Viertel für Deutschland

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germany-3115774_1280m5tef2Wenn nun im dritten Artikel der Reihe von Vierteln die Rede ist, sind die Stadtviertel gemeint, wo sich Parallelgesellschaften bilden. Der Zweitfrauen-Artikel kaprizierte sich auf die Kommenden, und bei den Vierteln ist nun die Rede davon, wohin es geht. Nicht jeder bringt dabei die Gelassenheit des GroKo-Krokos auf (Bild: Clker-Free-Vector-Images & m5tef, pixabay).

Der erste Teil hieß Zweitfrauen für Deutschland, der zweite Dritt-GroKo für Deutschland. Genauso wie bei diesen Artikeln liegt auch diesem Teil das Crowdsourcing der Zeit- und Welt-Foren zugrunde. Natürlich sind die Themen um die Migration herum weit gefasst. Die Ansichten der Foristen sind als Highlights aus den Medienartikeln referiert (Links unten). Stichworte sind Asylpolitik und GroKo, also die Themen, die immerzu wieder auftauchen.

Ein nachvollziehbares Argument dazu fragt, wenn es schon eine GroKo sein muss, sollte die sich dann nicht nach den Vorstellungen des Großteils der Bevölkerung richten? Da gäbe schon einige Kritikpunkte einzusammeln, die hier stichpunktmäßig aufgelistet sind:

Zahlen

Auf die staatlichen Zahlenlieferandos und -lieferhelden verlässt sich inzwischen kaum noch jemand. Die Zahlen werden migrationsmathematisch ermittelt, oder wie man das nennen will. Es ist wie bei den Arbeitslosenzahlen, wo alle möglichen Fraktionen rausgerechnet werden, um schöne Ergebnisse zu kriegen – nur schlimmer. Asyl gibt's nach Artikel 16a Grundgesetz und nach § 3 Asylgesetz, subsidiären Schutz gibt's nach § 4 Asylgesetz, dann gibt's noch Abschiebungsverbote und allerlei Duldungen und Kontingentflüchtlinge und Abschiebungsaussetzungen. Zusammen mit den Untergetauchten gibt das so viel Zahlen, dass kaum noch Durchblick möglich ist.

Beim Familiennachzug gemäß Familienzusammenführungsrichtlinie wird mit hohen 5-stelligen oder niedrigen 6-stelligen Zahlen operiert. In Wirklichkeit sind schon Hunderttausende eingereist, aber eben Familienmitglieder von den 800.000 Immigranten mit vollem Schutztitel. Dazu kommen die Angehörigen von den hunderttausenden von Klägern, die auch den vollem Schutztitel wollen und ihn halbe-halbe auch kriegen. Die Subsidiären kommen noch obendrauf, angeblich nun mit 1000 Personen als Monatskontingent. Aber nicht wirklich 1000, denn für enge Angehörige kann es aus humanitären Gründen eine Härtefallregelung geben. Nun sind Familienmitglieder alle enge Angehörige, das Ganze passiert eh aus humanitären Gründen, und wer wäre da kein Härtefall?

Pullfaktoren

Maßgeblich bei der Attraktion Deutschlands für Menschen aus der halben Welt sind die Pullfaktoren. Die Foristen vertreten durchweg die Meinung, Wenn wir in derselben Lage wären, würden wir's auch so machen und den Verlockungen folgen. Das heißt aber nicht, dass solche Pullfaktoren eingerichtet und aufrechterhalten werden sollen. Das lehnen die meisten Foristen ab, zumal vieles grotesk übertrieben ist. Viele Faktoren sind weltweit einmalige unmissverständliche Einladungen:

  1. Grenzöffnung ist Einladung.
  2. Seenotrettung mit Transport in die EU ist nicht bloß Einladung, sondern Aufforderung zum Schiffbrüchigwerden.
  3. Weggeschmissene Pässe, gelogene Nationalität, gelogenes Alter als Immigrationshilfe sind Einladung.
  4. Bleiberecht für fast alle nicht Anerkannten ist Einladung.
  5. Prozessrecht gegen Asylbescheid ist Einladung.
  6. Abschiebungen trotz Urteil nicht durchzuführen ist Einladung.
  7. Nur wer herkommt, bekommt volle Hilfe; das ist die ultimative Einladung.
  8. Familiennachzug für temporär Aufgenommene ist Einladung.
  9. Abschiebungsverhinderungsstrategien wie Vaterwerden, Schwangerwerden, Krankwerden werden honoriert und vom Europäischem Gericht gestützt, noch mehr Einladungen.
  10. Die höchsten Unterstützungssätze der Welt für arbeitslose Immigranten sind Einladung.

