeren Konsequenzen rechnen, nämlich mit physischer Gewalt bis hin zu seiner Tötung. Leider !

    Dadurch, dass in der näheren Vergangenheit und gegenwärtig weltweit immer wieder viele Gräueltaten von Mitgliedern der muslimischen Weltgemeinschaft begangen wurden und werden, womit sich insbesondere gegenwärtig immer noch der „IS“ u. a. grausame muslimische „Organisationen“ hervor tun, hat sich zwangsläufig die Tatsache herausgebildet, dass viele Menschen außerhalb der muslimischen Szenen die Eigenschaft „Muslim“ als unangenehm empfinden und ihr sogar ablehnend gegenüber stehen.

    Insbesondere für Muslime, die sich als friedlich wahrnehmen und auch von einer Vielzahl ihrer Mitmenschen als solche wahrgenommen werden, ist es wohl sehr schwer zu ertragen, mit der „Negativwahrnehmung“ ihrer muslimischen Eigenschaft durch nicht gerade wenige Nicht-Muslime leben zu müssen. Aber wie es nun einmal eine Tatsache ist, dass nur ein paar Tropfen Öl schon ausreichen, sehr viel Wasser zu verunreinigen, so ist es analog dazu so, dass die nicht gerade wenigen Attentäter aus der muslimischen Weltgemeinschaft, die viele Menschen verstümmelt oder getötet und großen materiellen Schaden angerichtet haben, ausreichen, dass deswegen oft die gesamte muslimische Weltgemeinschaft oder deutsche Mitglieder von ihr von vielen Menschen, die keine Muslime sind, in einem schlechten Licht wahrgenommen werden.

    Wenn Muslime Positives allen Mitgliedern der muslimischen Weltgemeinschaft zuschreiben, was ja geschieht, dann müssen sich auch alle Mitglieder dieser Gemeinschaft Negatives (z. B. den „IS“ und andere grausame muslimische Organisationen) zuschreiben. Eine „Rosinenpickerei“ dürfte man ihnen nicht durchgehen lassen.

    Muslime befinden sich gegenwärtig wegen vieler von Mitgliedern ihrer Weltgemeinschaft begangenen Gräueltaten in einer ähnlich „unangenehmen“ Position, wie sich die Deutschen wegen der beiden Weltkriege und der von vielen Mitgliedern der damaligen „deutschen Volksgemeinschaft“ begangenen Gräueltaten lange Zeit in der Vergangenheit befanden und – weniger stark ausgeprägt – auch noch in der Gegenwart befinden. Mit dieser Tatsache müssen sich die Mitglieder der muslimischen Weltgemeinschaft solange abfinden, bis irgendwann in der Zukunft keine Gräueltaten von Muslimen mehr zu verzeichnen sind.

    Um die „Negativwahrnehmung“, die sich bei vielen Menschen außerhalb der muslimischen Weltgemeinschaft in den letzten Jahrzehnten sukzessive gegenüber der muslimischen Eigenschaft entwickelt zu haben scheint, verschwinden zu lassen, reicht es nicht, wenn Muslime und deren Organisationen z. B. für die Opfer muslimischer Attentate und deren Angehörige beten oder Nichtmuslime dazu einladen, ihre Moscheen zu besuchen. Denn aufgrund der Tatsache, dass viele Nichtmuslime zunehmend keine Kirchen mehr aufsuchen und mit dem Christentum nichts mehr „am Hut“ haben, darf davon ausgegangen werden, dass zumindest solche Menschen es sich nicht antun wollen, eine Moschee zu besuchen.

    Bei „Ablieferung“ ihrer Riten ist es nicht auszumachen, welche Muslime friedlich und welche Attentäter sind. Nach der gemeinsamen „Ablieferung“ ihrer Riten gehen dann die friedlichen Muslime wieder ihren friedlichen Aufgaben nach, und die Attentäter ersinnen neue menschenverachtende „Aktivitäten“.

