Deutschland – ein Einwanderungsmärchen?

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In seinem Blog Emergenz-Netzwerk hat Dr. Günter Dedié am 27.10. diesen Artikel publiziert (Foto Bisonherde: Pixabay, Auszug).

 

 

 

Deutschland – ein Einwanderungsmärchen?

Zu Zielen und Auswirkungen der Massenmigration
 
Die wenigsten Asylanten, die an der Grenze der BRD „Merkel“ rufen, oder „Asyl“ oder „Syrer“, sind Flüchtlinge; die allermeisten sind Migranten, die aus eigenem Antrieb kommen und bleiben wollen, um mehr Wohlstand zu beanspruchen, als ihr Heimatland ihnen bietet. Oder sie berufen sich schon jetzt auf den Entwurf des UN-Migrationspakts, wenn ihnen das ihre Fluchthelfer bereits beigebracht haben. Ganz ähnliche Ansprüche haben die Migranten an der Südgrenze der USA und anderswo. Wohlstandsmigranten sind zumeist „Trittbrettfahrer“, die die besseren Gemeingüter der Industriestaaten und deren Sozialsysteme nutzen wollen, wenn diese den Missbrauch nicht vorgesehen haben, oder der Missbrauch aus ideologischen Gründen wie irrationaler „Fremdenliebe“ im aufnehmenden Land zugelassen wird. Den Schaden der Massenmigration erleiden bei der aktuellen Zusammensetzung der Migrationsströme nach Europa die sozial Schwachen im aufnehmenden Land, z.B. wegen der Konkurrenz im Niedriglohnsektor und beim Wohnungsmarkt, während die Konzerne und die Wohlhabenden profitieren, z.B. durch niedrigere Löhne und höhere Mieteinkünfte. Ob das aufnehmende Land insgesamt einen Nutzen von der Migration hat, hängt ganz stark von den kulturellen Werten im Herkunftsland der Migranten ab, die sie mitbringen, und von ihrer Ausbildung.
 
Ein Beispiel dazu: In Schweden mit seiner jahrzehntelangen Immigrations- und Integrationserfahrung beträgt der Ausländeranteil ca. 8%; ihr Anteil bei den Sozialhilfeempfängern beträgt aber 60% (Stand 2016; Quelle: Statista).
 
Diese Notiz soll beispielhaft zeigen, wie sich ideologisch bedingte unzureichende Verantwortung, manipulierte Daten und falsch verstandene Globalisierung als Ordnungsparameter negativ auf die Soziodynamik und die Entwicklung der Gesellschaft auswirken können.
 
Massenmigration als Waffe
 
Zur „Massenmigration als Waffe“ gibt es seit 2016 eine Monografie von Kelly M. Greenhill mit dem Untertitel „Flüchtlinge als geopolitisches Druckmittel“ [1]. Die Massenmigration gibt es danach schon lange, sie ist meist mit Kriegen und Bürgerkriegen verbunden. In den letzten Jahrzehnten spielt die Massenmigration sowohl nach der Zerstörung von Staaten in Nahost und Nordafrika durch Neokolonialismus, Destabilisierungen und Kriege der NATO eine besonders große Rolle, als auch im Rahmen von sozialromantischen und kosmopolitischen Ideologien wie bei den Flüchtlingsströmen in die BRD und bei den Plänen der UN zur Migration. Die Massenmigration führt zur Destabilisierung der aufnehmenden Staaten durch weltanschauliche Polarisierung, westliche Demokratien sind deshalb besonders leicht erpressbar. Sie führt auch zu großen finanziellen Belastungen für das Zielland und die Bildung von Parallelgesellschaften, die oft mit organisiertem Verbrechen verbunden sind. Der ökonomische Nutzen für das Zielland ist erfahrungsgemäß fraglich; Wohlhabende können gewinnen, aber Einkommensschwache sind die Verlierer. Die Beispiele des Buchs enden 2006, vermutlich weil es 2010 erstmals erschienen ist.
 
