Tunesien hat gewählt

Der Spiegel veröffentlichte bereits gestern abend eine Einschätzung zum Tagesablauf, nach meiner Einschätzung sehr korrekt:

Es ist ein Tag der Freude, der farbigen Finger und der endlosen Warteschlangen vor den Wahlbüros. In riesiger Zahl strömen die Bürger im ganzen Land an die Urnen, um erstmals von ihren demokratischen Recht Gebrauch zu machen, sie warten eine, zwei, drei Stunden in der Hitze, und es gibt kaum Zwischenfälle. Mehr als 90 Prozent hätten ihre Stimme abgegeben, heißt es am Wahlabend.

Den Rekord hält eine Warteschlange in La Soukra (Tunis) mit gemessenen über 2 km Länge und drei Stunden Wartezeit! Obwohl es relativ kühl war (26°) brannte die Sonne gnadenlos auf die Köpfe der Wartenden herunter. Die anschliessenden Kopfschmerzen meiner Frau konnte ich selbst mit Thomapyrin nicht hinreichend bekämpfen :-)

Die erste freie Wahl ist in ihrem Verlauf eine Erfolgsgeschichte, sie wirkt gut organisiert. Die Bürger können per SMS ihr Wahlbüro erfragen, es gibt 9000 im ganzen Land, 150.000 Soldaten und Polizisten schützen sie, aber es werden von nirgends größere Probleme gemeldet.

Die Islamisten um « Cheikh » Rachid el-Ghannouchi erwarten einen grossen Sieg ihrer Ennahdha (=Renaissance). Ghannouchi wohnt in Al Menzah, einem Bezirk in Tunis, der nicht gerade ein guter Boden für Extremisten ist. Als er an der Warteschlange vorbei ins Wahlb¨ro gehen will, wird er von den Wartenden darauf hingewiesen, wo das Ende der Schlange ist. Keine VIP-Behandlung, ein ganz normaler Bürger. Er fügt sich. Der Spiegel berichtet weiter :

In Mensah VI wohnen viele westlich geprägte Neureiche, Geschäftsleute, es sind in der Mehrzahl Menschen, die mit den Werten der Islamisten wenig anfangen können. Ein Mann ruft: "Du Ungebildeter!", als er kommt. Eine Frau: "Terrorist!" Und als er nach der Wahl abzieht, schreien welche im Chor: "Dégage, zieh Leine!" Es ist einer der raren Moment, in denen sichtbar wird, dass es heute auch um einen Kulturkampf geht – zwischen einem westlichen und einem islamisch geprägten Staatsmodell. Und zwischen der Elite und dem einfachen Volk.

In anderen Wahlbezirken, vor allem im weniger aufgeklärten Landesinneren, sieht das natürlich ganz anders aus. Dort wird es sicher Wahlbezirke geben, in denen eine Mehrheit für Ennahdha zu erwarten ist.

Die ursprüngliche Ankündigung, noch in der Nacht Einzelergebnisse aus den Wahlbezirken bekannt zu geben, wurde zurückgezogen. Man kann nur vermuten, warum dies so entschieden wurde. Mir erscheint plausibel, dass man erst die Sicherheitskräfte neu positionieren musste, um den erwarteten wilden Demonstrationen begegnen zu können. So hatte der Ennahdha-Chef bereits angekündigt, dass seine Anhänger die Strassen füllen würden, falls die „von den Amerikanern gelenkten Wahlen (!?)“ ein schlechtes Ergebnis für seine Islamisten ergäbe. Das hat er zwar später zurückgenommen, doch so recht glaubt es ihm wohl niemand.

Immerhin kann davon ausgegangen werden, dass es nach der Wahl zu Anfechtungen kommen wird. Daher wurden die Wahlurnen im ganzen Land in versiegelte Container verpackt und werden zur Zeit vom Militär in ein Stadion in Tunis (Al Menzah) verbacht, wo sie versiegelt aufbewahrt bleiben.

Sobald die Ergebnisse vorliegen folgt mein nächster Bericht.

 

Weitere Arbeiten desselben Autors siehe hier.

 

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52 Antworten auf Tunesien hat gewählt

  1. Argutus sagt:

    Daß die Wahlen technisch so gut funktioniert haben, ist schon mal ein gutes Zeichen.

    Sollte sich herausstellen, daß Allah (pardon: Ennahdha) weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist, dann wäre es wohl zu optimistisch anzunehmen, daß die Islamisten das gottergeben hinnehmen werden. Darauf sollte man besser vorbereitet sein.

    Na, ich bin jedenfalls schon auf die Ergebnisse gespannt.

  2. Azrail sagt:

    Lieber Frank <3

    Ich bin schon auf das Ergebnis gespannt. Hoffentlich zieht Ghannouchi :crazy:   die Leine und verschwindet in sein Rattenloch, wo er hergekommen ist. Aber ich denke, Du hast da Recht, was mit dem Wahlausgang in den ländlich-unterentwickelten Gebieten angeht. Dort wird die Ennahdha ihr Unwesen treiben :-(

  3. Frank Berghaus sagt:

    Die ersten Ergebnisse trudeln ein. Am schnellstens ist derzeit Mosaïque, ein Nachrichten- und Musiksender http://www.mosaiquefm.net. Wer das Französische nicht scheut, ist hier bestens aufgehoben.

