Frank Sacco in eigener Sache und in fremder Sicht

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graphic-3356095_1280Wer gegen das Establishment aufsteht, muss Kritik aushalten können. Das trifft auf Frank Sacco, Doktor der Medizin, zu. Hier nimmt er Stellung zu Angriffen aus der Tiefe des Internet-Raums.

Dazu ein Text, der Sacco aus der Sicht des Betroffenen würdigt (Bild: BilliTheCat, pixabay).

 

Frank Sacco: Kein Antisemit

Von einigen jüdischen Mitbürgern wurde ich im Netz angegriffen. Ich sei ein moderner Antisemit, ein Schuldabwehr-Antisemit. Ich würde den Holocaust 33-45 relativieren. Nur das Letztere ist richtig. Denn der Holocaust  33-45 wurde, was die Zahl der zu Tode gefolterten und den zu beklagenden Grad an Grausamkeit angeht, noch einmal getoppt. Zeit also, den Vorwürfen  entgegenzutreten. Was war geschehen? Ich hatte berichtet, dass ich vor Jahren Frau Knobloch, damals Leiterin des Zentralrates der Juden, geschrieben habe, das gläubige Judentum solle auf die Vermittlung Story der Sintflut als einen gerechten Akt Jahwes verzichten. Dies schrieb ich in meiner Funktion als Psychotherapeut auch einem Rabbiner. Antworten erhielt ich nicht. Am 17.10.18 schrieb ich einer Rabbinerin. Die Antwort bleibt abzuwarten.

Die Geschichte der Flut ist eine üble Erfindung und macht jüdischen und christlichen Kindern große Angst. Sie bekommen einen „Gott“ vorgesetzt, der den ersten Holocaust in der Geschichte der Menschheit hingelegt haben soll, die Sintflut. Und sie werden krank davon, angstkrank. Und:  Dieser Gott soll auch noch nach seinem „obersten Gebot“, angebetet und verehrt werden. Ein Despot, der objektiv von unseren Amtskirchen schlimmer als Hitler geschildert wird, soll in seiner „Herrlichkeit in Ewigkeit“ verherrlicht werden.  Amen. So geht es nicht. Nicht nach Auschwitz! Nicht in der BRD und nirgendwo sonst!

Dabei waren Sintfluten immer nur Naturkatastrophen und nicht die gerechte Tat irgendeines Gottes. Es waren also keine „Sünd“-fluten. Als solche und demnach gerechte Strafen werden sie aber bis heute in Kinderbibeln dargestellt. Das ist natürlich nach §131 StGB und nach Auschwitz  eine schwere Straftat. Sie wird in deutschen Kirchen, Kitas  und Synagogen regelmäßig begangen.  In der letzten Woche habe ich in dieser Sache zwei Bibel-Verlage und eine Kirche angezeigt. Wenn man einen modernen Nazi als jemanden definiert, der einen Holocaust gut und gerecht findet, machen unsere Gotteshäuser jedes Kind zu einem Nazi. Fazit: Es resultieren angstkranke kleine Nazis. Da die religiösen Dogmen in Kirchen in einem Suggestivzustand gelehrt werden, und das vor der Entwicklung eines kritischen Bewusstseins, setzt sich dieses Nazi-sein im Unbewussten eines jeden so missbrauchten Kindes fest, und das auch, wenn das Oberflächenbewusstsein des Individuums sich als „aufgeklärt“  einstuft. Es wird später nicht jede üble Gewalttat als solche erkannt und als falsch eingestuft. Eine weitere Straftat der Amtskirchen: Sie machen unsere (unschuldigen!)  Kinder (auch jüdische Kinder) zu Mördern, zu „Mittätern“ an Jesu Kreuzigung. Demut und Schuldbewusstsein will man auf diese Weise züchten. Mit diesen Verbrechen muss Schluss sein. Zu viele haben unter einem schweren Sacco-Syndrom zu leiden und sich deswegen sogar umgebracht. Gut 50 % der Insassen einer Psychiatrie haben ein Sacco-Syndrom.

Berechtigte Kritik am Judentum darf nicht immer als ein Antisemitismus hingestellt werden, weil sie sonst unterbleibt und sich Gefühle bei den mundtot Gemachten  aufstauen. In der Springerpresse sind Dinge von einem „Täter-Gen“ und dem Statement Tätervolk, immer Tätervolk zu lesen. Heute, am 11.10.2018 kritisiert H. M. Broder in der Die Welt einen „Schuldabwehr-Antisemitismus“ in der BRD. Wo uns, uns unschuldigen  Nachgeborenen eine Auschwitzschuld aus politisch motiviertem Antrieb illegal eingeredet wird, wehren wir sie mit sehr gutem Grund ab: Wir haben keine direkte Verantwortung am damaligen Geschehen. Uns diese einzureden, machte uns depressiv. Und es macht uns heute schon eher wütend, als dass wir uns diesen Schuh anziehen.  Wir sind darum noch keine Antisemiten. Unsere einzige geschichtliche Verantwortung liegt darin, übler Gewalt und bösartigem Hass in jeder Form entgegenzutreten. Doch das ist die Verantwortung eines jeden.

