Luther zum 6. – Das 500. Reformationsjubiläum hat kaum Interesse am Glauben geweckt

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Kaum noch Glaubensinteresse – der protestantische Gott ist praktisch tot, der katholische siecht noch dahin, aber eine Auferstehung wird's für beide nimmer geben – das schreibt atheisten-info.at. Der Kommentar bezieht sich auf den Artikel Umfrage – Reformationsjubiläum hat kaum Interesse am Glauben geweckt (idea 22.9.). Bei wissenbloggt wird über den idea-Artikel referiert und der atheisten-info.at-Kommentar dazu gebracht (Bild: albersHeinemann, pixabay).

Ergebnis der Umfrage:

Die Umfrage unter 2.042 volljährigen Personen in Deutschland ergab, dass das Reformationsjubiläum unter jüngeren Deutschen kaum bekannt ist. Nur 48% der 18- bis 24-Jährigen hatten etwas vom Lutherjahr gehört. Mit dem Alter stieg der Bekanntheitsgrad, 87% der Bürger ab 65 hatten von dem Lutherjahr etwas mitbekommen.

Das 500. Reformationsjubiläum hat demnach kaum Interesse am Glauben geweckt, fand das Meinungsforschungsinstitut INSA-Consulere aus Erfurt im Auftrag der Evangelischen Nachrichtenagentur idea heraus. Und das, obwohl das "Lutherjahr" mit vielen regionalen und nationalen Veranstaltungen, Konzerten, Gottesdiensten und Ausstellungen gefüllt wurde. Als Beispiel nennt die christliche Site den "Europäischen Stationenweg“, das "Pop-Oratorium Luther“ und die 16-wöchige Weltausstellung "Reformation in Wittenberg", die rund 20 Millionen Euro kostete.

Nur 10% der Befragten hätten sich von dem vielfältigen Angebot geistlich inspirieren lassen und sich aufgrund des Jubiläums mit Glaubensfragen befasst. Nur bei den evangelischen Freikirchlern (265) liege der Anteil deutlich höher als bei Landeskirchlern (15%), bei Katholiken (11%) und Konfessionslosen (5%).

9% der Befragten haben eine Veranstaltung im Rahmen des Reformationsjubiläums besucht. Davon entschieden sich 12% für einen speziellen Reformationsgottesdienst, 8% besuchten Ausstellungen, weitere 8% besuchten die Lutherstadt Wittenberg, 2% besuchten die Wartburg (Eisenach), wo Martin Luther das Neue Testament ins Deutsche übersetzte.

Kommentar von Erwin Peterseil / atheisten-info.at:

Das überrascht unsereinen recht wenig, weil die Protestanten sind weitaus überwiegend säkular ausgerichtet und befassen sich im Alltagsleben nicht mehr mit Religion, man heiratet vielleicht noch kirchlich und längst sich unter kirchlicher Mitwirkung begraben, aber ansonsten herrscht die religiös tote Hose. Da war es eigentlich schon eine ungewöhnliche Steigerung, dass zehn Prozent sich überhaupt mit dem Luther-Jubiläum befassten, weil zur üblichen Sonntagsmesse kommen in Deutschland nur noch um die drei Prozent und das wird auch jedes Jahr weniger, der protestantische Gott ist praktisch tot, der katholische siecht noch dahin, aber eine Auferstehung wird's für beide nimmer geben…

Kommentar von wissenbloggt:

Hier zeigt sich wieder, wie sehr Religion bei uns eine Alterserscheinung ist. Nur halb so viele Jugendliche hatten vom Reformationsjubiläum gehört wie die Alten. Und das, obwohl seit 5 Jahren dafür Werbung gemacht wurde. Unter Europas Jugend ist die Religion kaum noch relevant – abgesehen von den religiösen Zuwanderern, die mit Reformation allerdings nichts im Sinn haben.

 

Link zum Artikel bei atheisten-info.at

Link zum Artikel bei idea.de

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