® Die Stoßstange ist aller Laster Anfang

Ein Antisprichwort ist die Transformation einer stereotypen Wortsequenz wie etwa eines Sprichworts, eines "geflügelten Wortes" oder einer Redewendung mit dem Zweck einer humoristischen Wirkung.

Stereotype Wortsequenzen sind dabei im Wesentlichen festgelegte Wortfolgen, die einer großen Gruppe von Menschen bekannt sind, beispielsweise das Sprichwort "Viele Köche verderben den Brei". Wird diese Sequenz mitsamt ihrer Bedeutung verändert (beispielsweise zu Viele Köche verderben die Köchin), so liegt eine solche Transformation vor.

Die Einteilung der Transformationen nach formalen Kriterien

Die Transformation wird formal in mehrere Aspekte unterteilt, die zur Identifizierung genutzt werden. Dazu gehört die Assoziation: Die Ähnlichkeit mit der ursprünglichen Sequenz reicht dabei für die Identifizierung aus. Darüber hinaus besteht kein formaler Zusammenhang. Beispiel: Das höchste Glück der Pferde ist der Reiter auf der Erde.

Bei einem Homonym-Wechsel hingegen erfährt ein Wort mit mehreren Bedeutungen eine Neu-Interpretation. Beispiel: Alle Menschen sind gleich – mir jedenfalls. Hier wechselt das Wort "gleich" die Bedeutung von gleichwertig zu gleichgültig. Auch können mehrere Sequenzen miteinander kombiniert werden, so zum Beispiel: Mancher fällt aus dem Rahmen, obwohl er vorher nicht im Bilde war.

Ein solches Anti-Sprichwort kann auch durch die Situation und nicht sprachlich entstehen; man spricht dann von einer "okkasionellen Anspielung". Beispiel: Das hilft auch nichts, Pilatus! (auf einem Händetrockner). Bei der Permutation wird der Sinn von Wörtern durch Umstellung geändert, die syntaktische Struktur bleibt aber gleich. Beispiel: Besser reich und gesund als arm und krank.

Weitere Formen sind die Reduktion, die Substitution und die Supplementierung, bei der eine Sequenz jeweils sinnändernd gekürzt oder erweitert bzw. bei der Substitution ein Teil durch einen anderen ersetzt wird. Beispiele sind All's well that ends. Das letzte Wort ("well") ist weggelassen (Reduktion); Ein Tritt sagt mehr als tausend Worte (statt "Ein Bild …"), hier wird also ein Teil durch einen anderen ersetzt. A man's home is his castle – let him clean it, wobei ein inhaltlich kontrastierender Zusatz angefügt wurde, was typisch für Supplementierungen ist.

Schließlich kann auch durch einen syntaktischen Wechsel ein Anti-Sprichwort erzeugt werden, in dem die semantische Struktur des Satzes bei gleich bleibender Reihenfolge der Wörter wechselt: Der Mensch denkt: Gott lenkt.

Die Einteilung der Transformationen nach inhaltlichen Kriterien

Auch inhaltlich lässt sich die Transformation nach verschiedenen Kriterien unterteilen. Bei einer Abschwächung wird die Aussage zwar zuerst beibehalten, dann aber durch einen Zusatz relativiert. Beispiel: Bescheidenheit ist eine Zier, doch weiter kommt man ohne ihr.

Durch Apologie wird die ursprüngliche Sequenz gegen Angriffe verteidigt, beispielsweise Kunst kommt von können, nicht von wollen, sonst würde es Wulst heißen. Bei einer Athese wird die Aussage der ursprünglichen Sequenz zerstört, ohne dass eine sinnvolle neue entsteht, wie bei: Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, wenn man es vorher einfettet. Hingegen bleibt bei einer Konservation der Sinn ähnlich: Durch Fehler wird man klug – darum ist einer nicht genug.

Ein Kontrast setzt die ursprüngliche Aussage noch zu einem anderen Lebensbereich in Beziehung: Nach Adam Riese und Eva Zwerg. Wenn eine Metapher, wie bei Männer aus Stahl gehören eines Tages zum alten Eisen wörtlich interpretiert wird, spricht man von einem Metaphernbruch. Ein weiteres Kriterium ist die sogenannte "Neogenese", bei der die Aussage des transformierten Satzes von der des ursprünglichen unabhängig ist. Beispiel: Ein Tritt sagt mehr als tausend Worte.

