Libysche Höllenlöcher diskutiert

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unicefchildren2Unter der Schlagzeile Frauen- und Kinder-Flüchtlinge vergewaltigt, geschlagen und festgehalten, ging gerade ein Report vom United Nations International Children's Emergency Fund durch die Presse (Bild: UNICEF/UN052613/ROMENZI). Von dort aus macht das Wort "Höllenlöcher" die Runde, obwohl es in dem Bericht nur 1,5* vorkommt (hellhole, …s). Die Schlagzeilengenerierung machte vor allem bei britischen Medien mehr draus. Die deutsche Qualitätspresse blieb seriöser, und bei der Zeit fand eine sehr gute Diskussion des Themas statt, an die wissenbloggt sich dankend anhängt.

Zuerst der eigentliche UNICEF-Report, der sich auf die Kinder konzentriert und die misshandelten Frauen nur nebenbei erwähnt. Aber was er sagt, ist schlimm. In der eigenen Zusammenfassung:

  • Im September 2016 wurden ungefähr 256.000 Migranten in Libyen gezählt, davon 28.031 Frauen (11%) und 23.102 Kinder (9%), wovon 1/3 unbegleitet war. UNICEF schätzt die tatsächlichen Zahlen dreifach höher. Allein in der letzten Januarwoche wagten 1.852 Menschen die gefährliche Reise, 8* mehr als im Vorjahr.
  • Im gesamten Jahr 2016 kamen in Italien 181.436 Flüchtlinge über die zentrale Mittelmeerroute an, 28.223 davon waren Kinder (16%).
  • Von den Kindern, die 2016 das Mittelmeer überquerten, waren 9/10 unbegleitet. Insgesamt waren es 25.846 Kinder, doppelt soviele wie 2015.
  • Geschätzte 4.579 Menschen starben 2016 beim Versuch der Überquerung zwischen Libyen und Italien, unter ihnen mehr als 700 Kinder. In diesem Jahr rechnet man schon mit 228 Toten.

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Jeden Tag reisen Tausende auf diesen Routen, getrieben von der Hoffnung, in Europa Sicherheit zu erreichen. Sie fliehen vor Krieg, Gewalt und Armut. Sie müssen Ausbeutung, Missbrauch, Gewalt und Interlierungen aushalten. Tausende sterben (schon zu Lande). Es ist nicht nur eine gefährliche Route, eine der tödlichsten für Kinder überhaupt. Es ist auch ein Multimilliarden-Business, das von einem kriminellen Netzwerk kontrolliert wird. Man nennt es die zentrale Mittelmeerroute.

Der gefährlichste Abschnitt ist die 1000-Kilometer-Reise von der Südgrenze der libyschen Wüste bis ans Mittelmeer, zusammen mit den 500 Kilometern der Seepassage nach Sizilien. Jeder vierzigste starb beim Versuch, diese Strecke zu bewältigen (in diesem Jahr geht die Quote auf ein Zwanzigstel zu). Die Verhältnisse in Libyen sind hart, Sicherheit gibt es nicht, Gewalt ist allgegenwärtig. Die militärischen Konflikte lassen überall Kämpfe aufflackern zwischen Regierungstruppen und Milizen, die ihre eigenen Gesetze machen. Sie kontrollieren auch die Grenzen und halten Flüchtlicnge und Migranten nach Belieben fest, um sie auszubeuten. Mit dabei: der Missbrauch.

UNICEF hat über die Jahre viele Fälle von Vergewaltigung dokumentiert. Der Report basiert auf einer Studie an 82 Frauen und 40 Kindern (25 Jungen und 15 Mädchen), die als 11 Nationen stammten und zwischen 10 und 17 Jahren alt waren (der Report nennt Fallbeispiele). Fast alle Kinder wurden verbal oder emotional angegriffen, 3/4 der waren Gewalt, Schikane und Aggression ausgesetzt, die Hälfte wurde geschlagen, manche mussten Hunger leiden. Die Hälfte der Frauen war sexueller Gewalt oder Vergewaltigung ausgesetzt, mehrfach und vielerorts. Die sexuelle Gewalt wurde überall an Grenzen und Checkpoints ausgeübt. Frauen mussten sich für den Grenzübertritt prostituieren, und es ging so weit, dass Männer getötet wurden, die sich dem entgegenstellten. Die Täter waren zu 1/3 Militärs.

