Warum wurde die AfD gewählt?

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afdbroeselDas ist eine Frage, der die Polit-Spürhunde überall nachschnüffeln: Wer brachte es über sich, das Unaussprechliche zu wählen und warum, weshalb, wieso?

Wieder einmal ragt die Zeit aus der Medienlandschaft hervor, und nicht nur, weil sie sich die Mühe machte, diese Frage in einem Artikel zu stellen, Warum haben Sie die AfD gewählt? (ZEIT ONLINE 25.9.): Haben Sie die AfD gewählt? Sagen Sie uns, warum.

Die Zeit sammelte über 500 Leserkommentare, die sie kontrollierte und auflistete. Einiges wurde wohl nur zähneknirschend durchgelassen, ein paar zurückhaltende Mahnungen rufen zur Ordnung. Ansonsten ergibt sich ein interessantes Stimmungsbild, das eher nicht repräsentativ ist, weil die Zeit-Kommentatoren intellektuell über dem Bevölkerungsschnitt angesiedelt sein dürften.

Dafür können sie sich prägnant ausdrücken und ihre Meinung gut in Worte fassen – und das sind eine Menge Worte. Es dauert stundenlang, das alles zu lesen. Wer liest das alles? staunt man, und man bekommt Respekt vor der ganzen Arbeit, die sich die Zeit-Redakteure machen. Deshalb soll hier ein Lob an die Zeit vorweggeschickt werden, das auch von mehreren Lesern formuliert wurde. Kritik gab's aber auch, wo die Zeit zusammen mit den anderen Qualitätsmedien gescholten wird. Bei wissenbloggt wird inhaltlich referiert, sortiert, komprimiert und am Ende bilanziert (wb-Anmerkungen kursiv in Klammern):

Kritik

Warum AfD gewählt? Aus genau diesem Grund: Sie fragen mich erst jetzt. Vor der Bundestagswahl haben Sie sich nicht für meine Meinung interessiert. Es war einfacher, die AFD und deren Wählerschaft pauschal als "Nazis, Rassisten, Ungebildete und Menschen- & Demokratie-Feindliche" zu bezeichnen. … Weiterhin sind sich alle (Volks-)Parteien in zentralen Themen absolut einig – ich eben nicht.

Ganz wesentlich dazu beigetragen hätte die extrem unseriöse Berichterstattung zahlreicher Medien – incl. Teile der Zeit – die nichts mehr von Sachlichkeit erkennen ließen. Ich bin sicher, dass diese "Bevormundung" mehr geschadet als genützt hat.

Noch mehr als Frau Merkel haben die Medien Schuld am Erfolg der AFD. Und nicht nur am Erfolg, sondern auch daran, wie rechts die AFD geworden ist. Man erinnere sich an die AFD unter Lucke und wie sie jetzt ist. Sie wurde buchstäblich, und hier hat sich die Zeit besonders hervorgetan, in die rechte Ecke geschrieben.

Trotz

Sie können mit absoluter Sicherheit davon ausgehen, dass die mediale Berichterstattung viele Wähler zur AFD getrieben hat.

Mag ich die AfD? Nein. Im Gegenteil. Die Verachtung für diese Schreihälse ist noch grösser als die für diese abgehobene Regierung. Aber es musste sein. Nur so wird sich die Politik erneuern. Nur so wird wieder die Stimme des Volkes berücksichtigt

Der Umgang mit der AfD war in weiten Teilen absolut undemokratisch, was mich garantiert nicht bewogen hat, eine dieser "gegnerischen" Parteien zu wählen.

Unglaubwürdige Regierungszahlen, gleichgeschaltete Mainstreampresse, unkontrollierte Migration, überproportional zunehmende Kriminalität durch Einwanderer. Politik für Konzerne und Wohlhabende. Mediales Dauerfeuer gegen die AfD.

Ich sage ganz ehrlich: Ich habe sie gewählt, weil fast alle Onlinezeitungen sie in einem Ausmaß dämonisiert haben, dass es mir echt auf den Zeiger ging.

Ich konnte die ewige Hetze und die Manipulationsversuche deutscher Leitmedien nicht mehr ertragen. … Wieso ist in der Mitte der Gesellschaft nichts vom wirtschaftlichen Erfolg der Republik angekommen?

Das Bashing der Ostdeutschen war niveaulos. Es bewegte sich auf der gleichen Ebene wie Ausländerhass und Fremdenfeindlichkeit. Das war der Versuch, von dem Migrationsdesaster abzulenken und ein ideologisches Feindbild aufzubauen.

Wenn wir die massiven Probleme, die uns Frau Merkel durch die Öffnung der Grenzen beschert hat, nicht einmal mehr offen diskutieren dürfen, ohne als Nazis bezeichnet zu werden, dann hat Deutschland die AFD mehr als verdient und auch nötig.

Trotzreaktion auf die ständigen Rassisten- und Nazivorwürfe. Diese Punkte überwogen bei der Beurteilung die negativen Seiten.

Mit Magenschmerzen und aus schierer Verzweiflung. Der Linken die Erststimme gegeben … Wegen der Aktion "Kein Geld für Rechts", die mich an "Kauft nicht beim Juden" erinnert hat.

Ich habe die AfD gewählt, weil ich an die Demokratie und unsere Verfassungswerte glaube und deshalb nicht einsehe, dass andere mir vorgeben, was ich zu denken habe.

Und nein, ich finde die AfD nicht gut. Aber alles andere unendlich viel schlimmer.

Und wenn sich jetzt schon so ziemlich alle Parteien Gedanken machen, wie sie die AfD bekämpfen wollen, anstatt eigene Ideen zu verfolgen, dann zeigt es doch nur, wie Recht die AfD hat!

Jede andere Wahl wäre eine Wahl für Merkel gewesen. Daher AfD.

Wenn andersdenkende "nazifiziert" werden, und wenn Qualitätsjournalisten und Linksliberale entscheiden, was ich denken darf, dann wird es Zeit sich zu bekennen. Ich lege Wert auf die Feststellung … ich bin nicht abgehängt und habe auch keine Angst … ich will einfach eine andere Politik.

Wer Kritik daran übte, der wurde systematisch in die rechte Ecke gestellt – egal, wie moderat oder radikal diese Kritik geäußert wurde. Das fand ich erschreckend, und es hat mir persönlich einen großen Mangel in unserem politischen System aufgezeigt: Es hängt zu weit nach links über und stellt Moral über die Ratio.

Weil es ein Gegengewicht braucht zu dem linksliberalen Denken, das sich der deutschen Gesellschaft bemächtigt hat, und dessen hervorstechende Eigenschaften lustvolle Selbstanklage und ein totaler Werterelativismus sind.

Zwischenzeitlich hat die AfD einen Schwenk weg von Lucke hin Richtung der Gaulands und Höckes gemacht, was mir nicht gefällt. Dieses Unbehagen zerbröselte aber regelrecht im Angesicht der Wut über die völlig unverhältnismäßige, schmierige und unfaire Schmutzkampagne der Medien gegen die AfD.

Als Lehrerin, die auch mal einige Jahre an einer Brennpunktschule arbeitete, habe ich aber die Erfahrung gemacht, dass das Weltbild zumindest mancher bildungsferner türkisch- oder arabischstämmiger Jugendlicher ziemlich archaisch-autoritär sein kann. Deutsche Jugendliche mit ähnlichen Ansichten würde man als nazigefährdet einstufen. Es ist dieses Messen mit zweierlei Maß bzw. Leugnen von ganz realen Zuständen, das der AfD die Wähler zutrieb.

Ich war in den letzten vier Jahren wirklich oft entsetzt und wütend auf einseitige Journalisten. Am schlimmsten waren die öffentlich-rechtlichen, die sich letztendlich offenbar als Verteidiger des Establishments sehen. Statt die AfD-Vertreter in Sachfragen nach ihrer Meinung zu fragen, kannten sie offenbar nur das Ziel, die AfD zu entlarven, zu stellen und zu überführen. Diese Gesinnungspolizei, diese Volkserzieher wollte ich bestrafen.

Die AfD stellt dafür leider das einzige Vehikel dar, auch weil die Großmedien versagt und vielmehr eine mediale Wagenburg um die diversen Fehlentscheidungen der Bundesrepublik gezogen haben.

Der mediale Umgang mit der AFD und der Versuch, das kleinste Fehlvergehen eines AFD-Politikers zu einem "NO GO" hochzustilisieren, hat mich dazu bewogen, dem Schwächeren, namentlich der AFD, mit meiner Stimme zu helfen und mich nicht vor den Karren des allgemeinen Mainstreamings zu packen.

