Syrien und kein Ende

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Symbolbild SyrienEs läuft auf eine Konfrontation zwischen Washington und Ankara zu, aber auch Bagdad stellt sich gegen türkische Invasionspläne (Symbolbild Syrien-Konflikt).

Kaum hatten die türkischen Truppen mit ihren vandalisierenden Kämpferhorden die Stadt Afrin "eingenommen", aus der die YPG-Kämpfer bereits abgezogen und die meisten Einwohner geflohen waren, startete das türkische Militär die nächste Invasion. Gedroht wurde erneut, die Kurden, also die "YPG/PKK-Terroristen" im türkischen Propagandasprech, von Manbidsch über Kobane bis nach Qamishli zu vertreiben, also das gesamte syrische Grenzgebiet im Süden zur Türkei einzunehmen. Zunächst aber waren am Montag türkische Truppen, unterstützt durch die Luftwaffe, im Nordirak einmarschiert, um dort die PKK aus dem Sindschar zu vertreiben. Schon Anfang 2017 hatte die Türkei mit einem militärischen Eingreifen gedroht, wenn die PKK sich nicht aus Sindschar (Shengal) zurückzieht. Im Anschluss hat die Türkei begonnen, für eine Bodentruppe aus Milizen eine Proxy-Armee durch Anwerbung und Ausbildung von arabischen Syrern bzw. Abwerbung von Kämpfern aufzubauen, die nun wohl auch in Afrin mit dabei war.

Weiterlesen unter  USA wollen in Manbidsch bleiben, Irak lehnt türkische Operation im Nordirak ab (TELEPOLIS heise online 22.3.)

 

Ergänzende Medien-Links dazu:

  • Appell an die Deutsche Öffentlichkeit : In Afrin ist Europa gefallen (PRESSEERKLÄRUNG Kurdische Gemeinde Deutschland 19.3.): Die EU-Hilfen, die die Türkei im Rahmen des sogenannten „Flüchtlingsabkommens“ erhält (die aktuelle Marge beträgt 3 Milliarden Euro), sind ein Blutgeld. Erdogan produziert derzeit die Flüchtlinge selbst, für deren „Abhalten“ er sich von der EU bezahlen lässt. Das ist das „Geschäftsmodell“ eines Verbrechers.
  • Für Afrin fehlen die Worte (Der Freitag 12/18): Dass in der Politik doppelte Standards zur wertorientierten Grundausstattung gehören, zeigt aktuell wieder einmal der Umgang mit dem türkischen Feldzug in Nordsyrien
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