  4. Ein Teil von jener Kraft sagt:

    Obwohl es relativ kühl war (26°) brannte die Sonne gnadenlos auf die Köpfe der Wartenden herunter. Die anschließenden Kopfschmerzen meiner Frau konnte ich selbst mit Thomapyrin nicht hinreichend bekämpfen

    Ja, es gibt auch gute Argumente für das Kopftuch …

    http://www.zeit.de/politik/ausland/2011-10/Tunesien-Wahlen-Wahlomate

    In diesem Artikel der ZEIT gibt es Links auf drei Wahl-O-Mate für Tunesien. Ich habe sie mal ausgetestet:

    Ikhtiartounes.org: Entwickelt mit Unterstützung der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), finanziert vom Bundesministeriums für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. 30 Fragen auf französisch, wobei die kritischen Punkte weitestgehend übergangen werden. Ennahdha kommt bei mir mit 70% Übereinstimmung auf den 5. Platz.

    Tunivote.net: 56 Fragen auf deutsch (wen man sich mit deutscher IP-Adresse einwählt). Geht mehr ins Detail (und berührt auch Fragen, die sicher für die tunesische Verfassung nicht relevant sind, aber eben bei der Wahlentscheidung trotzdem eine rolle spielen können). Hier rangierte Ennahda bei mir nur noch auf hinteren Plätzen.

    Bosala.org. 30 Fragen auf französisch, die aber auch sehr ins Detail gehen. Und es gibt nicht nur 4 sondern 6 Antwortmöglichkeiten (absolut dafür, eher dafür, neutral, eher dagegen, absolut dagegen, keine Meinung), womit sich die Wichtung implizit ergibt. Bietet am Ende keine prozentuale Übereinstimmung mit den Parteipositionen, sondern vielmehr eine Positionierung der eigenen Position, sowie der Positionen der im System gelisteten Parteien, in einem 2dimensionalen Diagramm (progressiv-konservativ, links-rechts. Die Parti Démocrate Progressiste bildet praktisch den Koordinatenursprung, das Forum démocratique pour le travail et les libertés ist auch in der Mitte aber etwas progressiver, rechts von der Mitte wurden nur zwei Parteien, nämlich L'Initiative (neutral) und Afek Tounes (progressiv), eingeordnet, die anderen liegen links, am weitesten natürlich die Kommunisten, die konservative Ennadha liegt auf der links-Rechts-Achse etwa auf halbem Wege zwischen PDP und den Kommunisten). Ich bin deutlich progressiver gelandet als irgendeine tunesische Partei, und ansonsten leicht links. Die Auswertung ist etwas gewöhnungsbedürftig wenn man mit den Parteisymbolen nicht vertraut ist, aber einmal dran gewöhnt kann man doch viele Details rauslesen. Zum Beispiel das mit den diplomatischen Beziehungen zu Israel: 9 Parteien sind absolut und eine überwiegend dafür, auf keinen Fall welche aufzunehmen, zwei sind neutral, eine eher dagegen (Mouvement des démocrates socialistes) und eine stark dagegen (L'Initiative. Die anderen haben keinen Meinung geäußert). 

  5. Frank Berghaus sagt:

    Wenn ich die bisherigen Einzelergebnisse unter Berücksichtigunng der regionalen Besonderheitn) richtig einschätze, könnte die Geschichte auf eine ziemliche Katastrophe zusteuern.

    Wenn das wahr wird, werden wohl sehr viele Ausländer in Investoren dieses Land verlassen.

  6. ilex (E. Ahrens) sagt:

    Jetzt erst Dienstag die Ergebnisse? Das ist nicht so schön.

  7. simbo sagt:

    #3 Frank

    Ich habe mir diese Seite angesehen und ehrlich, ich verstehe Bahnhof..  :mrgreen: Obwohl ich glaubte, französisch zu verstehen :haha:

    Also warte ich einmal ab…. habe ja keine andere Wahl. Ich warte also, bis die Endresultate vorliegen und Du das dann kommentierst .

    Unterdessen freuen sich unsere "linksgestrickten" Medien, dass die SVP Sitze verloren hat  8-O Und verschweigen, dass die BDP eigentlich SVP war, bevor sie wegen der unrühmlichen Wahl (2007)von Widmer-Schlumpf (ehemals SVP) aus dieser Partei verstossen wurden…. Nun die BDP scheint ja jetzt zu einer Linkspartei verkommen zu sein, denn sie wird genau von denen unterstützt.

    Jetzt noch etwas OT: Ich spiele mal das H.a.Herd :mrgreen:

    Daher guugelt mal unter Jewel Kilcher… sehr schöne Lieder und das Beste kommt noch. Die ist verwandt mit mir. Zwar über einige "Misthaufen", ihre Grossmutter war eine Cousine meiner Mutter. Dennoch, ich bin stolz, solche Leute zu meiner Familie zählen zu dürfen :lol:

  8. Frank Berghaus sagt:

    #6 ilex (E. Ahrens) am 24. Oktober 2011 um 12:13

    Das wird die Verkündigung des Endergebnisses durch den Wahlleiter sein. Das erfolgt ja auch bei uns immer später, wenn das Ergebnis längst bekannt ist. Wir werden im Laufe des Tages alle Nötige erfahren.

