Zu den Theorien über die Tiefenpsychologie von Frank Sacco

image_pdfimage_print

dav

Es geht um die größte Angst des Menschen, die „Gott- oder Höllenangst“. Ihr schreibt Frank Sacco, Doktor der Medizin und unermüdlicher Streiter gegen religiöse Angsmacherei, die furchtbaren Angst- und Panikzustände in der Psychiatrie zu.

Dahinter steckt religiöser Masochismus, aber auch Menschenfeindlichkeit – Sacco hat konsequenterweise einen Bischof wegen Kindesmisshandlung angezeigt (Bild: Sacco).

Zu den Theorien über die Tiefenpsychologie  von Frank Sacco

Zu den drei Theorien über die Tiefenpsychologie, der Lehre über die Bedeutung des Unbewussten, füge ich seit Jahren eine vierte hinzu, die die anerkannt größte Angst des Menschen in den Vordergrund stellt. Zunächst kam Sigmund Freud mit seiner Sexualtheorie und einer Angst vor dem angeblich zur Kastration fähigen Vater. Doch er scheiterte mit seiner Theorie am noch skurriler erscheinenden weiblichen Pendant, dem Penisneid der Frauen. Er blieb an der Oberfläche und erkrankte an einem Sacco-Syndrom. Über die Kastration konnte Freud stundenlang entspannt plaudern, doch über die „größte Sünde“ des Menschen nicht. Da fiel der Analytiker, der Atheist, der ein tief Gläubiger war, dann in Ohnmachten. Es war „seine“ Sünde. Die größte Sünde eines Juden.

Dann kam Carl Gustav Jung. Anfangs ahnte er als Pastorensohn etwas von der wirklichen Tiefenpsychologie. Er sprach mit Patienten immerhin über die Bibel! Das durfte keiner seiner Kollegen am Züricher Burghölzli wissen. Man hätte ihn, so Jung, für „verrückt“ erklärt. Später dann entwickelte er seine zweifelhafte Archetypentheorie.

Der Dritte im Bunde, Alfred Adler, stellte mit seiner Individualpsychologie einen „Minderwertigkeitskomplex“ in den Vordergrund und das Verlangen des einzelnen Kindes nach einer „Gottähnlichkeit“. Ganz vergeblich sucht man bei ihm ein Statement über Schäden durch die größte Angst des Menschen. Und wollen Kinder wirklich Gott ähnlich sein? Dem Täter der Sintflut?

Ich stelle nun als Frank Sacco die anerkannt größte Angst des Menschen heraus, die Angst vor dem Erleiden übergroßer, übermenschlicher Qualen – ob nun auf Erden oder in einem angenommenen bzw. gepredigten Jenseits. Sie muss abgrundtief verdrängt werden, um uns einen erträglichen Alltag überhaupt erst zu ermöglichen. Hier erst beginnt die wirkliche Tiefenpsychologie. Erst sie erklärt uns die furchtbaren Angst- und Panikzustände in der Psychiatrie. Jedes Kind hat Angst vorm Verhungern, vor einem Gefressen werden  und vor einer heißen Herdplatte. Es hat die Sorge, sogar zu verbrennen. Diese Massivangst schüren die Religionen bis zum heutigen Tag als sog. „Gott- oder Höllenangst“. Es sei das „Geschäft“ der Kirchen, so Bischof Schneider. Diese Angst war schon die Angst des Ödipus. Die Rachegöttinnen verzeihen dem Helden erst nach seinem beidseitigen Augenopfer seinen Inzest mit der Frau Mama. Gott sei Dank. Doch schade: Ein masochistisch Erblindeter mehr. Da war kein Zeus im Himmel, das überflüssige  Opfer des Ödipus anzunehmen. Religiöser Masochismus, heute versteckt in der „endogenen“ Depression,  ist im Prinzip immer überflüssig. Gottangst ist auch die Angst unserer Psychiatrie. Sie ist ein Erbe Freuds. Doch das hören sie nicht so gerne unsere Nervenärzte.

Die heutige Gesellschaft hat sie bis auf Ausnahmen kollektiv, diese Angst vor Folter. Sie wird therapiert durch a. Verdrängung und b. die ständige Perzeption von Foltergewalt in den Medien. Die Einschaltquoten bestätigen das. Ein Beispiel ist der letzte Tatort am 10.6.2018: „Polizeiruf: In Flammen“. Eine rechtsgesinnte Politikerin wird bei lebendigem Leib angezündet. Man zeigt Kindern hier Folter ohne Ende. Zur besten Sendezeit. Letztlich beruhigt das einen „gesunden“ Menschen. Das lehrte uns schon Goethe. Genug, um gut leben zu können  und den Anblick, wie Löwen Sklaven auffressen. Mehr braucht ein Volk nicht. „Brot und Spiele“, das wussten schon die römischen Feldherren.  Schwer Depressive können keinen Tatort und keine derartigen „Spiele“ mitansehen.

Man könne in Jesu Feuer sogar ewig brennen, ohne zu verbrennen, meint der sadistische „Geschäfts“-mann Bischof Schneider. Diese Botschaft, so der Ex-Chefs der EKD, sei „verstörend“. Nein, sie zerstört. Nach zwei Abmahnungen habe ich den Bischof wegen Kindesmisshandlung angezeigt, denn der, den er da als angeblich Strafenden vorschiebt, Jesus nämlich, ist definitiv tot. Wunder gibt es nicht. Da auch harmlose frühkindliche Hetero-Sexualität eben mit dieser Feuerfolter bestraft werden kann, so die Angst des Kindes, entstehen die bekannten Ausweichsexualitäten.