Ich will eine deutlich andere, kontrollierte und begrenzte Einwanderung (was nicht heißt, dass ich grundsätzlich keine Einwanderung will). Ich will eine deutlich andere, mehr an nationalen Interessen orientierte EU- und Europolitik (was nicht heißt, dass ich die EU/den Euro per se ablehne). Ich will eine deutlich andere Außenpolitik, besonders in Bezug auf Russland. Ich wünsche mir einen erheblich kritischeren Umgang mit dem Islam. Mir geht die teils hysterische politische Korrektheit auf die Nerven. Es braucht im Parlament eine richtige Opposition und ein Korrektiv. Ich halte die Nazi-Dämonisierung der AfD und ihrer Wähler für unangebracht. Und das hat eine Art "Jetzt erst recht"-Reaktion bei mir ausgelöst.

Ich hätte alles gewählt, was zu einem demokratischen Neuanfang in diesem Land führt und die Altparteien größtmöglich schwächt. Ich halte das, was wir derzeit in Parteien und auch Medienlandschaft haben, nur noch sehr bedingt für ein demokratisches System.

Die AfD kann es nicht schlechter machen, denn schlechter geht gar nicht mehr.

Ich habe die AfD gewählt, weil ich der Ansicht bin, dass sich die bisherigen Parlamentsparteien geweigert haben, die Probleme mit der Zuwanderung im Parlament zu diskutieren. … Wer immer noch bestreitet, dass Wohnungsnot nichts mit der Zuwanderung zu tun hat, dem kann ich meine Stimme nicht geben. … Wer die Überlastung der Sozialysteme aus ideologischen Gründen betreitet, bekommt meine Stimme nicht. … Ich habe die AfD gewählt, weil sie keine Machtoption hat. Wäre dem so, hätte sie meine Stimme nicht bekommen. Also: Protest.

Die eigene Infrastruktur verkommen lassen, aber aus dem Stand zweistellige Beträge für Einwanderer aus dem Hut ziehen; sich vorn und hinten bereitwillig hinsichtlich Identitäten betrügen lassen, und diesen ganzen Blödsinn auch noch mit Verve, Medienkampagnen, grüner Blauäugigkeit … als humanitären Imperativ verkaufen – ein Staat der so vorsätzlich dämlich agiert, hat auch Rechtspopulisten in der Opposition verdient.

Ich habe die AfD in allererster Linie gewählt, weil Sie, liebe Zeit, mich seit Jahren als rückständig, radikal, populistisch, europafeindlich und was weiß ich noch alles tituliert haben.

Hass

Der Hass der Linksliberalen auf ''Rechte'' übertrifft nach meiner Erfahrung gemeinhin deutlich den Hass auch wirklich übler Ausländerfeinde auf die Immigranten.

Weil ich es leid bin, wie Menschen mit anderer Meinung beschimpft und verächtlich gemacht werden wie hier im FR-Artikel: Vom Hass auf Menschenretter (Frankfurter Rundschau 17.8.). Weil ich es leid bin, verhöhnt zu werden, wenn ich Bedenken äußere.

Gegen die Hass- und Hetzkampagne, mit der man fortlaufend versucht, die AfD als ewiggestrig, rückwärtsgewandt und böswillig-dumm darzustellen, die Nazikeule, mit der man inzwischen fast wie ein Wahnsinniger auf diese Partei draufhält, obwohl sie lediglich Positionen vertritt die vor 10 Jahren in CDU wie FDP Standardprogramm waren.

Demokratie

Volksentscheid – große, elementare Entscheidungen dürfen nicht länger von nur von 600 Leuten entschieden werden.

Es kann nicht sein, dass Entscheidungen, welche massive Auswirkungen selbst noch für nachfolgende Generationen von Bürgern haben werden, einfach am Parlament (am Volk sowieso) vorbei getroffen werden.

Weil keiner von den Etablierten verstanden hat, dass es dem Wähler darum geht, gefragt zu werden, wenn es um so wichtige Dinge geht wie die langsame Zersetzung unserer Kultur und Gesellschaft.

Und dass Immigration eine Entscheidung ist, die die treffen sollen, die das sozial, monetär usw auch tragen, also die hiesige Bevölkerung.

Hätte man die Bevölkerung gefragt: "Wir wollen 1 Million Menschen – hauptsächlich junge muslimische Männer, damit wir nicht in Inzest degenerieren – in Deutschland ansiedeln, um dem demografischen Wandel entgegenzuwirken. Wir werden diese Menschen vollverpflegen, neue Wohnungen für sie bauen und versuchen, sie mit Integrationsmaßnahmen in den Arbeitsmarkt einzugliedern, grad als ob sie zuvor 10 Jahre beitragspflichtig beschäftigt gewesen wären, womit sie besser gestellt werden, als einige Bundesbürger, die 45 Jahre lang gearbeitet haben." Wie hätte diese dann reagiert?

Ich habe die AfD gewählt, weil ich der Regierung nicht verzeihen kann, daß sie 2015 die Grenzen geöffnet hat, ohne dafür rechtliche Grundlagen zu schaffen. Und das, obwohl die parlamentarische Mehrheit für eine Gesetzesänderung doch dagewesen wäre. Wer so handelt, verachtet demokratische Prinzipien.

Wir möchten nicht eine Million Flüchtlinge plus ihre komplette Sippe alimentieren, und wir möchten auch kein "anderes" Deutschland. Vor allem möchten wir mit unseren Sorgen ernst genommen werden.

Erschreckend, wie die Kanzlerin m. E. durch Unfähigkeit und Sturheit die Bevölkerung der Bundesrepublik dermaßen in Aufruhr und Frust brachte.

Die einzige Zuckung eines demokratischen Willensbildungsprozesses fand bei der Frage der Ehe für alle statt, die das einzig vernünftige Gesetz war, das in den letzten 4 Jahren beschlossen wurde – und das musste noch gegen Merkel durchgesetzt werden.

Weil die Top-Down-Politik endlich ein Ende haben muss.

Weil Gesetze nur etwas wert sind, wenn sie Journalisten und Politikern passen.

"Die AfD spaltet unser Land" … Gespalten hat die Politik der Grenzöffnung.

87% der Deutschen werden ihren Enkeln erklären müssen, warum sie ein weiteres Mal eine Politik ermöglicht haben:

  • die erklärte Antisemiten zwar ohne Ausweise, dafür aber mit Waffen im Gepäck ins Land gelassen hat?
  • deren Toleranz bis zur Selbstaufgabe zwar gegenüber Fremden gilt, nicht aber für deutsche Patrioten?
  • eine Politik, die virtuelle verbale Angriffe verachtenswerter findet als tätliche Angriffe gegen deutsche Frauen und Kinderehen auf deutschem Boden?
  • welche die Einführung einer Gesinnungs-Gestapo ermöglicht hat und selbst die Warnungen von Moslems vor den Folgen der Islamisierung ignoriert?
  • und die aus blindem transatlantischen Gehorsam den Streitwagen der USA bis vor die Tore Russlands zieht?

Der Einzug der AfD ist nicht das Ende der deutschen Demokratie (wie Teile des linksliberalen Milieus im Einklang mit der Erdoganpresse glauben machen wollen), sondern ein Beweis ihres Funktionierens.

Ich habe die AfD gewählt, weil ich mir Sorgen um den Rechtsstaat mache. Bis heute hat der Bundestag der Flüchtlingspolitik von Frau Merkel nicht zugestimmt. Geltende Gesetze wie Dublin und seine ratifizierte Version werden einfach ignoriert. Damit fehlt der Politik von Merkel jegliche Rechtsgrundlage, wie jetzt sogar der wissenschaftliche Dienst des Bundestages bestätigte. Sie ist also rechts- und verfassungswidrig – und die ach so tolle vierte Gewalt interessiert es nicht die Bohne. Allen voran nicht die Zeit. Aber wehe, Gauland sagt, dass er die Regierung "jagen" will.

Bürger, die Kritik üben, werden von Politikern bepöbelt (Pack, Dunkelmensch, Nazi), genauso wie von den Medien. Scheint, dass alle anderen Staaten keine Flüchtlinge mehr aufnehmen wollen. Frau Merkel sieht nach großen Stimmverlusten keine Gründe, etwas zu ändern. Das habe ich mir schon vorher gedacht und die etablierten Parteien, die meine Interessen nicht vertreten, nicht gewählt. Wie kommen die Abgeordneten eigentlich dazu, die Interessen der Flüchtlinge der ganzen Welt über die Interessen ihres Volkes zu stellen?

Besonders haarsträubend war das bei der Eurorettung und der Flüchtlingskrise, als eine Allparteienkoalition ohne relevante Gegenwehr und kontroverse Debatten alles abgenickt hat.