Die BRD ist weltweit ein Sonderfall, weil die Migrantenmassen von einer sozialromantisch orientierten, elitären Minderheit (s.u.) ohne ausreichende demokratische Legitimation geradezu „eingeladen“ und in der BRD ohne Gegenleistung bezahlt werden. Die Migranten profitieren zu Lasten der Einheimischen als „Trittbrettfahrer“ vom Sozialsystem und den Gemeingütern. Dabei werden die Unterschiede zwischen Flüchtlingen, Asylsuchenden und Migranten bewusst verwischt; die Mainstream-Medien bezeichnen alle Migranten als Flüchtlinge, obwohl der Anteil der Flüchtlinge im Sinne der UN-Flüchtlingskonvetion vielleicht 5% ausmacht.
 
Im Fall des UN-Migrationspakts spielt aber selbst dieser Unterschied keine Rolle mehr, weil die Migration von den kosmopolitischen Eliten der UN als Bevölkerungsersatz (Replacement Migration) im Interesse der aufnehmenden Staaten „verkauft“ wird. Das ist äußerst fragwürdig und nur als Versuch einer weltweiten ideologischen Diktatur zu verstehen.
 
„Stabiles Klima in der Integrationsrepublik Deutschland“?
 
Um diese Vorgehensweise in der BRD nachträglich zu rechtfertigen, gibt es u.a. ein Gremium mit dem anspruchsvollen Titel „Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration“ (SVR). Der SVR hat im September 2018 eine Umfrage unter der Bezeichnung „Integrationsbarometer 2018“ veröffentlicht [2, 3]. Eine Kernaussage dabei ist, dass der Integrationsklima-Index (der von 0 (sehr negativ) bis 100 (sehr positiv) reicht) zwischen 2015 und 2017 nur von 65,4 auf 63,8 abgesunken ist. Die Mainstream-Medien haben diese verblüffenden Aussagen kritiklos weiterverbreitet. Wie kommt dieses sehr positive Ergebnis zustande? Der entscheidende Punkt ist der extrem niedrige Anteil der tatsächlichen Antworten von 6,4% der „bereinigten“ Umfrage, die sog. Ausschöpfungsquote. Üblich sind bei solchen Umfragen gegenwärtig Quoten von 20-40%. Kann diese geringe Quote die Ergebnisse der Umfrage verfälschen? Schauen wir uns die Zahlen an:
 
Bei der Umfrage 2017 waren von den insgesamt benutzten 663.501 Telefonnummern nur 145.654 erreichbar. Davon verweigerten 57,4 Prozent verbal die Teilnahme und 14,8 Prozent verweigerten sie, indem sie nach Begrüßung sofort auflegten. In Summe sind das ca. 105 000 Personen [3]. Da die Interviews mit dem Satz beginnen: „Guten Tag, ich bin … vom … . Wir führen im Auftrag des Sachverständigenrats für Integration und Migration eine wissenschaftliche Studie zum Thema Zusammenleben von Deutschen und Migranten durch“, dürfte es sich bei den „Verweigerern“ neben Personen, die generell keine Zeit oder keine Lust für die Beteiligung bei einer Umfrage haben, überwiegend um Personen mit einer negativen Sicht auf das Migrationsklima handeln. Warum? Diese Befragten befürchten, dass ihre Aussagen als fremdenfeindlich, rechtsradikal oder schlimmeres registriert werden und ihnen Nachteile bringen könnten. Den Befürwortern der Migration dagegen ist natürlich wichtig, dass ihre Antworten registriert werden, denn sie sind ja die „Guten“. Da sich der Integrationsklima-Index von 63,4 auf die Antworten von nur 9300 Personen (6,4%) bezieht, ist unmittelbar einsichtig, dass jeder größere Anteil negativer Meinungen der 105 000 Personen, die „verweigert“ haben, das positive Ergebnis massiv negativ macht. Das scheinbar positive Ergebnis der Studie ist deshalb äußerst desinformativ und eines „Sachverständigenrats“ mit wissenschaftlichem Anspruch gänzlich unwürdig. Bei der Umfrage waren übrigens knapp 80% der Befragten mit Migrationshintergrund geplant, es konnten aber nur ca. 20% befragt werden. Bei der Umfrage 2015 war die Stichprobe zwar kleiner, die zahlenmäßigen Verhältnisse aber ähnlich, das Ergebnis deshalb ebenfalls unzutreffend.
 
