Als Kind dachte ich immer, der schwarze Stein in Mekka wäre riesengroß und hinter dem ganzen durch den schwarzen Vorhang verborgenem Gebilde würde dieser Stein mehr oder minder den ganzen Raum ausfüllen – oder doch zumindest einen großen Teil davon. Das wäre nun ein gewaltiger Meteorit oder Findling gewesen und so wäre ein derartiger großer Stein auch würdig als Zentralpunkt einer bedeutenden Religion wie der des Islam. Den Vorhang hatte ich mir drapiert über ein Holz- oder Eisengerüst vorgestellt, das um den Stein herumgebaut wäre. Wie einiges, was man als Kind glaubt, stellte sich auch diese Annahme später als Irrtum heraus. Die Wirklichkeit ist weniger großartig.
Die Kaaba ist eine gemauerte architektonische Struktur, die auf dem Innenhof der großen Al-Haram-Moschee in Mekka steht. Diese Moschee ist um die Kaaba herum gebaut worden. Der schwarz verhüllte "Würfel" ist etwa 12 mal 10 Meter groß und weder ein Würfel noch korrekt rechtwinklig, sondern geometrisch nur ein würfelähnliches Gebilde.
Wie man einer Zeichnung des Grundrisses der Kaaba entnehmen kann, ist das, was durch die schwarzen Tücher verhüllt ist, in Wirklichkeit nicht der Stein, sondern ein etwa 85 Quadratmeter großer ummauerter Raum ("B" in der Zeichnung). Über die Mauern wird dann der Vorhang gehängt. Mann nennt ihn Kiswa und er wird jedes Jahr erneuert. Das Mauerwerk wurde 1630 zuletzt erneuert. Drei Säulen im Inneren unterstützen das Dach. Bis zur Zeit Mohammeds soll in diesem Raum ein Standbild des Gottes Hubal aus rotem Karneol gestanden haben. Hubal war der Hauptgott der Quraisch, des Stammes, zu dem Mohammed gehörte.
Das ganze Gebäude ist grob nach Nordwesten ausgerichtet – nämlich in Richtung Jerusalem. Daher auch die Theorie, dass es sich in vorislamischer Zeit unter Umständen um eine christliche Kirche gehandelt haben kann. Der Bereich "A" wäre dann der Chor gewesen. Von diesem Bauteil steht nur noch die Grundmauer in 90 Zentimeter Höhe und 1,50 Meter Dicke, die auf Photos (siehe 1. Photo) sichtbar ist – also nicht etwa unter der Erde verborgen. In dem vom Mauerhalbkreis eingefaßtem Raum sollen sich der Tradition nach die Gräber Ismaels und Hagars befinden – bekannt aus der Geschichte Abrahams. Bei Umschreitung der Kaaba umschreitet man auch diese Halbkreismauer außen, um die Gräber Hagars und Ismaels nicht zu betreten.
Der Raum "B" ist nicht öffentlich zugänglich. Er wird jedes Jahr zeremoniell ausgefegt und nur Honoratioren dürfen diese Handlung beobachten. Angeblich ist der Raum leer. Die Tür ist bei Position "C" – und dort ist auch der schwarze Stein in Augenhöhe in die Ecke eingemauert. Die Türschwelle liegt höher als der Erdboden und ist nur über eine fahrbare Treppe erreichbar, die in der Nähe aufbewahrt wird.
Das ist nun der berühmte Stein – von Silber eingefaßt. Im Jahre 930 wurde er nach Bahrain entführt und kam erst 70 Jahre später nach Mekka zurück. Bei der Entführung wurde er in mehrere Stücke zerbrochen, die jetzt wieder kunstvoll (in einer Art Zementmasse?) zusammengefügt wurden und durch das Silberband zusammen gehalten werden. Wissenschaftlich untersucht wurde er angeblich noch nicht. So ist weiterhin unklar, ob es sich (wie man annimmt) um einen Meteoriten handelt. Bei diesem relativ kleinen Steinbrocken beginnt die Umrundung der Kaaba bei den religiösen Zeremonien der islamischen Wallfahrt nach Mekka.
Die Form dieser Einfassung erweckt gewisse offenkundige Assoziationen. Wenn man bedenkt, dass an dieser Stelle vor Mohammed auch Mondgöttinnen verehrt wurden, dann paßt es allerdings wieder. Allerdings verwundert ein so auffälliges weibliches Element in einer patriarchalisch durchgestylten Religion wie dem Islam. Religionsgeschichtliche und feminin-esoterische Erwägungen möchte ich an dieser Stelle nicht vertiefen. Da mag sich jeder seine eigenen Gedanken machen.
1. Photo = "deendotsg" 1.8.2008 (Wikipedia "Kaaba"); 2. Zeichnung = www.cosmiq.de, dort ohne Quellenangabe, von mir vereinfacht und graphisch modifiziert; 3. Photo = cloj (Wikipedia "Kaaba")
Weitere Arbeiten desselben Autors siehe hier.
Mehr zum Thema:
Mohammeds Mutter hieß Amina und der Vater Abdullah. Er wurde als verarmtes Mitglied des Haschemiten-Clans geboren. Sein Geburtsdatum ist unbekannt. Hypothesen vermuten im Jahr des Elefanten, ist aber nicht sicher.