Weitere Kriterien sind die Rejektion, bei der die ursprüngliche Aussage abgewehrt wird (z. B. Wir ziehen alle am selben Strang. Nur: an verschiedenen Enden) und die Synthese, bei der ausschließlich aus der transformierten Sequenz eine tatsächliche Aussage entsteht und die ursprünglichen Sequenzen lediglich Redewendungen sind (Alle wollen zurück zur Natur, aber keiner zu Fuß).

Typen der humoristischen Effekte

Es gibt vier Formen der humoristischen Effekte, die dabei ausgelöst werden. Der Begriff "Bisoziation" wurde von Arthur Koestler geprägt. Ein witziger Text gehört gleichzeitig zwei semantischen Ebenen an, wovon dem Hörer oder Leser zu Beginn nur einer bewusst wird. In der Pointe wird dann schlagartig auf die andere Ebene umgeschaltet, was das Lachen auslöst. Gut erkennt man diesen Mechanismus an folgendem Beispiel: Ich will ja nur dein Bestes – aber das bekommst du nicht.

Das Herabziehen des Erhabenen ins Banale hat etwas Befreiendes und wird generell witziger empfunden als das Gegenteil. So sind auch viele der humoristischen Transformationen von dieser Art. Beispiel: Jesus liebt dich – aber respektiert er dich auch am Morgen danach?. Diesen Vorgang bezeichnet man als "Destruktion".

Ein weiterer humoristischer Effekt kann der Kontrast von Form und Inhalt sein. Ein Beispiel ist der oben erwähnte Reiter auf der Erde – eine banale Ungeschicklichkeit in ihrer literarischen Form. So ein Satz ist auch dann witzig, wenn man die ursprüngliche Sequenz nicht kennt.

Ein weiterer Typ dieser humoristischen Effekte ist die Katastrophen-Fiktion, die teils zynische Züge aufweist. Im Gegensatz zu realen Katastrophen können bloß vorgestellte durchaus humoristisch wirken. So in der transformierten Sequenz: Das Licht am Ende des Tunnels ist wahrscheinlich Mündungsfeuer.

Quellennachweis: Exzerpt aus dem Wikipedia-Artikel Antisprichwort.

 

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143 Antworten auf ® Die Stoßstange ist aller Laster Anfang

  1. Argutus sagt:

    Im Artikel sind nur wenige typische Beispiele genannt. Wer noch weitere lesenswerte Anti-Sprichwörter kennt, möge sie hier posten. Ich fange gleich damit an:

    Sozialismus ist Opium fürs Proletariat.

  2. Frank Berghaus sagt:

    Nobody is perfect – my body is perfect!

  3. Argutus sagt:

    #2 Frank Berghaus am 4. November 2011 um 10:59

    Nobody is perfect – my body is perfect!

    Dazu gibt es auch die Minimal-Variation "no body is perfect".

  4. Argutus sagt:

    Gut gefällt mir auch folgende Supplementierung:

    In God we trust – all others pay cash.

  5. Frank Berghaus sagt:

    #3 Argutus am 4. November 2011 um 11:02

    Die ist aber nicht so schön angeberisch wie meine :-)

  6. Argutus sagt:

    #5 Frank Berghaus am 4. November 2011 um 11:05

    Die ist aber nicht so schön angeberisch wie meine

    Das ist wahr. Schließlich muß man doch bedenken:

    Eigenlob stimmt.

  7. pinetop sagt:

    Das ist zwar kein Sprichwort, aber auch recht schön. Ein Chemielehrer erklärte einst im Unterricht: "Eine Reduktion ist keine Oxidation, sondern genau genommen eine Reduktion." Die Aussage mag ja richtig sein, aber man hat nicht den Eindruck gut informiert zu sein.

    "Wenn der Hahn kräht auf dem Mist, ändert sich das Wetter oder bleibt wie es ist". Eine Aussage, die man nicht bezweifeln kann.

  8. Argutus sagt:

    #7 pinetop am 4. November 2011 um 11:4

    Diese beiden Scherze sind von anderem Typ, weil es ja keine Original-Texte gibt, die transformiert wurden.

    Anders im folgenden Beispiel der Umformung eines Bibel-Spruchs, so daß er eine despektierliche sexuelle Bedeutung bekommt:

    Das Fleisch ist willig, aber der Geist ist schwach.

