1. April: Ostern findet angemessenes Datum

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easter-no-person-3242684_1280HenrivhSelten kommt die Gelegenheit, dass Ostern auf den 1. April fällt, aber dies Jahr ist es der Fall. Vom Gehalt her müsste es immer so sein, denn die Story von Jesus' Kreuztod und Auferstehung ist auch nicht realistischer als die vom eierlegenden Hasen.

Wenn schon Osterei, dann nur mit Helm, wäre zu bilanzieren (Bild: Henrivh, pixabay). Aber wir leben in Zeiten, wo man vor lauter Correctness nicht mehr Ostern sagen soll, weil die Andersgläubigen könnten eine Eierallergie / Hasenscharte / Christenphobie haben.

Aber gegen's Vergackeiern am 1. April kann doch keiner was haben, oder?

Der 1. April ist weitaus konsensfähiger als Ostern und dergleichen, denn der Background ist religions- und ideologiefrei. Zwar ist der 1. April ein deutsches Produkt, aber die Redensart „in den April schicken“ stammt von 1618 und muss daher nicht entnazifiziert werden. 400 Jahre Aprilscherze sind ein Kulturgut, das auch unsere angeblich nichtexistente Leitkultur bereichern dürfte.

easter-1238348_1280Alexas_FotosWohlan, wissenbloggt schreitet zum allfälligen Scherzen. Wegen dem 400-Jährigen wäre was Historisches angemessen. Da bietet sich eine kleine Entdeckung an. Nicht im Eierkarton hinten links das Grüne (Bild: Alexas_Fotos, pixabay), sondern in der Historie. Wie war das denn ums Ordovizium rum? War da was? Oder nicht, oder doch, oder doch nicht?

Mit solchen Fragen befasst sich die Wissenschaft ständig. Dadurch konnte sie am Ende des Religiozäns das Neoliberalium entdecken, das aber wieder durch ein neues Religiozän gefährdet ist. Um auf die Urgeschichte zurückzukommen: Passend zum 1. April wird nun ein neues Erdzeitalter entdeckt: Das Panopticum.

easter-1247634_1280Alexas_FotosDas Panopticum liefert merkwürdige Artefakte, die an Lebensformen erinnern, die erst viel später aufkamen. (Bild: Alexas_Fotos, pixabay). Um den Untersuchungen nicht vorzugreifen, sei auf die Missing Links verwiesen. Affe und Mensch sind demnach eng verlinkt, die Affen-URL ist nur einen Klick von der Menschen-URL entfernt.

Entsprechende Ermittlungen deuten auf eine Mesaillance zwischen Halbaffe und Untermensch, die sich prähistorisch verlinkten. Der Fachterminus Homo vera bedeutet denn auch nicht wahrer Mensch, sondern verheirateter Mensch. Fossilien desselben wurden bisher allerdings nicht gefunden, so dass die entsprechende Stelle im Panopticum unbesetzt bleibt.

easter-eggs-3131188_1280anncaAnscheinend ist der betreffende Homo zu gut getarnt. Deshalb könnte der Name Homo verde zutreffender sein, der alles im grünen Bereich verortet (Bild: annca, pixabay). Für Leser, die grün hinter den Ohren sind, liegt der biblische Bezug auf der Hand. Damals war die Grünphase (im Bild rechts), dann kam die Gelbphase (links). Richtiges Rot kam erst mit dem Sündenfall.

Der korrekte Terminus für den Sündenfall ist eigentlich: Sündenfalleri, -fallera und Juchheirassa, aber das nur am Rande. Die Bestrebungen gingen ja dann in die Gegenrichtung, unlink, man war sich nicht mehr grün. Daran zeigt sich, die Hasenallegorie enthält urchristliche Elemente. Das Ostereiapopeia ist praktisch die Blaupase vom Hasengott.

easter-1238845_1280Alexas_FotosMag sein, dass solche Aufklärung nicht jedem gefällt (Bild: Alexas_Fotos, pixabay). So wie der Mensch seine Links gestreut hat, so war es auch bei den Hasen. In der männlichen Version heißt der Hase deshalb Rammler, während die Häsin auch Zibbe genannt wird. Ähnliches gilt für gewisse andere weibliche Säugetiere, die ihren Platz im Panopticum verdienen.

Was bleibt am Ende? Vor allem der dringende Wunsch nach einem beständigen Link zwischen Ostern und dem 1. April. Da muss ein Tuner her für die Osterformel, dann klappt das schon.

Und wissenbloggt wünscht Frohe Ostern.

 

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