Betest du noch oder kopulierst du schon?


Vorbemerkung der Redaktion: Zu diesem „schwierigen“ Thema war es nicht leicht, eine einigermaßen passende Illustration zu finden. Was in öffentlichen Museen zu betrachten ist (Agostino Carracci (1557 – 1602), Jupiter et Junon), kann ja wohl nicht Pornographie sein, oder? In der unendlichen Fülle türkischer und arabischer Pornos (leider musste ich mir das antun) habe ich nichts gefunden, was ich hier hätte präsentieren können.

Eine der wichtigsten Entwicklungen beim heranwachsenden homo sapiens ist die Entdeckung des eigenen Körpergefühls und der damit verbundenen Sexualität. Es wundert daher nicht, dass genau an diesem so verletzlichen Punkt die Sachwalter des jeweils wahren und einzigen Glaubens ansetzen und stets darum bemüht sind, nur ja keine Freude aufkommen zu lassen.

Die Katholiban treiben es da ja bekanntlich besonders bunt und verlangen von Ihrem Bodenpersonal absolute sexuelle Enthaltsamkeit (über Wirkungen und unerwünschte Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Pfarrer oder Bischof). Nun könnte man sich ja entspannt zurücklehnen und sich denken: so what? wäre da nicht die bigotte Sexualmoral, die sie auch ihren Anhängern abverlangen.

Den wenigsten Katholiken dürfte bekannt sein, dass das Empfinden sexueller Lust beim Geschlechtsakt nicht einmal in ehelichen Beziehungen erlaubt ist.

Diese Saat hat reichlich Früchte getragen. Noch in meiner Großelterngeneration war Sex etwas „Schmutziges“ und Masturbation führte zu Knochenschwund und Verkrümmung der Wirbelsäule.

Die sexuelle Revolution hat sich aber trotz massivem Lobbying der Kirche ihren Weg gebahnt, und die meisten Frauen lassen sich von der Androhung der Höllenverdammnis nicht mehr daran hindern, ihre eigene Sexualität zu erfahren und auszuleben (Männer durften das ja ohnehin schon immer).

 Wir wollten uns nun der islamischen Sexualmoral zuwenden, denn uns „Westlern“ wird ja immer vorgeworfen, wie moralisch verdorben wir sind. O-Ton: Eure Männer bringen es nicht und eure Frauen sind Schlampen!

Aus der Fülle an Vorschriften, die ein Moslem während seines Lebens zu beachten hat, ließe sich ja  tatsächlich ein perfektes „normales“ Leben ableiten, hier die wichtigsten Punkte:

  1. es gibt nur 2 Arten von Frauen : Jungfrauen und Ehefrauen ( i.e. Mütter )
  2. es gibt keinen vor- und außerehelichen Sex
  3. es gibt keine Pornographie und Prostitution
  4. Homosexualität ist anormal und daher nicht vorhanden
  5. aus o.g. Punkten ergibt sich, dass es auch keine Geschlechtskrankheiten gibt

Dass dem natürlich nicht so ist, bedarf keiner weiteren Ausführung – es „menschelt“ auch in islamischen Ländern. Besonders gut sehen (im wahrsten Sinne des Wortes) kann man das an Hand der mittlerweile doch großen Anzahl islamischer Pornos im Internet. Da zeigt sich auch schon der erste Unterschied zu westlichen Produkten: das Adjektiv „islamisch“ ist in der Tat ein Kategoriebegriff, wird auch manchmal durch „arabisch“ oder „türkisch“ ergänzt.

Da ich viel Zeit im arabischen Raum verbracht habe und mir diese Lebenswelten vertraut sind, erschöpft sich meine Recherche auch auf Videos aus diesem Teil der islamischen Welt, man möge mir das nachsehen.

Es gibt durchaus Unterschiede zu bemerken, schon beim ersten Durchschauen: die Filmchen sind von traurig schlechter Qualität, da fast ausnahmslos „homemade“, also eine finanzstarke Pornoindustrie gibt es wirklich keine, aber Voyeure und Möchtegernpornostars sehr wohl.

Interessant ist auch, dass es kaum Unterkategorien gibt, allerdings wird auf nationale Unterscheidungen Wert gelegt, so als würden Ägypter anders kopulieren als Libanesen und Saudis.

Was auch auffällt ist, dass Frauen nur ganz selten wirklich nackt zu sehen sind – de gustibus non est disputandum. Die Verhüllung des weiblichen Körpers setzt sich im Schlafzimmer fort.

Nicht so der männliche Körper: der wird in aller Pracht ausgiebig abgefilmt, strotzend vor Selbstbewusstsein, auch wenn das Endprodukt für erfahrene Frauen dann doch eher enttäuschend ist.

Aus frauenrechtlerischer Sicht sind ja Pornos eher bedenklich, Nährboden für diese Ansicht liefern die islamischen Pornos allemal, denn „die Frau sei dir ein Acker…“ wie es im Koran steht, wird hier vorexerziert.

Interessanterweise gibt es überdurchschnittlich viele gay porns, es ist doch immer wieder schön zu sehen, wie entlarvend die Marktwirtschaft sein kann.

In Zeiten von Internet und smart phones wird früher oder später jede Lüge aufgedeckt und sei es nur die, dass es in der islamischen Welt keine sexuellen Aberrationen und Perversionen gibt (damit meine ich natürlich nicht Homosexualität) – besonders beliebt sind Videos mit sodomistischen Szenen, die über Handys verbreitet werden.

Zusammenfassend möchte ich sagen, dass Männer, die sich von diesen Spartenfilmchen Erregung erhoffen, wohl eher enttäuscht sein werden und dass sich Frauen erst gar nicht die Mühe machen müssen, nach arabischen feurigen Liebhabern zu googeln, jeder Rosamunde Pilcher Schinken bietet mehr Extase!

P.S.: aus medienrechtlichen Gründen Linkanfragen nur direkt bei der Autorin

 

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