Bisher waren die Politiker sich viel zu sicher in ihrem Gebaren. Sie dachten, man kann die Steuern und Abgaben erhöhen und auf der anderen Seite zum Fenster rauswerfen, man kann den Bürgern ins Gesicht lügen, irgendwelche idiotischen Sozialexperimente veranstalten usw. – und alles ohne Konsequenzen zu fürchten. Das geht nun nicht mehr.

Opposition

Ich habe die AFD gewählt, weil ich endlich wieder eine Opposition im Bundestag haben will.

Ein Parlament ohne echte Opposition taugt nichts und ruiniert das Land, wie man mit der DDR gesehen hat.

Die AFD legt den Finger auf die Wunde, die die anderen Parteien nicht erkannt oder verdrängt haben.

Tragisch nur, dass die Jahrzehnte lang regierenden Parteien solche Fehler nie einsehen, auf "Erfolge"(meist durch höhere Steuersätze oder höheres Steueraufkommen von den Arbeitnehmern finanzierte Sozialleistungen) verweisen, und sich dann auch noch wundern, dass die einzig wählbare Protestpartei, die solche Dinge anspricht, tatsächlich auch noch gewählt wird! Dann müssen diese Wähler doch Rechtsextreme sein!

Weil die ganze Mainstreamsoße in der Migrationsfrage einfach keine andere Meinung zugelassen hat. … Kein Bedauern, keine Einsicht in Fehler, nur "wir schaffen das", und Kritik daran gleichgesetzt mit Neonazi.

Für mich ist die katastrophale Einwanderungspolitik aller anderen Parteien wahlentscheidend gewesen in Verbindung mit den Denk- und Sprechverboten, die daraus erwachsen sind.

Kein vorausschauendes Handeln nach Prinzipien, stattdessen alternativloses Wegmoderieren ohne nachhaltige Lösungen, diese existieren nicht einmal perspektivisch. …  Ich weiss nicht, ob es besser wird, wenn es anders wird. Aber es muss anders werden, wenn es besser werden soll.

Wir brauchen wieder eine Partei, die die Interessen der Wähler vertritt, und nicht die von wenigen Wirtschaftslobbyisten und Funktionären. Die Kommentare der CDU und SPD nach der Wahl zeigen, dass sie das immer noch nicht verstehen.

Deutsch

Ich habe die Schnauze voll von Intellektuellen, die mir erklären, dass so etwas wie das deutsche Volk nicht existiert und mir in der nächsten Sekunde einbimsen wollen, dass ich ganz dolle Rücksicht auf die Befindlichkeiten der ethnischen Gruppe xy nehmen soll.

Weil deutsch bleiben zu wollen legitim ist. Die Einwanderer wollen ja auch ihre Kultur behalten, sogar hier in Deutschland.

Ich befürchte eine Überfremdung in den Ballungsgebieten, die schon sehr weit vorangeschritten ist.  … Wieso sind wir ein reiches Land, wenn es um Flüchtlinge und Migration geht, aber kein Geld für Pflege, Renten, besser ausgestattete Schulen, mehr Polizei und, und, und vorhanden ist.  … Ich finde es nicht verwerflich, von Migranten zu fordern, sehr viel mehr von ihrer Kultur aufzugeben und die unsrige anzunehmen.

Weil ich die Idee des Multikulti für einen der gefährlichsten Trojaner der neoliberalen Eliten halte (Schweden, Frankreich).

Die Behauptung der Bundeskanzlerin, sie könne die Grenzen dieses Landes nicht schützen und sichern: Wenn dem so wäre, hätte sie am nächsten Tag zurücktreten sollen, weil sie ihren Aufgaben und Pflichten nicht nachkommen will. …  "Eine spezifisch deutsche Kultur ist jenseits der Sprache nicht festellbar" … Mir ist dabei schon klar, dass dieser absurde Satz nur den Zweck erfüllen soll, die Integrationsanforderungen an Zuwanderer gegen Null laufen zu lassen und der deutschen Bevölkerung die Last aufzuladen, indem wie gesagt wird, ein "Zusammenleben neu ausgehandelt wird". Ich möchte aber mein Land und meine Kultur nicht neu aushandeln.

Ich möchte keine Masseneinwanderung von aggressiven Kulturen mehr, während mir meine eigene Identität systematisch abgesprochen wird. Es wird immer von "Multikulti" geredet, aber in Wahrheit züchten wir uns nur eine weitere Monokultur heran.

Ich schäme mich für unsere Politiker, die nicht nur schlechte Verlierer, sondern Verächter ihrer eigenen Kultur und Beförderer des Untergangs unserer Lebensweise sind.

Was soll ich denn Ihrer Meinung nach sonst tun (als AfD zu wählen)? Mein Land, meine Kultur (so wenig sie manchen gefallen mag) und meine Art zu leben, werden gerade zur Disposition gestellt zugunsten von etwas, dass eher der Selbstfindung eines 12jährigen gleicht …

Die Worte, die einige wenige sich zu sagen trauen: "Deutschland gehört uns, und wir werden es uns zurückholen."

Angst

Deutschland hat sich sehr zu seinem Nachteil verändert. Die Menschen haben immer mehr Angst und sprechen darüber. Leider reagiert die Politik mit Spott und Hohn.

Weil sich die innere Sicherheit, v.a. für Frauen, in den letzten Jahren drastisch verschlechtert hat, und diese Tatsache sowie deren Ursachen in Statistiken und öffentich-rechtlichen Medien verschleiert werden.

Sorgen und Ängste der Bevölkerung müssen wieder offen angesprochen werden, und aus Fehlern muss gelernt werden.

"Einzelfälle" ohne Pauschalcharakter: kleine Mädchen mit Kopftuch, Handschlag verweigert, sexuell angegriffen (einige Kommentatorinnen berichten von Übergriffen).

Ich habe selbst 1/3 meines Lebens im Ausland gelebt, unter anderem auch 2 Jahre in einem muslimischen Land, und habe ehrenamtlich als Deutschlehrerin in einem Erstauffanglager gearbeitet. Ich weiß genau wovor ich Angst habe, wenn ich nicht möchte, dass dieser Kulturkreis in Deutschland anzahlmäßig zunimmt. Und damit meine ich nicht unbedingt den Islam. Als fundamentales Problem sehe ich die patriarchalischen Strukturen, den zentralen Ehrbegriff und die Tendenz dazu, Konflikte mit Gewalt zu lösen. Das in den letzten zwei Jahren anzusprechen war fast unmöglich. … Ich bin es leid, mir anhören zu müssen, diese Ängste seien unbegründet und basierten auf Vorurteilen, oder als Nazi verunglimpft zu werden.

Recht & Gesetz

Weil ich mehrfach erleben musste, dass diese Parteien ihre jeweilige Ideologie höher als Recht und Gesetz ansiedeln, z.B. bei der Anwendung des Asylrechts. Weil ich die sachlich unzutreffenden … Nazi-Vorwürfe der Medien und der anderen Parteien an Andersdenkende nicht mehr zu tolerieren bereit bin, weil ich möchte, dass wieder rationale Sachpolitik anstatt emotionaler Moralpolitik gemacht wird.

Seit einem Jahr muss auf dem wichtigsten Platz in meiner Stadt die Polizei dauerpräsent sein, um Übergriffe von neuen Einwohnern der Stadt zu unterbinden. Uns wurde durch das Versagen der im Bundestag vertretenen Parteien der öffentliche Raum gestohlen. Den will ich zurück.

Und ich wünsche mir, dass die Demokratie und der Rechtsstaat zurückkehren. Eine Regierung, die der Exekutive befehlen kann, Gesetze zu missachten, und eine Judikative, die das auch noch deckt anstatt es zu bekämpfen, deutet auf eine nicht mehr existente Gewaltenteilung hin.

Frau Merkel bricht seit mehr als 10 Jahren Europarecht. Von dem kleinen Bürger wird erwartet, dass er sich korrekt verhält, das sollte auch für die Regierung gelten.

Während unsere Volksfeste, Konzerte und andere Großveranstaltungen massiv mit Zäunen und Betonsperren sowie schwer bewaffneten Polizisten beschützt werden (müssen), sind unsere Grenzen offen wie ein Scheunentor.

Häuser und Autos sichern? Statt an den Symptomen rumzudoktern, sollte man lieber die wesentlichen Ursachen der Kriminalitätssteigerung bekämpfen: Wie u.a. das ungezügelte Eindringen ausländischer Straftäter, seien es nun osteuropäische Diebesbanden oder kriminelle oder gar terroristische Personen, die sich unter die Flüchtlinge mischen (was nicht heißen soll, dass alle Osteuropäer oder Flüchtlinge potentielle Straftäter sind, aber unter beiden Gruppen gibt es sie nun mal).