In den 34 libyschen Interlierungslagern fehlte es den Menschen an allem. In jedem der 24 Regierungslagern leben etwa 4000-7000 Menschen, manchmal mussten sich 20 Menschen eine Zelle teilen. Die Lager der Milizen sind lauter provisorische Behausungen, in denen Tausende eingekerkert sind – Höllenlöcher, in denen die Menschen monatelang festgehalten wurden. Sie wurden nicht mal mit Namen angeredet, sondern mit "entmenschenden Bezeichnungen". Die Menschen aus Mittelafrika wurden noch schlechter behandelt als die aus Nordafrika.

Der Deal mit den Menschenschmugglern ging um 200-1200 Dollar pro Person. Oft hieß es auch ‘pay as you go’, was die Betroffenen quasi zu Sklaven machte. Die meisten wurden lange Zeit festgehalten, um Geld für die nächste Reiseetappe zu verdienen, vor allem dort, wo die Übergabe zwischen den Schmugglerbanden stattfand, in den "connection houses".

Die zentrale Mittelmeerroute ist eine massive Menschenschmuggel-Operation, die außer Kontrolle geraten ist, weil es keine sicheren Migrationssysteme gibt. Sie nutzt löcherige und korrupte Grenzkontrollen, die Weite des Landes und das Machtvakuum des Libyschen Kriegs.

Einfach hatten es die Helfer nicht, da durchzusteigen – durch die nötigen Sicherheitsvorkehrungen und weil man sie in die Militärgefängnisse nicht reinließ. Trotzdem haben sie wichtige Einsichten gewonnen. In der Welt sind 50 Millionen Kinder auf der Flucht, vor Gewalt, Armut und Klimawandel. Die UNICEF plädiert dafür, dass sie nicht in die Hand von Menschenschmugglern fallen sollten und fordert Maßnahmen zum Kinderschutz. Es ist Zeit, die Mißstände zu beheben. Frauen und Kinder verdienen, geschützt zu werden. Ihnen sollten legale Wege eröffnet werden. Die UNICEF fordert sichere Passagen für alle Flüchtlinge und migrierenden Kinder – "wenn es unsere eigenen Kinder wären, würden wir handeln."

Kommentare

Dieser Teil besteht vor allem aus den referierten Argumenten von den 160 Kommentaren zu dem Artikel Gewalt, Missbrauch, Haft (ZEIT ONLINE 28.2.). Der Inhalt des Zeit-Artikels entspricht dem Obigen. Was die Kommentatoren dann zu sagen hatten, war quasi die Stimme der Vernunft. Die Kommentare wurden redaktionell gehegt, das Ungute wurde von der Zeit-Redaktion ausgemerzt: "Entfernt. Verzichten Sie auf Behauptungen. Die Redaktion." Interessant ist, dass einige Kommentatoren mit Zeit-Artikeln argumentieren. Die Argumente werden hier passend sortiert:

Schöne Worte von UNICEF, stellt ein Kommentator fest, aber leider wieder kein Wort über die Kosten für die Hilfe, kein Wort über die Folgen für die Aufnahmeländer, kein Wort über das weitere Vorgehen, nämlich was soll mit diesen Personen in den kommenden Jahren geschehen und welche Pläne habe UNICEF dafür?

Nach dieser generellen Kritik die konstruktive: Mit den Milliarden, die hierzulande für minderjährige Flüchtlinge ausgegeben werden, welche die Schlepper für uns aussuchen, könne man für hilfsbedürftige Kinder in Afrika sehr, sehr viel tun. Dazu der Link auf Migration: Milliardenkosten für junge Migranten (ZEIT ONLINE 22.2.): Laut einem Bericht des Familienministeriums kostet ein unbegleiteter minderjähriger Flüchtling 175 Euro pro Tag. 61.893 junge Migranten leben derzeit in Deutschland. Laut (unaufspürbarem) Bericht des Bundesfamilienministeriums, "der der Welt vorliegt", wird die Aufnahme unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge 2017 ca. 3,95 Milliarden Euro kosten, im Durchschnitt 5.250 Euro pro Person und Monat.

