Verschleierungsverbot!

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mathematics-989125_1280Das Verbot der Verschleierung wird dringend gebraucht, um unsere Zivilisation zu bewahren. Was die Hardliner für Muslimas fordern, gilt zuförderst für ganz andere Bereiche (Bild: geralt, pixabay).

Die Liste fürs Verschleierungsverbot ist lang. Sie umfasst staatliche und kommerzielle Bereiche sowie soziale bis hin zum religiösen Nirvana. Es wurde niemals demokratisch über Bankenrettung, Target-2-Geschenke, EU-Schulden usw. abgestimmt, und viele Leute wissen noch nicht mal, was da los ist – dennoch wird dort ganz viel Geld verschoben.

  • Nieder mit der Verschleierung für Bilanzen! Wenn der Iris-Scan für Burkaträgerinnen eingeführt werden kann (1. Link unten), dann erst recht für Bilanz-Burkaträger. Hier ist die Steuerfluchtindustrie angesprochen, sowie das Steuerdumping, an dem EU-subventionierte Staaten teilnehmen (wb-Links Steuerflucht).
  • Nieder mit der Heimlichtuerei bei der Bankenrettung! Die hohe Eurozonen-Politik hat aus der Griechenlandhilfe eine klandestine Bankenbeglückung gemacht (wb-Link Bankenrettung).
  • Nieder mit der Verschleierung der Staatsfinanzierung! Das gilt für Griechenland (wb-Links Griechenland) genauso wie für Italien. Die EZB finanziert Italien seit Jahren fast alleine, mit Staatsanleihenkäufen z.T. zum Negativzins (wb-Links 2* Italien & 2* Rettung).
  • Schluss mit der Verschleierung der Target-2-Salden! Dort türmen sich Milliarden auf, die heimlich von Deutschland nach Italien, Spanien usw. fließen (2.). De facto sind die Forderungen der Deutschen Bundesbank an die EZB Geschenke: Kredite, die nicht fällig gestellt werden können und keine Zinsen bringen (wb-Link Target).
  • Keine EU-Schulden! Auch nicht, wenn die Lizenz zum Schludenmachen euphemistisch Verpflichtungsermächtigung heißt (wb-Link EU-Schulden). Staat, Land und Gemeinde machen schon zuviel Schulden, da muss die EU clean bleiben.
  • Realistische Bilanzierung der Schulden! Die impliziten Schulden werden nicht ausgewiesen, dabei sind sie höher als die expliziten Schulden (wb-Link implizite Schulden). Die Einkommen der Allgemeinheit werden ständig schöngerechnet, während die Belastungen durch Staatsschulden, Aus- und Abgaben (Mieten, Steuern) und Quasisteuern (EEG, LKW-Maut, GEZ) immer höher werden, so dass unterm Strich weniger übrigbleibt (3. und 4.).
  • Wahrheit bei der Migration! Nach reeller Definition sind die meisten Immigranten weder Flüchtlinge noch Asylanten, sondern Privilegierte, die sich Schleuser leisten können, um ihr Glück in Deutschland zu suchen (5. bis 7.). In der Migrationsdebatte wird immer öfter gefragt, warum Hilfe nur in Deutschland stattfinden soll, incl. Integration von temporär Bleibeberechtigten. Würden Kosten und Nutzen der Einwanderung nicht verschleiert, wäre die Forderung nach Aufbauhilfe vor Ort alternativlos (wb-Links Migration).
  • Schluss mit der Kriegstreiberei! Es muss doch endlich mal was aus Afghanistan, Syrien, Libyen usw. gelernt werden. Praktisch alle Militäreinsätze der letzten Jahre (außer Kuweit und Kosovo) waren Pleiten. Noch mehr Geld für Rüstung ist kontraproduktiv (wb-Link Kriegstreiberei).
  • Wenn die Schleier fallen, dürfen die Götter nicht vergessen werden! Unsere Zivilisation von Lug und Trug und Heuchelei basiert letztlich auf der religiösen Lügenkultur, wo mit jenseitigen Versprechungen diesseitige Vorteile errungen werden (wb-Link 2* Religion).