  9. Argutus sagt:

    Noch eine hübsche Supplementierung:

    Ich bin nicht käuflich, aber man kann mich mieten

  10. Matthias Stein sagt:

    Etwas aus der "medizinischen Ecke":

    Das Kind im Manne erspart der Frau die Schwangerschaft       

    oder , etwas für Gynäkologen, makaber aber trotzdem 

    Die Axt im Haus, erspart dem Arzt den Kaiserschnitt 

  11. Argutus sagt:

    #10 Matthias Stein am 4. November 2011 um 16:49

    Ich kenne die Variation: Die Axt im Haus erspart den Zimmerbrand.

  12. Rechtspopulist sagt:

    Jeder will alt werden, aber keiner will alt sein. :-)

  13. Abu Sheitan sagt:

    OT:

    Ich hatte gerade ein Tütchen Salamini Classici verzehrt, als ich die Inhaltsangabe           "100% Carne Italiana" entdeckte. Habe ich jetzt unwissentlich eine Italienerin gegessen? Knackig war's ja. :-)

  14. Tutnix sagt:

    per aspirin ad astra

  15. Azrail sagt:

    Manomann ARE <3

    Du bist einfach unschlagbar. Hier noch ein paar Bonmots:

    Religion ist Opium fürs Volk.

    Du hast auf Sand gebaut.

    Die Lämmer und die Kälber, wählen ihren Metzger selber.

    Wer nicht hören will muss fühlen.

    etc..etc..etc…

    Aber die Stoßstange ist aller Laster Anfang ist schon cool :haha:

  16. Azrail sagt:

    Argute dilecte,

    Salve magne magister :wink:

  17. Azrail sagt:

    Mein Lateinisch ist leider nicht perfekt. Also, wenn Fehler, dann ausbessern :ok:

  18. Indianerjones sagt:

    Wenn die Stoßstange hinten wäre, dann aller Laster Ende.:nerd:

  19. Indianerjones sagt:

    Wenn's Sylvester schneit, ist Neujahr nimmer weit.:viking:

  20. Saejerlaenner sagt:

    #19 Indianerjones am 4. November 2011 um 21:09

    Wenn's Sylvester schneit, ist Neujahr schon ganz schön lang her :bier:

  21. ilex (E. Ahrens) sagt:

    :viking::bier:

    o tempora – im Mors

  22. Frank Berghaus sagt:

    Meine Laster, die ich nun einmal wie wohl jeder habe, halten sich in sehr engen Grenzen.

    Die paar Dutzend kann ich an einer Hand abzählen :-)

    Und die “Stossstange” (oh Gott pfui) habe ich nicht einmal mitgezählt.

  23. Steffen Rehm sagt:

    Morgenrot ist aller Laster Anfang.

    Man soll die Nacht nicht vor dem Morgen loben.

  24. Frank Berghaus sagt:

    #23 Steffen Rehm am 4. November 2011 um 22:28

    Und am Morgen gibt es dann zwei Fragemöglichkeiten.

    Er: what was your name again?

    Sie: Igor, lebst du noch?

  25. Indianerjones sagt:

    Wenn du merkst, das dein Pferd tod ist, steige ab und suche dir ein Neues!:nerd:

  26. ilex (E. Ahrens) sagt:

    Aufschrift am Heck eines Lastkraftwagens:

    "Wir haben sieben Laster – diesen und Sex"

  27. Argutus sagt:

    #17 Azrail am 4. November 2011 um 19:56

    Mein Lateinisch ist leider nicht perfekt. Also, wenn Fehler, dann ausbessern

    Danke für deine freundlich Worte, die ich auf klassisches Latein gebracht habe. Außerdem habe ich sie entfettet, weil in dieser Diskussion alle zusätzlichen Antisprichwörter im Sinne des Aufsatzes (und nur die) fett sein sollen um besser aufzufallen.

  28. Argutus sagt:

    #15 Azrail am 4. November 2011 um 19:48

    Aber die Stoßstange ist aller Laster Anfang ist schon cool

    Formal ist das ein einfacher Homonmywechsel, aber wenn man bei der "Stoßstange" noch an etwas anderes denkt, wird es zu einem doppelten.

    Hier noch ein paar weitere Antisprichwörter mit sexueller Komponente:

    Ein Mann, der einer Frau die Hand aufs Knie legt, strebt meist nach Höherem.