Unabhängig von diesen desinformativen Aussagen des SVR ist natürlich klar, dass die (wenigen) „echten“ Kriegsflüchtlinge ohne andere Asyl-Alternative aus humanitären Gründen vorübergehend Asyl bekommen sollten. Dafür müssen sie aber strenge Kriterien erfüllen. Noch wichtiger wäre allerdings, dass die NATO endlich ihre weltweiten Einmischung- und Aggressionskriege einstellt, einschließlich der politischen Drohnenmorde.
 
Zur Minorität der Rot-Grünen Sozialromantiker
 
Meine Bewertung der SVR-Studie als Desinformation wird gestützt von einer anderen, methodisch besseren Untersuchung des Leibniz-Instituts für Sozialwissenschaften [4] von 2017. Nach deren Befragung sprechen sich eine große Mehrheit dafür aus, den Zuzug von Flüchtlingen und Asylbewerbern zu unterbinden oder zu begrenzen, nämlich 83% bzw. 94% in den neuen und 75% bzw. 92% in den alten Bundesländern.
 
Die Ergebnisse dieser Untersuchung lassen außerdem den Schluss zu, dass die Minorität der sozialromantischen, die Migration befürwortenden „Eliten“ in der BRD nur 10 – 20% der Bürger beträgt! Diese beherrschen aber die M-Medien und damit weitgehend auch die Regierung. Der Anteil dieser ideologisch orientierten Elite ist übrigens vergleichbar mit dem Anteil der Kommunisten in der DDR, der nach Aussagen von Zeitzeugen etwa 15% betragen hat. Der Unterschied besteht nur darin, dass die Kommunisten die StaSi und die NVA zum Machterhalt benötigten, während für die Sozialromantiker der BRD (bisher) die Propaganda der omnipräsenten Massenmedien ausreicht. Von Georg Christoph Lichtenberg gibt es dazu eine treffende Metapher: „Mehr als das Gold hat das Blei die Welt verändert. Und mehr als das Blei in der Flinte das im Setzkasten.“
 
„Deutschland ist ein Einwanderungsland“?
 
Mit dieser Behauptung empfängt die Internetseite des SVR ihre Besucher – ohne weitere Begründung, auch im „Kleingedruckten“ nicht. Wahrscheinlich hält der SVR den Entwurf des Migrationspakts der UN für eine ausreichende Begründung. Danach muss die BRD jährlich 500 000 Migranten als „Bevölkerungsersatz“ aufnehmen! Im Dez 2018 soll dieser Entwurf in der BRD unterzeichnet werden.
 
Warum müssen Migranten aus Afrika ein Bevölkerungsersatz für europäische Staaten sein? Europa hat bereits eine Bevölkerungsdichte von 74 Einwohnern/km2, die BRD von 230 Einwohnern/km2, Afrika (nach Abzug der Sahara) aber nur von 57 Einwohnern/km2 (Stand 2016). Ein Bevölkerungsersatz ist für die BRD nicht sinnvoll; sie ist eh‘ schon überfüllt. Frankreich beispielweise hat nur 106 Einwohnern/km2, die Franzosen aber merkwürdigerweise keine Angst, auszusterben.
 
In der BRD gäbe es für die Themen Alterspyramide, fehlende IT-Spezialisten usw. andere Lösungen, wenn mal wieder jemand entsprechende Reformen ausarbeiten und durchführen würde, statt alles laufen zu lassen oder/und medienwirksam nur an den Symptomen zu kurieren. Kernproblem ist dabei das Sozialsystem, das als zentralisiertes System für Missbrauch und Betrug viel anfälliger ist als der pluralistische selbstverantwortliche Lebensunterhalt. Ein weiterer gravierender Problembereich ist die Ausbildung „nach Lust und Laune“, und deshalb sehr oft am Bedarf des Arbeitsmarktes vorbei. Da sich der Missbrauch des Sozialsystem und die fehlende vorausschauende Verantwortung bei der Ausbildung gegenseitig verstärken, muss vor allem der Missbrauch des Sozialsystems erschwert werden.
 
Wenn jemand den Lebensstandard in Afrika verbessern will, sollte er vor Ort Hilfe zur Selbsthilfe leisten. Das würde auch sehr viel weniger kosten als die aktuelle „Migranten-Betreuungs- und Abschiebungs-Verhinderungs-Industrie“ in der BRD.
 