  9. Frank Berghaus sagt:

    #7 simbo am 24. Oktober 2011 um 12:13

    Grüss dich Simbo. Ich gebe zu, dass sich die von mir angegebene Seite etwas schwer liest, vor allem, wenn man sich unter den Örtlichkeiten nicht so recht etwas vorstellen kann.

    Also warte ruhig meinen Bericht ab. :wink:

  10. Frank Berghaus sagt:

    Wer die Lage in Tunesien etwas erahnen möchte, hier der (französische) Bericht aus La Presse de la Tunisie: http://www.lapresse.tn/24102011/39095/la-rigueur-plutot-que-la-precipitation.html

    Das versteht auch Simbo :-)

  11. simbo sagt:

    #10 Frank

    Ja das war jetzt auch für mich verständlch….. trotzdem, ich warte mal das Endresultat ab und Deinen Kommentar dazu :haha:

  12. Frank Berghaus sagt:

    #11 simbo am 24. Oktober 2011 um 13:29

    Ja, leider bleibt uns nur übrig, menschergeben zuzuwarten :-(

  13. SharpChronisch sagt:

    Es kommt genauso, wie ich schon seit Monaten vorhergesagt habe. Wir sind bald von Shariastaaten im Süden gut umzingelt. Und wenn die Krötenumsiedler und Moslemversteher so weiter machen, wird uns zuerst die Eurokrise und dann die Islamisierung in den Untergang und Bürgerkrieg treiben.

    Wäre ich nochmal jung und gesund, wäre ich bewaffnet und hätte einen Bunker mit Vorräten für mindestens 10 Jahre in petto. So bin ich jedoch froh, den ganzen Schlamassel in diesem Leben hoffentlich nicht mehr mit ansehen zu müssen.

    Sharp

  14. Argutus sagt:

    #13 SharpChronisch am 24. Oktober 2011 um 14:55

    Wäre ich nochmal jung und gesund, wäre ich bewaffnet und hätte einen Bunker mit Vorräten für mindestens 10 Jahre in petto. So bin ich jedoch froh, den ganzen Schlamassel in diesem Leben hoffentlich nicht mehr mit ansehen zu müssen.

    Wenn wir den betrachteten Zeitraum vergrößern, sitzen wir alle im selben Boot. Egal ob jung oder alt, gesund oder krank – wir alle werden in 10.000 Jahren sicherlich schon gestorben sein.

    Wenn man von dann zurückblickt, werden die gestrigen Wahlen in Tunesien nur noch eine kleine geschichtliche Fußnote sein und der ganze Islam, ja vermutlich sogar die Religion als solche, ist dann nur noch ein enges Forschungs-Segment für die Alt-Historiker.

    Ich bin Optimist genug um überzeugt zu sein, daß eines fernen Tages die Wahrheit obsiegen und die Religion untergehen wird. Fraglich ist freilich – und das wird auch bei diesen Wahlen mitentschieden – wieviel Leid der Wahn, den man Religion nennt, bis dahin der Menschheit noch antun wird.

  15. SharpChronisch sagt:

    @Argutus

    Obwohl ich bekanntlich nicht religiös bin, so ziehe ich doch in Betracht, daß nach meinem Tod als Sharp irgendwo, irgendwann, auf irgendeinem Planeten wieder ein Kind ein Bewußtsein entwickelt und sich fragt: Warum bin ich, und warum bin ich nicht der da gegenüber – so wie es in diesem Leben auch war. Also, damit wir uns recht verstehen – von mir ist dann nix mehr übrig; keine Erinnerung an mein früheres Leben, keine "Seelenwanderung".

    Und dann möchte ich weder als Muslim auf die Welt kommen, oder als Minderheitseuropäer in einem Schariastaat. Rabe ist allerdings erlaubt. Orca auch.

    Sharp

    :ok:

  16. Frank Berghaus sagt:

    Ennahdha hat verlautbart, dass sie selber mit 60-65 Sitzen im konstitutiven Parlament rechnen (gesamt 217 Sitze). Das würde die Katastrophe in beherrschbaren Grenzen halten.

    Nicht vergessen, dass die von Mosaïque publizierten Einzelergebnisse ausschliesslich auf Informationen von Ennahdha-Wahlhelfern beruhen, die offensichtlich nur die Ergebnisse weitergeben, die favorabel für Ennahdha sind.

  17. simbo sagt:

    WOW, Sharpi ich grüsse Dich <3

    und freue mich so, wieder mal von Dir zu hören. Und zu Deinen Kommentaren # 13 und #15 kann ich nur zustimmend nicken….

    Und ja, als Rabe würde ich gerne auch wieder zur Welt kommen. Allerdings in der Nähe einer Person wie mir. Oder als Katze….

  18. Frank Berghaus sagt:

    Soeben teilt das tunesische Wahlkomitee (ISIE) mit, dass um 18.00 (19.00 MESZ) die kompletten Ergebnisse der Auslandstunesier verkündet werden. Zur Erinnerung: dabei handelt es sich um rund 10% der Wahlberechtigten insgesamt.

  19. KDL sagt:

    #5 Frank Berghaus

    Was du heute Mittag geschrieben hast ("ziemliche Katastrophe") klngt ja nicht wirklich toll. Die für gleich angekündigten Ergebnisse der Auslandstunesier werden aber sicher nicht repräsentativ sein (wahrscheinlich eher westlich), taugen aber vielleicht alsTrend. Wie auch immer, da heißt es abzuwarten. Spekulationen und Kaffeesatzlesereien sind zwecklos.