    Libido ergo bums

    Narrenhände betatschen Brust und Lende

    Was machst du mit dem Schwanz, lieber Hans, beim Tanz?

    Was sich liebt, das schleckt sich

    Das Fleisch war willig, aber das Gras war naß

    Denk ich an Liebe in der Nacht,
    bin ich um den Schlaf gebracht

  29. Azrail sagt:

    #28 Argutus <3

    Großer ARE, hier noch ein kleines Bonmots:

    Albert Einstein hatte es schon früh erkannt: »Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können, muss man vor allem ein Schaf sein.«

    Sehr gut erkannt von unserem Genie. NIchts ist widerlicher, als Mitläufer unter den Mitmenschen – ekelhaft.
    Aber deine Sprichwörter sind wieder köstlich :haha:

  30. Argutus sagt:

    Die Diskussion, die gerade auf FB (bei IH) läuft, brachte mir folgende zwei Antisprichworte in Erinnerung:

    Wo bleibt das Positive? Ja, verdammt nochmal – wo bleibt es?

    Wo bleibt das Negative?

  31. Indianerjones sagt:

    Wenn du zum Weibe gehst, vergiß den Blumenstrauß nicht!:bee:

  32. Azrail sagt:

    Ein Mann im Haus ersetzt den Werkzeugkasten :D

    Eine gute Köchin am Herd ist goldeswert. :bee:

    Heiratet ein Mann einen Hausdrachen, so braucht er sich um seine Sicherheit nicht sorgen :D

    Ein Trunkenbold im Haus, liefert viele Pfandflaschen :haha:

    So lang wie die Nase des Mannes, so lang ist sein Johannes :haha:

    :lol:

  33. Azrail sagt:

    #31 Indianerjones <3

    Mensch Indy <3 Du bist doch ein toller Kavalier <3

    Einfach schön :bee:

  34. simbo sagt:

    Aber hallo Azrail <3

    Scheinst ja in Form zu sein heute :haha: Habe alle Deine Kommentare gelesen :clap: Allerdings warte ich immer noch auf das versprochene :mail: von Dir…. Hast das nicht irrtümlicherweise an H.a.H. gesandt 8-O

  35. Steffen Rehm sagt:

    Coito ergo sum

  36. pufaxx sagt:

    Schöner Artikel. Und ich liebe Wortspiele.

    Übrigens ist Codbus kein öffentliches Nahverkehrsmittel für Dorsche. Cevap-Snowboard-Snowboard sind deftige Hackfleischröllchen ohne SkiSki. Und die Asia-Küche hat sich auch in deutschen Kinderliedern breit gemacht: Seht Euch mal die Wan an, wie die Wan-Tan kann.

    Was haben wir noch?

    Schneller Abnehmen durch Amputation … Krabbensalat ist ein hailoses Durcheinander. Wahre Optimisten ertrinken auch in einer halbvollen Badewanne …

    Ich bastele noch an einem neuen Format. Coming soon.

  37. Argutus sagt:

    Wir sitzen alle im selben Boot: die einen rudern, die andern angeln

  38. Indianerjones sagt:

    Wer viel will, bekommt wenig, wer wenig will, aber viel erwünscht im Geheimen, ist durchaus für was zu haben!

  39. Argutus sagt:

    Gestern standen wir vor dem Abgrund, heute sind wir einen Schritt weiter

  40. Indianerjones sagt:

    #39 Argutus

    Es geht voran!:nerd:

  41. Argutus sagt:

    #40 Indianerjones am 6. November 2011 um 15:09

    Schön zu sehen, daß hier doch noch jemand lebt. WB ist ja heute sowas von ausgestorben …

    Übrigens:

    Manche Menschen drücken nur deshalb ein Auge zu, damit sie besser zielen können

  42. Azrail sagt:

    #34 simbo am 5. November 2011 um 16:35 <3

    Mein liebes Simbolein <3 Sry :ohno: ich schreibe doch keine :mail: an den … :kotz:

    Die :mail bekommst Du noch von mir. Keine Bange.

    Noch ein schönes Bonmots:

    Auge um Auge, macht die Welt blind. Von Mahatma Ghandi.

    Ein Aufruf gegen Gewalt.

  43. simbo sagt:

    #42 Azrail :kiss:

    Ich habe Probleme die smileys zu setzen… Vorher ging das einfach mit copy ctr V.