Arbeit

Das Thema Wer soll unsere Renten finanzieren? ist abgedroschen, aber nochmal die Argumente: Das geht nur mit welchen, die arbeiten und einzahlen. Die meisten Einwandernden sind unterqualifiziert, und arbeitslose Hilfsarbeiter haben wir schon ungefähr eine Million. In Südeuropa gibt's mehrere Millionen arbeitslose Jugendliche mit guten Qualifikationen, nur kommen die in Deutschland nicht an vergleichbare Unterstützung dran wie Flüchtlinge. Zudem werken die Roboter darauf hin, noch mehr Menschen arbeitslos zu machen.

Zweierlei Maß

Nicht nur bei den europäischen Jugendlichen gelten andere Maßstäbe. Das zieht sich durch alle Schichten. Angefangen bei der Ungerechtigkeit innerhalb der Flüchtlings-Szene – die einen kriegen alles umsonst, die anderen, die nicht herkommen können, kriegen garnix – bis hin zu den Deutschen. Die Armen sind schlechter gestellt, weil sie zumeist in die Sozialsysteme eingezahlt haben, aber oft sogar schlechter abschneiden als die Immigranten, vor allem, wenn die ihre Familie nachholen. Alle anderen müssen jegliche Ansprüche penibel belegen, während bei den Immigranten Großzügigkeit herrscht und das Wort für den Pass gilt.

Auffällig ist, dass die Verfechter der Correctess bei sich selber ganz andere Maßstäbe anlegen. Z.B. bei MeToo sind Anprangerungen und Verunglimpfungen von beweislos Beschuldigten erlaubt, was auf glatten Rufmord hinausläuft. Ebenfalls bei MeToo sind nur wohlhabende WASPs das Angriffsziel, aber nicht korantreue reaktionäre Muslime. Und sobald das Thema auf die AfD kommt, darf nach Lust und Laune verunglimpft werden, obwohl das Parteiprogramm nicht weniger akzeptabel ist als das anderer Parteien. Es wird also von einigen Schreihälsen auf die ganzen Parteianhänger verallgemeinert, was völlig uncorrect ist. Ähnlich ist es mit den Kritikern der grenzenlosen Willkommenskultur, denen pauschal Rassismus und Fremdenhass unterstellt wird.

Der Argumentationslauf ist immer so: "Die armen Hilfsbedürftigen brauchen Hilfe", und dann zählt nix anderes mehr. Die Bedürfnisse der Einheimischen zählen nicht, wer sie formuliert, wird nicht gehört oder sogar verunglimpft. Viele wollen auch nicht wahrhaben, dass es eine Konkurrenz zwischen unseren Armen und jenen Armen gibt, dass die um billigen Wohnraum, um einfache Arbeitsplätze und die zu verteilenden Sozialausgaben konkurrieren. Und um Termine beim Arzt, um Krankenhausbetten, um Prozesstermine, um Zugang zu Ämtern …

Deutschlands Reichtum

Die Legende besagt, Deutschland ist eins der reichsten Länder der Welt. Was die Legende nicht sagt, ist die Armut in Deutschland (Kinder, Alleinerziehende, Rentnerinnen), die vielen prekären Jobs, die hohe Staatsverschuldung, die Überschuldung von 10 Mio. Haushalten. Die Deutschen haben fast das kleinste Vermögen und den geringsten Immobilienbesitz innerhalb der EU.

