Unterschreiben gegen Google-Zensur

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google-991302_1280Das Kürzel seo steht für search engine optimization, und das ist es, was Google betreibt. Dabei werden alle Register gezogen, egal, was andere davon halten (Bild: KERBSTONE. pixabay).

Es gibt seit langem Vorwürfe, wie die aufgelisteten Artikel zeigen:

  • Amerikanische Handelskommission – Google soll Suchergebnisse bewusst verfälscht haben (Süddeutsche Zeitung 20.3.): Google hat seine marktbeherrschende Stellung ausgenutzt, eigene Angebote bevorzugt und der Konkurrenz damit massiv geschadet. Zu diesem Ergebnis kam eine Untersuchung der amerikanischen Handelskommission (FTC) im Jahre 2012. Trotzdem wurde das damals laufende Kartellverfahren Anfang 2013 eingestellt.
  • Google – Datenkrake und angehender Werbemonopolist im Netz (NachDenkSeiten 3.1.): Google ist jedoch viel mehr als eine Suchmaschine. Der Konzern ist auch der weltweit größte Anbieter von Werbeflächen, die auf herkömmlichen Internetseiten angezeigt werden. Demnach kassierte das Unternehmen im letzten Jahr rund 70 Mrd. $ für seine Werbeflächen und ist laut NDS drauf und dran, auch abseits der reinen Suchmaschinenergebnisse in Richtung Monopol zu steuern. NDS-Forderung dazu: Wir bräuchten eine internationale Daten-Überwachungsagentur, eine Daten-UNO, eine globale Vergesellschaftung solcher Zukunftstechnologien.

Ja, Google ist mehr als eine bloße Suchmaschine. Der Google-Konzern Alphabet ist weltweit der größte Anbieter von Werbeflächen auf dem Computerbildschirm. Er setzt Robots ein wie überall. Bei Google sind das bloß keine Schraubenzieherschwinger, sondern Computerprogramme mit Künstlicher Intelligenz:

  • Künstliche Intelligenz Hilfe, die Computer bekommen Augen! (Süddeutsche Zeitung 17.7., gedruckt heißt der Artikel Würmer wie wir): Ein Algorithmus von Google erkennt erstmals, was auf Bildern zu sehen ist. Maschinen werden immer menschlicher. Müssen wir uns fürchten? Der Artikel sieht Computer als Geschöpfe, die ihre eigenen Schöpfer überfordern. Zur Zeiz lernen sie sehen, und dabei machen sie die gleichen Fehler wie Menschen. Die SZ fragt: Ist das tröstlich?
  • Künstliche Intelligenz Googles Maschine lernt ihre eigene Sprache (Frankfurter Allgemeine Zeitung 2.12.16): Der Internetkonzern Google forscht gleich in mehreren Abteilungen an Künstlicher Intelligenz und lernenden Maschinen. Dabei überraschen die Computer nun sogar ihre Erschaffer. Demnach zeigen die zumeist unerwarteten Fortschritte der Maschinen, dass es mit Prognosen in der künstlichen Intelligenz besonders schwierig wird. Aber manchmal geht es sogar schneller als gedacht.

In der Wirkung kommen neue Möglichkeiten zum Tragen, die es bisher nicht gab:

Personalisierte Werbung heißt, man muss sehr aufpassen, was man googlet. Wer schnell mal was für Oma nachschaut, wird dann mit einschlägigen ads erfreut: Ihre Pampers, Ihr Kukident …

Derzeit ist wieder Bewegung in der Google-Szene. Das belegen zwei SZ-Artikel und ein ganz aktueller Artikel von der trotzkistischen Site World Socialist Web Site WSWS, die über google-gemachten Besucherschwund klagt:

Google wird eine Zensurmaschine, schreibt dieselbe site:

Dagegen bietet WSWS einen Aufruf zum Unterschreiben an:

No to fake searches! Oppose Google censorship!

A new search algorithm introduced by Google in April under the guise of combating "fake news" has significantly reduced Google search traffic to left-wing and anti-war publications, including the World Socialist Web Site.

The WSWS calls on all its readers fight this act of political censorship. Submit your email below to receive regular updates from the WSWS and find out more about how you can become involved. Share our articles on social media and with your friends and co-workers. Leave a statement opposing Google's actions for publication (first name and country) on the WSWS.


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