    Hat da irgendjemand etwas abgeändert???

    Damit ich sie nicht mehr verwenden kann^^^??? Also liebe Azrail, das mit dem :mail: war nur Spass. Und jetzt teste ich ein oder 2 smileys :hide: 8-O ha, es geht wieder…. aber der dritte schon nicht mehr ….

  44. Frank Berghaus sagt:

    #43 simbo am 6. November 2011 um 19:03

    Hallo Simbo! Wir haben an den smilies nichts geändert. Wir würden Euch doch nie den Spass rauben :-)

    Villeicht ist dein Puter etwas müde.

  45. Argutus sagt:

    Steht dir das Wasser bis zum Hals, solltest du den Kopf nicht hängen lassen

  46. Argutus sagt:

    Die Dummen haben das Pulver nicht erfunden – aber sie schießen damit.

  47. Ein Teil von jener Kraft sagt:

    Before you criticize someone you should walk a mile in their shoes.

    (That way, when you criticize them, you're a mile away and you have their shoes).

  48. Argutus sagt:

    Kleine Bosheiten erhalten die Feindschaft

  49. Saejerlaenner sagt:

    Also denn, vielleicht mal so:

    Selig sind die Wissenschaftler, denn ihrer ist das Himmelreich (solange man sie läßt).

  50. Argutus sagt:

    Mein Spruch des heutigen Tages:

    Manche Menschen werden kleiner, wenn man sie unter die Lupe nimmt.

  51. Argutus sagt:

    Besser ein Haar in der Suppe als Suppe im Haar.

  52. Tutnix sagt:

    Besser arm dran als Arm ab.

  53. Argutus sagt:

    Brot für die Welt – aber die Wurst bleibt hier!

  54. Argutus sagt:

    Alle Menschen werden Brüder – außer Esther, die bleibt Schwester.

  55. Argutus sagt:

    Bei der heutigen Medizin ist man sich seines Todes nicht mehr sicher

  56. Argutus sagt:

    "Denen hab ich's gegeben" sagte der Steuerzahler, als er das Finanzamt verließ.

  57. Tutnix sagt:

    Besser den Spatz in der Hand als eine Taube im Bett.

  58. Argutus sagt:

    Fighting for peace is like fucking for virginity

  59. Argutus sagt:

    Genießen Sie das Leben in vollen Zügen! (Ihre Bundesbahn)

  60. pinetop sagt:

    Aus einem Schüleraufsatz: Der Papst wurde von hunderttausend Gläubigern empfangen.

  61. Argutus sagt:

    Das Sprichwort "Glücklich ist, wer vergißt, was nicht mehr zu ändern ist" führte zu zwei humoristischen Transformationen:

    Glücklich ist, wer vergißt, was nicht aus ihm geworden ist.

    und

    Glücklich ist, wer verfrißt, was nicht zu versaufen ist.

  62. Argutus sagt:

    Zwei witzige Supplementierungen:

    There is no such thing as a free lunch – but there is always free cheese in a mousetrap

    und

    "Versprochen ist versprochen" sagte der Fernsehintendant zur Ansagerin

  63. Argutus sagt:

    Wer nach allen Seiten hin offen ist, kann nicht ganz dicht sein.

  64. Tutnix sagt:

    Alkohol und Nikotin rafft die halbe Menschheit hin.

    Ohne Alkohol und Rauch stirbt die and`re Hälfte auch.

  65. Argutus sagt:

    #64 Tutnix am 16. November 2011 um 16:35

    Ich habe den von dir geposteten Spruch entfettet, denn er ist zwar witzig, aber kein Anti-Sprichwort. Der zweite Teil ist ja keine Supplementierung des ersten, sondern das Ganze ist ein einziger Spruch. Die erste Hälfte allein kommt ja nie vor.

  66. Frank Berghaus sagt:

    Die mit dem grössten Dachschaden haben den besten Blick auf den Himmel.

  67. Argutus sagt:

    #66 Frank Berghaus am 16. November 2011 um 18:14

    Die mit dem grössten Dachschaden haben den besten Blick auf den Himmel.

    Der Spruch gefällt mir. Ich glaube, den hast du irgendwann irgendwo schon einmal verwendet. Ist der von dir?

    Linguistisch gesehen stellt sich die Frage, ob das ein Anti-Sprichwort ist oder nicht. Das hängt davon ab, ob der "Blick auf den Himmel" als stereotype Sequenz gelten kann. Ich glaube nicht (und du vermutlich auch nicht, denn du hast den Spruch ja nicht fett gemacht).