  20. Frank Berghaus sagt:

    #19 KDL am 24. Oktober 2011 um 18:31

    Das mit der Katastrophe entspringt meiner eigenen Definition, dass alles über 30% für Ennahdha kein gutes Signal für die Welt ist. Dabei wäre selbst ein Ergebnis bis 40% noch durchaus verkraftbar, da die Extremisten kaum auf Koalitionspartner hoffen können.

    Die Auslandstunesier haben wohl eher extremistisch abgestimmt – denk an das Diaspora-Syndrom, das ich ja mal in einem Artikel behandelt habe.

  21. SharpChronisch sagt:

    @Frank

    Disaspora Syndrom?

    Wohl eher Stockholm…

    Sharp

  22. Frank Berghaus sagt:

    #21 SharpChronisch am 24. Oktober 2011 um 19:06

    Nee, sie leben ja nicht als Geiseln im Ausland, sondern als Gäste, die sich nicht gerade selten um ihrer Kultur und Religion scharen, stärker als dies in der Heimat der Fall ist.

  23. Saejerlaenner sagt:

    #13 SharpChronisch am 24. Oktober 2011 um 14:55

    So, wie es sich abzeichnet, hat Sharp mit seiner Prognose wohl leider nicht groß danebengelegen. Also ein Wahlsieg für die Islamer, und das in Tunesien, das ja doch das am wenigsten steinzeitlich orientierte Land in Nordafrika sein soll.

    Plus die Nachbarn in Libyen und Ägypten… Dazu noch die, von denen man weniger hört…

    Da bleibt einem selbst noch der Spott im Halse stecken :-(

  24. smartshooter sagt:

    Befürchtet habe ich das auch, wollte Frank aber nicht unnötig frustrieren. 

    Auch, oder gerade weil die sich bei den Demonstrationen zurück gehalten haben, kommen sie anschließend aus ihren Löchern gekrochen. Einfache Strategie, kennt man auch von hier, die Säkularen die Drecksarbeit machen und das Risiko tragen lassen, dann die Gemäßigten vorschieben. Und letztendlich ohne eigenes Risiko die Macht übernehmen.

  25. Frank Berghaus sagt:

    #23 Saejerlaenner am 24. Oktober 2011 um 21:20

    #24 smartshooter am 24. Oktober 2011 um 21:36

    Bei aller Liebe! Die bisherigen Prognosen, die sogar vom Spiegel aufgegriffen wurden, basieren auf Angaben von Ennahdha, die diese an Mosaïque weitergegeben haben. Nicht ein einziges offizielles Ergebnis wurde publiziert. Das kommt morgen abend. Erst dann wissen wir mehr und können einschätzen, wie mit der Situation umgegangen werden muss.

    Bitte nicht wie auf PI ohne Kenntnis der Sachlage daherschwätzen :-)

  26. smartshooter sagt:

    @Frank

    Dann schwätzen wir morgen weiter…   :burka:

  27. Ein Teil von jener Kraft sagt:

    Voici les premiers résultats des élections à l'étranger selon l'ISIE :

    Circonscription de l'Allemagne: 1 siège pour Ennahdha  

    Et voilà. Ennahdha gewinnt in Deutschland. Da wurde der Wahlempfehlung von islam.de gefolgt.

    http://islam.de/19093 

    Die Annahda Partei wird von Herrn Fathi Ayadi als Spitzenkandidaten vertreten. Herr Ayadi wohnt in Karlsruhe. … Wegen seiner politischen Aktivitäten … musste er das Land verlassen und fand nach einer langen Flucht in Deutschland ein Zuhause. Dort setzte er sein Studium an der Universität Regensburg fort und schloß das Studium mit einer Diplomarbeit im Fach Mathematik ab. Danach bildete er sich zum Softwareentwickler weiter. Herr Ayadi … ist als einer der Führungskräfte der Ennahda Partei, zuständig für die politischen Beziehungen zu Deutschland. Der deutsch-tunesischer Verein für Kultur und Integration DTV e. V. … unterstützt ihn. Herr Ayadi setzt sich "für gute deutsch-tunesische Beziehungen ein, für ein würdiges Leben der
    Tunesier in Deutschland und für die Durchsetzung der Ziele der Revolution." Eckpunkte seines Wahlprogramm sind: „die Errichtung eines Ministeriums für Auswanderer und Auslandstätige, Investitionen mit dem Ziel ein langfristiges Wirtschaftswachstum in Tunesien zu fördern, den Dialog zwischen Tunesien und dem Gastland Deutschland zu pflegen, Institutionen zur Unterstützung von Familien und zur Betreuung von Kindern zu gründen und den Deutsch-Tunesiern echte Möglichkeiten und Freiräume zur Partizipation, Mitwirkung und Teilnahme an den nationalen Angelegenheiten zu bieten." Den Studenten verspricht Herr Ayadi sich dafür einzusetzen, daß die Stipendien mehr nach deren Bedürfnissen ausgerichtet und auch gute Leistungen mehr unterstützt werden.“ Nach seinem Programm will er "Ein Reformprogramm für die konsularische Arbeit entwerfen „zwecks Erleichterung der Formalitäten im Rahmen der Investitionen in der Heimat und einer besseren Betreuung von Bürgern des Heimatlandes.“

    …  nur bei Herrn Ayadi finden wir einen genau Plan, der als ein „Road card“ gesehen werden kann … Meiner Meinung nach weist allein Herr Ayadi die notwendigen Erfahrungen, sowie Charisma verbunden mit den erforderlichen fachlichen Kenntnissen auf sodaß ich eine Wahlempfehlung für Herrn Ayadi abgeben möchte.