Gutgemeinte Kritiken an Israeliten, auch an der Politik im Nahen Osten, sollten und müssen ausformuliert werden dürfen.  Es ist antisemitisch und kontraproduktiv, es zu unterlassen.

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(Bild: Datheisten)

Freundliche Grüße von einem Ex-Patienten

Nachricht: Ich finde es schade, dass Frank Sacco durch so viele "geistige Tiefflieger" denunziert wurde. Ich war mindestens 8 Mal in einer psychiatrischen Klinik, nämlich wegen (nach meiner eigenen Analyse) eines Symbiosetraumas aufgrund katholischer Misshandlung, das interessierte die dortigen Ärzte jedoch nicht. Erst durch eigenes Handeln und Selbsttherapie mit Hilfe von den Publikationen von Frank Sacco bin ich wieder ein angstfreier und normaler Mensch geworden. Meine Mutter (katholisch) hat mir in meiner Kindheit immer klarmachen wollen, dass ich bei den geringsten Sünden von Gott bestraft werde. Durch meine Selbsthilfe im Internet und Lesen von Büchern ist mir klargeworden, dass Götter (vor Allen der monotheistische Gott) nur eine Erfindung menschlicher Fantasie sind.

Den Durchbruch zu meinem Wohlergehen habe ich aber vor allem dem in meinen Augen besten Psychotherapeuten Deutschlands, Frank Sacco, zu verdanken, der mich durch seine Publikationen zum Nachdenken und zur Genesung gebracht hat. Nur schade, dass man keinerlei Kontaktadressen (wenigstens Fax-Nummer ) über das Internet erfährt, da ich aufgrund meiner Recherchen zur Psychoanalyse und Therapie noch einige Tipps für ihn hätte bezüglich "Symbiosetrauma" und "Was es heißt, ein Mensch zu sein", was seine Therapie-Erfolge wesentlich erleichtern und beschleunigen könnte. Die einschlägige Psychiatrie hat mir jedenfalls nicht geholfen, bis zu meiner Selbsthilfe und die Publikationen von Herrn Sacco.

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(Bild: WFLATHEISM)

Frank Sacco ist Autor von Das Sacco Syndrom und Autor der Bücher

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Spezieller Link: Holocaust – darf man ihn in der BRD verharmlosen und verherrlichen? von Frank Sacco

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4 Antworten auf Frank Sacco in eigener Sache und in fremder Sicht

  1. Wolfgang Goethe sagt:

    Ich finde, dass man schon bei der Kindererziehung die Kinder aufklären muss, dass es keinen Gott oder Allmächtigen gibt und er eine Erfindung der Menschen ist. In der Schule sollten Eltern ihre Kinder am Religionsunterricht nicht teilnehmen lassen und sie keine kirchlichen Einrichtungen besuchen lassen. Man muss den Kindern klarmachen, dass die Welt sich selbst erschaffen hat und das es nach dem Tod auch kein neues Leben gibt. Einen Schutzengel gibt es auch nicht – "ich habe Glück gehabt" trifft es eher.

    Eine Eheschließung findet immer beim Standesamt statt, wo man dann eine amtliche Heiratsurkunde ausgehändigt bekommt: Die kirchliche Eheschließung danach ist nur eine Zeremonie, die Geld in die Kirchenkassen spült; denn der Pfarrer darf keine amtliche Heirat mit Heiratsurkunde durchführen. Aha! Gott darf keine Eheschließung vornehmen, das heißt: Es gibt keinen Gott – denn sonst dürfte er es ja!

    Ich finde es gut, wie Herr Sacco sich dafür einsetzt!

    JWG

  2. Saco sagt:

    Leider sind die Kindergärtren ziemlich fest in Kirchenhand. Einmal die Woche kommt der Pastor und wäscht den Kindern die Gehirne – auch die von Atheistenkindern.

  3. Wolfgang Goethe sagt:

    Lieber Saco, ich wusste genau, warum wir unsere Kinder zu Hause erzogen haben und die Erziehung nicht dem Kindergarten überlassen haben, damit der Kindergarten keinen Einfluss auf unsere Kinder nehmen kann. Heute sind sie erwachsen und glauben an keinen Gott – und das ist gut so. Dass man die Atheistenkinder einfach mit einbezieht, ohne vorher die Eltern zu informieren, ist eigentlich rechtlich nicht zulässig.

    ″Eine Türkin hat mir erzählt, dass sie jeden Monat Geld an eine religiöse Institution in der Türkei überweist, damit sie nach ihrem Tod ins Paradies kommt &ndas