Wenn man das Wachstum der Weltbevölkerung begrenzen will, um Umweltschäden und Verteilungskämpfen vorzubeugen, kann man nicht „die Weltbevölkerung“ dafür verantwortlich machen. Die Verantwortung muss Staaten und Familien zugeordnet werden, damit sie überhaupt eine Wirkung haben kann. Kinderreichtum wird bekanntlich gefördert durch religiöse Vorgaben, die fehlende Gleichberechtigung der Frauen, Armut und geringe (Aus-)Bildung. Diese kulturellen Bedingungen sind aber sehr unterschiedlich für die verschiedenen Staaten, Religionszugehörigkeiten und auch Ethnien. Der geplante UN-Migrationspakt führt wegen fehlender Verantwortung der Staaten und falscher Rückkopplung durch die geplante Migration zu einem weiteren Anstieg der Weltbevölkerung. Dieser galt seit Jahrzehnten als negativ; warum jetzt nicht mehr? Könnte es sein, dass Sozialromantiker und Kosmopoliten nicht wissen, was Verantwortung und Rückkopplung ist?
 
Auch in der BRD, deren Export und die damit verbundene Beschäftigung seit Jahren vom schwachen Euro statt der starken D-Mark profitiert, wird die wirtschaftliche Lage der einkommensschwachen Bevölkerungsschichten und der Rentner von Jahr zu Jahr schlechter: Die Null-Zins-Politik der EZB zerstört den Wert der Altersvorsorge, und die reale Inflationsrate von etwa 6% (statt der „offiziellen“ 2% [5]) die Kaufkraft ihrer Einkommen, bei Rentenerhöhungen von i.M. 1% in zehn Jahren um 40%! Diese Entwicklung ist schon seit vielen Jahren unterwegs. Hinzu kommt die von Jahr zu Jahr wachsende Gefahr eines großen Crashs der Finanz- und Realwirtschaft aufgrund der immensen Schulden, des Versagens der EU und der rasch wachsenden Konkurrenz in Fernost. Als Folge werden sich die Verteilungskämpfe und die damit verbundenen gesellschaftlichen Konflikte erheblich verschärfen.
 
Das „kollektive Gedächtnis“ der heutigen Generationen hat schon lange verdrängt, wie oft es das in der Vergangenheit schon gegeben hat.
 
Quellen:
[1] Kelly M. Greenhill: Massenmigration als Waffe; Kopp Verlag 2016
[2] SVR: Integrationsbarometer 2018, https://www.svr-migration.de/publikationen/ib2018/
[4] Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften: Einschätzung von Migranten 1980-2016, ISI Ausgabe 57, https://www.gesis.org/fileadmin/upload/forschung/publikationen/zeitschriften/isi/isi-57.pdf
[5] Gunther Schnabl, Lehrstuhl für Wirtschaftspolitik und Internationale Wirtschaftsbeziehungen der Universität Leipzig, Focus 8.6.2018
 
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11 Antworten auf Deutschland – ein Einwanderungsmärchen?

  1. Wolfgang Goethe sagt:

    Solange man nicht wieder Grenzkontrollen einführt, wird sich auch nichts ändern. Die Politik hat in der Flüchtlingspolitik den Überblick verloren und versagt!

    JWG

  2. Wilfried Müller sagt:

    Mich beunruhigt vor allem, dass es keine Anstrengungen gibt, wieder reguläre Zustände herbeizuführen, und dass anscheinend die Bevölkerung überhaupt nicht gefragt werden soll (abgesehen von lauter privaten kleinen Umfragen). Für die Zahlen aus Schweden konnte ich keine Quelle finden (8% Ausländer ja, aber nicht 60% Anteil bei Sozialhilfeempfängern).

    Ich teile Günters Kritik an der SVR-Studie als Desinformation und habe das auch schon kurz angesprochen in Unterstellungen zur Asylpolitik. Auch das Argument mit der Bevölkerungsdichte vertrete ich so ähnlich in wb. Wie ich höre, bringt Günter ein neues Buch heraus, in dem er diese Thematik weiter ausführt, da darf man gespannt sein.