  28. Detlef Alsbach sagt:

    Wer gedacht hat, dass es dort zu einer Demokratie kommt, der träumt und wird auch nicht mehr aufwachen. Es geht um Geld und Macht, egal wie der Satan heißt. Diese Länder werden niemals demokratisch. Islamische Länder bleiben islamisch.

  29. Frank Berghaus sagt:

    #28 Detlef Alsbach am 24. Oktober 2011 um 22:08

    Willkommen auf WB! Die Zukunft wird es weisen :-)

  30. Detlef Alsbach sagt:

    Ja, aber das werde ich nicht mehr erleben. Eher wird die Erde zur Scheibe.

  31. emporda sagt:

    Die Meinung von Detlef Alsbach teile ich, für die Islamisten deutet sich ein klarer Wahlgewinn an und sie werden militant und brutal die Macht im Land übernehmen. Das wird das Ende jeglicher Demokratie sein, selbst ein türkischer Abklatsch der Regierungsform ist undenkbar. In der Türkei ist die Armee der starke Mann im Hintergrund und ist jederzeit bereit gegen eine islamische Übernahme zu putschen. Das gibt es in Tunesien nicht, dort ist das Militär ist eine Lachnummer oder besser Operettenarmee.

    Tunesien lebt nur von Tourismus, auch wenn die Anlagen dazu abgewirtschaftet bis abbruchreif sind. Die Strände sind verdreckt und das Mittelmeer ist so versaut, dass schmackhafter bzw. essbarer Fisch von weit her importiert werden muß. An der Bucht von Tunis gibt es keine Kläranlagen, 4 – 5 Millionen Tunesier und Touristen scheißen Tag für Tag in die Bucht und gewinnen das Trinkwasser draus. Dazu kommt eine erhebliche Verschmutzung durch die Schiffahrt mit Fähren, Tankern und dergleichen, die ihren gesamten Dreck billigst über Bord spülen

    Darüber hinaus hat Tunesien keine Ressourcen oder Industrien, welche die Finanzierung eines Minimums an Wohlstand und sozialer Sicherheit für 10 Millionen erlauben. Der Staat ist total überbürokratisiert, nichts funktioniert ohne Probleme und viel viel Schmiergeld. Die Islamisierung des Landes wird mit Mord, Totschlag und Aufruhr vonstatten gehen, nach den ersten Anzeichen geht der Tourismus sehr schnell auf NULL zurück – siehe Ägypten.

    Ich hatte im Land einige Projekte und war GF einer Projektfirma, der Nordafrikaner aus dem östlichen Magreb (Tunesien, Ostalgerien) ist seit vielen Generationen ein eingefleischter Feind von Fleiß und Leistung, jeder schummelt sich durch ohne große Anstrengung. 

  32. Frank Berghaus sagt:

    #31 emporda am 24. Oktober 2011 um 22:42

    Kann es sein, dass Sie bereits seit einigen Tagen nicht mehr in Tunesien waren? :-)

  33. emporda sagt:

    @Ein Teil von jener Kraft

    Ich habe einige dieser deutschen Staatsprojekte verfolgt, vor Ort inspiziert und festgestellt, dass es sich um hirnlosen Schrott handelt. Beispiel

    Für die Landwirtschaft wurden Grundwasserpumpen finanziert, Brunnengebohrt und Pumpanlagen gebaut, angetrieben durch Hatz-Diesel. Für die Firma war das ein Riesengeschäft, was wohl der eigentliche Zweck war. Die Bauern haben Gemüse angebaut und durch offene Bewässung (freie Beregnung) etwa 2 bis 3 Jahre gute Erträge erzielt. Dabei ist der Grundwasserpegel von einst 2 – 3 Meter auf weit unter 10 Meter abgesunken, es gab kein Wasser mehr und Regen ist vielfach gar nicht gefallen.

    Dazu kamen enorme technische Probleme. Die Hatz-Motoren sind nicht Dauerlastfähig um bei Vollgas mehrere Wochen durchgehend zu laufen. Schnell gab es Bruch und keine Ersatzteile. Es dauert etwa 8 Monate um ein Ersatzteil wie etwa "Zylinderkopf" aus Mitteleuropa einzuführen. Das sind 3 Monate für die Devisengenehmingung der Zentralbank, 3 Monate für den Kauf und Transport und  2 Monate für die Zollabfertigung im Land.

    In dieser Zeit steht die Anlage still. Versucht man dann irgendwann das neue Teil einzubauen, stellt man fest die Anlage wurde kanibalisiert. Alles was brauchbar schien (Pumpe. Motorreste, Tankanlage, Wasserrohre, Ventile, Batterien usw.) hat jemand ausgebaut und verkauft – Ende der Pumpstation und Ende vom Gemüseanbau für den Bauern, da kein Grundwasser mehr erreichbar war.