Die wissenschaftliche Untersuchung der Kaaba und der Gräber von Hagar und Ismael, wäre sehr interessant, ist aber leider noch nicht geschehen und ich denke, dies wird auch nicht gemacht. Zuviel Aufsehen und vielleicht die Ergebnisse der Forscher, würden an den Grundfesten des Islam rütteln.
Wer weiß, was dabei herauskommen würde. Diese Vorgehenweise kommt mir vor, wie in den verbotenen geheimen Archiven des Vatikans, wo auch so ein Zirkus veranstaltet wird.
Religionen leben von ihren Geheimnissen und Mythen. Wenn dies aufgedeckt wird, dann gibt es nichts mehr zu glauben, dann ist alles so profan und erklärbar.
Deswegen gibt es keine freie Untersuchung des Vatikanums Secretum und der Kaaba mit ihren Heiligen-Gräbern usw…
Es wäre ein einfaches, einen DNA-Test von den Gebeinen der Heiligen, von Hagar, Ismael und Mohammed zu machen, um zu überprüfen, ob wirklich diese Nachkommen existieren.
Das Königshaus von Jordanien und andere orientalische Fürstengeschlechter, berufen sich auf die Nachkommenschaft des Propheten. Somit hätte man dann einen wissenschaftlichen Anhaltspunkt und vielleicht, ich sage mal vielleicht, auch die Entlarvung der sogenannten Nachkommenschaft Mohammeds. Wäre interessant
Eine ausführliche Darstellung gibt es bei:
http://www.litfin-germany.de/taboo/Christl.Mekka.18.4.08.pdf
Es wird sowohl Bezug auf die Erkenntnisse von Luxenberg, Lüling und Puin genommen als auch auf unterdrückte Veröffentlichungen aus dem arabischen Raum. Ein Plan der ursprünglich christlichen Kirche inklusive des aufgefundenen und schnell wieder zugeschütteten Taufbeckens ist auch dabei. Allerdings wird von der Existenz eines Religionsgründers Mohammed ausgegangen, was nach neueren Erkenntissen eher zweifelhaft ist.
Offensichtlich haben die Araber aus der ursprünglich wohlproportionierten Kirche einen eher behelfsmäßig zusammengeschusterten Schuppen gezimmert, der nicht mal vier rechte Winkel aufweist, geschweige denn ein Würfel ist. Man müsste mal den Ratzinger fragen, wenn er demnächst in Deutschland ist, ob er nicht die Rückgabe der Kaaba an das Christentum fordern will um sie wieder zur Kathedrale rückzubauen.
Dafür würde sogar ich spenden.
#2 Abu Sheitan
Die Kaaba und Glockengeläut könnte wirklich ein geheimer Plan der Illusionsgläubigen sein, wie eine Fusion von maroden Aktiengesellschaften, also nach der Bankenrettung nun auch noch die Religionsrettung. Die fressen wirklich alle ihre Kinder……[..]
# 2 – Abu Sheitan = Offensichtlich haben die Araber aus der ursprünglich wohlproportionierten Kirche einen eher behelfsmäßig zusammengeschusterten Schuppen gezimmert, der nicht mal vier rechte Winkel aufweist, geschweige denn ein Würfel ist.
In der Tat – besonders kunstvoll ist die ganze Sache nicht für so ein zentrales Religionsgebilde. Da sieht sogar der Petersplatz besser aus, vom Parthenon oder mexikanischen Pyramiden garnicht zu reden. Diese Vorhangverhängung ist eher im Stil von Albert Speer.
#4 ilex (E. Ahrens)
Diese Vorhangverhängung ist eher im Stil von Albert Speer.
Nö ilex, eher wie von den Verpackungskünstler-Ehepaar Cristo, die auch so bescheuert den Reichstag verhüllt hatten – bloß der war nicht schwarz.
So, jetzt geh ich endgültig in`s Haremslager und wünsche Gute N8 allseits.
Gibt es irgendwelche Belege dafür dass “an dieser Stelle vor Mohammed auch Mondgöttinnen verehrt wurden”?
#6 kereng
Es gibt auf You Tube einen User, der sich "unsichtbarer Geist" nennt. Er müsste in Video darüber haben. Soweit ich mich erinnere nennt er auch mehrere Quellen, die ich allerdings nicht überprüft habe.
Auszug:
In vorislamischer Zeit hatten die Araber, als Halbnomaden lebend, einen geistigen Mittelpunkt in Mekka, wo der schwarze Stein (Kaaba) verehrt wurde. Ihre Götter sind Hobal, Al-Utza (die Mächtige), Manat und Allat, die im Koran Sure 3,19 genannt werden. Allah (Gott) wurde also schon als Gott verehrt, bevor ihn Mohammed im monotheistischen Sinne deutete.
http://www.pinselpark.org/religion/ausgestorbene/altorient.html
Manat ist die Mondgöttin:
http://de.wikipedia.org/wiki/Manat_(Göttin)
#7 kantomas
Eins von 38 Videos vom Unsichtbaren Geist:
http://www.youtube.com/watch?v=8G_RFnPxn_I&feature=mfu_in_order&list=UL