     

  3. Wolfgang Goethe sagt:

    Da stimme ich Dir voll zu, Wilfried! Warum die Politik keine Anstrengungen macht, um die regulären Zustände wieder herbeizuführen ist doch klar: Die Politiker leben in gesicherten Bereichen wo sich keine Migranten oder Flüchtlinge aufhalten dürfen. Warum sollte die Politik die Bevölkerung fragen, das hat sie noch nie gemacht und interessiert sie auch nicht, ihr Motto ist: Hier sind die Flüchtlinge und die Kriminellen, seht zu, wie Ihr damit klarkommt und seit schön freundlich zu denen, denn wir sind ein Willkommens-Land. ″Wir schaffen das″. Nein! Die Bevölkerung muss und soll es schaffen! Wenn ich könnte, würde ich die Politiker/in für ein Jahr eine Wohnung beziehen lassen in den Bezirken Berlin-Reinickendorf, Berlin-Wedding, Berlin-Moabit, Berlin-Kreuzberg, Berlin-Neukölln oder Berlin-Schöneberg – da würden sie am eigenen Leib spüren wie es sich anfühlt, vergewaltigt, verprügelt, überfallen und ermordet zu werden – anders kriegt man das in deren hohlen Köpfe nicht rein.

    JWG

  4. @Wilfried: Quelle für die „60% Sozialhilfeempfänger in Schweden“: In Statista habe ich die Stelle nicht mehr gefunden. Hier aber zwei vergleichbare Zitate:

    @Klimaflüchtlinge: In den Mainstream-Medien wird zunehmend der doppelt populistische Begriff „Klimaflüchtlinge“ verwendet, gern im Zusammenhang mit Bangladesh, einem islamischen Staat auf dem indischen Subkontinent mit ca. 160 Mio. Einwohnern und der enormen Bevölkerungsdichte von ca. 1100 Einwohnern pro km2. Bangladesh besteht zum großen Teil aus flachem Land, von dem weite Teile „nur wenige Meter“ über dem Meeresspiegel liegen und soll aufgrund des sog. „Klimawandels“ demnächst überschwemmt werden. Schuld daran seien die Industrienationen, die den Klimawandel verursachen.

    Dazu folgende Hinweise:

    • Zum Vergleich: Die Niederlande liegen zu 38% ihrer Fläche unter dem Meeresspiegel und zu weiteren 50% weniger als einen Meter darüber.
    • Der Anstieg des Meeresspiegels im 20. Jhdt. um bis zu 20 cm ist vor allem eine späte Folge der letzten kleinen Eiszeit und der damit verbundenen Gletscherschmelze sowie der Erwärmung der oberen Schichten der Weltmeere. Die kleine Eiszeit ist aber eine Folge der periodisch veränderliche Sonnenaktivität und nicht menschengemacht.
      Ob und welchen Anteil der Treibhauseffekt durch industrielles CO2 dazu beisteuert, ist bisher unklar und umstritten.
    • Bangladesh soll aber aufgrund der Plattentektonik bis 2100 zwei- bis viermal so schnell absinken (insgesamt um etwa 1 m), wie der Meeresspiegel aufgrund des hypothetischen Treibhauseffekts steigen soll. Daran sind nun aber ausnahmsweise nicht die Industrienationen schuld wink

    Was Bangladesh also wirklich helfen würde, wären Deiche wie in den Niederlanden und anderswo.

  5. @JWG/30.10.: Die BRD würde als Migrationsziel rasch unattraktiv, wenn die illegalen Migranten keine Sozialhilfe ohne Gegenleistung erwarten würde, sondern eine Freiheitsstrafe wegen illegaler Einwanderung, plus unmittelbar anschließender Ausweisung. Wie schon gesagt, nachweisliche Kreigsflüchtlinge ausgenommen.

  6. Wolfgang Goethe sagt:

    Günter Dedié, da stimme ich zu! Aber wenn wir Grenzkontrollen hätten, würden keine illegalen Migranten mehr einreisen können. Illegale Migranten haben kein Recht auf Sozialleistungen, auch nicht durch Gegenleistung, sie müssen bei einer Festnahme wieder abgeschoben werden, sonst besorgen sie es sich durch Beschaffungskriminalität. Einem Bericht zufolge sollen durch Migranten und Flüchtlingen, durch falsche Angaben und Betrügereien bei den Sozialämtern und Jobcentern, z. B. Kinderangabe etc. – dadurch wird der Staat jährlich um 50 Millionen Euro betrogen. Bei den Kriegsflüchtlingen ist das was anderes; wenn sie unsere Gesellschaft und den Staat tolerieren und respektieren, habe ich damit kein Problem!