Eine weitere Anmerkung zu den schrecklichen Dingen, welche die übers Mittelmeer flüchtenden Kinder erleiden, und die die UNICEF nicht erwähnt – es ist nicht nur der lokale Missbrauch: Und nicht zu vergessen durch andere Flüchtlinge; dazu der Link zu Sexueller Missbrauch: Weitere Traumata von Flüchtlingen verhindern (ZEIT ONLINE 18.9.15): Auf der Flucht sind Menschen oftmals sexuellen Übergriffen ausgesetzt.

Diskussion

Die eigentliche Diskussion entzündet sich an dem vom Report übernommenen Zeit-Satz: Um das zu verhindern, müssten sichere und legale Einreisewege eingerichtet werden.

Dazu gleich mehrfach die Aussage: Das sei der gänzlich falsche Ansatz, es sollte sich doch mittlerweile herumgesprochen haben, dass Veränderungen der Lebensbedingungen vor Ort weit effektiver seien, was die eingesetzten Mittel angeht. Generell fasst es einer in die Worte, echte Humanisten würden die Frage stellen, ob die Mittel auf diese (bisherige) Weise wirklich sinnvoll aufgebracht werden. Dazu Unterstützung von anderer Seite: Ja richtig, und gleichzeitig müssten die Menschen in Afrika Verantwortung für sich übernehmen und ihren Kontinent zu einem friedvollen und lebenswerten Kontinent machen. Ressourcen seien im Überfluss vorhanden, der Kontintent sei reich an allem.

Und nochmal anders: Afrika habe jedes nur denkbare Potential, ein prosperierender Kontinent zu werden; einzig an Bildung fehle es. Da würden auch die ständigen Ausreden der Kolonialpolitik nicht helfen – am Ende des Tages müssten die Afrikaner Armut, Korruption, Gewallt, Hass und Kriege selbst in den Griff bekommen. Das könne Europa nicht für sie lösen, von der Überbevölkerung mal ganz zu schweigen.

Wieder Zustimmung von anderer Seite: Die Entwicklungshilfe für Afrika müsse sich endlich auf Geburtenkontrolle konzentrieren. In Ländern wie Niger (ganz hinten in allen Entwicklungsrankings) liege die Geburtenrate über 7 Kinder pro Frau. Die Bevölkerung habe sich in wenigen Jahrzehnten verfünffacht – da brächten "sichere Einreisewege" genau gar nichts.

Einem andereren kommen Bedenken, mal ganz ehrlich, ob man sich auch nur ungefähr vorstellen könnte, was los wäre, wenn Deutschland Geburtenkontrolle vorschlagen / fordern / unterstützen würde? Damit ist gewiss ein großes Problem angesprochen.

Kinder

Ein weiterer zentraler Diskussionspunkt war, wieso die Kinder alleine unterwegs sind: Natürlich sollten Familien nicht auseinandergerissen werden, aber wer schicke denn seine Kinder verantwortungslos ohne Begleitung los? Wer glaube denn noch immer, dass Verhütung eine Sünde ist und zeuge Kinder mit dem Wissen, dass sie keine Zukunft haben werden?

Ein anderer Kommentator geht darauf ein: Er glaube nicht, dass diese Kinder alleine auf die Idee kommen, hier einzureisen. Sie würden von Ihrer Familie auf diese gefährliche Reise geschickt – wohlmerklich im Bewußtsein der Gefahren. Ziel sei die anschließende Familienzusammenführung. Angesichts dieses Szenarios fragt der Kommentator sich, ob wir wirklich diejenigen belohnen wollen, die ihre Kinder dieser Gefahr aussetzen, und sie anschließend in unsere Gesellschaft aufnehmen und im Notfall alimentieren? Ob sie mit dem Losschicken ihrer Kinder in diese Gefahr nicht schon gezeigt hätten, dass sie eigentlich nicht in unsere Gesellschaft passen? Und wieso sich jetzt alle über die Gefahr für die Kinder aufregten, aber diejenigen, die mitverantwortlich sind, hierherholten?

