EU-Wahl und die Folgen…

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austria flagDie Wahl zum europäischen Parlament und die tags darauf erfolgte misstrauische Absetzung des Bundeskanzlers Kurz nimmt Erwin Peterseil mit gewohnt kritischem Blick unter die Lupe. Nicht nur für Ösis, auch für die Piefkes eine interessante Lektüre.

Seit 27.5.2019 liegen die Endresultate der österreichischen EU-Wahl 2019 vor, hier ein paar Statistiken dazu:

 

Man sieht: die Wahlbeteiligung war 2019 deutlich höher als 2014 und der einzige Wahlgewinner war die ÖVP! Der dafür verantwortliche Sebastian Kurz wurde am 27.5. von SPÖ und FPÖ als Kanzler einer Übergangsregierung bis zur Neuwahl im September gestürzt, was sicherlich dem Kurz sehr helfen wird, denn bei den Umfragen lag er in der Bewertung mit über 40 % Zustimmung immer ganz deutlich vor allen anderen Politikern. Er hatte den Migrationszustrom, der unter den Leuten sehr heftige Ablehnung ausgelöste hatte, gestoppt und Österreich, das jahrelang unter den einwohnermäßig gerechnet besten drei Asylstaaten gelegen war, diesbezüglich deutlich nach unten gereiht, Österreich war 2014 und 2015 auf Platz 3 gelegen, 2016 auf Platz 2, 2017 auf Platz 5 und 2018 auf Platz 10, im 1.Quartal 2019 sank die Zahl nochmals um 30 %.

Von den österreichischen Parteien hat sich aktuell in Sachen EU-Wahl nur die KPÖ in ihrem Wahlprogramm asylfreundlich geäußert, man schrieb dort gleich auf der ersten Seite unter dem Titel "Das Europa das wir wollen" u.a.: "Wir wollen uns in einem Europa ohne Binnengrenzen frei bewegen (…) und (ein Europa) das all jenen einen sicheren Platz bietet, die vor Krieg, Verfolgung, Elend und Klimakrise flüchten." Da sind erst einmal die KPÖ-Wähler geflüchtet, als einzige Partei verlor sie Stimmen – trotz der um rund 956.000 gestiegenen gültigen Stimmen – gleich mehr als die Hälfte von 2014.

Die ÖVP gewann 544.000 Stimmen dazu und überbot die letzte Umfrage noch um 5,55 %, was wohl mit dem FPÖ-Abgang von 5,8 % gegenüber dieser Umfrage zusammenhängt, diese Wählerbefragung fand noch vor den Ibiza-Berichten vom 17.5. statt! Die tramhapert dahintatschende SPÖ hat von den zusätzlichen Stimmen geringfügig weniger erwischt als am gesamten Stimmenanteil. Gegen den Kurz hätte die SPÖ wohl auch keine Chance, wenn sie ihm nicht jetzt mit dem Misstrauensantrag auch noch direkt den Krieg erklärt hätte.

Gespannt kann man auf die nächsten Wahlumfragen sein, es ist wohl zu erwarten, dass die ÖVP von FPÖ und SPÖ Stimmen kassieren wird, wenn die beiden nunmehrigen Oppositionsparteien so weiter machen wie bisher, könnte Kurz mit seiner ÖVP danach trachten in Richtung Absolute zu streben…

Entnommen bei www.atheisten-info.at ( Erwin Peterseil).

 

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