Pädophilie ante portas von Frank Sacco

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Die Pädophilie steht vor der Tür, schreibt Fank Sacco, Doktor der Medizin. Er sieht die Zunahme der Kinderpronographie als religiöse Auswirkung: Pädophilie ist demnach "ein Ausweichen in eine andere Form von Sex, wenn der Hauptstrom der Libido abgelenkt oder mit körperlicher oder verbaler Gewalt verhindert worden ist." Saccos Schlussfolgerung:
Das Christentum ist nicht grundgesetzkonform
(Bild: Sacco).

 

Pädophilie ante portas  von Frank Sacco

Die Pädophilie ist zurück. Die harten Daten liegen jetzt vor: Polizeistatistik für 2017: Erfasster Anstieg pornografischer Darstellungen mit Kindern: Plus 14,5% in einem Jahr. Mit Jugendlichen fast 1/4 Zunahme. Der Missbrauchsbeauftragte der Regierung ist „erschüttert“, so in der Die Welt vom 9.5.18. Im Darknet kursieren härteste und schwer sadistische Gewaltszenen. In Jahresfrist stieg die Zahl kinderpornografischer Websites um 35 % auf 80.000 – mit einem „Dunkelfeld um ein vielfaches größer“. 55 % der gezeigten Vergewaltigungen und sexualisierter Folter geschehen bei Kindern unter 10 Jahren.

Was ist nun eine Perversion genau, also nach dem Beschreiber und Analytiker S.  Freud? Wie entsteht eine pädophile Neigung? Ihr liegt, wie auch der Neurose, ein „Komplex“ zugrunde. Und der besteht aus einem Trauma (meist im Rahmen einer frühkindlichen schiefgegangenen heterosexuellen Begegnung), und dessen Verdrängung ins Unbewusste. Die Neurose, so die Freud´sche Definition, bezeichnet dagegen das spätere Auftreten von Krankheitserscheinungen in einer adulten Heterosexualität, als da sind Dinge wie Impotenz, Frigidität, vorzeitiger Samenerguss, Vaginismus etc.

Als Perversion bezeichnete Freud hingegen das Auftreten von „Erkrankungen“ fernab der normalen adulten Heterosexualität, also z. B. Onanie, Masturbation, Pädophilie, Sex mit Objekten (Dildo, Staubsauger, Puppen), die Sodomie und auch den sexuell gefärbten oder einfachen Sadismus. Auch die Homosexualität sahen Freud und Magnus Hirschfeld als Erkrankung an. Da hilft auch nicht, wenn die lesbische Autorin und Freudspezialistin Charlotte Wolff  in ihrem Buch „Psychologie der lesbischen Liebe“, rororo auf Seite 56 schreibt, Freud habe die Homosexualität als „normale Veranlagung“ angesehen. Doch Wolff hat diese ihre Lüge nötig. Zur Perversion zählt im Prinzip auch der heute im Vordergrund stehende virtuelle Sex (Pornoperzeption etc.). Er ist völlig zur Normalität geworden und hat den Heterosex zur relativen Ausnahme werden  lassen. „Perverse Handlungen“ nimmt also praktisch jeder von uns  irgendwann vor. Auch der kleine Jesus wird ja onaniert haben, da er ein normales Kind war. Wer sie anzweifelt, die Normalität  Jesu, der versündigt sich (nach der Lehre).

Leider werden Worte aus der Psychiatrie sehr schnell zu Schimpfworten. Statt Perversion sagen wir daher heute besser und überhaupt Inversion. Die Invertierten sind die, die die Kehrtwende weg vom Heterosex machen. Pädophilie ist also in der Regel ein Ausweichen in eine andere Form von Sex, wenn der Hauptstrom der Libido (zum heterosexuellen Verkehr) abgelenkt oder gar mit körperlicher oder verbaler Gewalt verhindert worden ist. Ich denke da an die  sexfeindlichen Religionen,  die seit ca. 1980 wieder weltweit zurück sind. Aus christlichen Familien stammende Priester sind zu über 50 % homosexuell oder homopädophil. Mit dem Grad der Gläubigkeit steigt die Quote entsprechend an. „Die Primitiven“, so Wilhelm Reich in „Der Einbruch der sexuellen Zwangsmoral“, Fischer, haben die volle sexuelle Erlebnisfähigkeit, wenn frühkindliche Sexualität nicht unterbunden wird. Die Zivilisierten könnten zu keiner Genitalbefriedigung gelangen, weil ihre Sexualstruktur durch die infolge der Erziehung erworbenen moralischen Hemmungen „neurotisch“ ist. 90 % der Frauen und 60 % der hiesigen Männer seien aufgrund von Kirchenschäden „neurotisch zersetzt“. Die Expansion der kapitalistischen Wirtschaft schicke ihre Missionare voraus, um den Eingeborenen „Moralismus, den Alkohol und Religion“ zu bringen, also eine „emotionale Pest“. Auftretende Geilheit sei ein „typisches Produkt“ der Sexualunterdrückung durch die Missionare. Wie wahr.

Das Kreuz, nur vordergründig Symbol der christlichen Nächstenliebe, wird wieder in die Amtsstuben gehängt, und das per  Erlass. Dabei ist es analytisch gesehen das Symbol der Kirchenmacht und der Unterdrückung der Menschheit und ihrer Sexualität. So soll ja jeder Mensch nach dem Dogma durch seine Verfehlungen „Mittäter an Jesu Kreuzigung“ sein. Das zu behaupten, ist strafrechtlich üble und strafbare Verleumdung und üble Nachrede. Diese klerikale, zugegeben gut gemachte Verarschung, und der liebe Gott verzeihe mir diese grobe aber zutreffende Diktion, macht seit 1700 Jahren ganze Kollektive zu demütigen Mördern und damit schuld- und angstkrank. Und das Kreuz erinnert Kinder auch immer an die Option einer Nichtvergebung einer Sünde, die, wenn es eine „Sünde gegen den Heiligen Geist“ oder eine nicht gebeichtete oder vergebene Todsünde war, schnurstracks in eine ewige Folterkammer namens Hölle führen soll. Hier wird vom Klerus heftigst gegen Art. 1 GG verstoßen. Er droht mit Folter! Ein von den Toten auferstandener (!) werde kommen und die dortigen Feuerfoltern durchführen oder in Auftrag geben. Das meint nicht nur Bischof N. Schneider. Doch alle Juristen und Mediziner wissen: Tot ist tot. Ohne Kreuz, ohne christliches Sacco-Syndrom,  lebt es sich also weitaus freier und gesunder. Viele Psychiater würden arbeitslos.

Parallel zum Erstarken der Religionen, und bedingt dadurch, wird die Welt immer prüder. Im Nahen Osten sahen wir plötzlich wieder, wo alles doch schon so „europäisch“ war, die Vermummung auftauchen. Hierzulande scheuen sich männliche Normalbürger plötzlich, mit einer Frau allein im Fahrstuhl unterwegs zu sein. In einer prüden Gesellschaft, in der die naturgewollte Sexualität schwindet, verstärkt sich das Auftreten sexueller Ersatzhandlungen mit dem Erscheinen von Invertiertheiten wie der Pädophilie und auch dem männlichen und weiblichen Verlangen nach Prostitution. Es scheint da eine lineare Beziehung zu geben. So eine Gesellschaft mutet von außen gesehen sexistisch an. Der Sexologe Sigusch behauptet, ohne Prostitution würden hier Kriegshandlungen zunehmen. Danke also all denen  vom liegenden Gewerbe. Die Befürchtung, dass ein amerikanischer Präsident bei plötzlich mangelndem Sex auf komische Gedanken kommt, liegt beängstigend nahe. Im Matriarchat geht es also oft kriegerisch zu. Schon jetzt liegen die jährlichen Kosten für Gewalt  bei 12,6 Billionen Euro, also knapp 1700 Euro pro Weltbürger (Quelle Die Welt, 7.6.2018).

Eine Abschaffung der Religionen würde eine deutliche Verminderung von Gewalthandlungen und sexueller Verfehlungen an Kindern bewirken. Und es wäre im Bett lustiger. Auch im Ehebett. Packen wir’s also an. Das Christentum ist nicht grundgesetzkonform. In die Tonne damit (Bild: Klinke / Sacco).

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Frank Sacco ist Autor von Das Sacco Syndrom und Autor der Bücher

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Eine Antwort auf Pädophilie ante portas von Frank Sacco

  1. Saco sagt:

    Überhaupt die Tiefenpsychologie

    Zu den drei Theorien über die Tiefenpsychologie, der Lehre über die Bedeutung des Unbewussten,  füge ich seit Jahren eine vierte hinzu, die die größte Angst des Menschen in den Vordergrund stellt.  Zunächst kam Sigmund Freud mit seiner Sexualtheorie und einer Angst vor dem angeblich zur Kastration fähigen Vater. Doch er scheiterte mit seiner Theorie am noch skurrileren weiblichen Pendent, dem Penisneid der Frauen. Dann kam Carl Gustav Jung.  Er ahnte nur anfangs von meinem Weg, entwickelte dann aber seine Archetypentheorie. Der Dritte im Bunde, Alfred Adler, stellte mit seiner Individualpsychologie einen „Minderwertigkeitskomplex“ in den Vordergrund und das Verlangen des Einzelnen nach einer „Gottähnlichkeit“.

    Ich stelle nun  als Frank Sacco die anerkannt größte Angst des Menschen heraus, die Angst vor dem Erleiden übergroßer, übermenschlicher Qualen. Sie muss tief verdrängt werden, um uns einen Alltag erst möglich zu machen. Doch erst sie erklärt die Angst- und Panikzustände in der Psychiatrie. Jedes Kind hat Angst vor einer heißen Herdplatte und eine Sorge, sogar zu verbrennen. Diese Angst schüren die Religionen bis zum heutigen Tag als sog. „Gottangst“, der Angst schon des Ödipus.

    Man könne in Jesu Feuer sogar ewig brennen, ohne zu verbrennen, meint Bischof Schneider. Diese Botschaft sei „verstörend“, so der Bischof, ehemals Chef der EKD.  Nein, sie zerstört. Da auch harmlose kindliche Hetero-Sexualität eben mit dieser Feuerfolter bestraft werden kann, so die Angst des Kindes, entstehen Ausweichsexualitäten.

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