Was ist gewonnen, wenn die Vollverschleierung fällt?

Unter dem Überbau der Lügen werden ethische Defizite, Heuchelei und Manipulation sichtbar (wb-Link Bedenken). Die Partikularinteressen der Privilegierten stehen nackt da, viele Versprechungen der Politik werden als Leerformeln und Lügen geoutet. Das Verschleierungsverbot ist eine Form der wissenbloggt-Disziplin Verlogenheitsbewältigung.

Ohne verschleierte Verhältnisse, ohne verborgene Geldflüsse, ohne versteckte Einflussnahme, ohne schwarze Kassen und ohne Schatten-, Zombie- und Pleite-Institutionen kann demokratisch agiert werden statt autokratisch. Die notleidenden Staatskassen können vom prosperierenden Kommerz aufgefüllt werden, Systemfehler der Politik können ausgeräumt werden, z.B. "keine weitere Euro-Integration ohne Target-2-Saldenausgleich". Steuerflucht-, Eurorettungs-, Ungleichheits- und Migrationsdebatte können auf rationaler Basis geführt werden. Und vielleicht ist auch etwas mehr Ratio bei der Religion möglich – all das würde unserer Zivilisation wieder aufhelfen.

 

Medien-Links:

  1. Biometrie: Getestet an Millionen Unfreiwilligen (Zeit Online 17.12., über 750 Kommentare): In Jordaniens Camps werden Geflüchtete per Iris-Scan registriert und fortan identifiziert. Ablehnen können sie das nicht. So wird die EyeHood-Technik marktreif gemacht.
  2. TARGET2-Saldo (Bundesbank monatlich)
  3. Steuer- und Abgabenlast in Deutschland weiter deutlich über OECD-Schnitt – Belastung von Zweitverdienern sehr hoch (OECD 4/16): Nur in Belgien und Österreich ist bei einem alleinstehenden Durchschnittsverdiener die Belastung höher. Dies geht aus dem heute veröffentlichten OECD-Bericht Taxing Wages 2016 hervor.
  4. Deutschland hat zweithöchste Steuer- und Abgabenquote (Deutschlandfunk 11.4.17): Deutsche Steuerzahler sind im Vergleich stärker belastet als in fast allen anderen OECD-Ländern. Auch das RWI-Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung kam mit etwas anderen Zahlen zum gleichen Ergebnis: Die Wirtschaftsforscher aus Essen berücksichtigen auch staatlich verordnete Abgaben wie die EEG-Abgabe zur Ökostromförderung, die Lkw-Maut, die auf Verbraucherpreise durchschlägt oder die Rundfunk- und Fernsehgebühren. Nach dieser Berechnung übertrifft die tatsächliche Belastung des Bürgers die Angaben zur offiziellen Abgabenquote.
  5. Studie zur Flüchtlingskrise zeigt: die Deutsche Presse versagte (Neue Züricher Zeitung 21.7.): Mit ihrer einseitigen Berichterstattung über die Flüchtlingskrise von 2015 haben die deutschen Zeitungen zur Polarisierung der Gesellschaft beigetragen. Das sagt der Publizistikprofessor Michael Haller.
  6. Wie der Staat aus den meisten Flüchtlingen Einwanderer macht (N24 27.10.): Wer in Deutschland einmal als Flüchtling anerkannt wurde, bleibt meist für immer. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge muss spätestens nach drei Jahren prüfen, ob der Fluchtgrund noch besteht. Geschieht das nicht, erhält der Flüchtling nach der Dreijahresfrist einen Rechtsanspruch auf unbefristeten Aufenthalt.
  7. BAMF baut trotz Überlastung rund 1500 Stellen ab (N24 15.12.)

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