    Nahezu jedes dieser Projekte hat eine bäuerliche Existenz zerstört und eine Agrarfläche nach kurzer Blüte in trockene Wüsete verwandelt

  34. emporda sagt:

    @Frank Berghaus

    Ich war schon lange nicht mehr in Tunesien. Nur glauben Sie die Menschen legen Tradition und Verhaltensweisen ab, die sie seit einige Tausende Jahren pflegen und verhalten sich wie Mitteleuropäer.

    Das Kläranlagenproblem hatte Marseille auch, bis etwa 1998 floß die Scheiße von etwa 1 – 1,5 Millonen Franzosen und Touristen durch 3 riesige Rohre unter Wasser ins Meer. In der Gegend um die Rohrenden haben die Fischer jene Fische in Massen gefangen, die sich besonders für die Spezialität Fischsuppe eignen. Aus dem Umweg über einen Fisch haben die Touristen ihre eigene Scheisse gefressen.

    Dann wurde die neue Riesenkläranlage in Betrieb genommen, durch die Rohre floß sauberes aufbereites Wasser ins Meer und es gab keine keine Fische mehr. Ich habe keine Ahnung was jetzt in die Fischsuppe kommt.

    Ich lebe etwa 230 km Luftlinie von Marseille entfernt an Nordspaniens Mittelmeerküste

  35. Frank Berghaus sagt:

    #34 emporda am 24. Oktober 2011 um 23:10

    Ich war schon lange nicht mehr in Tunesien

    Den Eindruck hatte ich auch, obwohl ich kleineren Teilen Ihres Berichts durchaus zustimmen kann. Ich lebe allerdings seit 13 Jahren hier und kenne mich über meine Beratertätigkeit wohl recht gut mit den wirtschaftlichen Belangen von heute aus. Da ich mit einer Tunesierin verheiratet bin, dürfte ich mich auch im kulturellen Umfeld nicht gerade als Laie bewegen.

    Manches wird man heute sicher anders beurteilen, als dies vor etwa 20 Jahren der Fall war.

  36. Argutus sagt:

    #25 Frank Berghaus am 24. Oktober 2011 um 21:44

    Bitte nicht wie auf PI ohne Kenntnis der Sachlage daherschwätzen

    Dazu besteht auch keine Notwendigkeit, denn nach Bekanntgabe des offiziellen Endresultats wird ja wohl immer noch reichlich Zeit zum Jammern sein. :-)

    Dennoch: So richtig gut sieht es nicht aus …

  37. Ein Teil von jener Kraft sagt:

    @emporda

    Mir fiel gerade ein innerer Widerspruch in Ihren Kommentaren auf. In Tunesien muss der Fisch von weither importiert werden weil die Tunesier direkt ins Meer scheißen. Und in Marseille muss er ebenfalls von weither geholt werden seitdem die Marseiller das nicht mehr tun. Wie man es macht, macht man es verkehrt :wink: Ansonsten schauen wir mal, was aus Tunesien wird. Allah weiß es besser.

  38. Detlef Alsbach sagt:

    #25 Frank Berghaus am 24. Oktober 2011 um 21:44

    Bitte nicht wie auf PI ohne Kenntnis der Sachlage daherschwätzen

    Tja, so ist das, man darf nur etwas sagen, wenn man die Sachlage kennt. Doch wer kennt schon die Sachlage? Diejenigen, die in einer Zeitung lesen und dort alles glauben, was drinsteht oder diejenigen, die Informationen aus einer amtlichen Zeitung oder von sonst wem, der Informationen weitergegeben hat, erhalten haben? Die Vergangenheit hat uns doch gelehrt, dass Informationen, egal aus welcher Quelle, immer auch bestimmte Interessen oder die eigene Meinung vertreten. Wie genau muss die Kenntnis der Sachlage sein, um daherschwätzen zu können? Jeder blogg braucht auch die Leser, die keine Kenntnis von der Sachlage haben, die aber sehr wohl eine Meinung haben. Warum möchte man diese Meinungen nicht haben? Die Wissenden bräuchten nicht mehr diese Seiten zu lesen, denn sie wissen ja. Die Unwissenden dürfen diese Seiten lesen und staunen. Grundsätzlich sollte es doch so sein, dass wir alle froh sein können, dass es unterschiedliche Meinungen mit unterschiedlichen Bildungsständen gibt, nur so kann man doch lernen. Wenn jeder Wissend wäre, gäbe es auch keine Kommentare auf dieser Seite, denn es würde keinen Grund geben, sich auszutauschen, wobei dann das Austauschen von Meinungen kaum stattfinden würde, allenfalls das Hinzufügen von neuen Aspekten. Denn weder jeder wissend ist, ist es langweilig, immer die eigene Meinung zu hören. Jede Diskussion lebt von Meinungsverschiedenheiten oder anderen Auffassungen.

    Allerdings sind mir die Holzköpfe, die oftmals auf PI Kommentare schreibe, ein Graus, fast schon verhasst. Immer wieder jeden Tag die gleiche Hetze, immer wieder in die gleiche Kerbe. Wenn irgendwo in der Welt ein Moslem vom Fahrrad fällt, freuen sich die Holzköpfe auf PI, wünschen dem Menschen die Pest an den Hals und hoffen, dass er endlich krepiert.