    Wenn gegenüber der Mehrheitsgesellschaft friedlich gesinnte, denkende und sich friedlich verhaltende Muslime nicht mit der „Negativeinstellung“ vieler Menschen außerhalb der muslimischen Szenen ihnen gegenüber leben wollen, dann müssten sie ihre muslimische Eigenschaft aufgeben bzw. ablegen (Nebenbei: Die Eigenschaft, Deutscher zu sein, kann nicht einfach abgelegt werden), oder aber sie müssten z. B. in der Öffentlichkeit für jedermann deutlich erkennbar und wahrnehmbar permanent durch Wort, Schrift, Verhalten und Aktionen (mehr) dafür sorgen, dass man die Eigenschaft „Muslim“ wieder oder erstmalig (?) mit positiven Erfahrungen, Gedanken und Vorstellungen verbindet.

    Insbesondere müssten sie – wie auch immer – dafür sorgen, dass der „Muslimtyp“, der Gräuel verübt hat oder bereit zu solchen Taten ist, aus ihrem und dem Leben von Nicht-Muslimen möglichst schnell verschwindet. Insoweit kann durchaus der Standpunkt vertreten werden, dass in erster Linie die Muslime – nicht etwa die Nicht-Muslime – eine permanent bestehende „Bringschuld“ haben.

    Der folgende Text bezieht sich auf die Passage aus dem Interview mit Todenhöfer, die allein hätte gelöscht werden sollen. Der Link (Nr. (2) unter Verweise) in meinem obigen Kommentar, in dem sich das Interview befindet, wurde nicht gelöscht

    Der „IS“ hat also vor, den Holocaust an den Juden noch in den Schatten zu stellen. Wenn sich „Der Islam“ in Deutschland noch weiter ausbreitet, kommt es ja vielleicht noch dazu, dass sich die Atheisten / Konfessionslosen dazu gedrängt fühlen müssen, aus Deutschland auszuwandern. Denn die hätten ja keine Chance, sich in „Den Islam“ zu „integrieren“. Sie würden dann ja zu den Opfern der „religiösen Säuberung“ gehören.

    Gruß von

    Klarsicht

     

     

     

     

     

  21. Wilfried Müller sagt:

    Dieser Kommentar ist so einseitig, dass er an die Schmerzgrenze geht. Greueltaten gibt es schließlich auch von den USA, siehe die völkerrechtswidrigen Drohnenmorde und Bombardierungen. Das schafft auf der anderen Seite dieselbe Negativwahrnehmung. Wieso sollte da mit zweierlei Maßstab gemessen werden? Den Muslimen eine Kollektivschuld zuschieben, aber dem Westen nicht? Das muss ich als Humanist ablehnen.

     

  22. Klarsicht sagt:

    Einseitigkeit, die man vermeintlich oder tatsächlich in einem geschriebenen Produkt festgestellt haben will, muss nicht den einseitigen Hintergrund haben, dass der Autor evtl. etwas verschweigen möchte oder nur eine einseitige Weltsicht und Problemwahrnehmung hat. Ich denke, dass der Eindruck der Einseitigkeit bei einem Schreibprodukt umso mehr gar nicht vermeidbar ist, je stringenter sich der Autor inhaltlich an das Thema gehalten hat, dass von fremder Seite vorgegeben war oder von ihm selbst gewählt wurde.

    Gruß von

    Klarsicht

  23. w-blogger sagt:

    Angesichts des bereits sehr lebhaften Austauschs von Meinungen nur noch ein paar kleine Anmerkungen:

    @Wilfried:  Das Christentum hat seine Anpassung nicht „hingelegt“; seine Macht wurde ihm durch die Fortschritte von Naturwissenschaft, Technik und Kultur gegen seinen Willen „genommen“.

