Austria: Bevölkerung lehnt geplante Ethikunterrichtsform ab!


Ethik für alleDas hat Eytan Reif, der Initiator des Volksbegehrens "Ethik für ALLE",  per am 31.5.2020 veröffentlichten Umfrage ermitteln lassen!

Der Plan der ÖVP-Regierung ab 2021 für alle einen verpflichtenden Ethikunterricht einzuführen, die keinen Religionsunterricht besuchen, stieß bei den 1.000 Befragten auf massive Ablehnung, das Ergebnis der vom Gallup-Institut durchgeführten Befragung sieht so aus: 70 Prozent befürworten einen verpflichtenden Ethikunterricht für alle, aber nur 16 Prozent stehen hinter dem Plan der Regierung eines Ethikunterrichts nur für jene, die sich vom Religionsunterricht abmelden oder die konfessionslos sind, einzuführen, 13 Prozent waren grundsätzlich gegen einen Ethikunterricht.

Eytan Reif sagt dazu, das Ergebnis der Umfrage habe die kühnsten Erwartungen übertroffen, das Gesetz wäre verfassungsrechtlich bedenklich, da es ein "grobe Verletzung der Religionsfreiheit" jener darstelle, die keine religiöse Erziehung erhalten möchten. "Diese Umfrage veranschaulicht aber auch, dass das von der Regierung zur Begutachtung vorgelegte diskriminierende Modell eines Ethikunterrichtes nicht nur eine verfassungsrechtliche, sondern auch eine demokratiepolitische Zumutung darstellt", die Regierung müsse den "Gesetzesentwurf umgehend zurückziehen" und "nach einem Vierteljahrhundert der politischen Verschleppung, Blockade und Konzentration auf die Partikularinteressen der Religionsgemeinschaften, endlich einen Ethikunterricht für alle einführen. Solch ein Ethikunterricht ist in Österreich nicht nur konsensfähig, sondern auch längst überfällig."

Soweit Eytan Reif. Es gibt nun zwei Möglichkeiten: Einerseits, dass die Grünen die parlamentarische Zustimmung zum ÖVP-Antrag verweigern, andererseits ist ja ÖVP-Chef Kurz immer darauf bedacht, nicht auffällig gegen Stimmungen im Volke zu handeln, sondern eher darauf einzugehen.

Wenn nun 70 % für einen Ethikunterricht für alle sind, dann könnte mit grüner Hilfe ein solcher Ethikunterricht beschlossen werden. Da Kanzler Kurz jetzt durch die Corona-Probleme ohnehin schon leichte Stimmungsrückschläge wahrzunehmen hat, wird er aber vielleicht selber vorsichtiger werden! Wie schnell Stimmungen umschlagen können zeigte sich aktuell am Politbarometer des Blattes "Österreich" vom 31.5., Bundespräsident van der Bellen verlor gegenüber der Vorwoche 24 Plus-Prozente und ist jetzt nimmer 40, sondern nur noch 16 % über der Nullerlinie. Was war der Auslöser? Dass er nach Ende der Corona-Ausgehzeitschranke in einem Gastgarten angetroffen wurde. Leute, die sich über diese Beschränkungen ärgern, sie aber einhalten, sehen es offenbar nicht ein, dass ein van der Bellen dagegen verstoßen kann.

Also Herr Kurz:
Verstoßen Sie nicht gegen eine 70prozentige Volksmeinung!