Weil es in Deutschland fast 600.000 ausreisepflichtige Personen gibt, die Tag für Tag von Steuergeldern der arbeitenden Bevölkerung alimentiert werden, und deren Abschiebung alle anderen Parteien passiv oder aktiv verhindern.

Migranten, Asylanten usw, die hier straffällig werden, die können nicht abgeschoben und auch nicht in Gewahrsam (Abschiebhaft) genommen werden? Dafür werden wir überall auf der Welt ausgelacht.

Deutschen Steuerpflichtigen, die ihrer Steuerpflicht nicht nachkommen, werden Konten gepfändet oder gesperrt und alle Zahlungen eingestellt. Ausreisepflichtige erhalten weiterhin alle Leistungen des Sozialstaates . Weitere Armutszuwanderung von rumänischen und bulgarischen Familien in das deutsche Sozialsystem ist eine Beleidigung für jeden Steuerzahler. … Wo bleibt die Verantwortung der Regierung für die Obdachlosen und Wohnungslosen in Deutschland? Für Flüchtlinge ist immer Geld für Unterkünfte und Versorgung da.

Der Staat erwartet von mir, dass ich mich an geltendes Recht halte. Gleiches erwarte ich vom BundeskanzlerIn. Rechtsbrüche bei der Griechenland-Rettung, der Banken-Rettung und der Grenzöffnung sind nicht akzeptabel.

In meinen Augen haben hierbei alle Etablierten offenen Auges gegen den Verfassungsauftrag verstoßen, die Bürger dieses Landes gegen inneren, aber auch äußeren Schaden zu schützen. Dass das Verfassungsgericht dies auch noch gebilligt hat, zeigt mir, dass die Gerichte in diesem Land ihre Objektivität bereits verloren haben und sich eher nach Kräften mühen, dem politischen Zeitgeist zu huldigen, als vielmehr darauf zu achten, geltendes Recht durchzusetzen bzw. zur Anwendung zu mahnen.

Lügen

Ich denke, ich hätte sogar über den Kontrollverlust 2015 hinwegsehen können, wenn damit anders umgegangen worden wäre, d.h. den Fehler eingestehen, versuchen ihn zu korrigieren und eine Wiederholung zu vermeiden. Stattdessen erlebten wir: Leugnen, sich die Wahrheit zurechtbiegen (alle top ausgebildet, dringend benötigte Fachkräfte), Rechenkunststücke (kostet zwar 50 Milliarden im Jahr, aber das wird ja niemandem weggenommen), krude Theorien ("sonst droht uns Inzucht") und die Aussage, alles wieder genau so machen zu wollen.

Nach den Vorfällen am Silvesterabend 2015 in Köln und Hamburg – wobei es noch nicht einmal die Ereignisse als solche waren, die mich schockiert haben, sondern die Reaktionen des "Establishments" in Politik, Kultur und Medien.

Außerdem hängen sie (die AfD) nicht dem albernen Nazikult der anderen Parteien an. Hitler ist seit 72 Jahren mausetot, und die Welt ein ganz, ganz anderer Ort. Die Naizkeule ist nur noch dazu da, um Leute davon abzuhalten, für ihre eigenen Interessen zu stimmen.

Solange sich eine Frau Merkel hinstellt und einerseits sagt, so etwas wie 2015 darf sich in Deutschland nicht wiederholen, im gleichen Atemzug aber bekräftigt, sie würde wieder genauso handeln wie 2015; und das Asylrecht des Grundgesetzes kenne keine Obergrenze … wird man der AFD wohl kaum den Wind aus den Segeln nehmen können,

Dass sie Ihre Entscheidung, die sie im September 2015 getroffen hat, wieder treffen würde und dass sie zeitgleich sagt, sowas wie im Sommer 2015 darf und wird sich nicht wiederholen, wirkt schizophren.

Man lässt zu, dass Kommentatoren davon reden, dass "Rechte" von Geburt aus dümmer und "fehlangepasst" sein. Das ist purer Rassismus.

Gerade Toleranz für Andersdenkende und Andersfühlednde geht den Linken vollkommen ab. Ich bin gegen die Diktatur des Mainstreams und für Vielfältigkeit.

Ich habe jegliche inhaltliche Auseinandersetzung mit der AfD vermisst. Wenn konservative Positionen beliebig in die rechte Ecke geschoben werden und damit der Diskurs verweigert wird, dann spaltet sich eine Gesellschaft.

Migration

Ich habe AfD gewählt, weil ich ein Ende außereuropäischer Einwanderung, insbesondere islamischer Einwanderung will – egal ob man diese Leute nun Flüchtlinge, Asylanten oder Einwanderer nennt. Und weil ich hier im Forum so oft gelöscht werde, wenn ich diese Ansicht vertrete.

Die Wirtschaft ruft nach Fachkräften, und die Bundespolitik springt – und holt uns hunderttausende Analphabeten ins Land.

Meine Hoffnung ist aber, dass die anderen Parteien endlich eine klare Haltung in der Migrationsfrage einnehmen und die tatsächlich daraus resultierenden riesigen Probleme wahrnehmen und einen großen Teil der Bürger nicht weiter ignorieren und in die Nazi-Ecke stellen. Auch vor dem Thema Kriminalität und Innere Sicherheit sollten die Etablierten nicht weiter die Augen verschließen.

Solange unsere Wirtschaft brummt, mag eine Migration in die Sozialsysteme noch finanzierbar sein, aber wehe, es geht der Wirtschaft mal nicht mehr so gut. Dann werden nämlich die Beitragszahler wieder abgestraft, Leistungen und vielleicht auch Renten gekürzt, damit es für alle reicht.

Als Zeichen der Kritik an der bedingungslosen deutschen Willkommenskultur: Infrastruktur kaputtgespart, für die Bedürfnisse der normalen Steuerzahler nie Geld da. Als es dann um Flüchtlinge ging, spielte Geld plötzlich keine Rolle mehr, und die Milliarden wurden mit vollen Händen ausgegeben. Menschen, die vor Krieg fliehen, sollte man helfen. Es kann aber nicht sein, dass jeder der seinen Pass "verliert" und das Wort Asyl richtig aussprechen kann, einen Anspruch darauf hat, für immer zu bleiben und Sozialleistungen zu erhalten, selbst wenn er vor der europäischen Kultur keinen Respekt hat, sich vielleicht unverschämt verhält und in manchen Fällen sogar kriminell wird.

Flüchtlinge bekommen üppige Unterstützung, aber meine Oma erhält nur eine Minirente, und wir müssen sie privat unterstützen. Wir haben keinen Kindergartenplatz bekommen – es sind aber Flüchtlingskinder im Kindergarten.

Weil nicht jeder der zu uns kommt, automatisch eine Bereicherung ist. Das (zu behaupten) ist eine Form von Rassismus. … Weil ich es nicht gut finde, dass versucht wird, ein klares Symbol für die Unterdrückung der Frau (Verhüllungen) aufgrund falschverstandener Toleranz, positiv zu konnotieren.

Die Väter des Grundgesetzes haben das Asylrecht nicht für Völkerwanderungen gemacht.

Das Merkel´sche "wir schaffen das": Es ist der dümmste Satz eines deutschen Politikers, der je gesprochen wurde. Weil er nämlich nicht nur an die Deutschen gerichtet war um Zuversicht zu vermitteln; sondern in der gesamten Islamwelt als Einladung verstanden wurde, zu uns zu kommen; denn hier seien sie willkommen, bekämen einfach alles, vom Essen über Krankenversorgung und Krankenhaus, eine warme Wohnung (in eigens hierzu zu bauenden Häusern), und das alles kostenlos.

Ich habe die AfD gewählt, weil ich Merkels Flüchtlingspolitik ablehne. Die enormen Gelder hätten vor Ort viel effektiver eingesetzt werden können, denn man hätte mehr Leute versorgen können.

Durch eigene Erfahrung (um zu helfen) im Umgang mit syrischen Flüchtlingen wurde ich zusehends mit den unangenehmen Seiten konfrontiert. Das Klischee des nur Fordernden, nicht integrationswilligen und noch dazu mit konkreten Eroberungs-/Übernahmewillen der jetzt bestehenden Gesellschaft ausgestattetem Hilfeempfängers wurde trotz stundenlanger freundlicher Gespräche (auf deutsch) voll bestätigt. Evtl. sind nicht alle so. Aber die Möglichkeit, es dazu kommen zu lassen, liegt im alten, überholten Selbstverständnis und Rechtssystem der derzeitigen Bundesrepublik. Keine der (noch) etablierten Parteien wagt es, hier dran zu rütteln. Das ist keine Politik, die ich mittragen kann.