    @Warum töten sich die Moslems überwiegend gegenseitig? Dafür gibt es sicher mehrere Ursachen:

    – Im Sinne von Uwe Lehnert wegen des überwiegend rückständige Zustands der Staaten im Vorderen Orient und die unterschiedlichen aber fanatischen Glaubensrichtungen innerhalb des Islam, vgl. die ständigen Glaubenskriege und –Bürgerkriege in Mitteleuropa bis in die Gegenwart (Nordirland);

    – aber auch der schon angesprochene Aspekt der militärischen und ökonomischen Unterdrückung durch den Westen, einschließlich seiner Handlanger wie die saudischen Machthaber, der die Radikalisierung der Moslems verstärkt hat. Der Unterdrückung sind sie weitgehend machtlos ausgeliefert und können nur als „Partisanen“ operieren.

    – Weiter die Bemühungen um die Destabilisierung durch „divide et impera“, die vom Westen dort nach Kräften gefördert werden;

    – aber auch, dass die Tötung „vor Ort“ einfacher ist als Terrorakte im Ausland.

    Dazu noch ein Experiment der Verhaltensforscher an Schimpansen: Wenn eine Gruppe von Schimpansen sich einer Leopardenattrappe in einer kritischen Entfernung gegenüber sieht und nicht weiß, was zu tun ist, geraten sie in Stress und … verprügeln sich nach einiger Zeit gegenseitig.  

    Last but not least zu Pearl Harbour und „eigener Boden“ der USA: Dazu möchte ich nur daran erinnern, dass Hawaii erst vor reichlich 100 Jahren von der USA Jahren annektiert wurde.

  24. uwe hauptschueler sagt:

    Auch Moslems standen dem Kolonisierungsgeschäft aufgeschlossen gegenüber, z.B El Andaluz. Bei der Missionierung/Kolonisierung Indiens sollen sich muslemische Missionare leicht daneben benommen haben. Man vgl. http://politisches.blog-net.ch/2015/01/15/islamisches-indien-der-groesste-holocaust-der-weltgeschichte-reingewaschen-aus-den-geschichtsbuechern/
    Den Amis hier die Schuld in die Schuhe zu schieben dürfte schwierig werden.

  25. Wilfried Müller sagt: 7. August 2016 um 06:27

    … habe das Interview mit dem Politiker Todenhöfer aus Deinem Kommentar gelöscht.

    Ist das, was (der Politiker) Todenhöfer sagt, so bedeutsam, dass es solcher Aufmerksamkeitsbezeugung bedarf ?

    Auf einer Website, deren Namen man fehlinterpretieren kann, ist zu lesen:

    Der freiheitliche, demokratische Rechtsstaat hat sich bislang noch immer als stärker und attraktiver erwiesen als jede Diktatur, weil er dulden kann, wozu jede Diktatur zu schwach ist.

    Man kann es auch so formulieren:

    Dass Demokratie und Rechtsstaat stärker sind als Diktatur, weil Demokratie und Rechtsstaat ertragen können, woran jede Diktatur jeden Tag scheitert:
    Kontroversen.

    Eckhardt Kiwitt, Freising

  26. Klarsicht sagt:

    Solche Videos aus der „muslimischen Wirklichkeit“, wie sie sich z. B. aus den beiden nachfolgend aufgeführten Links ergeben, tragen sicherlich nicht dazu bei, dass Nichtmuslime die Eigenschaft „Muslim“ sympathisch finden.

    Ganz „gewöhnliche Moslems“, die sich selbst auch als solche wahrnehmen und bezeichnen, fordern Steinigung:

    https://vimeo.com/172391690

    Eroberungspläne der Islamisten für Deutschland:

    https://www.youtube.com/watch?v=TQW-mhAwVFI

    Gruß von

    Klarsicht

  27. Klarsicht sagt:

    Herr Prof. Bassim Tibi, ein Mensch, bei dem ich seine Eigenschaft „Muslim“ als sehr sympathisch empfinde.

    Syrisch-deutscher Politikwissenschaftler Bassam Tibi über Islam und Flüchtlingsproblematik:

    https://vimeo.com/173050096

    Gruß von

    Klarsicht

  28. w-blogger sagt:

    @Klarsicht: Danke für den Hinweis; ich finde das Interview von Baasam Tibi außerordentlich sehenswert!

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