Mohammed als Kinderschänder

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pedophile
Dies ist eine schändliche Geschichte über eine schändliche Geschichte.

  • Die ursprüngliche Story ist die vom muslimischen Propheten Mohammed, der sich ähnlich wie einige katholische Priester als Kinderschänder hervortat.
  • Die zweite Story handelt vom Umgang mit diesem Skandalon, und sie ist selbst ein Skandal.

Auch wenn man die Gegebenheiten einbezieht, bleibt die Schieflage. Es wird mit zweierlei Maß gemessen, von Redlichkeit keine Rede (Bild: reddit).

Der Reihe nach: Die Vorwürfe an den muslimischen Religionsstifter sind nicht neu. Eine von seinen 12 Frauen war bei der Heirat 6 Jahre alt und erst 9, als die Ehe konsumiert wurde. Sicher ist ein gewisses Verständnis für politische Notwendigkeiten angebracht, für soziale Gegebenheiten und für die Sitten von damals. Weil die Frauen im Orient um 600 rum oft rechtlos waren, war die Ehe als Versorgung wichtig, und manche von Mohammeds Ehen mögen unter diesem Aspekt zu sehen sein.

Trotzdem wusste man auch damals, was recht und was nicht recht war. Z.B. erlaubte Mohammeds Konstrukt "Islam" den Männern 4 Frauen, was durch die vielen Kriege und den resultierenden Männermangel wohl zu rechtfertigen war – zeitweise. Für sich selber schrieb er eine Ausnahme in den Koran. In Sure 33:50 heißt es: "O Prophet, Wir erlaubten dir deine Gattinnen, deren Brautpreis du bezahlt hast, und die Sklavinnen, die du besitzt (…), dies Privileg gilt nur für dich und nicht für andere Gläubige."

Soweit dieser Punkt betroffen ist, kann sich die muslimische Sophistik mit der christlichen durchaus messen, wie man an allerlei Rechtfertigungsversuchen für diese Extrawurst sehen kann – das Unrechtsbewusstsein ist also da. Ähnlich dürfte es beim Vollzug der Ehe mit Kindern sein. Das wurde damals nicht so eng gesehen, zumal die Ehefrauen ja nur Mädchen waren. Aber dass es die Kinder schändet, war wohl jedem klar. Um es nochmal ganz deutlich zu sagen, Kinderehen waren damals und sind heute Kindsmissbrauch und Kinderschändung.

In der muslimischen Rabulistik wird auf den Punkt Missbrauch eher nicht eingegangen, aber dafür wird versucht, von den 12 Ehefrauen einige wegzudiskutieren. Mohammed hat demnach nicht mit allen 12 Frauen eine "intensive Ehe" geführt, sondern nur mit 4 davon (Kinder hat er aber mehr als vieren gemacht). Die Liste von Mohammeds Frauen:

  1. Khadijah (Hadice)
  2. Sawda
  3. Aischa (das ist die jüngste)
  4. Hafsa
  5. Umm Salama
  6. Rayhana
  7. Zaynab
  8. Juwayriyya
  9. Safiyya
  10. Ramla
  11. Maria al-Qibtiyya
  12. Maymuna

Die zweite Story fängt mit dem historischen Kindsmissbrauch an, und zwar wurde dessen Erwähnung gerichtlich verfolgt. Auf einem Seminar der (rechten) FPÖ im Jahre 2009 zum Thema "Grundlagen des Islam" befasste sich eine Vortragende mit dem Islam und hielt Mohammed vor, er habe "gern mit Kindern ein bisschen was" gehabt." Ein 56jähriger und eine Neunjährige – das sei Pädophilie.

Diese Äußerung brachte sie vor den Richterstuhl, die Anklage lautete auf "Verhetzung" und "Herabwürdigung religiöser Lehren". Von der Verhetzung wurde sie freigesprochen, aber wegen Blasphemie zu einer unbedingten Geldstrafe von 480 Euro verurteilt. Die Verteidigung legte Berufung ein, 2011 wurde die Berufung abgewiesen. Das Verfahren ging in Österreich durch die Instanzen mit jeweils islamkompatiblen Urteilen. Entschieden wurde dann beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte, wie am 25.10.2018 Medien berichteten.

Der EUGh ist das Gericht, das urteilte, dass Kopftücher im Gericht erlaubt sein müssten. In diesem Fall urteilten sie wieder islamkompatibel, die Vortragende habe durch ihre Äusserungen den religiösen Frieden bedroht, der in Österreich per Gesetz geschützt ist. Die österreichischen Gerichte hätten die Aussagen der Beschwerdeführerin ausführlich gewürdigt und sorgfältig ihr Recht auf freie Meinungsäußerung gegen das Recht anderer auf Schutz ihrer religiösen Gefühle abgewogen. Zu sagen, Mohammed habe "gern mit Kindern ein bisschen was" gehabt und heute nennten wir das Pädophilie, sei eine Herabwürdigung religiöser Lehren, auch wenn der Tatbestand in islamischen Büchern dargestellt wird, und wenn sowas im heutigen Österreich eine strafbare Handlung ist.