    Gruß 

  39. Frank Berghaus sagt:

    #38 Detlef Alsbach am 25. Oktober 2011 um 10:13

    Ich kann dir in diesem Punkt durchaus zustimmen, bin allerdings der Meinung, dass man zumindest nachprüfbare Fakten berücksichtigen sollte, bevor man sich eine Meinung dazu bildet. Die Meinungen zu Fakten können erheblich voneinander abweichen, eine Meinung ohne Fakten oder gar gegen sie ist aber wertlos.

    Mit anderen Worten: ich wollte llediglich darauf hinweisen, dass man ein wenig differenziert und es nicht so betreibt wie du es für PI sehr korrekt beschrieben hast :-)

  40. Frank Berghaus sagt:

    Im Nachgang dazu ein sehr guter Kommentar, der soeben erschienen ist mit dem titel: Die selbsternannten Sieger (auf französisch): http://www.lapresse.tn/25102011/39178/un-parti-autoproclame-gagnant.html

    Wir werden in der Tat bis heute Nachmittag warten müssen

  41. Azrail sagt:

    Erstmal Simbolein, Sharpi, Frank und alle anderen grüßen <3

    Leute, gestern abends im Fernsehen, kamen einige Sendungen über die Wahl in Tunesien. Etliche vermummte Ladies grölten freudig in die Kamera und ließen Ennahdha hoch leben. Ich war sprachlos. :-(
    Heute früh im Radio kamen die ersten Ergebnisse zur Sprache. Ennahdha hat über 30% erreicht und ist somit Wahlsieger. Sie geben sich, angeblich, "moderat" und würden die Frauenrechte :haha: "achten. DAS ICH NICHT LACHE :crazy:

    Obwohl Tunesien am fortschrittlichsten von den MAghreb-Staaten ist, habe ich es doch insgeheim befürchtet, dass diese Religioten-Brut an Einfluß und Macht gewinnt.
    Wenn diese Schwammköpfe an der Macht sind, dann geht es richtig zur Sache.
    Mannoman ich bin :-(

  42. Azrail sagt:

    OHHH Sorry!

    Lieber ARE :D
    Bitte lösche die Absätze, die ich aus Versehen gemacht habe. Bin zu früh auf den Button zum Abschicken geklickt.
    Bitte nicht schimpfen. Gnade vor Allah :D

    #34 emporda

    Lieber emporda!
    Dieses nette Erlebnis mit den Kanalrohren von  Marseille hatte ich auch schon erlebt. Fast die ganzen Mittelmeer-Staaten ringsherum machen dies. Ein Meeresbiologe sagte mir mal: Er würde nur ungern im Mittelmeer baden. Von den ganzen Meeren ist das Mittelmeer und v. a. das Schwarze Meer eine einzige Dreckskloake, BRRRRR :kotz:
    Was die berühmte Fischsuppe aus Marseille angeht, Bon Appetit.

  43. Detlef Alsbach sagt:

    39 Frank Berghaus 

    Völlig richtig. Wir leben in einer Zeit, in der man sich mehr als einfach informieren kann, weltweit. Meinungsbildung sollte, hier stimme ich zu, geschehen durch Berücksichtigung der Fakten. Erschreckend ist aber immer wieder, dass die Masse der Menschen diese Fakten völlig außer Acht lässt. In Zeitungen kann der größe Dreck stehen, die Leute glauben es, weil es einfach ist, zu glauben als sich um eine echte Meinung zu kümmern. Das wäre, wie gesagt, sehr einfach. Und selbst wenn die Menschen mit der Realität konfrontiert werden, zweifeln sie oftmals.

    Es wäre sehr schön, wenn die Menschen die Dinge differenzierter sehen würden, dann ginge es uns besser und es wäre viel einfacher.

    Da haben wir also eine Meinung, und die ist nicht schlecht.

  44. emporda sagt:

    @Azrail

    Hier im Nordwesten des Mittelmeeres (120 km nördlich von Barcelona) ist die Wasserqualität sehr viel besser geworden, nahezu alle Orte am Meer haben jetzt Kläranlagen. Die Menschen leben überwiegend an der Küste. An ruhigen Tagen ohne Wind und Schlamm aus den Flüssen haben wir glasklares Wasser, allerdings kann man bakterielle Belastung nicht sehen.

    Wir (Frau und ich) haben in Tunesien im Marriot-Hotel direkt am Strand bei Carthago im Ort Ariana gewohnt und sind per Pkw eingereist. Mein Autraggeber war ein Ministerium. Der Strand war nicht zu benutzen, endlos viele Rohölklumpen, Plastikmüll und gefährlicher Schrott wie Glasbruch usw..

    Der Fisch in Tunesien für die Touristen und Restaurants wurde tiefgefroren aus Norwegen, Spanien und Westmarokko per Straße und Fähre importiert, frisch gefangener Fisch schmeckte pappig und war nicht zu genießen.

    Z.b. sind Autoreifen in Tunesien für uns dort nicht sehr teuer, allerdings sollte man wissen es handelt sich nur um 2.te Wahl Produkte (bei der Qualitätskontrolle durchgefallen), die für den EU-Markt nicht zugelassen sind. Produkte 1.ter Wahl kann sich niemand leisten.