In Deutschland werden Brücken gesperrt, weil das Geld für die Sanierung fehlt, Hallenbäder werden zugemacht, Staatsleistungen werden ständig verteuert, und der Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherungen wird regelmäßig zusammengestrichen. Anstatt dass diejenigen besonders zur Hilfeleistung herangezogen werden, die das System besonders reich gemacht hat, wird alles auf die Normalbürger abgewälzt. Diejenigen, welche die Flüchtlinge "generieren", werden schon gar nicht herangezogen. Und der deutsche Exportüberschuss bedeutet Importdefizit und Konsumverzicht für die Bürger.

Spaltung der Gesellschaft

Das wird von vielen nicht gesehen. So erklären sich wohl die bösen Worte in den Foren, die in üble Beschimpfungen übergehen können. Die Unterstellung von Fremdenfeindlichkeit und Rassenhass gehört zum Standard bei Kritik an den Auswüchsen der Migrationspolitik. Auf der Gegenseite geht es nicht so weit, sonst wäre wohl noch von "Retourkutsche für die Thailänderinnen" die Rede. Ein paar Takte hin und her:

  • Schämen Sie sich, hier so gegen Flüchtlinge zu hetzen.
  • Sie dichten hier anderen Foristen Fremdenfeindlichkeit an.
  • Sie vertreten die rassistischen Ströme kleiner Teile der Bevölkerung.
  • Wir haben eine soziale Schieflage durch eine Weltbeglückungspolitik.
  • Was für ein billiger und noch dazu dummer Populismus.
  • Das Thema Migration wird von realitätsverweigernden Weltenrettungsphantasten besetzt, welche nichts geringeres als die "Menschlichkeit" für sich reklamieren.
  • Es ist einfach nur noch schrecklich, wie das Thema Migration von einem Heer menschenverachtender Foristen niedergebrüllt wird, so dass jedwede konstruktive Auseinandersetzung erstickt.

Natürlich gibt's auch die Netten, die sowas sagen wie "wunderbar dass sie kommen", und andere die nett antworten. Wer die Foren liest, sieht aber mehr böse Bemerkungen als nette – die Mehrheit bleibt allerdings sachlich.

Stadt-Viertel

Wenn das Thema die Parallelgesellschaften sind, kommen die französischen Banlieus dran, die britischen Slums und deutsche Stadtviertel wie Berlin-Neukölln, Hamburg-Wilhelmsburg oder Duisburg-Marxloh. Entstehen kann so etwas, wenn die Integration verweigert wird, und dazu kann der Familiennachzug sehr hilfreich sein.

Denn damit wird ein islamisches Familiensystem importiert, in dem sich niemand mehr anzupassen braucht. Man kann unter sich bleiben und Traditionen wie die Kinderehe, Frauenunterdrückung oder Gebärzwang weiterleben – das ganze archaische Wertesystem wird importiert.

Kleine Frage am Rande: Wenn die italienischen Clandestini (Untergetauchten, siehe Keine Weihnachtsgeschichte) auf den Zug aufspringen, wo werden die bleiben? Auch in eigenen Stadtvierteln? Wahrscheinlich bekommen sie hier einen Schutzstatus und können es sich aussuchen …

Bestandserhaltungsmigration

Unter dem Schlagwort Replacement Migration (Link ganz unten) wurde den Ländern des Westens 2001 von der UNO erklärt, dass sie eine Menge Zuzug bräuchten, um den Bevölkerungsbestand zu erhalten (im Fall von Deutschland an die 500.000 Menschen pro Jahr). Anscheinend haben einige Politiker das als Auftrag zur Immigration verstanden, wohl mit dem Hintergrund, Bestandserhaltung ist Machterhaltung.

Dabei gibt es keinen vernünftigen Grund, warum wir nicht weniger werden sollten. Deutschland ist übervölkert (230 Menschen pro km2), Deutschland ist zugebaut, Deutschland kann keine 80 Millionen Menschen erhalten, außer durch gewaltige Importe von Energie und Rohstoff. Das Argument mit den fehlenden Rentenzahlern zieht längst nicht mehr – die Renten sollen gefälligst die Roboter zahlen.

