Ein kurzes Wort zum Atheismus

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Atheismus

Der Atheismus, lt. Wikipedia «im engeren Sinne die Überzeugung, dass es keinen Gott bzw. keine Götter gibt», definiert oder erhebt „aus sich heraus“ keinen Machtanspruch.
Er leugnet aber, ohne die Anarchie zu befürworten oder zu fordern, den direkten oder indirekten Machtanspruch von Göttinnen und Göttern oder deren irdischen Stellvertretern; vgl. Kant – Aufklärung:

Daß der bei weitem größte Teil der Menschen […] den Schritt zur Mündigkeit, außer dem daß er beschwerlich ist, auch für sehr gefährlich halte, dafür sorgen schon jene Vormünder, die die Oberaufsicht über sie gütigst auf sich genommen haben.

Militante Atheisten hingegen versuchen bisweilen, ihre Sichtweise zu einer „Wahrheit“ zu erheben, die sie anderen ggf. aufzwingen möchten – statt jeden glauben zu lassen was er will oder nicht will – formulieren also womöglich eine Art Ersatz-Religion, wollen vielleicht selber ein wenig „Gott“ sein und laufen damit dem Atheismus zuwider.

* * *

Zum Verständnis meines rechtlichen Standpunkts:

Religionen geben den Menschen Orientierung, wird uns bisweilen gesagt. Das tut unsere Verfassung, das Grundgesetz, auch – allerdings ohne Menschen zu bevormunden, sie einzuschüchtern oder sonstwie zu drangsalieren. Obendrein gewährleistet das Grundgesetz Rechte und Freiheiten, die so manche Religionen nichtmal gewähren.

Mit anderen Worten:

Nicht jene Gesetze und sonstigen Rechtsnormen oder Rechtsinstanzen, die vermeintlich von Göttern und / oder zur Befriedigung von Göttern, zur Befriedigung von Rachegelüsten oder dem Wunsch nach (zynischer) Strafe[1] und Ausgrenzung ohne Möglichkeit der Resozialisierung erlassen oder eingesetzt wurden, sollten Gültigkeit haben, sondern die Gesetze, die — unter Berücksichtigung der kulturellen und zivilisatorischen Entwicklung — von Menschen für Menschen gemacht sind. Nicht Sündenbockprojektionen oder das Verlangen nach (auch nur symbolischen) Opfern, sondern eine unabhängige Justiz, die weder die Interessen des Täters noch die des Opfers vertritt, eine Justiz, die das von Menschen für Menschen gemachte allgemeine und gleiche Recht unparteiisch vertritt.

Eckhardt Kiwitt, Freising

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[1] siehe beispielhaft Allahs unendliche Strafen; das Strafen ist im Koran mit Abstand Allahs Lieblingsbeschäftigung.

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