Sami A. als Bundeskanzler!

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Was auf den ersten Blick überraschend erscheint, findet eine logische Erklärung. Denn wer könnte die deutsche Immigrationspolitik besser umsetzen als ein Insider? Und wo das nun mal unser Jahrhundertproblem ist, gehört echte Kompetenz an die Spitze, und nicht bloß Gut-gewollt-und-schlecht-gekonnt. Immerhin ist der Kandidat in Frage ein Multitalent, er kann keine Textiltechnik, keine technische Informatik und keine Elektrotechnik. (Bild: Clker-Free-Vector-Images, pixabay, verpixelt von wb).

Das alles hat Sami A. ohne Abschluss studiert, selbstredend auf Kosten des deutschen Steuerzahlers. Nebenbei hat er eine Familie gegründet und vier Kinder in die Welt gesetzt, auch bezahlt von Staatsknete. Ob seine Steinzeit-Islam-Vorträge in der Bochumer Moschee vergütet wurden, ist unbekannt – aber seine 14 Gerichtstermine in 21 Jahren vor Sozial-, Verwaltungs- und Strafgerichten hat bestimmt der Staat finanziert.

Dabei ist Sami A. kein anerkannter Asylant, sondern ein Geduldeter. Eine Duldung ist keine Aufenthaltserlaubnis, sondern eine „vorübergehende Aussetzung der Abschiebung“. Grund für Sami A.s Duldung: Er musste geschützt werden vor dem Zugriff seines Heimatlands Tunesien. Alle Achtung, da hat einer aus wenig viel gemacht. Solche Fähigkeiten braucht das Land.

Wenn's nicht reicht, um sich selber durchzubringen, dann geht's eben mit Frau und Kindern weiter, das bringt 1167,84 Euro pro Monat (laut Landesregierung Nordrhein-Westfalen). Der Betrag reicht sicher nicht, um seine Anwältin Basay-Yildiz zu bezahlen; dafür dürfte auch der Staat aufkommen. Wofür genau, sieht man auf der Site der Organisation "Al-Asraa", welche die Anwältin empfiehlt, in der Rubrik Über Uns, wo koranmäßig zitiert wird: "Sie möchten gern, dass ihr ungläubig werdet, wie sie ungläubig sind, so dass ihr (alle) gleich seiet. (…)." Das ist die Sure 4, Vers 89, und (…) steht für "Nehmt euch daher von ihnen keine Vertrauten, bevor sie nicht auf Allahs Weg auswandern! Kehren sie sich jedoch ab, dann ergreift sie und tötet sie, wo immer ihr sie findet, und nehmt euch von ihnen weder Schutzherrn noch Helfer."

Fast schon genial, deutsche Staatsknete in solche Abgründe zu kanalisieren. Aber das Geld kommt ja aus der Staatskasse, und die ist immer voll, da spielt das keine Rolle. Es reicht bestimmt auch dazu, um Sami A. ein Physikstudium zu finanzieren. Dann kann er mit der Amtsinhaberin von gleich zu gleich … Aber da müssten wir ihn erstmal zurückhaben.

Das ist ja nun das Problem, man hat unseren Kandidaten nach Tunesien abgeschoben. Und das, wo die Abschiebungen standardmäßig schiefgehen – was ist da schiefgegangen? Wie konnte sowas passieren? Kann man sich denn auf nichts mehr verlassen?

Und was bilden sich die Tunesier eigentlich ein? Die können doch unseren präsumptiven Bundeskanzler nicht einfach einbehalten. Er muss zurückgeholt werden! Notfalls wie in Mogadischu – aber hat die Bundeswehr noch irgendwelche intakten Transportmittel zur Verfügung? Vielleicht ist es doch besser, wenn die Rückholaktion ihren politischen Weg läuft.

Und den läuft sie ja. Die Rückholaktion ist in Gang. Das wirft eine interessante Frage auf: Wissen die es schon? Haben die in Sami A. unseren putativen Kanzler erkannt? Das wär' doch was.

Oder läuft nicht das Headhunter-Programm, sondern das Rechtsanwalt-Alimentierungsprogramm? Solche Anwürfe muss man wohl mit Vorsicht genießen. Das Problem der Disskusion darf doch darin gesehen werden, dass die Justiz die Prügel abbekommt, die eigentlich die Politik verdient hat. Ein Rechtsstaat kann schließlich nicht einfach über die Bürger gestülpt werden, sondern er hat dem Wunsch der Bürger zu folgen, wie sie ihr Zusammenleben gestalten wollen. Abschiebungs-Tourismus kommt dabei nicht vor.

Was wohl vorkäme, ist eine Abwägung, wieviel Aufwand für solche Prozesse vertretbar ist. Mit dem Geld für Gerichte, Anwälte, Verzögerungen könnte man vielen Bedürftigen helfen. Humanität für viele andere Hilfesuchende auf Kosten einiger privilegierter Hilfesuchender wäre allemal gerechter. Der Rechtsstaat ist doch nicht gefährdet, wenn Immigranten nicht in den Genuss der maximalen Rechtsversorgung kommen. Z.B. in den USA verzichtet der Antragsteller beim Einreise-Antrag grundsätzlich auf alle Rechtsmittel gegen die Einreiseformalitäten.

Wie schräg das alles ist, zeigt die Diskrepanz zu Edward Snowden. Deutschland lehnt ihn als Asylant ab, obwohl er wirklich von Folter und Menschenrechtsverletzungen in den USA bedroht ist. Bei Sami A. wurde so eine Gefahr bloß behauptet, bei Snowden ist sie real. Die Doppelmoral sieht man auch daran, wie intensiv auf den Rechten des Sami A. beharrt wird, während die dauernden Rechtsverletzungen bei der Abschiebevermeidung ganz locker genommen werden. Ein richtiger Rechtsstaat müsste eigentlich in beiden Richtungen funktionieren.

Fazit: Unsere Regierung hat eine Gesetzeslage fabriziert, auf deren Grundlage es fast unmöglich ist, abgelehnte Asylbewerber loszuwerden, nicht mal Straftäter und Gefährder. Wir werden dadurch 100.000-fach verhohnepipelt und vor aller Welt lächerlich gemacht.

Nun also Sami A. Der Fall wurde massenweise in ernstgemeinten Artikeln abgehandelt. Dabei schreit er förmlich nach satirischer Aufbereitung. Das haben unsere Kanzlerkandidaten so an sich, wenn sie Mesut Özil, Goofy oder Otto Normalverbraucher heißen. Anders bei den ernstzunehmenden aus der Riege, Norbert Walter-Borjans, Sahra Wagenknecht und Johann Wolfgang Goethe.

Nun also Sami A. Wird schon werden.

 

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Eine Antwort auf Sami A. als Bundeskanzler!

  1. Wolfgang Goethe sagt:

    Lieber Wilfried,

    der Artikel Sami A. ist sehr gut geschrieben und nimmt die Politik schön auf die Schippe. Der ganze Hickhack um Sami A. ist ja auch nur noch zum Lachen. Man sollte wirklich einen Ottonormalverbraucher zum Bundeskanzler machen – oder Kinder – die denken ehrlich und Sagen immer die Wahrheit. Die Politiker dagegen, sollten lieber Comedy machen, das können sie besser, als Politik machen – zum Lachen sind die Politiker ja sowieso.

    Gruß Johann Wolfgang Goethe

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