Und bevor irgendwas in Richtung Immigration unternommen wurde, hätte die deutsche Bevölkerung erstmal in die Lage versetzt werden müssen, selber mehr Kinder zu kriegen. Stattdessen wurden immer mehr Lasten draufgepackt, bis viele zu arm wurden, um eine Familie zu finanzieren:

  • hohe Steuern auf Arbeitseinkommen, während das Kapital auf die Steuerfluchtindustrie zurückgreifen kann, hohe heimliche Steuern wie für EEG und GEZ,
  • hohe explizite und implizite Schulden in Gemeinde, Land, Staat und sogar EU, hohe Kreditrisiken in der Eurozone (eigentlich ist das Geld schon weg), hohe Target-2-Salden (das Geld ist weg – alles zusammen bedeutet, der Staat ist arm und knausert, wo er kann),
  • Verfall der Infrastruktur (das wird dann teuer), Ausverkauf von staatlichem Besitz, von Sozialwohnungen (d.h. hohe Mieten) bis zu  Autobahnen (vorbereitet, das wird dann auch teuer),
  • Missbrauch von Börsen und Finanzplätzen (alles ist so gepolt, dass es unverdienten Reichtum schafft, dass horrende Gelder an Leute gehen, die keinen Nutzen schaffen und oft sogar Schaden). Wüste Zockerei am "wholesale money market", Hochfrequenzhandel, Spekulation mit Kreditausfallversicherungen ohne den Kredit zu besitzen, Spekulation an den Rohstoffbörsen ohne die Ware nutzen zu wollen.

Das alles und noch mehr die belastet Allgemeinheit. Viele junge Leute haben prekäre Jobs und prekäre Lebensperspektiven. Viele Alleinerziehende sind arm. Auch wenn die Punkte oben schon angesprochen wurden, stellen sich die Fragen:

  • Wieso wurden nicht diejenigen, die vom System übermäßig profitieren, zur Finanzierung der Sozialkosten herangezogen? Warum wurden Banken beschenkt statt Bürger?
  • Warum wurde nicht wenigstens ein Teil der Milliarden, die nun für die Flüchtlinge fließen, an die bedürftigen Deutschen gegeben? Das hätte wahrscheinlich sogar einen Anstieg der Geburtenrate gegeben und die Bestandserhalter etwas beruhigt.

Vorschläge

Mit "Fluchtursachen beseitigen" ist das Problem der Emigration nicht zu fassen. Diese Forderung wird inzwischen auch als plakativ angesehen. Das führt zu konstruktiven Vorschlägen darüber hinaus. Nummer eins ist inzwischen Geburtenkontrolle. Fast allen ist klar, dass es eine Frage der Zahl ist, und dass Regelungen, die für ein paar Tausend eingeführt wurden, nicht für ein paar Millionen funktionieren. So können ein paar Millionen Migranten Afrikas Bevölkerungs- und Armutsprobleme nicht lösen, während sie durchaus geeignet sind, die Probleme in die Zielländer zu tragen.

Die Leier mit der Ausbeutung geht immer wieder hin und her: Wir sollen das Kobalt usw. usf. nicht kaufen (obwohl nicht so viel ist und wir es zu Weltmarktpreisen tun), aber wenn wir's nicht tun, haben sie dort gar keine Einnahmen mehr. Daraus leitet ein Forist die persönliche Forderung ab: Lebe selbst so, dass Du nicht ausbeuten musst. Das ist ein hübsches Gegenstück zu Helfe selbst und zwing nicht andere dazu.

Vielfach werden jetzt auch Nützlichkeitserwägungen angestellt. Wenn die Immigranten hier das Minimum ihrer Nützlichkeit erreichen, wär's doch besser, wenn sie zuhause eingesetzt werden, wo ihre Fähigkeiten besser hinpassen, um ihr Heimatland neu aufzubauen und konstruktiv umzugestalten. Dabei wären unsere Milliarden viel besser eingesetzt.

