Die drei Betrüger – Roman von Ursula Janßen

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Die drei BetrügerKurzbesprechung:
 
Der historische Roman „Die drei Betrüger“ von Ursula Janßen handelt von der Geschichte des atheistischen „Traktats von den drei Betrügern“. Viel wurde über dieses legendäre Werk spekuliert; seit dem 13. Jahrhundert suchten Gelehrte in ganz Europa danach. Es gab kaum einen Freidenker des Mittelalters oder der Renaissance, dem die Autorenschaft nicht zugeschrieben wurde. Über den Inhalt war nur soviel bekannt, dass es die drei Begründer der monotheistischen Religionen – Moses, Jesus und Mohammed – als Betrüger bezeichnete. 
Der Roman ist auf zwei Ebenen angelegt: Die Rahmenhandlung spielt im Hamburg des späten 17. Jahrhunderts und spiegelt den Konflikt zwischen radikalem Beharren am vermeintlich Alten und der Frühaufklärung wider.
 
Die Haupthandlung findet etwa vierzig Jahre zuvor statt und handelt von der Suche nach dem legendären Manuskript, die den den jungen Gelehrten Hieronymus Bender am Ende des Dreißigjährigen Kriegs quer durch Europa führt. Bender, der seine Bildung selber dem Jesuitenorden verdankt, kommt im Laufe seiner Forschungsreise vermehrt mit religionskritischen Schriften und Gedanken in Kontakt, gleichzeitig erfährt er die Auswirkungen des Dreißigjährigen Kriegs am eigenen Leibe und zweifelt immer mehr an dem, was er bisher als selbstverständlich angesehen hatte. Er trifft auf eine Anzahl berühmter Persönlichkeiten seiner Zeit, die alle ebenfalls ein Interesse an dem Buch zu haben scheinen und von denen einige offenbar nicht vor Raub und Plünderung zurückschrecken, um an das geheimnisvolle Buch zu gelangen. Schließlich laufen alle Fäden in Rom zusammen, das von Korruption und Machtspielen zerrissen wird.
 
 
"Die drei Betrüger“ ist ein spannender und solide recherchierter Roman voller authentischer Fakten und ein Kuriositätenkabinett illustrer historischer Persönlichkeiten. 
 
 
„Die drei Betrüger" hat 245 Seiten und ist als Taschenbuch oder EBook erhältlich.
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