Die EUGh-Begründung für die Bestätigung der Verurteilung lautete, die Beklagte habe es versäumt, in ihrer Aussage zu Mohammeds Eheleben auf neutrale Art über den historischen Hintergrund zu informieren. Sie hätte also zuerst die Aischa-Geschichte aus der islamischen Überlieferung erzählen müssen, ehe sie ihre Meinung dazu äußerte. Weil sie das nicht gemacht habe, hätte ihre Äußerung nur so interpretiert werden können, dass Mohammed der Verehrung nicht würdig wäre, was eben die islamische Religion herabwürdige.

Wow.

Der EUGh unterstützt also den mittelalterlichen § 188 aus Österreich, der Religionen unter einen Sonderschutz stellt. Dazu Erwin Peterseil bei atheisten-info.at: Wenn nun bei unsereinem so ein Urteil berechtigtes Ärgernis erregt, weil damit die säkulare Welt herabgewürdigt wird, dann ist das rechtlich völlig bedeutungslos, weil herabwürdigungsgeschützt sind nur Religionen.

Die Angelegenheit ist noch nicht ganz vom Tisch; sowohl Österreich als auch die Beschwerdeführerin können das Urteil noch anfechten. Es hinterbleibt aber der Muff nach Mittelalter. Und die Heuchelei, dass die Dinge nicht beim Namen genannt werden dürfen, zumindest in Österreich.

Es wäre unredlich von dieser Site, immer nur die christliche Vergewaltigung der Kinder mit Höllenfurcht bis Pfaffensex zu thematisieren (wb-Link Sacco). Hier wird ganz klar die Meinung vertreten, dass es für keinen Gott und keinen Propheten Verehrungsschutz geben darf. Aus humanistischer Sicht sind Menschen zu respektieren, nicht Religionen. Letztere darf jeder so blöd finden, wie er mag – und wenn Götter oder Propheten sich an den Menschenrechten vergreifen, darf das ausgesprochen werden.

 

Link zum Artikel bei atheisten-info.at

Links zu wissenbloggt-Artikeln:

Nachtrag 30.10.: Internationale Beachtung für den EUGh-Skandal:

EU Court Upholds Prosecution Of Woman For Comparing Muhammad's Marriage To A Six-Year-Old Girl To Pedophilia (Zero Hedge 29.10.): "…A 56-year-old and a six-year-old? …What do we call it, if it is not pedophilia?” That was found to be "disparaging religion" and lower courts upheld the conviction… This new ruling shows the rapid abandonment of the European courts of fundamental values of free speech.  The ECHR has now established itself as legitimizing the criminalization of speech in Europe. Der Artikel beschreibt das Vorgehen des EUGh als "perfekt orwellisch" (perfectly Orwellian) und sieht darin einen logischen Zirkelschluss.

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23 Antworten auf Mohammed als Kinderschänder

  1. Wolfgang Goethe sagt:

    Der Islam legt sich die Religion und den Koran so zurecht wie er es gerade braucht. Nur Männer haben Rechte, die Frauen dagegen haben keine Rechte: Der Islam verlangt Respekt – Respekt sollten sie erst einmal ihren Frauen entgegenbringen. Im Orient ist es ja üblich, dass Männer viele Frauen besitzen, weil sie sich auf ihren Propheten Mohammed berufen können. Auch im Islam muss gelten – Finger weg von Kindern!

    JWG

  2. Man kann die Dinge immer simplifiziert sehen, oder so kompliziert wie sie nun einmal sind. Ich bevorzuge – aus meiner Kenntnis als Muslim heraus – die zweite Variante.

  3. Wilfried Müller sagt:

    Die Philosophie sagt ganz klar, dass man die Wirklichkeit in ihrer Komplexität nicht erkennen kann. Es geht also nur um graduelle Stufen der Komplexität, und das legt sich ein jeder so zurecht, wie es ihm gefällt. Vielleicht klärst Du uns auf, an welcher Simplifizierung Du Anstoß nimmst?

  4. "Den" Islam gibt es nicht.

  5. Wilfried Müller sagt:

    Das ist ein Totschlagargument, das genauso fürs Christentum angewendet werden könnte.

  6. Was aber nichts an seiner Richtigkeit ändert.

  7. Wolfgang Goethe sagt:

    Nach dem Christentum ist der Islam die zweitgrößte Weltreligion. Wenn es keinen Islam gibt, dann gibt es auch kein Christentum.