Was in letzter Zeit nicht zur Sprache kam, war die Direktfinanzierung, obwohl die doch inzwischen als die beste Entwicklungshilfe gilt. Man kann das Geld direkt an die Leute dort geben, als wenn sie ein Familienmitglied hier hätten, das Geld schickt. Wenn es wirklich um Hilfe geht, wäre der Nutzen für beide Seiten groß. Hier entstehen weniger Kosten, dort kommt mehr an. Und die Immigranten hätten einen triftigen Grund, nach Hause zu gehen.

Interessanterweise wurde auch die Neuauflage von Kolonien angedacht, in ganz ähnlicher Form wie sie schon bei wb atrikuliert wurde (Neukolonialisierung Afrikas?). Angesichts der Schwierigkeiten, vor Ort in die Politik einzugreifen, und der Probleme z.B. in Afghanistan oder Somalia sind jedoch Vorbehalte angebracht.

Ein letzter Punkt zu der Grenzen-Diskussion stellt eine Lösung dort in Aussicht, wo sich die Kontrahenten nicht einigen können. Die eine Fraktion besteht auf Grenzenlosigkeit, weil das humaner sei und billiger als Grenzzäune. Die Gegenseite bestreitet beide Argumente, weil letztlich kein Humanismus in der Grenzenfreiheit liege, und Grenzenfreiheit eben Migrantenmillionen bedeutet. Nun, man kann das Problem mit Computermitteln lösen: Gesichtserkennung statt Zäune. Ebenso wäre eine Smartphone-Erkennung möglich, die wahrscheinlich sogar billig zu haben wäre. Sobald es wieder Terroranschläge gibt, dürfte der Widerstand gegen solche Überwachung wegschmelzen.

Autorität

Dieser Punkt wurde nur wenig angesprochen. Angesichts der übertoleranten Obrigkeit, die praktisch keinen Gesetzverstoß im Asylbereich ahndet, gab es immerhin die Aussage Es dürfte muslimischen Immigranten schwer zu vermitteln sein, dass hierzulande niemand über dem Gesetz steht.

Das gilt besonders für autoritär geprägte  Menschen, wie es Jugendliche aus Arabien und Afrika gewöhnlich sind. Unter ihnen darf man viele Schwerstintegrierbare annehmen, auch wenn sich diese Annahme nur aus Einzelberichten speist und es bei den staatlichen Zahlenlieferandos null Informationen dazu gibt.

Toleranz wird als Schwäche angesehen, die permissive Bereitschaft zum Ausgenutztwerden fordert Hohn und Spott heraus, die Nichtverfolgung von Verstößen wird mit Verachtung registriert und mit noch mehr Verstößen beantwortet – so sieht die Welt solcher Jungmuslime aus. Belohnung für Pass wegschmeißen und Deutsche schwängern, dazu volle Alimentierung ohne Arbeit und ohne Zwang zur Integration, dann halten die uns für doofe Weicheier.

Daher wurde bei wb die Forderung erhoben, sie nachdrücklichst auf unsere Werte einzuschwören und nur mit entsprechender Unterschrift reinzulassen (Integrationsverweigerung: Man darf es jetzt sagen). Nötig wäre ein Pflichtenkatalog für Migrationswillige, der den Rechtekatalog ergänzt, damit Integration gelingen kann.

Fast muss man sich fragen, ob so ein Schwur nicht auch bei den Politikern von SPD, Grünen und Linken nötig wäre.

 

Links von Zeit und Welt usw. mit sortierten, anonymisierten referierten Leserkommentar-Auszügen.