    Mir gefällt auch der folgende gut, der wohl auch eher kein Antisprichwort ist, obwohl ich mir nicht ganz sicher bin:

    "Wir leben alle unter demselben Himmel – aber wir haben nicht den gleichen Horizont".

  68. Frank Berghaus sagt:

    #67 Argutus am 16. November 2011 um 18:23

    Derr Dachschaden ist von mir, aber nicht mehr bei mir, denn eben und neulich schon einmal, habe ich ihn weggegeben. Das ist in etwa so mit der Intelligenz, von der ich früher immer sagte (zu meiner Frau):

    Die Intelligenz müssen die Kinder von dir haben – ich habe meine ja noch.

  69. Argutus sagt:

    #68 Frank Berghaus am 16. November 2011 um 18:28

    Das erinnert mich an die Antwort, die jemand (ich habe leider vergessen, wer das war, ich glaube irgend ein Schriftsteller), der eben eine witzige Bemerkung gemacht hatte, auf die Rückfrage "Ist das von Ihnen?" gab: "Ja, aber nicht mehr lange": :-)

  70. Tutnix sagt:

    Ok, ich dachte der erste Satz wäre ein Sprichwort. Auf die Schnelle hätte ich noch zu bieten:

    Vorher ist man immer klüger.

  71. Argutus sagt:

    Wo eine Villa ist, ist auch ein Weg.

  72. Indianerjones sagt:

    Lasst uns von Tonne zu Tonne eilen, wir wollen dem Müll eine Abfuhr erteilen.:nerd:

  73. Argutus sagt:

    #72 Indianerjones am 17. November 2011 um 07:17

    Lasst uns von Tonne zu Tonne eilen, wir wollen dem Müll eine Abfuhr erteilen

    Das ist zwar kein Anti-Sprichwort, aber überaus witzig.

  74. Indianerjones sagt:

    Alle Vögel bauen sich ein Nest, aber nicht Jeder ist imstande ein Ei zu legen. :nerd:

  75. Argutus sagt:

    Wer A sagt, muß nicht B sagen – er kann auch erkennen, daß A falsch war.

  76. Argutus sagt:

    Zu dem Sprichwort "An apple a day keeps the doctor away" gibt es die witzige Transformation (exakt: neogenetische Substituition):

    An onion a day keeps everybody away.

  77. Frank Berghaus sagt:

    #76 Argutus am 19. November 2011 um 17:07

    A garlic a day… wäre da noch passender. Das macht wirklich einsam. Nicht einmal Vampire wollen da noch mit einem zu tun haben :-)

  78. Argutus sagt:

    #77 Frank Berghaus am 19. November 2011 um 17:11

    A garlic a day …

    Ich finde Knoblauch auch noch viel schlimmer als Zwiebel, obwohl auch das so schlimm sein kann, daß ich mitunter die Scherzbezeichnung "Zwieblauch" verwende.

    Allerdings habe ich meine hier fett geposteten Beispiele nicht selbst erfunden, sondern die gibt es schon in gedruckten Quellen. Den garlic hingegen habe ich noch nirgendwo gelesen.

    So, und jetzt auch noch eine weitere witzige Transformation:

    Drum prüfe wer sich ewig bindet, ob sich nicht was Bessres findet.

    Der Sinn ist zwar ähnlich dem der ursprünglichen Sequenz aus Schillers "Lied der Glocke" ("… ob sich das Herz zum Herzen findet"), aber es findet ein Register-Wechsel statt, so daß sich der Satz nun nicht mehr auf Tragfähigkeit der seelichen Bindung bezieht sondern eher auf das Angebot auf dem Heiratsmarkt.

  79. ilex (E. Ahrens) sagt:

    Passend für den Wissenschaftler in der Adventszeit:

    Das ist alles reiner Spekulatius.

  80. Argutus sagt:

    Ein geköpftes Kind scheut das Fallbeil.

  81. Argutus sagt:

    History doesn't repeat itself, but historians repeat one another.

  82. Saejerlaenner sagt:

    Gelegenheit macht Liebe.

  83. Argutus sagt:

    "Nur wer die Sehnsucht kennt, weiß was ich leide" wird transformiert zu

    Nur wer die Arbeit kennt, weiß, was ich meide.