Freunden der islamischen Leitkultur stehen 57 alternative (islamische) Staaten zum Leben zur Verfügung.

Dieses Jahr kam die CDU insbesondere deswegen nicht mehr in Frage, da die Bundeskanzlerin die Frage des Familiennachzugs offen gelassen hat. D.h. der Nachzug wird vollumfänglich stattfinden. … Natürlich gibt es in der AfD jede Menge Knalltüten, das rechne ich nicht der AfD zu, sondern denjenigen, die jeden in die rechte Ecke stellen, der sich kritisch zur aktuellen Invasion äußert. Wer eine Reputation zu verlieren hat, hält sich bedeckt. Übrig bleiben diejenigen, die um Ihre Reputation nicht fürchten.

Deutschland ist schon seit Jahren mit der Integration überfordert, siehe Berlin-Neukölln, und deshalb erscheint mir die Aufnahme von Millionen von Menschen – noch dazu völlig unkontrolliert – besonders gefährlich und illusionär..

Die größte Gefahr sehe ich in Deutschland nicht von einem rechten Faschismus, sondern einem islamischen Faschismus, der über den demografischen Faktor die Werte der Aufklärung und der Menschenrechte durch islamische Werte ersetzen wird.

Weil nur ein Bruchteil der 'Flüchtlinge', die da kommen oder gekommen sind, Kriegsflüchtlinge sind, sondern hauptsächlich Wirtschaftsflüchtlinge und Glücksritter, einige potentielle Einwanderer und einige Kriegsflüchtlinge. … Diese Art der Unterscheidung habe ich nur bei der AfD bemerkt.

… gilt es auch für die Zukunft zu berücksichtigen, wie das Verhältnis innerhalb der spezifischen Altersgruppen ist. … Die Zusammensetzung der Bevölkerung entfaltet Langzeitwirkung. Wer das noch irgendwie beeinflussen wollte, musste jetzt fast zwangsläufig die AFD wählen, da die anderen Parteien ihre konträre Position bereits gezeigt haben (das war der einzige Kommentar, der die Altersverteilung erwähnte).

Ich will nicht, dass unkontrolliert und in beliebiger Anzahl andere Menschen sich an unserem Reichtum bedienen. Das haben unsere Bürger erarbeitet. Und schändlich finde ich die Migrantenpolitik Merkels gerade wenn ich sehe, wie unsere armen Bürger im Stich gelassen wurden. Merkel hat das Asylrecht kaputt gemacht. … Es gibt vieles, was ich an ausländischen Kulturen schätze. Aber bei weitem nicht alles. Merkels Poilitik bringt die Gefahr einer unkontrollierten Veränderung, die man nicht mehr zurückdrehen kann. Das will ich nicht! (Einige Versalien und Ausrufezeichen weggelassen)

Denn wirklich hilfsbedürtigen Menschen zu helfen, heißt nicht, sie in Deutschland millionenfach aufzunehmen, zu versorgen und einzubürgern.

Schafft man aber nicht, indem man das eigene Land und Sozialsystem durch kulturfremde Menschen destabilisiert. Stattdessen sollte man unser Knowhow und westliche Wertvorstellungen exportieren und vor Ort mit Projekten helfen.

Warum sollte überhaupt einer der sogenannten Flüchtlinge integriert werden? Uns wurde gesagt, dies seien Schutzsuchende. Sie sollten also nicht integriert, sondern vorrangig auf ihre Rückkehr vorbereitet werden.

Ich habe die AfD gewählt, weil ich die Zuwanderungspolitik – die ja ein wichtiges Instrument der Bevölkerungspolitik ist – der bisher im Bundestag vertretenen Parteien strikt ablehne. Ebenso bin ich strikt gegen eine europäische Transferunion. Wenn die Gewährung von Asyl, das in aller Regel zeitlich befristet sein soll, nicht von dauerhafter Einwanderung getrennt wird, kann ein Staat weiterhin existieren, jedoch kein Sozialstaat mehr sein. Ich bin offen für jeden Menschen, der Asyl nach dem GG erhält. Ich sehe die Notwendigkeit und die Pflicht, Kriegsflüchtlingen zeitlich begrenzt Schutz zu gewähren – aber ich sehe sie nicht als Neubürger. Sie müssen möglichst rasch in ihre Heimatländer zurückkehren. Es sei denn, sie erfüllen die Bedingungen des derzeit geltenden oder künftigen Einwanderungsgesetzes.

Die offene Flüchtlingspolitik hat eine regelrechte Flüchtlingsindustrie hervorgebracht, die letztendlich Afrika an Fortschritten hindert. Statt 5000 Euro für einen Schlepper auszugeben, hätte man damit in Afrika ein kleines Geschäft gründen können.

Glaubwürdige Integrationskonzepte sind bis heute nicht vorgelegt (Ghettobildung, Finanzierung, soziale Spannung).

Weil ich an die Menschen mit Migrationshintergrund denke, die unbescholten in unserem Land leben, täglich für unsere gemeinsames Leben aktiv sind und die sich an den Kopf fassen, weil sie nicht verstehen können, dass "wir" für die neuen Neu-Ankömmlinge "alles tun" inkl. "uns auf der Nase herumtanzen zu lassen", während wir Leistungsträger mit Migrationshintergrund mit allerlei bürokratischen "Finessen" traktieren. … Weil "wir" weder den erkennbaren Willen noch die Kraft aufbringen, nachweisliche Straftäter oder auch nur Menschen, die aus ihrer Verachtung für den freiheitlichen Lebensstil keinen Hehl machen, schnellstens loszuwerden

Leider orientiert sich unsere Zuwanderungspolitik nicht an den Interessen der hier ansässigen Bevölkerung und an praktischen Notwendigkeiten, sondern an unerfüllbaren, weltfremden moralischen Idealen.

Wenn gewählte Politiker alle Flüchtlinge der ganzen Welt (Stichwort "ohne Obergrenzen" und sogar mit Selfies) nach Deutschland einladen, bis hier der Notstand ausbricht, dann zeugt es von Null Verantwortung gegenüber den hier lebenden Bürgern.

Islam

Ich habe in mehreren islamischen Ländern gelebt und gearbeitet. Mein Fazit, ich will dieses politisch-religiöse System nicht in meiner Heimat. … Das Individuum hört hier auf zu existieren, insbesondere Frauen haben es schwer. Die Freiheit des Geistes, der Wissenschaft, des Andersdenkenden ist einfach weg.

Vorgänge in Serbien verständlich gemacht: Ein Landsmann erzählte von der Ausbreitung des Islam während des Tito-Regimes, über die aufkeimenden Feindseligkeiten zwischen der einheimischen Bevölkerung und den Muslimen, die schließlich zum Bürgerkrieg führten.

So habe ich ein großes Problem mit einer Einwanderungspolitik, die Menschen aus Ländern ohne demokratische Tradition, dafür mit einer teils faschistoiden religiösen Einstellung unkontrolliert zuwandern lässt, die die hier schon länger Lebenden mit der gleichen religiös ignoranten Einstellung noch verstärken.

Ich will dieses Land nicht mit religiös indoktrinierten Menschen teilen müssen, die hier alle Vorzüge genießen und diejenigen, die dies ermöglichen, als ungläubige Schweine bezeichnen und sie verachten.

Ich habe israelische Freunde und sehe leider den Judenhass unter vielen Muslimen, genauso den Hass auf Homosexuelle. Das möchte ich in Deutschland nicht haben.

Religion

Wir sind ein christliches Land auf den Weg in den Atheismus gewesen – ein Quantensprung für gesellschaftliche Stabilität. Das wird torpediert durch die Hartnäckigkeit der Parallelgesellschaften und die Geburtenraten.

Die Anfänge gab es, als erneut Geld für Griechenland beschlossen wurde. Ich war extrem verägert, hätte eine Volkbefragung gewollt. … Ich bin gegen jegliche Religion und jeden Aberglauben. Aber in Deutschland ist das Christentum bereits ein zahnloser Tiger. Der Islam wird aber in meiner Wahrnehmung stark ausgeübt. Das möchte ich nicht in Deutschland.

Ich bin schwul, lebe in einer Großstadt und sehe hier ein roll back ins religiöse (islamische) Mittelalter.

Gegen Bankenrettung. Für Grenzkontrollen; wenn man das konsequent betreibt, machen sich auch keine Migranten mehr auf den Weg. Gegen Zensur, gegen zwangsfinanziertes Staatsfernsehen, gegen Überwachung, für weniger Steuern und Bevormundung – und die AfD stellt sich als einzige Partei gegen den Islam (in meinen Augen eine rückständige, gefährliche Fascho-Ideologie). Ich bin Atheist.