    JWG

  8. Niemand sagt dass es keine Muslime gibt. Niemand sagt, dass es keine Christen gibt.

  9. Frank Berghaus sagt: 29. Oktober 2018 um 11:04

    "Den" Islam gibt es nicht.

    Wenn es "den" Islam nicht gibt, dann gehe ich davon aus, dass es außer jenem Islam, der auf dem Koran basiert, weitere Islame gibt, deren Fundament etwas anderes ist als der Koran oder bloße Auslegungen (hineininterpretieren, herauslesen) der koranischen Texte — also Islame, die auf anderen Texten oder anderen Überlieferungen basieren als der Islam des Korans, Islame, die womöglich auf jemand anderen zurückgehen als auf "den" Islam-Erfinder Mohammed.

    Welche Islame könnten das sein ?

    Siehe ggf. den Beitrag «Den Islam» gibt es nicht ? vom 28.10.2018.

    Eckhardt Kiwitt, Freising

  10. Wolfgang Goethe sagt:

    ″Den″ Islam gibt es nicht!

    Aber ″dieser″ Islam ist da und wenn etwas da ist, dann gibt es das auch.

    JWG

  11. Wilfried Müller sagt:

    Frank sagt uns, dass es 176 Islame gibt.

  12. Wolfgang Goethe sagt:

    Warum 176 und nicht 175 oder 177? Wer hat sie gezählt? Es gibt "Den" Islam

    Von Prof. Dr. Ilhan Arsel (Verfassungsrechtler,Religionskritker) und Turan Dursun (Islamkritiker) sagt:.

    1. Der Islam als totalitäres patriarchalisches Rechtssystem.

    2. Der Prophet – alles andere als ein ethisches Vorbild.

    3. Gottesknechtschaft statt Leben in Selbstverantwortung.

    4. Intoleranz gegen Nicht- und Andersgläubige.

    5. Christen- und Judenfeindlichkeit.

    6. Frauen im Islam.

    7. Gewalt im Islam.

    8. Entmenschlichung der Männer.

    9. Unterjochung der Frauen selbst noch im Jenseits.

    10. Das muslimische Bild des Menschen: ein undankbares, zu absolutem Gehorsam verpflichtete    Geschöpf.

    JWG

  13. Frank Berghaus sagt: 30. Oktober 2018 um 10:08

     

    176

    Lieber Frank, falls Du mit dieser Zahl (176) ausdrücken möchtest, dass es Deiner Mainung nach 176 verschiedene Islame gibt — und nicht etwa 176 verschiedene Auslegungen oder Variationen des einen Islams — dann erläutere doch bitte, auf welchen 176 voneinander unterscheidbaren Quellen all diese Islame basieren. Es gibt ja noch nichtmal "sunnitischen" und "schiitischen" Islam — denn der Zwist zwischen Sunniten und Schiiten ist schließlich nur ein Streit oder Kampf um die Erlangung politischer Macht und gesellschaftlichen Einflusses (entfernt vergleichbar dem Streit zwischen Katholiken und Protestanten in Nord-Irland oder dem Dreißigjährigen Krieg in Mitteleuropa). Um irgendein "richtiges" oder "falsches" — oder sonstiges — Rumgeglaube ging und geht es nie.

    Im Übrigen könnte man auch der Meinung sein, dass es 0 (null) Islame gibt, da ja Islam bekanntlich "Unterwerfung unter den Willen Allahs" bedeutet.

    Da man bei Allah — wie bei allen anderen Göttern und Göttinnen — keine Wechselwirkungen beobachten geschweige denn nachweisen kann, und auch keine sonstigen Indizien findet, die auf seine Existenz hindeuten, gibt es dieses Allah-Dingsbums offenbar nicht. Wenn es Allah aber gar nicht gibt, dann hat der auch keinen Willen, dem man sich unterwerfen könnte. Also folglich auch kein Islam. 0 Islame! Logisch ?

    Despotismen und Ideologien (Friedrich Dürrenmatt: "Ideologie ist Ordnung auf Kosten des Weiterdenkens."), mit denen sich noch jede Menschenrechtsverletzung "rechtfertigen" lässt, gibt es in der Menschheitsgeschichte allerdings mehr als reichlich. Islam gehört dazu.

    Eckhardt Kiwitt, Freising

  14. Soweit mal drei Beispiele für unterschiedliche Islame, die mit den Zerrbildern nichts zu tun haben.

    Wie sie sich unterscheiden? Tafsîr und Ahadith.

