Splendid Integration

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girl-982119_1280Zu unserer kulturellen Aufpeppung gehört u.v.a. der Miri-Clan. Der entstand laut wiki in den 1980er Jahren, als die Bürgerkriegsflüchtlinge aus dem Libanon nach Deutschland gekommen waren. Sie waren hauptsächlich in den 1940er Jahren aus dem kurdischen Südostanatolien in den Libanon emigriert (1.).

Dort lebten die sogenannten Mahallamis in Ghettos, bis sie mit dem Beginn des Libanon-Kriegs ab 1975 nach Deutschland auswanderten (das Bild von geralt, pixabay, zeigt kein Clanmitglied).

Eine klare Identität hatten sie nicht, es ist laut wiki umstritten, ob es sich bei den Mhallami um Araber, Aramäer oder Kurden handelt. Fest steht nur, dass viele von ihnen nach Holland, Dänemark, Schweden flüchteten und vor allem nach Deutschland, wo sie sich als Geduldete oder Asylbewerber niederließen. Die Gesamtzahl wird auf 100.000 bis 200.000 geschätzt (2.).

Hauptsächlich leben sie in Berlin, Bremen und Essen, wo sie Clans bilden, außer den Miris die Al-Zeins, die Remmos, die (palästinensischen) Abou-Chakers, die Omeirats und ein Dutzend andere. Ein Teil von ihnen ist kriminell, und durch den bilden sie eine Macht in der dortigen Unterwelt. Seit den 1980er Jahren ist ihr Geschäft Schutzgelderpressung und Drogenhandel, dazu kommen Betrug, Menschenhandel, Geldwäsche, Raub und Mord (3.,4.).

Wie konnten diese Clans so groß werden? Sie treiben seit Jahrzehnten ihr Unwesen; wieso wird erst jetzt verstärkt ermittelt? Das sind die Fragen, die immer wieder gestellt werden, und es gibt keine einleuchtende Antwort dazu.

Inzwischen haben viele Clanmitglieder die deutsche Staatsbürgerschaft, andere sind staatenlos, und die meisten akzeptieren unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung mitsamt dem Rechtsstaat nicht – bei ihnen gilt das Recht des Stärkeren (1.). Wenn die kriminellen Clanmitglieder zu Straftätern werden, kann man sie nicht einfach abschieben. Mit deutscher Staatsbürgerschaft geht das nicht, und Staatenlose nimmt keiner. 

Krimineller Druck

Dabei ist der kriminelle Druck enorm. Die Territorien sind abgesteckt, in manchen Berliner Straßen kommen zwei Polizisten mit einem Streifenwagen nicht durch. Wenn sie vor einem Lokal ein Fahrzeug überprüfen, können sie schnell von 40, 50 Leuten umringt werden (1.).

Laut einem Cicero-Artikel produzieren diese Clans seit den 1990er Jahren die höchste Kriminalitätsrate in Deutschland. Statt sich zu integrieren, bauen sie ihre Großfamilien auf (5.). Die Politik hat darauf nicht reagiert, sie hat ignoriert, wie die Clansleute vor 1989 über die DDR einreisten, wie sie im Jahr 1989/90 über die nicht vorhandene Grenze kamen (allein in dem Jahr kamen 20.000 Menschen aus dem Libanon).

In manchen Fällen sind Ende der 1990er Jahre ganze Dörfer nach Deutschland geflohen (2.), und jetzt leben allein in Berlin circa 140.000 Araber (5.). Viele Tausend davon gehören zu den kriminellen Clans. Trotzdem erlaubt die Politik noch nicht mal, das Problem richtig zu benennen. In Berlin darf die Polizei immer noch nicht von Clan-Kriminalität sprechen, sondern nur von Organisierter Kriminalität.

Wertekonflikt

Hier geht es um mehr als nur kriminelles Verhalten. Es geht um Ablehnung unserer westlichen Werte. Die Araber haben Wertevorstellungen, die laut Cicero ständig mit den Werten unserer Gesellschaft kollidierten. Sie wollten ihre eigene Kultur wiederherstellen und dächten gar nicht an Integration. Wo nun ihr Aufenthalt vielfach legalisiert wurde, haben sie sich längst am Rande der Gesellschaft eingerichtet. Sie haben erkannt, wie man sich dieser Gesellschaft bedienen kann – sie haben die deutsche Gesellschaft als Beute erkoren (5.).