Ich möchte nicht, dass wir ein religiöses Land werden, ein Land in dem Religion über dem Gesetz steht und über der Wissenschaft. Es wird gern ignoriert, aber genau das passiert schon heute in Parallelgesellschaften in unseren Großstädten.

Jedoch haben alle – und allen voran die sogenannten "linken" Parteien – das Feld der Religionskritik verlassen und den Pfad der Aufklärung (der nicht zwangsweise atheistisch sein muss) diffamiert.

Euro

Diese total ausufernde Eurorettung, auch da keine Lösung in Sicht.

Weil ich nicht bereit bin, mit meinem Steuergeld eine Insolvenzverschleppung europäischer Staaten zu unterstützen.

Eine lebensfähige Alternative zum Euro? Hier herrscht Denkverbot und der eisenharte Wille, solange weiter zu wurschteln bis die gesamte Währungsunion eines Tages krachend in sich zusammen bricht und mit ihr die gesamte EU.

Die Nullzinspolitik ist ungerecht. Wer schon vor der Eurokrise Eigentum hatte, profitiert gewaltig. Wer auf Arbeit und Sparen angewiesen ist, ist gekniffen. Der Euro war uns so nicht versprochen worden.

Natürlich wegen der katastrophalen Flüchtlingspolitik. Aber auch wegen der katastrophalen Euro-Rettungspolitik, die uns alle noch sehr teuer zu stehen kommen wird. Auch wegen der Forderung nach Volksabstimmungen nach Schweizer Vorbild. Und nicht zuletzt hat mich auch jeder billige polemische Artikel auf Zeit Online und Co. sehr bei der Wahlentscheidung pro AfD bestärkt.

Das Projekt EU und der Euro sind krachend gescheitert … Was ist die Antwort der Politik quer durch die größeren, wählbaren Parteien: Wir brauchen nicht weniger, sondern mehr Europa. Das ist nicht nachvollziehbar!

EU

Merkel hat das schlimmste gemacht, was man der EU zumuten konnte, nämlich einfach die Grenzen aufzumachen. Zustände wie in Frankreich oder England brauchen wir hier einfach nicht.

Ich will die EU als Staatenbund, nicht als Superstaat mit Sozialtransfers.

Ich bin gegen eine Transferunion in der EU. … Zudem halte ich die Einführung des Euros für nicht geglückt, er sollte emotionslos wieder abgewickelt werden. …  Ich bin für die Abschaffung des Asylrechts für Nicht-Europäer, es ist angesichts der demographischen Situation in Afrika/Naher Osten/Teilen Asiens völliger Schwachsinn und eine große Lüge. Die Abschaffung sollte dann auch klar und ehrlich kommuniziert werden. Damit sage ich nicht, dass wir Afrika und dem Nahen Osten/armen Ländern Asiens nicht helfen sollten, aber eben nicht durch Einwanderung nach Europa / in unsere Sozialsysteme.

Ja zu einem europäischen Staatenbund. Nein zu einem europäischen Bundesstaat. Keine Transferunion. Der Euro ist schlecht für die europäischen Nationen. Diese können nicht mehr auf- oder abwerten, um ihre jeweilige Wirtschaftskraft an die Weltwirtschaft anzupassen.

Mein Grund war die EU-Politik. Dass Macron seine Visionen erst in 2 Tagen verkünden will, lässt darauf schließen, dass eine Transferunion kommen wird, was nicht der Zusicherungen bei Einführung des Euros entspricht.

Wohnungen

Jetzt kommen Millionen, die nach billigem Wohnraum suchen. Was hat der Staat getan, außer "wir schaffen das" zu sagen? Nix, außer die Möglichkeit der Kündigung wegen Eigenbedarf zu erleichtern.

Industrie-und Wirtschaftslobbyisten tanzen dem Normalbürger schröpfend auf der Nase herum, und die Politik schaut zu und häkelt noch eifrig die passenden Rahmenbedingungen.

(Das Thema teure/fehlende Wohnungen kam noch öfter vor)

Wissenschaft/Kultur

Abwendung von Bachelor & Master, hin zum Diplom, Abschaffung von Gender-"Wissenschaften", Stärkung der Selbstständigen, klares Bekenntnis zur eigenen Kultur.

Das öffentliche Verneinen einer deutschen Kultur an sich ist die gleichzeitige Aufforderung und Entschuldigung, die Integrationsleistung zu unterlassen und anstrengungslos Parallelgesellschaften entstehen zu lassen.

Energie

Wir haben mit die höchsten Energiepreise in Europa.

Ökologische Wandelungen sind ergebnis- und kostenorientiert durchzuführen.

(Das Thema fehlgeleitetes EEG kam noch öfter vor)

GEZ

Endlich mal eine Partei, welche diesen öffentlich-rechtlichen Wasserkopf umformen möchte. Alleine das ist schon Grund genug.

Weil ich für manipulative Berichterstattung der öffentlich-rechtlichen Sender keine GEZ-Zwangsgebühren mehr zahlen will.

(Das Thema GEZ kam noch öfter vor)

Gender

Einzige Partei mit Aussicht auf Bedeutung gegen Gender Studies mit allen ihre Begleiterscheinungen.

Neben dem Abstrafen von Regierung und "Opposition" eröffnet die Wahl der AFD die strategische Chance, das Parteienkartell zu knacken. … Ich will, dass internationale Verträge eingehalten werden (Lissabon, Dublin) und dass Deutschland keine offensichtlich nachteiligen Verträge eingeht (ESM). … Als Mann weiß ich schon lange, dass der Faschismus unserer Zeit Feminismus heißt. Die wahren Nazis sitzen im linken Spektrum in Deutschland. Ich bin damit aufgewachsen, dass mir der Zeitgeist Frauen als die besseren Menschen verkauft, und sich Lesben noch für die besseren Frauen halten.

Ich bin überzeugter Christ. Die AfD ist die einzige Partei, die biblischen Grundlagen nicht nur im Hinblick auf Familienpolitik standhält. Genderwahn und Frühsexualisierung führen zur Zerstörung der gesellschaftlichen Grundlagen dieses Landes und unserer Familien.

Parteien

Die AfD ist das, was vor Jahren einmal die CDU war.

Die politische Linke, welche die Geschicke der westlichen Welt maßgeblich prägt und seit Jahrzehnten geprägt hat, ist meiner Ansicht nach geistig und moralisch am Ende.

Ich will so ziemlich nichts aus der Ära Merkel-CDU mitsamt den Parteien, die sich ihr zuordnen.

Nennen Sie mir nur eine einzige Krise in den viel zu vielen Regierungsjahren von Frau Merkel, die sie zufriedenstellend gelöst hat.

Es ist eine irrige Annahme, dass nur die AFD-Wähler diese Unzufriedenheit ausmachen. Als SPD-Stammwähler habe ich viele Jahre gebraucht, um meine Stimme der AFD zu geben; schon bei der letzten Wahl war ich nahe dran, es zu tun.

(Der 56. von 68 Punkten): Bundestagsparteien werben vor der Wahl mit Programmpunkten, die sie in den letzten Legislaturperioden als „undurchführbar“ und „nicht finanzierbar“ vernachlässigt und nicht umgesetzt haben.

Also CDU… husch in Deine Ecke, und wir brauchen keine AFD mehr.
Es erinnert ein wenig an den Fehler der SPD, zu weit nach rechts zu rücken und so die Linkspartei nötig zu machen (Eisverkäuferdilemma).

Gerade die Menschen im Osten sind traditionell nicht parteigebunden und wechseln ihre Meinung häufiger. Und sie sind sehr sensibel, wenn die Politik bestimmte Themen wegdrückt. Sie fühlen sich dann (ähnlich wie zu DDR-Zeiten) veralbert.

Die alten Parteien leben irgendwie in Traumwelten und sind nicht in der Lage, relevante Themen realistisch und offen zu diskutieren.

Ich bin weiß, männlich, werktätig und deutsch. Es gibt folglich in Deutschland derzeit nur eine Partei, welche sich überhaupt für meine Sorgen und Probleme interessiert. Ob deren Lösungen auch Sinn machen, sei dahingestellt, Zumindest versucht die AfD nicht, mich einfach mit Beschimpfungen mundtot zu machen.

Die SPD hat alles, für das sie bis 1990 stand, in der Zwischenzeit verraten und dann alles getan, um nicht gewählt zu werden.

Ich habe die AfD gewählt, weil es für mich die beste Option schien, die Amtszeit von Frau Merkel schnellstmöglich zu beenden.