Als Beleg ein Textauszug (Markierungen Sacco):

sacoSchneider Anlage 3 001Im Buch von Bischof N. Schneider, ehemals Chef meiner Kirche, wird eine Grenze überschritten. Hier wird Kindern mit ewiger Feuerfolter gedroht. Und das ist hier als schwere seelische Misshandlung nach der UN-Folterkonvention und Art. 1 GG auch jeder Religion streng verboten, weil so etwas krank macht. Keine Religion darf krank machen. Schneider konnte mir auf Anfrage den entsprechenden Richterspruch Jesu nicht in offizieller Form vorlegen. Er liegt ihm halt nicht vor. Auch war der historische Jesus wahrscheinlich Zimmermann und kein Richter. Die von Schneider angekündigte Folter ist in ihrer Art und Länge (ewig) bisher unerreicht, Auschwitz eingeschlossen.

Die Frage jetzt an alle: Ist Jesus wirklich dieser neue Adolf Eichmann im Jenseits? Ist er der neue Adolf Hitler? Oder macht hier der Bischof Jesus unerlaubt und in finanziellem Eigennutz schlecht, indem er ihm Naziqualitäten unterstellt und somit nach Bischöfin Käßmann eine „Gotteslästerung“ vornimmt? Auch die ist hier unerlaubt, wenn sie als Androhung ewiger Folter zumindest „geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören“, wie es im Text heißt (siehe § 166 StGB). Ist Jesus der Terrorist, der Verbrecher, der hier ein neues Auschwitz plant, oder ist es Schneider, der als Mitglied einer Körperschaft öffentlichen Rechtes ein „Geschäft“ mit der Androhung jenseitiger Folter betreibt (siehe § 340 StGB)? Dass es ein Geschäft ist, gibt er in einem Interview selbst zu (Der Spiegel 43,2014). Was meint Ihr?


Frank Sacco 12.6.18

 
Links dazu:
 

Frank Sacco ist Autor von Das Sacco Syndrom und Autor der Bücher

Weitere Artikel von Frank Sacco

 

Mehr zum Thema:
Dieser Beitrag wurde unter Wissenschaft veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

3 Antworten auf Zu den Theorien über die Tiefenpsychologie von Frank Sacco

  1. Saco sagt:

    Bei diesem Artikel sind einige verunsichert und melden sich bei mir. Wie könne ich den Gott Jesus mit Hitler vergleichen. Ein orthodox gläubiger Leser kann Schuldgefühle bekommen, wenn er von mir liest.Denn man identifiziert sich leicht mit einem Autor. Doch der "Jesus" der Bibel ist ein Konstrukt der brutalen "kirchlichen" Hochintelligenz vom östlichen Mittelmehr und  die Hochintelligenz in Hannover (EKD) führt das fort. Der historische Jesus war aber ganz anders. Und nach seiner Aussage nicht einmal ein Gott. Einer fragte Jesus:  „Guter Meister, was soll ich tun, damit ich das ewige Leben ererbe?“ Aber Jesus sprach zu ihm: „Was nennst du mich gut? Niemand ist gut als Gott allein“… 

    Man hat sich einen hitleroiden Jesus nur zusammengebastelt. Zum Schaden unserer Kinder.Letzte Woche hörte ich bei einem Hausbesuch die Klage einer Großmutter. Das Kind, 4 Jahre, kam aus dem christlichen Kindergarten. Die Pastorin hatte etwas vorgetragen. "Oma, man kann auch verbrennen!",  so das Kind.

    Das sind alles ungestrafte Verbrechen an unseren Kindern.

  2. Saco sagt:

    Ganz normal ist das lebendig Verbrennen in Ewigkeit. Die unbewusste Angst davor ist Kern unseres kollektiven Unbewussten.  Am 22.6.2018  erzählte mir eine Großmutter über ihr Entsetzen. Das Enkelkind geht in den evangelischen Kindergarten am Ort. Einmal in der Woche kommt die „Pastorin“. Jetzt äußerte das Kind: „Oma, man kann auch verbrennen!“ Ich werde den näheren Umständen nachgehen.

    Ausgiebig und oft habe ich den Verfassungsschutz über seine Aufgabe informiert, nicht verfassungskonforme religiöse Lehren  zu verbieten. Doch er kommt seinen zugegeben unangenehmen Pflichten nicht nach. Also werden die Psychiatrien weiterhin übervoll mit Sacco-Kranken belegt sein. Und auf diese Weise boykottiert der Verfassungsschutz auch die Integration Andersgläubiger, wenn in der BRD ein fremder Glaube gelehrt wird, der bspw. die Tötung Ungläubiger verlangt, Frauen zu Menschen 2. Klasse macht und in dem, wie auch im Christentum, Anarchie gepredigt wird: Man solle dem jeweiligen Gott mehr gehorchen als dem geltenden Gesetz.

  3. Wilfried Müller sagt:

    Die christliche Indoktrinierung mit Höllenfurcht dürfte auf dem absteigenden Ast sein. Aber was die Koranschulen den Kindern eintrichtern, scheint wirklich das volle perverse Repertoire zu umfassen. Beides gehört ganz aus der Agenda gelöscht.

Schreibe einen Kommentar