Konfessionslose Hochzeiten sind im Trend

image_pdfimage_print
bride-160629_1280Allerdings gibt es einen religiösen Gegentrend, der Deutschland so viele Immigranten-Kinder beschert, dass die durchschnittliche Geburtenrate von 1,3 auf 1,5 Kinder pro Frau gestiegen ist, und dass laut Migrationsbericht der Anteil der Migranten bei den Kindern unter 5 Jahren bei 36%.liegt. Deshalb könnte die Freude verfrüht sein, die in diesem atheisten-info.at-Artikel über den gottlosen Ehe-Trend geäußert wird – die Welt wird nicht überall weltlicher und vernünftiger (Bild: OpenClipart-Vectors, pixabay)

Konfessionslose Hochzeiten sind im Trend

Das berichtete am 23.07.17 die Schweizer Site www.watson.ch – es heißt dort:

"Heiraten im weißen Kleid ja – Kirche nein? Immer mehr Paare wollen ohne Pfarrer heiraten, auf traditionelle Rituale aber nicht verzichten. Nun gibt es auch eine Ausbildung für die spezialisierten Zeremonienmeister.
Vor 20 Jahren ließen sich in der Schweiz rund 60 Prozent aller Brautpaare in der Kirche trauen. Heute sind es gerade noch 20 Prozent. Auf eine traditionsreiche Hochzeit in Weiß wollen aber auch viele der anderen Heiratswilligen nicht verzichten. Viele solcher Paare entscheiden sich nun für konfessionslose Trauungen. Das heißt: Zeremonien wie in der Kirche, aber ohne Gott und Pfarrer. (..)
Die kirchliche Hochzeit ist nach wie vor nur einem Teil der Bevölkerung vorbehalten. So entscheiden sich (..) auch viele Paare mit verschiedenen Konfessionen, Geschiedene oder auch Homosexuelle für die weltliche Trauung entscheiden. «Diese Leute dürften ja – selbst wenn sie es wollten – gar nicht in der Kirche heiraten.» Die freie Zeremonie ersetzt jedoch keine standesamtliche Heirat. Sie ist rein rechtlich nicht verbindlich und wird von der offiziellen Kirche nicht anerkannt. (..)"

So ist es! Die Leute, die speziell den Eheansprüchen der katholischen Kirche nicht genügen, also Geschiedene und Konfessionsverschiedene, dürfen ja gar nicht, bzw. brauchen Sondergenehmigungen und Spezialunterwerfungen (müssen die Verpflichtung abgeben, nur katholische Kinder zu bekommen), da pfeift man eben drauf! Aber nicht nur das, die Religion spielt eben in immer weniger Menschenköpfen eine Rolle!

In Österreich hat es 2015 insgesamt 44.502 Eheschließungen, laut katholischer Statistik aber nur 11.494 katholische Trauungen gegeben, nach dem Bevölkerungsanteil der katholischen Kirchenmitglieder hätten über 26.000 sein müssen, da aber über dreißig Prozent der standesamtlichen Eheschließungen Zweitehen waren, also auch viele Geschiedene eine katholisch-sündige Zweitehe schlossen, müssen die kirchlichen Ehen weniger werden.

Da die Religion sowieso an Bedeutung verliert, summiert sich das. Die Schweiz liegt hier voran, dort hat die katholische Kirche weniger Bedeutung als in Österreich, aber den Protestanten ist die Religion bekanntlich sowieso eher wurscht, seit 1970 sind die Evangelischen von 46 auf 26 % gefallen, die Katholiken von knapp 50 nur auf 38 %. Der markante Rückgang der kirchlichen Trauungen spiegelt jedenfalls eine gute Entwicklung wieder, es wird dadurch auch die Tauftradition weniger, die familiäre Religiosität ist sowieso überall im Verschwinden. Unsereinem gefällt so was, die Welt wird weltlicher und vernünftiger!

Link zum Originalartikel bei atheisten-info.at

Link aus den Medien: Die gottloseste Gegend der Welt (ZEIT ONLINE 26.7.): Ein Schlagerpaar aus Sachsen hat eine Kapelle gebaut. Darin gibt es weder Kreuze noch Altar. Es ist eine Geschäftsidee für Brautpaare im atheistischen Osten.

Links von wissenbloggt dazu:

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3 Antworten auf Konfessionslose Hochzeiten sind im Trend

  1. klafuenf sagt:

    Und wieder die subtile Beleidigung mit »-los« statt »-frei«.

  2. Wilfried Müller sagt:

    Das war mir nicht bewusst, dass "konfessionslos" oder "gottlos" als Beleidigung gelten könnten. Konfessionsfrei ist gewiss das bessere Wort, aber wenn ich meine Konfession los bin, läuft das bei mir nur unter positiv.

  3. Die frz. Variante "heureux sans dieux" oder die lateinische "Felix sine deis" sind zwar wegen des "ohne" sicher glücklicher, aber durch Zuordnung zu den Gottlosen habe ich mich noch nie beleidigt gefühlt.

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