Wesentliche Probleme ungelöst: Flüchtlingskrise nur durch andere begrenzt, Europakrise nur Deckel drauf, Kriminalität, Terrorismus alles ungelöst. Das sind die Gründe, warum die AFD weder Konzepte noch überzeugenden Kandidaten benötigt. Sie hätte auch eine Schaufensterpuppe kandidieren lassen können und wäre wahrscheinlich trotzdem mit einer zweistelligen Zahl in den Bundestag eingezogen. … Ich habe übrigens versucht, diese Argumente fast wortgleich in den Foren verschiedener Medien vor der Wahl darzulegen (u.a. Spiegel Online). Der Beitrag ist immer rauszensiert worden!

Wer mit der Flüchtlingspolitik von Frau Merkel nicht einverstanden ist, kann gar keine andere Partei wählen, da SPD, Grüne und Linke für die selbe Politik stehen und die Tore eher noch weiter öffnen wollen. Und die FDP mit Lindner geriert sich nun zwar als etwas konservativer, aber das waren wohl nur Lippenbekenntnisse, um der CDU/CSU und der AFD ein paar Stimmen abzunehmen – und 10.6% zeigen, es hat funktioniert.

Gerhard Schröder hat die SPD mit neoliberaler Politik zerstört, und Angela Merkel hat die CDU mit Sozialdemokratisierung, Vergrünung und allgemeiner Beliebigkeit kaputt gemacht.

Die einzige Alternative zu Merkels "alternativlosem Weiter so“ ist die AFD.

Ich habe die AfD eigentlich gewählt, damit ich bei den nächsten Wahlen bis 2021 nicht nochmal AfD wählen muss.

Besonderes

Ausschlaggebend war dann schließlich der Vorschlag, eine Legislaturperiode von 4 auf 5 Jahre auszudehnen. Leider war in dem Leitmedien kein Wort davon zu hören/lesen, warum das gewollt ist. Bundestagsabgeordnete haben ein Anrecht auf eine Lebensrente nach 5 Jahren im Bundestag. Im Moment sind dazu noch 2 Perioden nötig, nach dem neuerlichen Vorschlag könnten die Abgeordneten dann nach einer solchen in Rente gehen.

Wenn Merkel und Co. sich lieber um Europa, den Nahen Osten oder Afrika kümmern wollen, spricht ja nichts dagegen. Nur dann sollen sie bitte auch dort kandidieren und sich dort ihre Gehälter zahlen lassen und deren Steuergelder großzügig woanders verteilen.

Vielleicht sollte es eine Liste mit Fragen geben, die 13% den 87% stellen wollen. Wo sehen Sie die Aufnahmegrenze von Flüchtlingen? 1 Million? 3 oder 5? Wo sollen sie wohnen?

Da haben keine sozialen Verlierer sich von der CDU abgewendet, sondern viele Normalbürger, denen es einfach zu bunt wurde, und die die Partei mit "Merkel-muss-weg" im Programm gewählt haben.

Weil Merkel mit der Grenzschließung durch andere Länder und dem Türkei-Deal einfach nur Glück hatte.

Flüchtlingskrise – Deutschland hätte diese Krise nicht so bewältigen können wenn andere Länder nicht das getan hätten, wofür die AfD steht. –  Die Lügen der Feministin*_in*en gehn mir aufn Zeiger – Das habt ihr jetzt davon.

Weil die Flüchtlingspolitik nicht menschenfreundlich ist, sondern einen knallharten sozialdarwinistischen Wettlauf fördert. Außerdem ist sie blanker Hohn für all diejenigen, die sich die Mühe machen, auf legalem Wege in dieses Land einzureisen.

Ich bedaure sehr, dass man als Wähler in einzelnen Sachfragen nicht differenziert abstimmen kann. Das Gesamtpaket AfD entspricht meinen Vorstellungen ebensowenig wie andere Parteien (dieser schöne Punkt entspricht in etwa der Forderung nach Volksabstimmung).

Bilanz

Das ist nicht das Bild des hässlichen Deutschen, was sich da zeigt. Da melden sich keine rechtsradikalen Parolendrescher und keine abgehängten Dumpfbacken, sondern gutinformierte Bürger. Zur größeren Hälfte sind es Konservative, aber auch viele Linke. Fast alle argumentieren differenziert und begründen ihre Ansichten rational. Bei vielen steht der Protest gegen Altparteien und Leitmedien im Vordergrund. Der gemeinsame Wunsch ist, endlich wieder eine echte Opposition im Bundestag zu haben und die Regeleinhaltung bei Demokratie und Gesetz einzufordern.

Zwei unterschiedliche Gruppen sprechen hier:

  1. die Protestler, die taktisch wählen und AfD & Rechtspopulismus eigentlich ablehnen. Sie nehmen die AfD als "politischen Katalysator", als "Themenbeschleuniger", als "Akt der politischen Notwehr", als "Vehikel für Koalitionsschach". Für diese Leute geht es um eine Trotzreaktion, mit der ein Denkzettel erteilt werden soll. Stichwort ist oft: Es gibt keine andere Partei, die klar gegen Merkel Stellung bezogen hat außer der AFD. 
  2. die andere Gruppe äußert Zustimmung zum Programm der AfD, in dem sie das CDU-Programm von früher sehen. Viele Punkte werden da genannt, bei denen die Regierung gepfuscht hat, nicht nur Migrationspolitik, Bürgerängste, EU, Euro, TTIP, GEZ, Gender, Direktdemokratie. Auch Kinderarmut, Rentnerarmut, Enteignung von Sparguthaben, Vernachlässigung der Infrastruktur, Bevormundung durch Netzwerkdurchsetzungsgesetz. Weniger Zustimmung gibt es zum AfD-Personal, unter dem sich ja recht unappetitliche Gestalten befinden.

Aber nicht so viele, wie Konkurrenzparteien und Leitmedien glauben machen wollen. Ein Hauptkritikpunkt ist "die Schnappatmung unserer Medien beim Thema AfD" und überhaupt die mediale Gleichschaltung und Manipulation, die ja inzwischen mit einer wissenschaftlichen Studie nachgewiesen ist (wb-Link unten).

Es gibt eben den Bürger, der nicht bevormundet werden will, und der keine andere Partei findet, die ihm das gewähren will. Die fehlende Opposition (außer Sahra Wagenknecht und der Regierungspartei CSU) wird auch durchgängig bemängelt; in der AfD sehen viele die ersehnte Opposition: Nur die AfD spricht das Missliebige aus und tritt für Korrekturen ein, sonst sind alle Parteien einig.

Realistisch betrachtet, haben die Kritiker mit den meisten Punkten recht. Es gab keine nennenswerte Opposition, obendrein wurde noch ständig am Parlament vorbei entschieden. Niemand durfte abweichende Standpunkte äußern, ohne mit der Rechtsradikalen- und Untermenschen-Keule verunglimpft zu werden. Das ging bei der Bankenrettung los und mit der Eurokrise weiter und ist mit der Migrationskrise wohl nicht zuende – denn die etablierten Parteien lassen keine Zeichen von Neubesinnung erkennen.

Bei den 3 Hauptpunkten sind wieder die Kritiker im Recht. Bei den (von wb) zugeordneten Forderungen nach Entschuldigung geht es nicht darum, Politiker zu demütigen. Aber wenn sie nicht für ihre Fehler geradestehen müssen, sondern sich drumrumlavieren können, fehlt ihnen der Ansporn, weitere Fehler zu vermeiden. Ohne diesen Ansporn tendieren sie leider dazu, denselben Fehler immer wieder neu zu machen:

  • bei der Bankenkrise wurden die reichen Bankbesitzer mit Staatsgeld in 3-stelliger Mrd.-Höhe beschenkt. Die Allgemeinheit zahlt immer noch Zinsen an die Banken, bei denen die Merkel-Regierung das Geld pumpte, das sie den Banken schenkte (dieser hirnrissige Punkt wurde von wb nachgetragen). In anderen Ländern (GB, USA …) wurde den Banken kein Geld geschenkt, nur in Deutschland und Irland. Dafür gab es keine Erklärung, kein Fehlereingeständnis, keine Entschuldigung.
  • die Eurokrise verdankt sich Dilettantismus (keine Aussiegsklausel, kein Target-Salden-Ausgleich),  Größenwahn (politische Willkür soll ökonomische Gesetze auf Dauer aushebeln) und Gesetzesbruch (EZB betreibt monetäre Staatsfinanzierung). Die billionenschwere Euro-Retterei löste lauter Probleme, die der Euro überhaupt erst geschaffen hat – und dabei sind die Probleme gar nicht gelöst, sondern nur mit Geld zugeschaufelt. Am Ende trägt die Allgemeinheit alle Kreditrisiken, und die Banken kassierten die Zinsen für die Kredite. Und wieder ohne Erklärung, Fehlereingeständnis, Entschuldigung.
  • die Migrationskrise bietet Spitzenleistungen an Kehrtwendungen, Heuchelei und Ungerechtigkeit, wieder ohne Erklärung, Fehlereingeständnis, Entschuldigung. Die humanitären Gründe für Gesetzesüberschreitungen (Grenzöffnung) gelten nur gemäß Kanzlerin Merkels augenblicklicher Willkür, mal nein, mal ja, mal nein. Es wird den Falschen auf falsche Weise geholfen, anstatt den Bedürftigen vor Ort. Immigranten werden besser gestellt als die heimische Bevölkerung. Wer Angst vor schleichender Islamisierung und steigender Kriminalität hat, wird verunglimpft statt ernstgenommen.