  • Migrationsforscherin Kelek „Familiennachzug fördert Parallelgesellschaften“ (Welt 28.11.17). Kommentare:
    Wenn alle Flüchtlinge die Familien nachholen, dann ist das ganze Dorf wieder beisammen. Und dann lebt man auch wie im alten Dorf wieder zusammen. Warum sollte man dann auch zurückgehen wollen? Und wenn dann die materielle und finanzielle Versorgung der Familie auf hohem Level durch den deutschen Steuerzahler in den meisten Fällen gegeben ist, gibt es natürlich auch in diese Hinsicht keine Motivation in die alte zerstörte Heimat zurückzukehren, um sie aufzubauen. Daraus entwickeln sich natürlich neue muslimische Enklaven, die in Parallelgesellschaften einmünden und nur an den funktionalen Schnittstellen Kontakt zur einheimischen Bevölkerung haben.
    ○ Gibt es eigentlich irgendwo ein Land, wo der Islam nicht die höchste Geburtenrate hat, sofern es in dem Land andere Religionen gibt? In Ägypten hat es einige hundert Jahre gedauert, bis die Kopten eine Minderheit waren. Bei uns dürfe es wesentlich schneller gehen.
    ○ Nichts Neues aber schön dass jemand, der genau mit diesem Kulturkreis vertraut ist, das erklärt.
    ○ Es ist schade, dass man nicht Experten wie Frau Kellek in Sachen Integration zu Rate zieht! Religiös verankerte archaische Strukturen sind mit unserem liberalen Kulturkreis definitiv nicht kompatibel!
  • Syrien-Einsatz: In diesem Krieg ist Deutschland irrelevant (Zeit Online 24.1.), Kommentare:
    Die Gewinne aus Rüstungsexporten sind unverzichtbar für die Finanzierung der ganzen Flüchtlingswelle, denn ohne Rüstungsexporte nur die halbe Flüchtlingswelle; wir wollen aber dringend die ganze finanzieren. Halbe Sachen machen wir nicht.
    Die Informationen sind nur durch eine kleine Anfrage der AfD bekannt geworden. Von der Bundesregierung werden die Infos teilweise als Geheimsache eingeordnet. Hätten wir die Infos, wenn die AfD nicht im Bundestag wäre?
  • Große Koalition: Verhandler wollen heute Einigung über Familiennachzug (Zeit Online 29.1.), Kommentare:
    Warum soll die hiesige Solidargemeinschaft für Fremde aufkommen, welche großteils sie Wertevorstellung der aufkommenden ablehnt?:
    Warum muss ich bei Amtsvorgängen alles bis ins letzte Detail belegen, während bei den Flüchtlingen alles egal ist?:
    Warum ist es so schwer vorzustellen, dass sich die meisten Zuzügler Deutschland bewusst aussuchen, weil sie hier die meisten Leistungen bekommen?:
    Warum ist es humanitär geboten, all jene aufzunehmen, die die Mittel habe hier her zu kommen, aber jene Abermillionen zu ignorieren, die in der Ferne leiden?:
    In wiefern lindert die hiesige Soldidargemeinschaft die Not in der Welt mit dieser Aufnahme?
    Bitte leben sie ihre Großzügigkeit aber nicht auf Kosten anderer aus, sondern engagieren sie sich selbst.
    Hätten wir Fachkräftemangel, dann würden die Löhne in diesen Bereichen deutlich steigen.:
    Rückläufige Geburtenzahlen: Warum sind diese in Zeiten von hoher Arbeitslosigkeit und Überbevölkerung schlecht?:
    Inzucht:  Sie wollen die "Gefahr von Inzucht" in Deutschland beheben durch Zuzug von Menschen aus Kulturen, in denen, sobald ein junger Mann 15 oder eine junge Frau 13 wird, sehr gerne als erstes nach einer passenden Cousine/Cousin in der Familie gesucht wird … Ja, klingt sehr logisch.
  • Migration aus Afrika: Nur Perspektiven helfen (Zeit Online 29.1.), Kommentare:Migration aus Afrika: Nur Perspektiven helfen (Zeit Online 29.1.), Kommentare:
    Warum werden von linker Seite die (falschen) Argumente vorgeschoben, dass man Grenzen nicht schützen könne, dass man Migranten nicht aufhalten könne? Das man durch Senkung von Leistungen den Zustrom nicht verringern könne?
    Und welche Lösung bietet dieser Zaun den verzweifelten Menschen an, die – wie im vorliegenden Fall – vor einer brutalen Diktatur oder einem Bürgerkrieg fliehen?
    Gegen die Diktatur oder für den Frieden im eignen Land kämpfen.
    Die Regierung in Jerusalem hat auf dem Sinai an der Grenze zu Ägypten einen Zaun bauen lassen – komisch, über den Zaun zu Mexiko regen sich alle auf.
    Wer keine Flüchtlinge haben will und Flüchtlinge dazu zwingen will, in ihr Heimatland zurückzugehen; der sollte im Gegenzug dazu gezwungen werden, nur noch so zu leben, dass die Wirtschaft und Gesellschaft in Afrika durch sein Leben und Handeln nicht zerstört/geschädigt wird.
    Klimawandel hilft vermutlich nicht, aber der Versuch die Debatte darauf zu fokussieren, erscheint mir schlicht als Ablenkung im Sinne der Fortschreibung der Kolonialerzählung.