  15. Zum Vorwurf der Pädophilie und zum Gerichtsurteil:

    In der österreichischen Zeitung "Die Standard" gab's vor mehreren Jahren einen Artikel online, in dem es u.a. hieß:

    „Verheiratung neunjähriger Mädchen in Marokko verboten — gegenteiliges Dekret eines Geistlichen wurde damit vom obersten theologischen Rat verworfen“ … „Sheikh Maghraoui hatte in seiner “Fatwa” argumentiert, die Hochzeit mit neunjährigen Mädchen sei erlaubt, da bereits der Prophet Mohammed die Ehe mit einer Braut diesen Alters vollzogen habe. Es gebe “nichts” im Koran, was darauf hindeute, dass eine Neunjährige nicht ebenso befähigt zur Ehe sei wie eine Frau im Alter von 20 Jahren oder mehr.“

    Aus dem Online-Angebot der Zeitung ist der Beitrag, soweit ich sehe, leider verschwunden, nur den seinerzeitigen Weblink habe ich noch: http://diestandard.at/?url=/?id=1220458887225

    Wenn man ein wenig differenziert und wenigstens halbwegs sachlich argumentiert statt nur platte Schlagworte zu streuen, dann darf man … Doch um Sachlichkeit und Argumentation ist es der "Vortragenden", die da verurteilt wurde, vielleicht gar nicht gegangen. Vielleicht war ein wenig Klamauk beabsichtigt, mit dem man mehr Aufmerksamkeit, mehr Öffentlichkeit erreichen kann.

    Eckhardt Kiwitt, Freising

  16. Frank Berghaus sagt: 30. Oktober 2018 um 19:21

    Islame, die mit den Zerrbildern nichts zu tun haben.

    Sind es Zerrbilder des Islams, die man in einigen Ländern sehen kann, in denen islamische Gesetze gelten bzw. in denen Islam die Staatsreligion ist? Falls ja, dann würde uns so manches islamische Gesetz ein Zerrbild des Islams liefern.

    Gibt so mancher der chronologisch späten Verse des Korans (es sind ja ziemlich viele !) ein Zerrbild des Islams ab — oder war das, was der Mohammed in seinen letzten zehn Jahren zusammenphantasiert hat, gar kein Islam mehr? Falls ja, dann gäbe es viel Text im Koran, der mit "dem Islam" (dem Islam des Korans) nichts zu tun hätte. Das wäre aus meiner Sicht gerade so, als hätte etliches, das im Alten Testament geschrieben steht, nichts mit dem Judentum zu tun, und so manches, das man im Neuen Testament nachlesen kann, hätte nichts mit dem Christentum zu tun. Vielleicht ist es so!? Allerdings ändert sich eine Grundlage nicht dadurch, dass man in sie heute etwas anderes hineindeutet oder aus ihr herausliest als zu früheren Zeiten, und sie ändert sich auch nicht dadurch, dass man Textteile einfach ignoriert.

    Wie sie sich unterscheiden? Tafsîr und Ahadith.

    Auf Exegese (Tafsir) und die Überlieferungen war ich in meinem Beitrag «Den Islam» gibt es nicht ? (auf meiner Website) bereits eingegangen und habe aufgezeigt, dass damit nicht mehrere Islame begründet werden, sondern nur unterschiedliche Auslegungen der schriftlichen Quellen des einen Islams.

    Gegenargumente ?

    Eckhardt Kiwitt, Freising

  17. Frank Berghaus sagt: 30. Oktober 2018 um 19:17

    https://www.facebook.com/IbnRushdGoetheMoschee/

    Diktatur und Despotismus kann man nicht "reformieren" — man kann sie nur überwinden.

    Eckhardt Kiwitt, Freising

  18. Wolfgang Goethe sagt:

    Bei den Kommentaren ″Islam″ werden verschiedene Meinungen interpretiert und vertreten: Auch die angezeigten Links können keinen richtigen Aufschluss bringen, weil auch bei den Links aus dem Internet die Meinungen zum Thema ″Islam″ weit auseinandergehen. Wenn man den Islam richtig verstehen will, sollte man die Menschen fragen, die den Islam erlebt haben oder mit dem Islam leben müssen, mit all seinem patriarchalischen Rechtssystem. Die Zahl 176 ist m. E. wissenschaftlich nicht belegt und stellt für mich eine Fantasy-Zahl dar.

    JWG

  19. Wilfried Müller sagt:

    Frank gehört zu den Menschen, die den Islam von innen kennen. Interessant sein Link zur IbnRushd – Goethe Moschee in Berlin/Moabit. Da kannst Du Dich überzeugen, ob es wirklich ein zeitgemäßer Islam ist, der dort vertreten wird, Wolfgang. Die werden sicher interessiert sein, mal einen lebenden Johann Wolfgang Goethe kennenzulernen.

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