    JWG

  7. Grenzkontrollen wurden mit den Schengen-Verträgen abgeschafft und dürfen nur im Notfall vorübergehend wieder eingeführt wrden.

  8. Wolfgang Goethe sagt:

    Frank Berghaus, das ist richtig, aber wie muss dieser Notfall aussehen für Grenzkontrollen? Terrorismus?

    JWG

  9. Wilfried Müller sagt:

    Frank, wenn wir mal realistisch sein wollen, werden die EU- und Euro-Verträge doch nach Belieben gebrochen, Schengen, Maastricht, Lissabon …

    Wolfgang, 50 Mio. sind ein Klacks, da brauchen wir nicht drüber zu reden. Der Unterschied von Flüchtlingen – Immigranten wird nach Möglichkeit verschleiert und vom Migrationspakt im Dezember ganz aufgehoben. Das politische Ziel ist, kein Migrant soll illegal sein. Anscheinend soll es sogar legal werden, in das Land der eigenen Wahl zu migrieren. Kriegsflüchtlinge, die z.B. über Österreich kommen, sind bisher ja eigentlich illegal hier.

    Ich habe deshalb ein Problem mit allen Einreisenden ohne Visum, zumal niemand die fragt, ob sie unseren Staat respektieren, und niemand weiß, wie rückständig sie sind. Ich will gefragt werden, ob fremde Menschen reinkommen dürfen, und ich will sagen dürfen, dass ich für Hilfe vor Ort bin. Und wenn das nicht so leicht geht, soll die Politik verdammt noch mal da was auf die Beine stellen statt hier. Sollen sie den Bangladeshis helfen Dämme zu bauen statt sie hier einreisen zu lassen.

    Günter, danke für die Links. Die harte Schiene ist hier nicht machbar, zumal die Leute verrückterweise die Grünen wählen, deren Politik die Probleme (mit) verursacht und verschärft. Abschiebung funktioniert auch nicht, also werden wir die Pull-Faktoren m.E. nur durch Grenzschließungen und Aufklärung im Vorfeld los. Merkel ablösen wäre schon mal ein gutes Signal.

  10. Wolfgang Goethe sagt:

    Ich sehe das genauso, Wilfried! Wenn die über Österreich eingewanderten Kriegsflüchtlinge illegal nach Deutschland kommen, muss man sie wieder abschieben. Ich vertrete auch Deine Meinung, Wilfried, wenn Du sagst, dass die Bevölkerung gefragt werden muss und das man auch was sagen darf – sonst sehe ich bei Wahlen keinen Sinn, warum ich meine Stimme abgeben soll, wenn ich nicht gefragt und gehört werde. Der Staat hat die Pflicht und die Aufgabe, das Volk und das Land zu schützen! Wenn Deutschland durch wachsende organisierte kriminelle Banden und Clans, vor allem aus Osteuropa, bedroht wird, müssen eben wieder Grenzkontrollen eingeführt werden, auch wenn Abkommen gemacht wurden: Ich habe damit kein Problem, wenn ich in ein anderes Land einreise und mein Pass vorzuzeigen muss und kontrolliert werde!

    JWG

  11. Nachtrag zu Bangladesh/1.11.:

    Im Fall von Bangladesh gibt es noch weitere Aspekte, die man berücksichtigen muss, bevor man Untergangsszenarien verkündet: Schon im Jahr 2008 haben Wissenschaftler des Center for Environment and Geographic Information Services in Dhaka festgestellt, dass Bangladesh in den letzten fünf Jahrzehnten um etwa 1000 Quadratkilometer angewachsen ist. Sie werteten dazu Satellitenbilder aus und fanden, dass Bangladeschs Fläche in dieser Zeit im Durchschnitt um 20 Quadratkilometer pro Jahr gewachsen ist. Der Grund hierfür sind die enormen Schuttmassen aus dem Himalaya, die von den großen Flüssen wie Brahmaputra, Ganges usw. durch das Land in Richtung des Indischen Ozeans geschwemmt werden. Die Flüsse transportieren jedes Jahr mehr als eine Milliarde Tonnen Sediment durch das Land, wovon ein großer Teil an der Küste von Bangladesh liegen bleibt.

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