    Durch das erhöhte CO2 in der Luft findet weltweit ein verstärktes Pflanzenwachstum statt. Hauptnutznießer sind gerade die ökologisch besonders kritischen semi-ariden Zonen wie der Sahel in Afrika.
    Kolonialismus light? Schaut man sich die afrikanischen Probleme mal im Detail an, dann kommt man wirklich zu dem Schluss, man muesste einige Staaten letztendlich wirklich unter Kuratel stellen, damit dass noch mal was wird. Aber der Fall Somalia oder Afghanistan zeigt eben andererseits, auch das ist i.d.R. kein gangbarer Weg.
    Wenn es den Ländern in Afrika nicht durch drastische Maßnahmen (etwa eine stringente Geburtenkontrolle) gelingen sollte, selbst ihr ureigenes Problem der Überbevölkerung einzudämmen, werden Verteilungskämpfe um Wasser und Nahrungsmittel die Zukunft dieses Kontinents kennzeichnen.
    Wie wollen Sie denn die Fluchtursachen Korruption, Stammesfehden, Glaubenskriege und das Nichtvorhandensein einer bürgerlichen Zivilgesellschaft bekämpfen?
    Zusätzlich könnte man sich um die Auslandskonten dieser korrupten Despoten kümmern, eine Enteignung ist durchaus angemessen.
    Jeder Euro und gesellschaftlichen Aufwand, den Sie hier investieren, um Migranten irgendwie zu integrieren, ist letztlich verschwendet und fehlt bei der Hilfe in Afrika (siehe Schweden).
    Gleich einen ganzen Kontinent zu "retten", der dazu noch von Überbevölkerung, Korruption und ethnischen Konflikten geplagt ist, grenzt an Größenwahn.
  • Koalitionsverhandlungen: Streit um Flüchtlingspolitik belastet Koalitionsverhandlungen (Zeit Online 29.1.), Kommentare:
    Völlig unverständlich, warum sich die SPD derart auf eine von der Bevölkerung eher nicht gewünschte Einwanderungspolitik fixiert.
    Der Familiennachzug subsidär Geschützter war eine CDU-Erfindung aus dem Jahre 2015, die als Kuhhandel dafür gedacht war, dass man Balkanfluchtlinge rückführen kann. Diese CDU-Regelung ist also – da reibt man sich wirklich die Augen – inzwischen ein Kernanliegen der SPD, während sich die CDU ganz elegant abgesetzt hat.
    Wieso wird nicht auch über die Aussetzung des Familiennachzugs für voll Schutzberechtigte diskutiert? Mit über 800.000 Menschen, an die der volle Schutztitel vergeben wurde, sind das weit mehr als diejenigen, die nur subsidiären Schutz erhielten.
    Es geht bei der ganzen Diskussion ausschließlich um Migranten, deren Anerkennung als Flüchtling abgelehnt wurde, und die nur vorübergehend hier geduldet werden, bis sich die Lage in ihrem Land bessert. Welchen Sinn macht es, auch deren Familien hier anzusiedeln, um sie kurze Zeit später wieder abzuschieben?
    Wer ständig von Integration redet und dass Familie dafür wichtig ist, will gar nicht, dass die Flüchtlinge wieder ausreisen. Das hat bei den türkischen Gastarbeitern nicht geklappt, und die hatten klar befristete Arbeitsverträge, in denen Familiennachzug konkret ausgeschlossen war, und wird auch bei Syrern nicht klappen.
    Es sind Menschen, die zeitlich begrenzt hier Schutz genießen (sollten), also sollten die Familien möglichst bei ihnen Zuhause zusammengeführt werden, nicht hier.
    Wenn man die Kommentare durchliest, hat man den Eindruck, derzeit würden 81 Mio. Deutsche von 100 Mio. Asylbewerbern überrannt, kulturell ausradiert, ausgeblutet … die in der nächsten Generation sind so deutsch sind wie die Urdeutschen auch.
    Nach allen bisherigen Erfahrungen mit Einwanderung von Muslimen ist das aber nicht so (einzelne Leute natürlich ausgenommen), in keinem europäischen Land.
    Ich wünsche mir, die SPD würde sich für Deutsche so einsetzen, wie sie sich für Ausländer einsetzt.
  • Ägypten – Die Lizenz zur Fortpflanzung (Welt 13.11.17): Kairo sieht in der hohen Geburtenrate die größte Gefahr für das schon jetzt mit knapp 100 Millionen Menschen bevölkerungsreichste arabische Land. Politiker fordern Strafen für kinderreiche Familien. Aber es gibt auch einen anderen Ansatz.
  • Replacement Migration (UN Department of Economic and Social Affairs 2001): Is It a Solution to Decline and Aging Populations. Diese Lösung sieht so aus: Im Verhältnis zu ihrer Bevölkerungsgröße bräuchten Italien und Deutschland die höchste Anzahl von Einwanderern, um den Bestand ihrer Bevölkerung im arbeitsfähigen Alter zu erhalten. Italien benötigte jährlich 6.500 Zuwanderer pro 1 Million Einwohner und Deutschland 6.000 (entsprechend 492.000 Immigranten pro Jahr). Die Vereinigten Staaten benötigten die geringste Zahl – jährlich 1.300 Zuwanderer pro 1 Million Einwohner.