    Wegen der enormen Kosten und Dauer für die Importprozedur machen die Tunesier vieles selber. Ein Original Auspuff z.B. für einen BMW oder Opel kann niemand bezahlen, das Material ist V2A rostfreier Stahl oder Kupfer legierter Spezialstahl gegen schnelles durchrosten. Die Tunesier basteln sich den Auspuff aus einfachem Blech. Bei Treibstoffen mit bis zu 3% Schwefelverunreinigung hält so ein Auspuff etwa 3 Monate, dann hat er ein Rostloch und man kauft einen Neuen – wer das Geld hat.

    So gibt es endlos viele Beispiele für ein afrikanisches Entwicklungsland mit Jahrzehnten Staatssozialismus, ich sehe da kein Licht am Ende des Tunnels – auch nicht für einen demokratischen Staat

  45. ilex (E. Ahrens) sagt:

    Fand das Meer in Djerba garnicht schlecht. Schöner langer und breiter Strand an der Ostküste, sauberes Wasser, gut organisiertes Bussystem in Houmt-Souk für die ganze Insel. Hat mit sehr gut gefallen dort. Nur mal so als Kontrastprogramm.

  46. Frank Berghaus sagt:

    #45 ilex (E. Ahrens) am 25. Oktober 2011 um 12:22

    Ich habe leider im Moment zu wenig Zeit, diese falschen und völlig veralteten Infos über Tunesien, die von emporda verbreitet werden, zurechtzurücken.

    Vielleicht später einmal :-)

  47. Azrail sagt:

    @ ilex & emporda :D

    Lassen wir uns, hoffentlich positiv, überraschen, was so alles in Tunesien geschieht. Im Moment bin ich sehr skeptisch.

    @ ilex :D

    Djerba ist wirklich klasse und es gibt viele schöne Strände und Orte in Tunesien die einfach toill sind. Aber in einem Punkt hat auch emporda Recht. Ich habe auch Strände gesehen, die unter alller Kanone sind.
    Tunesien lebt zum großen Teil vom Tourismus. Ob sich die Islamisten mit den westlichen Touris vertragen, da habe ich große Zweifel.
    Fakt ist: Wenn sich die Religioten immer mehr durchsetzen, dann ist es aus mit dem Tourismus. Kein Tourist wird sich im Ramadan vorschreiben lassen, wann und wo er essen und trinken kann. Dann können sie ihren Mummenschanz weiter praktizieren. Sie werden auf keinen grünen Zweig kommen, auch wenn Grün die Farbe ihres "Propheten" ist.
    Wie gesagt: Allah schafft keine Arbeitsplätze, auch nicht Jehova und anderes Gesöcks.

  48. Argutus sagt:

    #47 Azrail am 25. Oktober 2011 um 12:42

    Allah schafft keine Arbeitsplätze

    Im Gegenteil – Allah vernichtet Arbeitsplätze. Seltsam, daß diese ganz offensichtliche Erkenntnis nicht gerade die ärmeren Schichten veranlaßt hat, Allah zu mißtrauen.

  49. Azrail sagt:

    #48 Argutus :D

    Stimmt ARE. Diese Erkenntnis ist bei diesen Leuten nicht in Sicht. Da ist Hopfen und Malz verloren.
    Mit Sicherheit werden sie dann als Mehrtürer ihr Dasein fristen. 72 Trauben für Jeden.
    Na Prost Mahlzeit.
    Lassen wir uns überraschen. :ohno:

  50. Frank Berghaus sagt:

    Das Gouvernorat Jendouba (nahe der algerischen Grenze) gilt gemeinhin als etwas rückständig und extremistisch. Jetzt liegt dfür ein offizielles Ergebnis vor. Von den 8 Sitzen entfallen 2 auf Ennahdha, aber 5 auf säkulare Gruppierungen:
    –Ennahdha: 33186 voix/2 sièges
    –Pétition populaire: 12433 voix/1 siège
    –Ettakatol: 8267 voix/1 siège
    –Parti démocrate progressiste (PDP): 6338 voix/1 siège
    –Parti du Congrès pour la République (CPR): 5616 voix/1 siège
    –La liste indépendante "Militantisme social": 4749 voix/1 siège
    –Mouvement des patriotes démocrates: 3599 voix/1 siège

    Der Käse ist noch nicht gegessen!

    In den anderen bisher veröffentlichten Gouvernoraten sieht es jeweils ganz ähnlich aus. Ich warte mit Spannung auf die Ergebnisse aus Tunis.
    Das Wahlkomitee teilt eben mit, dass das offizielle Endergebnis erst spät am Abend veröffentlicht wird.

  51. GEWT sagt:

    Ich verfolge mit großem Interesse die Berichterstattung über die Wahl hier im Blog und muss gestehen, die übliche verlogene Presse und Fernsehberichterstattung kann sich auf dem Gebiet der Sachkenntnis und auch der Einschätzung von weitreichenden Folgen nicht mit diesem Niveau messen. Ist sicherlich auch nicht erwünscht, denn noch lässt sich auch die Mehrheit unserer Bevölkerung ideologisch beeinflussen. Schade, dass immer wieder "gläubige Leute" (welcher Gott auch immer) die politische Macht erobern können und so richtig niemand aus der Geschichte lernt.

  52. Frank Berghaus sagt:

    #51 GEWT am 25. Oktober 2011 um 15:40

    Herzlich willkommen auf WB! Ich hatte die Registrierung bereits gesehen :-)

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