Es gibt Priester, die im Urlaub ganz viel Sex haben

image_pdfimage_print

PriesterSo titelte die WELT am 5.6.2019 einen Artikel über die zölibatäre Praxis!

Der Sexualtherapeut Joachim Reich antwortete im Interview mit der WELT auf die Frage, "Wie viele Priester haben denn Probleme mit der Enthaltsamkeit?" so:
"Fast alle. Ich würde sagen: 95 Prozent halten sich nicht lebenslang an den Zölibat. Zu welchem Grad und in welchen Phasen sie sexuell aktiv sind, ist aber unterschiedlich. Manche haben Phasen, in denen sie sehr viel masturbieren oder Affären haben, leben aber dann wieder lange Zeit enthaltsam. Es gibt Priester, die im Urlaub ganz viel Sex haben und den Rest des Jahres zölibatär verbringen. Andere führen konsequent ein Doppelleben. Haben eine feste Beziehung, gehen gewohnheitsmäßig ins Bordell oder behelfen sich mit Pornos."

Ja, meinereiner sagt das auch immer und begründet es so: Sex ist nicht etwas, das man machen oder bleiben lassen kann, sondern hormonell gesteuert und lässt sich deshalb nicht religiös regeln oder willentlich abschalten! Und dann schreibt meinereiner immer: Die Ehe- und damit die Sexuallosigkeit hat die christliche Hauptfigur, der Herr Jesus nur den "Verschnittenen" – also den Kastrierten – zugewiesen, das steht im heiligen Christenbuch mit dem Namen "Neues Testament"!

Darum hier wieder die Antwort des Jesus gemäß Matthäus 19,12 auf die Frage von Jüngern nach der Ehelosigkeit: "Denn es gibt Verschnittene, die von Mutterleib so geboren sind; und es gibt Verschnittene, die von Menschen verschnitten sind; und es gibt Verschnittene, die sich selbst verschnitten haben um des Reiches der Himmel willen. Wer es fassen kann, der fasse es!"

Alles völlig klar und selbst für den vollsten Vollidioten voll verständlich! Ehe- und Sexlosigkeit fassen nur entmannte Männer und darum brauchen es auch nur solche Männer zu fassen!

Aber das fiel nach der Zölibatseinführung vor 1000 Jahren in den Bereich der katholischen Heuchelei, den geistlichen Herren wurde damals im Prinzip der legale Nachwuchs verboten, um keine klerikalen Feudalstrukturen zuzulassen mit vererbbaren Pfarren, Diözesen Bistümern, Kardinalwürden und womöglich auch einer Papstdynastie!

Aber sowas gibt's ja heute nimmer, der Feudalismus ist kein bestimmendes Gesellschaftssystem mehr und darum könnte ja heute kein Bischof fordern, dass sein Erstgeborener das Bischofsamt samt Bistum erben müsste!

Die Sicht der Kirche zitiert Joachim Reich so: "Kleriker dürfen ohnehin keinen Sex haben, also müssen wir uns auch keine Gedanken über den Umgang mit Sex machen." Noch blöder geht's wirklich nimmer! Die Kirche ließ jedenfalls zu den oben von Reich angeführten 95% wissen: dies sei "nicht evidenzbasiert". Klar, man prüft nix nach, weil Sex ja ohnehin verboten ist! Dass der Pastoraltheologe Zulehner schon vor Jahren (2010!) bei einer Priesterbefragung (wo sich ja auch nicht jeder geoutet haben wird!) auf 29 %, die bei einer Freundin und auf 47 %, die bei einem Freund "daheim" seien, gestoßen ist, bringt mit 76 % etwas weniger Zölibatssünder, weil ja gelegentliche Sünder, die sich z.B. nur manchmal im Puff daheim fühlen, in der Zulehner-Zählung nicht inbegriffen sind.

Dabei hat inzwischen ja zu dieser grotesken Zölibatsvorschrift sogar der Papst einen Ausweg angedeutet, aber bisher hat es dazu keine näheren verlautbarten Konkretisierungen gegeben…

Entnommen bei www.atheisten-info.at ( Erwin Peterseil).

 

Mehr zum Thema:
Dieser Beitrag wurde unter Religion, Satire veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar