Fort mit den Gipfelkreuzen!

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summit-cross-1567513_1280Der Kulturkampf erreicht die hintersten Berge – unter diesem Motto wird der "Berggipfelkreuz-Befreiungsterror" abgehandelt. Vandalistische "Gipfelkreuz-Hacker" sind unterwegs zu Fällungsakten auf den Berggipfeln von Bayern und Österreich. Sägen und Hackebeile werden von den mutmaßlichen Tätern eingesetzt, um christliche Reviermarkierungen zu beseitigen. Die Aufregung darüber hält sich in Grenzen (Neypomuk-Studios & Englund, pixabay).

Ein The-European-Artikel (1. Link unten) sieht trotzdem fast das Abendland gefährdet: Die Zeichen einer Bedrohung nehmen zu. Wann werden wir davon sprechen, dass die sichtbare christliche Prägung unseres Heimatlandes, unseres ganzen heimatlichen Kulturkreises in ernster Gefahr ist?

Die Bedrohung, das sind die Angriffe aufs Gipfelkreuz (ab und zu) und der Vandalismus in den Kirchen (200 Fälle jährlich allein in Bayern). Bei den Kirchen kann es aus humanistischer Sicht keine zwei Meinungen geben: Das geht gar nicht, weder in der Kirche noch in der Moschee.

Bei den Gipfelkreuzen sieht es anders aus. Was befugt die Mitglieder vom Alpenverein eigentlich, ihr Symbol auf die Bergspitzen zu pflanzen? Die deutsche Jugend stammt zu 1/5 aus dem muslimischen Kulturkreis und ist zu 2/3 religionsfrei (siehe Integrationsbetrug). Da müssen nicht "religiöse Motive von islamischen Migranten" oder "jugendliche Randalierer mit Migrationshintergrund" hinter der Rettung der Berge vor der christlichen Vereinnahmung stecken.

Die Bergretter können auch Atheisten sein (wb-Links unten, Befreiung der Berge). Der Schreiber dieses hatte selber schon ein Kribbeln in der Hand, als er sich einem Gipfelkreuz gegenüber sah. Dies Kreuz hat eine obrigkeitliche Gemeindeverwaltung auf ein Hügelchen gesetzt, um die Trampelpfade zu verbauen, die ihre inkompetente Fußwegtrassierung provozierte (spitze Winkel statt stumpfe, ein Verstoß gegen grundlegende Regeln der Verkehrsplanung).

Wie kommen die dazu, öffentliches Geld auszugeben, um den Anwohnern christliche Symbole in den Weg zu pflanzen? Folgt das der Logik, wenn Kreuze überall stehen, bleibt die religiöse Verirrrung erhalten?

Bleibt sie aber nicht, jedenfalls nicht die christliche. 80% der deutschstämmigen Jugend sind religionsfrei. Mit der muslimischen Verirrung sieht es nicht so gut aus, aber auch da sind unter der Jugend immerhin 20% religionsfrei. Und es gibt einen unbekannten Anteil von Kulturmuslimen, die nicht glauben, nicht beten, nicht fasten, nicht die Moschee besuchen – die nicht verirrt sind.

Also fort mit den Gipfelkreuzen! Die Verschandelung der Berge mit religiöser Symbolik ist ein Artefakt, das nicht mehr in die Zeit passt. Unsere Leitkultur war mal eine christliche, aber das liegt 500 Jahre zurück (wb-Links Leitkultur). Die Gipfelkreuze kamen erst vor gut 100 Jahren richtig auf (wb-Links Befreiung der Berge).

Sie sind das Symbol einer überkommenen Religion. Sie sind pervers, weil sie ein Hinrichtungsinstrument symbolisieren.

Sie haben kein Bleiberecht.

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Medien-Links:

  1. Attacken auf christliche Symbole (The European 10.11.): In den Alpen mehren sich die Attacken auf Gipfelkreuze. Auch 200 Fälle von Kirchenschädigungen in Bayern sind bekannt. In der Bevölkerung wächst gemäß des Artikels der Ärger, sowie die Vermutung, dass junge Islamisten dahinter stecken.
  2. Reinhold Messner: Kreuze haben am Gipfel nichts verloren (Süddeutsche Zeitung 31.8.): … man sollte die Berge nicht zu religiösen Zwecken möblieren. Die Berge, die doch der ganzen Menschheit gehören, sollten nicht mit einer bestimmten Weltanschauung verknüpft oder besetzt werden.
  3. Halbmond auf Berggipfel verärgert Wanderer (Tagesanzeiger 7.9.): Statt eines Gipfelkreuzes thront auf dem Gipfel der Freiheit im Appenzell derzeit ein Halbmond. Behörden und Berggänger sind empört. Urheber ist der in Peking lebende Appenzeller Künstler Christian Meier.

Links von wb dazu:

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2 Antworten auf Fort mit den Gipfelkreuzen!

  1. Saco sagt:

    Das Kreuz gehört nicht zu Deutschland. Die Kreuzes-philosphie wurde aus dem östlichen Mittelmeer importiert. Das Kreuz ist ein Symbol der Unterdrückung, des Demütigmachens und des Schuldgebens dort, wo keine Schuld ist. Es ist ein fabelhafter und hochintelligenter Trick, aber ein illegaler. Der evangelische Pastor Traugott Giesen gab mir die Schuld, ich sei "Mittäter an Jesu Kreuzigung". Ich habe ihn angezeigt wegen Verleumdung  und übler Nachrede. 

  2. Wilfried Müller sagt:

    Möge Traugott in der Hölle schmoren … und Gott auch …

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