Das wird seit bald 50 Jahren kritisiert. Vor gut 15 Jahren trat sogar ein BKA-Präsident an die Öffentlichleit und warnte vor den Machenschaften der libanesichen Clans. Genutzt hat es nichts; die Kritiker stehen stärker unter Beschuss als die Clansleute. Wer sich kritisch äußerte, wurde als Rechtsradikaler diffamiert. Erst jetzt ist das Tabu gebrochen (5.,6.). Gegen die Clans wird mit neuem Elan polizeilich vorgegangen. Medial auch, und nun "kommt jeden Tag ein neuer Trittbrettfahrer auf die Bühne" – Politiker, die es zig Jahre verpennt haben, wollen nun ganz vorne stehen.

Sie haben Deutschland zu dem Land gemacht, in dem Kriminelle aus der halben Welt gut und gerne leben. Nicht nur hier – mit dem hier "verdienten" Geld werden ganze Dörfer im Ausland mitversorgt (2.). Deutschland ist dasjenige Land, wo man mit kriminellem Background oder Dauersozialhilfe eingebürgert wird (Leserkommentare zu 5.). Die "nichtdiskriminierende" Einbürgerung von Kriminellen und Dauersozialfällen war sogar Koalitionskriterium für die Berliner Grünen 1998.

Ausblick

In der Folge haben sich libanesische, kurdische und türkische Clans ausgebreitet. Dazu kommen tschetschenische, und es könnte bald auch syrische geben (diese Landsmannschaft ist besonders stark vertreten), und auch marokkanische und algerische (unter denen sind laut PKS besonders viel Kriminelle).

Nun, wenn das geschieht und die Polizei nicht hinterherkommt, dann kann sie auf libanesische Security-Firmen zurückgreifen, die von den Clans gegründet wurden … An Personal wird es nicht mangeln, denn allein in der Beiruter deutschen Botschaft liegen 30.000 Anträge auf Familienzusammenführung vor. Außerdem rekrutieren die Clans gern minderjährige Flüchtlinge von sonstwo, um sich zu vergrößern (1.).

Wie der Gesetzgeber die Polizei im Stich lässt, wird in einem weiteren Artikel beschrieben (7.). Dort steht auch ein vernünftiger Ansatz für die Lösung des Geldproblems: die Umkehrung der Beweislast. Es wird ein Geldwäschegesetz gebraucht, bei dem die Sozialhilfeempfänger nachweisen müssen, woher die Geldstapel in ihren Wohungen und auf ihren Konten kommen.

Wenn man Clan-Kriminalität als Clan-Kriminalität benennen würde, wäre das eine erste Stufe im Kampf dagegen. Die zweite wäre, den Schwerstintegrierbaren durch ein Geldwäschegesetz das Geschäftsmodell zu verhageln. Die Integrationsverdrossenheit der Allgemeinheit würde sich schließlich begrenzen lassen, wenn der Kontrollverlust bewältigt würde. Also die verlorenen Gebiete von den Parallelgesellschaften zurückerobern.

Aber daran ist bei der gegnwärtigen Besetzung unserer illustren Großpolitikerriege wohl kaum zu denken.

 

Medien-Links:

  1. Al-Zein, Abou Chaker, Remmos: Die Macht arabischer Clans in Berlin (web.de 22.12.17): Die Berliner Polizei erklärt auf Nachfrage: "Es obliegt der Polizei Berlin nicht, Familienstrukturen zu erforschen oder statistisch zu erfassen. Darüber hinaus findet der Begriff 'Clan' in der Polizei Berlin keine Verwendung." Von Tatverdächtigen und Organisierter Kriminalität ist die Rede, aber von Clans oder gar sogenannten Großfamilien nicht.
  2. Recherche in der Türkei "Das ganze Dorf lebt vom Geld aus Deutschland" (Morgenpost 2.8.18): Fehler in der Integrationspolitik haben den Zusammenhalt der Clans gestärkt. … In manchen Fällen fliehen Ende der Neunziger ganze Dörfer nach Deutschland, ganze Familien. Laut Artikel haben manche von ihnen mehrere Hundert Mitglieder; viele von ihnen sind Kurden oder Palästinenser. Die meisten haben dem Bericht nach keine Pässe mehr, andere schmeißen ihre türkischen Ausweise weg, um ihre Chance auf Asyl zu erhöhen.
  3. Arabische Großfamilien in Deutschland (Kontraste 2.8.): Ob Dortmund, Essen, Bremen oder Berlin: Mittlerweile sind die Clanstrukturen in vielen deutschen Großstädten so verfestigt, dass das Bundeskriminalamt gestern einräumen musste: Die Bedrohung durch organisierte Kriminalität in Deutschland ist hoch.
  4. Ehrenwerte Familien: Libanesische Clans in Deutschland (Focus Online 24.4.17): Nach den Schätzungen der Ermittler sollen allein in Berlin 12 – 17 Clans mit mehreren Tausend Angehörigen leben. Mitglieder aus acht bis zehn dieser Clans sollen kriminell in Erscheinung treten. Sie heißen Al-Zein, Remmo, Omeirat, Miri oder Abou-Chaker, Letztere sind Palästinenser.
  5. „Die Clans betrachten die Gesellschaft als Beutegesellschaft“ (Cicero 5.10.): Der Autor Ralph Ghadban kennt die arabischen Clans in Berlin aus seiner Tätigkeit als Sozialarbeiter in den achtziger Jahren. Jetzt hat er ein Buch über sie geschrieben. Darin wirft er der Politik vor, sie habe die Herrschaft der Clans erst ermöglicht
  6. Deutlich mehr Verfahren gegen Familienclans (Zeit Online 5.8., 530 Kommentare): Die Polizei ermittelt häufiger gegen türkische und arabische Familienclans. Besonders groß ist das Problem in Berlin, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bremen.
  7. Politik – Kriminalität –  Berlins Unterwelt ist verloren an die arabischen Clans (Welt 10.4.16): Wie der Gesetzgeber die Polizei im Stich lässt, wird in dem Artikel beschrieben. "Finden wir beispielsweise in der Wohnung eines Beschuldigten 150.000 Euro, obwohl er als Hartz-IV-Empfänger ein Legaleinkommen von weniger als 1000 Euro hat, müssen wir ihm nachweisen, dass die Summen aus kriminellen Geschäften stammen. Wir brauchen die Beweislastumkehr, es müsste genau andersherum laufen."
 
 

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3 Antworten auf Splendid Integration

  1. Wolfgang Goethe sagt:

    Es wird sich in Deutschland auch in Zukunft nichts ändern, was die kriminellen Clans sämtlicher Herkunft betrifft – selbst in den Schulen gibt es Clans. In Deutschland geht die Autorität und der Respekt von Polizei, Richtern und Politikern immer mehr verloren: Entweder ist die Politik zu schwach, oder sie hat selber Angst vor den Clans und unternimmt deshalb nichts. In Berlin gibt es Orte, die fest in der Hand von Clans sind, da traut sich die Polizei schon gar nicht mehr hin – und die Politik schaut weg oder will wegschauen. Politiker dagegen werden rund um die Uhr durch die Polizei bewacht und beschützt. Ich wünsche es zwar keinem, aber die Politiker müssten mal beraubt, verletzt und bedroht werden, damit sie an der Realität wieder nah dran sind. Wir brauchen schärfere Gesetze, die sich den kriminellen Machenschaften von Clans anpassen, und wir müssen sie auch durchsetzen. Im Grunde genommen ist der Staat doch nur noch ein Witz – das wissen auch die Kriminellen!

    JWG

  2. "Kulturelle Bereicherung" wird ausschliesslich bei erklärten Feinden des Humanismus verwendet. Gelegentlich lohnt ein Blick in deren Vokabular. Kann ich nur empfehlen in aller Freundschaft.

  3. Wilfried Müller sagt:

    Danke für den Hinweis Frank, hab's ersetzt durch Aufpeppung.

    Zu Wolfgangs pessimistischer Sicht gibt's immerhin den Ansatz, dass jetzt anscheinend ein paar Tabus gebrochen wurden. Auch wenn der Kontrollverlust immer noch schlimm ist, sehe ich zumindest Hoffnungszeichen.

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