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2 Antworten auf Viertel für Deutschland

  1. " Und sobald das Thema auf die AfD kommt, darf nach Lust und Laune verunglimpft werden, obwohl das Parteiprogramm nicht weniger akzeptabel ist als das anderer Parteien. Es wird also von einigen Schreihälsen auf die ganzen Parteianhänger verallgemeinert, was völlig uncorrect ist. "

    Kann es sein, dass ich ein anderes Programm gelesen habe?
    BTW.: Im Programm der NSDAP von 1930 wurde der Holocaust auch nicht erwähnt.

    Auf Programme darf man bei der Bewertung einer Partei wohl kaum rekurrieren. Keines der bisherigen erfolgreichen Parteiverbotsverfahren (KPD, DRP) nahm schwerpunktmässig auf die jeweiligen Programme Bezug, sondern immer auf die Aussagen der Protagonisten in vorerster Linie.

    Die Exkulpationsbemühungen für die Rechtsradikalen und Hetzer scheinen mir langsam zu überborden auf WB.

  2. Wilfried Müller sagt:

    Ich hab mal die Weidel diskutieren gesehen und konnte nix dran aussetzen. Ansonsten schaue ich kaum TV und lese auch nur die seriösen Medien, daher weiß ich nicht, was die AfD-Leute so sagen. In den Medien kommt nämlich nur die Aussage, dass die unaussprechlich sudeln, und vor allem pauschale Verunglimpfung, also ohne konkrete Begründung. In den Zeit-Foren, die ich viel lese, sehe ich die reflexhafte, pauschale Verurteilung der Willkommens-Gegner. Wer nicht möchte, dass Fremde aus Arabien und Afrika ungefragt bei uns einreisen und rundumversorgt werden, ist dort ein Fremdenfeind. Bei Dir lese ich die Unterstellung, die AfD wäre mit der NSDAP gleichzusetzen.

    Ich glaube, wir müssen mal klarstellen, was Rechtsradikale, Hetzer und Fremdenfeinde eigentlich sind, Frank. Wenn ich nicht will, dass ein Fremder ungefragt bei mir einzieht und sich aus meinem Kühlschrank bedient, bin ich kein Fremdenfeind. Ich denke, darüber mach ich mal einen Artikel.

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