In den Kommentaren sprechen einige Immigranten und Kenner der Szene, die durchaus ernstzunehmende Probleme aufzeigen. Die AfD ist die einzige Partei (außer der CSU), die das überhaupt aufgreift und es nicht als rechtsradikales Gedankengut abtut. Angesichts der uneinsichtigen Haltung der anderen Parteien (vielleicht abgesehen von der FDP) ist es eigentlich erstaunlich, dass nur 13% die AfD gewählt haben, denn solche Ansichten teilen bestimmt viel mehr Menschen.

Aber 72% haben den etablierten Parteien wieder vertraut (alle außer AfD und FDP), die meisten wahrscheinlich zähneknirschend. Langsam wird es Zeit für die  Reform, die unter der vorigen Rubrik Besonderes als letzter Punkt kam: Man müsste über die einzelnen Sachfragen differenziert abstimmen dürfen und nicht bloß über das Gesamtpaket Partei X. Diese Art der Volksabstimmung sollte im Computerzeitalter logistisch zu bewältigen sein; man muss ja nicht auf ewig mit der Wahlzettel-Wirtschaft weitermachen. Übrigens gehört die Forderung nach Volksabstimmung zum AfD-Programm.

 

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6 Antworten auf Warum wurde die AfD gewählt?

  1. Wilfried Müller sagt:

    Ein bedauerliches Beispiel für Überheblichkeit und Ignoranz der Medien bietet auch der ansonsten unverdächtige Vorzeige-Humanist Michael Schmidt-Salomon. In seinem Wahl-Kommentar heißt es, "Wir müssen aus dem Wahlerfolg der AfD die richtigen Schlüsse ziehen" (atheisten-info.at 26.9., hpd 25.9.), und dann zieht MSS die falschen Schlüsse.

    Das geht los mit der Charakterisierung der AfD anhand eines Maulaufreißers, als eine "streng konservative, christlich-nationale Partei, die den Schwangerschaftsabbruch verbieten will und auf die Leistungen der deutschen Soldaten im 2. Weltkrieg stolz ist". Solche Meinungen sind da auch vertreten, aber im Wahlprogramm ist nichts davon abgedeckt.

    Aus den Kommentaren von diesem Artikel liest man ganz was anderes, und nichts davon scheint bei MSS angekommen zu sein außer "dass alle anderen Parteien die notwendige Debatte über den politischen Islam nicht hinreichend geführt" haben. Dazu noch die krude Verschwörungstheorie, die AfD wäre Teil einer "globalen Tea Party-Bewegung". Und wenn (unausgesprochenermaßen dumme) "Menschen aufgrund einer verfehlten Wirtschafts-, Sozial- und Bildungspolitik den Eindruck haben, als Individuen nicht mehr wahrgenommen zu werden, neigen sie dazu, sich als Mitglieder einer Gruppe zu definieren. Gibt man ihnen dazu dann auch noch das passende Feindbild, etwa 'die Muslime', kann man aus solchen Ängsten leicht politisches Kapital schlagen."

    Das ist ein Vorurteil, das nichts mit dem zu tun hat, was in den Leserkommentaren artikuliert wird (es mag aber für einige Leute hingehen, die sich da nicht geäußert haben). Worum es vor allem geht, um die dringend notwendigen Reformen, dazu kommt kein Pieps von MSS. Was die Leser als politische Analyse abliefern, ist dem MSS-Versuch jedenfalls weit überlegen. Er sollte sich vielleicht mal fragen, warum die von ihm unterstützte Partei der Humanisten bei 0,03% gelandet ist. Wer demokratisch gewählt werden will, darf die Meinung der Leute weder ignorieren noch verachten.

     

  2. Es ist nicht ganz unwichtig, was führende Politiker einer Partei äussern. Bei den bisherigen Verbotsverfahren ging es nie um veröffentlichte Programme, die natürlich schon aus Zulassungsgründen "friedlich" formuliert sein müssen, sondern fast ausschliesslich um verfassungswidrige Äusserungen der Führer.

    Der Hinweis auf das Abschneiden der PdH ist schon deshalb unpassend, da die PdH einstweilen nur in NRW antreten konnte. Sie bleibt irgendwann für Humanisten die beste Alternative

  3. pinetop sagt:

    Ich kann die Kritik an MSS nicht teilen. Muss seine Einschätzung mit den obigen Kommentaren übereinstimmen? Er hat sich wie die obigen Kommentatoren ein Bild gemacht und einen Kommentar dazu verfasst.
    Ich glaube auch nicht, dass man seine Einschätzung zu einer Verschwörungstheorie aufbauschen kann.

    Nach meiner Einschätzung ist der Erfolg der AfD am stärksten damit zu erklären, dass ein großer Teil der Bevölkerung schlicht und einfach Angst vor dem Islam hat. Und wenn man den Koran gelesen hat, erscheint diese Furcht keineswegs absurd. Der Bevölkerung wurde jahrelang erzählt, dass der Islam eine kulturelle Bereicherung und die reine Barmherzigkeit sei, dass er sich problemlos in eine demokratische Gesellschaft einfügen könne (Vgl. hierzu die Studien von Ernest Gellner, der klar herausgearbeitet hat, dass der Islam eine Gesellschaftsordnung sei, die nicht zwischen Recht und Religion unterscheidet; ähnlich sieht dies auch Heinrich August Winkler).
    Kein Wunder, dass sich die Bevölkerung verschaukelt sieht. Das musste sich rächen, denn so können demokratische Politiker nicht mit den Menschen umgehen. 

    Das alles ändert nichts daran, dass ich die AfD scharf kritisiere und versucht habe Protestwähler von der Wahl der AfD abzubringen. Das ist mir nicht bei einem Verfolgten des Naziregimes gelungen, der die Wahl der AfD als Flucht empfand, als Flucht vor dem islamischen Einfluss.

    Wenigstens jetzt, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist, sollten wir unsere Hemmungen aufgeben und die Sache klar beim Namen nennen und aufhören, uns an dem Problem vorbei zu drücken.

  4. Wilfried Müller sagt:

    Urlaubsbedingt komme ich erst jetzt zu meiner Stellungnahme zu pinetops Kommentar: Meine Kritik ist ja nicht, dass MSS die vorherrschende Pauschal-Verurteilung der AfD ohne Blick ins Partei- und Wahlprogramm übernimmt. So tun's ja alle.

    Was mich aber erschreckt hat, ist der an sich löbliche Versuch zur Differenzierung mit der Aussage, es wäre ja bloß nicht "die notwendige Debatte über den politischen Islam nicht hinreichend geführt" worden. Der vielbeschworene "demokratische Wertekonsens" unseres Partei- und Mediensystems bestand doch in einer Quasi-Gleichschaltung und Verunglimpfung Andersdenkender. Das Parlament und die 4. Staatsgewalt funktionierten jahrelang nicht. Nachdem das sogar wissenschaftlich belegt wurde, müsste das doch jeden demokratisch Denkenden alarmieren?

    Deshalb stimme ich zwar pinetops Begründung mit der Islamangst zu, kann sie aber nicht als alleiniges Argument sehen. Die Kommentare im Artikel oben machen doch deutlich, dass sich "die Bevölkerung" ganz allgemein wegen des Umgangs mit von oben herab verschaukelt sieht.

    Zustimmung zu pinetops Aufruf, die Sache klar beim Namen zu nennen und aufzuhören, uns an dem Problem vorbei zu drücken – das wird bei wb schon immer unternommen. Das Problem ist aber weniger die AfD, die ja nur die schlechte Botschaft überbringt, als eine Politik von Gleichschaltung und Überheblichkeit.

    Zu Franks Kommentar muss ich sagen, dass ich gar nicht weiß, was die AfD-Politiker so sagen. Ich seh kein TV (jedenfalls keine Politik und keine Nachrichten), und die Leitmedien bringen das schlicht nicht. Das Unaussprechliche wird wegzensiert, da kommen nur Pauschalverurteilungen.

  5. Nein, da kommen auch jede Menge Originalzitate.

  6. Wilfried Müller sagt:

    Nicht bei Zeit & SZ.

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