Was will Gott uns sagen?

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TheurillatDiese Frage samt katholischer Antwort stammt schon vom 1.10.2019, wurde aber erst am 6.10. entdeckt, hier der Text des Basler Weihbischofs Denis Theurillat von der Site des Bistums Basel ergänzt mit atheistischen Kommentaren!

Bischof Theurillat: Wir sehen, dass es in der Kirche einen ernsthaften Personalmangel gibt. Wir stellen fest, dass sich unsere Kirchen an vielen Orten leeren. Und wir spüren, dass die Kirche in einer großen Krise steht. Immer wieder höre ich die Frage: Was will uns Gott in dieser Notlage sagen?
Atheistischer Kommentar: Gott will da gar nix sagen, weil der katholische Gott weiß ja nicht einmal, dass es ihn gar nicht gibt! Der ernsthafte katholische Personalmangel hat zwei Komponenten, die eine ist der katholische Zölibat, der das Priesteramt eigentlich nur für Sexuallose tauglich macht, wie ja bekanntlich schon der Jesus in seiner Predigt über die Ehelosigkeit klar dargelegt hat, man lese wieder einmal  Mt 19, 11-12: "Dies Wort ("Ehelosigkeit") fassen nicht alle, sondern die, denen es gegeben ist. Denn es gibt Verschnittene, die von Geburt an so sind; und es gibt Verschnittene, die von den Menschen verschnitten worden sind; und es gibt Verschnittene, die sich selbst verschnitten haben um des Himmelreiches willen. Wer es fassen kann, der fasse es!"
Die zweite Komponente ist dieselbe, die zu den leeren Kirchen führte: man braucht im Alltag die Religion immer weniger, Situationen, in denen vermeintlich nur noch ein Gott helfen könnte, sind in einem säkularen Sozialstaat sehr selten geworden, das hat Götter zunehmend verüberflüssigt. Und aus einer recht gering gewordenen Herde von gläubigen Schafen sind eben auch weniger Hirten zu lukrieren! Bekanntlich ist ja der Gläubigenmangel inzwischen größer als der Priestermangel. In Österreich sind von 2005 bis 2017 die Zahl der Kirchenmitglieder und die Zahl der Priester um etwa 10 % weniger geworden, die Zahl der sonntäglichen Kirchenbesucher aber um mehr als ein Viertel!

Bischof Theurillat: Auch ich bin immer wieder versucht, mir diese Frage zu stellen. Der Herr weiß um unsere Situation und es scheint, dass er sie so stehen lässt, wie sie ist. Aber fragen wir weiter: Was will Gott uns in seinem Tiefsten sagen? Welche Botschaft können wir entziffern?
Atheistischer Kommentar: Gott tut also nix gegen den Priester- und Gläubigenmangel, mangels Existenz kann er schließlich überhaupt nix machen. Aber für einen Bischof stellt er natürlich tiefste Fragen, die es zu entziffern gilt!

Bischof Theurillat: Sicher will Gott uns nicht sagen, die Welt kenne immer wieder Erschütterungen, also dürfe man nicht erstaunt sein, dass auch die Kirche schwierigste Turbulenzen erfahre. Er will uns auch nicht beruhigen: «Macht das Beste aus der Situation und alles Übrige kommt, wie es kommen muss». Gott will uns aber gewiss sagen, dass für die Welt einmal mehr die Stunde gekommen sei – und es sei überlebenswichtig – mit ihm zu denken, zu arbeiten, zu entscheiden. Und was die Kirche betreffe: Wieder sei die Stunde gekommen, das Evangelium zu wagen.
Atheistischer Kommentar: Ja, dann wagt doch endlich das Evangelium! Die katholische Kirche hatte doch für die Fastenzeit des Jahres 2012 den Start einer Neuevangelisierung Europas geplant gehabt, in einer Reihe von Millionenstädten (auch Wien wäre da dabei gewesen) sollte das ablaufen, dann geschah gar nichts, es gab nicht einmal eine Absage dazu. Also los, Herr Bischof, denken, arbeiten und entscheiden Sie mit ihrem Gott!

Bischof Theurillat: Wir sind aufgerufen, zu glauben und uns vom > Evangelium leidenschaftlich ansprechen zu lassen:
> Im Gebet und im Handeln das zu leben, woran wir glauben.
> Auf die Sehnsucht nach Begegnung mit Gott und den Menschen zu hören.
> Jeden Nächsten in seiner ganz persönlichen Situation zu begleiten und Licht und Wärme zu schenken.
> Das Evangelium wirkt in unsere Zeit hinein. Wir müssen uns von seinem Feuer anstecken lassen, damit wir es an die Zukunft weitergeben können.
> Wir müssen Jesus nachahmen.
> Das ist es, was Gott uns sagen will.

Atheistischer Kommentar: Und wer hat dazu aufgerufen, zu glauben und vom Evangelium leidenschaftlich ansprechen zu lassen? In der Öffentlichkeit war nix davon wahrzunehmen! Hat das der liebe Katholikengott dem lieben Bischof in Basel ins Ohr geflüstert? Und der hat dann die aufgezählten Parolen verkündet! Wozu sich Fragen stellen:
> Haben der Bischof und die anderen Gläubigen bisher im Gebet und im Handeln das nicht gelebt, woran sie glauben? Warum nicht? War der Glaube zu klein?
> Die Sehnsucht nach Begegnung mit Gott und den Menschen wurde die auch überhört? Warum? War sie zu klein oder zu leise?
> Jeden Nächsten in seiner ganz persönlichen Situation zu begleiten und Licht und Wärme zu schenken? Das wird wohl ein bisschen viel Arbeit! Und wäre das nicht eine ziemliche Belästigung für die diversen Nächsten, wenn sich dauernd wer in ganz persönliche Situationen einmischt?
> Das ansteckende Evangelium wird ja schon fast 2000 Jahre verkündet, in den letzten Jahrzehnten ist die Ansteckung durchs Evangeliumsfeuer deutlich weniger geworden, die Leute kann man nimmer dazu zwingen und darum brennen die Evangeliumsfeuer immer weniger!
> Aha, Jesus nachzuahmen, das wäre ein echter Spaß! Jesusparodisten!
> Wenn "uns" das Gott sagen will, warum tut er's dann nicht? Ein allmächtiger Gott könnte sich doch neben dem Planeten Erde ins Weltall platzieren und dann den Menschen seine Botschaft vorplärren! Alle würden ihn sitzen sehen und ihn hören und an Gott glauben. Aber mangels der göttlichen Existenzen geht das eben nicht, kein Gott kann uns was sagen…

 

Entnommen bei www.atheisten-info.at ( Erwin Peterseil).

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