Bald verheiratete Priester…

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Prominente katholische Unionspolitiker haben die Kirche dazu aufgerufen,

Prominente katholische Unionspolitiker haben die Kirche dazu aufgerufen, „verheiratete, bewährte Männer“ zum Priesteramt zuzulassen, um der „Not vieler priesterloser Gemeinden“ zu begegnen und haben im Vorfeld des Papstbesuches eine Zölibatsdebatte neu entfacht.
Illustration: Eine junge Frau steht hinter einem Priester in einer Kirche. (Setup)

…erwartet ein Kirchenrechtler laut Bericht von Vatican News vom 22.5.2019:

Nach Ansicht des Münsteraner Kirchenrechtlers Thomas Schüller wird es in der katholischen Kirche bald verheiratete Priester geben – auch in Deutschland.
Zunächst werde die Amazonas-Synode im Herbst im Vatikan wegen des Mangels an Geistlichen in Lateinamerika "auf jeden Fall" für in Ehe und Familie erfahrene Männer ("viri probati") als Priester votieren, sagte Schüller der Bistumszeitung "Kirche und Leben". Dies werde "Bischofskonferenzen und die Regionen der Weltkirche, die ebenso vom Priestermangel betroffen sind, ermutigen, einen ähnlich gelagerten Antrag zu stellen – unter großer Wertschätzung für den freiwillig gelebten Zölibat."
Er sei sich ziemlich sicher, dass es auch in Deutschland solche verheirateten Priester geben werde, sagte Schüller. "Die überdeutliche Mehrheit der deutschen Bischöfe hat sich in der Richtung positioniert. Warum sollten sie also nicht einen entsprechenden Antrag in Rom stellen?", fragte der Theologe. "Er würde sicherlich wohlwollend geprüft."
Der Kirchenrechtler äußerte sich vor einer Fachtagung in Münster, die sich am Freitag und Samstag mit der "Lehrkompetenz der Bischofskonferenz" befasst.

Soweit die Meldung! Auf der Site von Vatican News definiert man sich so: "Vatican News ist das neue Portal des Heiligen Stuhls." Wenn der Vatikan auf seiner eigenen Homepage die Ansicht des Kirchenrechtlers Schüller unkommentiert publiziert und dabei pointiert auf eine "sicherlich wohlwollend geprüft" werdende Antragstellung verweist, dann kann wohl angenommen werden, dass das Ende des Zölibats naht. Allerdings in üblicher katholischer Scheinheiligkeit, man schafft nichts ab, sondern führt was Neues ein!

Verheiratete Diakone hat man ja lagernd, auf Kathpedia wird dazu so definiert: "Der Diakonat (lat. diaconátus, von griech. diákonos 'Diener, Helfer') ist die erste Stufe des Weihesakramentes." Die nächste Stufe ist die Priesterweihe. Laut der neuesten katholischen Statistik (die ist von 2017) gibt's in Österreich 712 Diakone, da hätte man ja einen schönen Vorrat an weihbaren Ausnahmepriestern ohne Zölibat! Die jährliche Diakonenweihe liegt meist deutlich höher als die Priesterweihe!

Man kann gespannt sein, wie die deutsche Bischofskonferenz auf die obige indirekte vatikanische Aufforderung reagieren wird!

In tausend Jahren Sexualverbot haben die Sexualhormone ausreichend bewiesen, dass solche Verbote nicht möglich sind, bewährte Männer, die sich auch beim Vögeln ihrer Ehefrauen bewährt haben, könnten die Sexprobleme im Priesterstand zumindest absenken…

 

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