Ein weiterer Kommentator fasst zusammen: Die vielen Milliarden sollten dort ausgegeben werden, wo sie mit der größten Effizienz wirken können – jedenfalls nicht bei uns. Obgleich ihm jedes Einzelschicksal leid tue, möchte er diese Menschen, von denen uns Jahrhunderte Entwicklung trennen, nicht bei uns haben. Sorry, es passe einfach nicht.

Zur Aufklärung darüber wird eine weitere konstruktive Idee geliefert: Demnach haben wir so viele gute GEZ-bezahlte Filmemacher. Ob da nicht mal wenigstens einer eine sachliche Reportage über den Weg bis zum Mittelmeer oder die Türkei machen könnte und diese in den aktuellen "Aufbruchsländern" kostenlos an die Bevölkerung verteilen könnte? Damit die Menschen dort sehen, was sie ihren Kindern oder sich selbst zumuteten, wenn sie nach Europa "flüchten".

Ganz cool überlegt ist der Kommentar, die Schlussfolgerung, dass man mit legalen Wegen irgendetwas besser macht, werde nicht logisch begründet, sondern sei eine rein ideologische Forderung. Weiter die bedenkenswerte Überlegung:

Wir könnten (ganz davon zu schweigen wollten) nicht alle Menschen, die vor absoluter oder relativer Armut fliehen, in Europa aufnehmen. Entsprechend, wenn man sage, wir nehmen jährlich als EU 1 Million auf, ändere man am Problem nichts – man entlaste hingegen die Staaten. So verhindere man, dass sie zu einer vernünftigen Geburtenpolitik finden, während gleichzeitig die illegale Migration weitergehe oder sogar noch verstärkt werde, weil die legalen Migranten ihren Familien Geld zuschicken, um nachzukommen. Auch wenn man lese, dass die Flucht Ort von Verbrechen werde, dürfe man doch keine Anreize schaffen, zu anderen Orten zu fliehen – sei es Europa direkt oder eine Flucht zu Stellen, wo Anträge gestellt werden können. Insbesondere sei es verwerflich, wenn Familien Minderjährige vorschicken. Gesetze müssten so geändert werden, dass Ankerkinder sich für die Familien nicht mehr auszahlten, sodass sie keine Minderjährigen auf den gefährlichen Weg schickten. Nachhaltige Hilfe könne nur vor Ort geschehen. Und das wichtigste Anliegen dabei müsse Geburtenreduktion sein, sodass die Wirtschaft überhaupt eine Chance habe, so schnell zu wachsen wie die Bevölkerung – und damit Perspektiven bietet, bevor ein Krieg oder Bürgerkrieg ausbricht, der alles wieder zerstört.

Folgeeffekt

Ein anderer Aspekt dabei ist, den Menschenschmugglern den Job abzunehmen. Je mehr wir zu uns kommen ließen, umso mehr würden ihr Leben riskieren, um zu uns zu kommen – und es auch verlieren. Jedes verlorene Leben gehe dabei nicht nur auf das Konto der Schmuggler, sondern auch jener, die sich vor harten Entscheidungen drücken. Das sei keine bloße Spekulation: Ab 2008 sei die Zahl illegaler Einwanderer nach Australien über die See dramatisch angestiegen – und damit die Zahl der Menschen, die bei diesem Versuch ertranken. Jeden Monat haben etwa 20 Menschen – Männer, Frauen und Kinder – diese Fahrlässigkeit mit ihrem Leben bezahlt. Die Politik habe jedoch fünf Jahre und einen Machtwechsel gebraucht, um die Situation unter Kontrolle zu bringen. Erst ab September 2013 habe die neue Regierung die Migrantenboote nicht mehr nach Australien gelassen, sondern zurück an ihren Ursprung schleppen lassen. Die Folge: Nach Dezember 2013 starb bei solchen Fahrten kein einziger Mensch mehr.

Das sehen auch andere so: Solange wir Flüchtlinge bei uns aufnehmen, solange würden neue Flüchtlinge nachkommen. Solange unsere Schiffe im Mittelmeer Flüchtlingen entgegenfahren und sie sicher nach Europa transportieren, solange würden sich neue in die Schlauchboote setzen. Solange, bis wir finanziell und empathisch am Ende angelangt seien und alles kollabiere.

Was zu tun ist, sagen andere: Es sei wichtig, Armut aus dem Weg zu räumen. Wichtiger als alles andere sei Emanzipation der Frauen, aber auch der Männer. Man müsse einfach von dieser rückständigen kulturellen Denkweise weg, was natürlich leichter gesagt als getan sei. Aber wenn man nichts unternehme und auf Schönwetter hoffe, ändere sich sowieso nichts.

Afrika

Das Problem in Afrika wird auch diskutiert: Korrupte Eliten, mit denen wir zusammenarbeiten, und die wir unterstützen. Ausbeutung durch einflussreiche Konzerne, Überbevölkerung usw..

Sehr bedenkenswert diese Einlassung zur Afrikahilfe: Verrückt daran ist, dass die Afrikaner sich das mutmaßlich nicht gefallen ließen. Der "weiße Mann" an sich, und dann noch Ungläubiger, sei dort nur unter einem einzigen Aspekt willkommen: Wenn Geld fließt. Jede Form von groß angelegter, systematischer und militärisch gesicherter Aufbauleistung vor Ort unter Maßgabe und Schutz z.B. der Europäer würde massiv als Einmischung und Wiederauferstehung der Kolonialzeit angefeindet. An erster Stelle die Clan- und Vetternwirtschaft wüßte solche Bemühungen früh und nachhaltig zu torpedieren – weil sie nicht reich werde daran, und weil eine gebildete und aufgeklärte Bevölkerung Gift sei für kleptokratische Regime.

Noch ein Hinweis: Aus Nigeria würden die Kinder fliehen, und gleichzeitig werde in Lagos das "ganz große Rad gedreht". Der Kommentator denkt, am Beispiel dieser Stadt werde vieles deutlich, was Afrikas Probleme angeht. Lagos ist die größte Stadt Afrikas und der ökonomische Motor Nigerias Etwa 14 Millionen Menschen leben hier. Es gebe Drogenbarone und Start-up-Millionäre, es gebe mächtige Ringe von Internetbetrügern und riesige Kirchen, die ihre Pastoren zu Millionären mit Privatjets machen, während die Gläubigen ihre wenigen Scheine in die Klingelbeutel steckten. Das stammt aus der Zeit selber, Lagos: Die Masche der Big Boys (ZEIT ONLINE 23.2.): In Lagos, der größten Stadt Afrikas, boomt das Onlinegeschäft. Start-up-Millionäre konkurrieren mit Internetkriminellen um die Vorherrschaft. Der Kommentator meint dazu, die afrikanischen Probleme müssten in Afrika gelöst werden, durch deren Verlagerung auf europäischen Boden werde sich vort Ort nichts ändern.

Ein anderer zieht das Fazit: Wer [in Nigeria] richtig gut verdienen möchte, müsse ins Ölgeschäft einsteigen. Wenn das nicht klappt, müsse man in die Politik gehen. Funktioniert auch das nicht, gründe man eine Kirche.

… Wer nun auf die Idee kommt, Kirchen hätten etwas mit menschlicher Hilfe zu tun, der dürfte was missverstanden haben. Ansonsten ist aus der Sicht von wb bemerkenswert, wie weitgehend der Konsens contra Grenzenlosigkeit und pro Hilfe vor Ort ist. Bei den Zeit-Lesern ist das nicht selbstverständlich, weil die Zeit zu den Vertretern der Willkommenskultur gehörte. Anders als wb, wo es von Anfang an hieß Plädoyer für Hilfe vor Ort.

 

Links zu den Höllenlöchern:

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