  84. Argutus sagt:

    Besser Dreck am Stecken als im Dreck stecken.

  85. Argutus sagt:

    Ewig währt am längsten.

  86. Argutus sagt:

    Nur ein toter Märtyrer ist ein guter Märtyrer.

  87. Indianerjones sagt:

    Der letzte Märtyrer macht das Licht an . :nerd:

  88. Argutus sagt:

    Wie man sich bettet, so liegt man. →

    Wie man sich füttert, so wiegt man.

  89. Indianerjones sagt:

    Wie man sich wäscht, so riecht man.:nerd:

  90. Argutus sagt:

    Der Klügere gibt nach – bis er selber der Dumme ist.

  91. Argutus sagt:

    Fighting for peace is like fucking for virginity.

  92. Argutus sagt:

    Die Pflicht ruft? Wir rufen zurück!

  93. Argutus sagt:

    Hinweis: Dieser Artikel ist mittlerweile unter den 30 meist gelesenen. Deshalb kann man ihn über die Liste in der rechten Spalte leicht auffinden und nachsehen, ob wieder einen neues witziges Anti-Sprichwort gepostet wurde.

  94. Indianerjones sagt:

    Oft gelesen, nie kopiert. :nerd:

  95. Argutus sagt:

    Supplementierung eines bekannten englischen Kinderliedes:

    Mary had a little lamb – the doctor was surprised.

  96. Argutus sagt:

    A friend in need is a friend indeed →

    A friend in need is a pest indeed.

  97. Argutus sagt:

    Der Zweck heiligt auch die Abführmittel.

    In einem Gedicht von Eugen Roth aus seinem Werk "Der Wunderdoktor" heißt es:

    Man sagt doch sonst bei jedem Dreck
    Die Mittel heilige der Zweck
    Drum Freunde, laßt mir das Gekrittel
    Zweck heiligt auch die Abführmittel

  98. Argutus sagt:

    Don't bite the hand that feeds you →

    Don't bite the hand that looks dirty

  99. Argutus sagt:

    Die kleinen Diebe hängt man, die großen lassen einander laufen.

  100. Argutus sagt:

    Frisch gewagt ist halb gewonnen →

    Frisch gesagt ist halb gekündigt.

  101. Indianerjones sagt:

    Ritt ein Ritter in die Schlacht, hatt er sich meistens die Rüstung verbogen, doch das hatt ihm gar nichts gemacht, ….er hatt sich einfach eine neue gekauft.:frech:

  102. Indianerjones sagt:

    #101
    Das war ein sogenannter Unreim.:nerd:

  103. Argutus sagt:

    Nicht für die Schule lernen wir sondern für die Katz.

    Hier verbindet sich die Redewendung "für die Katz" (= vergeblich) mit dem bekannten Spruch "Nicht für die Schule lernen wir sondern für das Leben".

    Allerdings ist dieser Spruch selbst wiederum eine Transformation des bissigen Satzes von Seneca "non vitae sed scholae discimus" (nicht für das Leben sondern für die Schule lernen wir).

    Ein Anti-Sprichwort ist diese Umkehrung aber nicht, denn sie war nicht humoristisch gemeint sondern diente der pädagogischen Verlogenheit.

  104. Argutus sagt:

    Sein oder nicht sein → Sein oder Design

  105. pinetop sagt:

    Champion Jack Dupree: two beer or not two beer.

  106. Argutus sagt:

    Money isn't everything →

    Money isn't everything, but it helps keeping the children in touch.

  107. Firithfenion sagt:

    Vor längerer Zeit sah ich mal einen, offenbar von einer weiblichen Person an eine Wand gemalten Spruch: "Krieg ist Menstruationsneid – Männer wollen auch mal bluten!"
     
    Darüber musste ich schallend lachen. Was mir gut daran gefiel, war die Persflierung der Idee vom "Penisneid". Also ich schätze Signumd Freud durchaus, aber einige seiner Ideen, wie z.b. die Idee das Frauen einen heimlichen "Penisneid" empfinden würden, halte ich für Quatsch. Vermutlich ist da, wie in einigen anderen Fällen, seine eigene Phantasie mit ihm durchgegangen. In diesem Spruch wird der "Penisneid" also mal auf witzige Weise umgedreht und dadurch ad absurdum geführt.

  108. Argutus sagt:

    → Firithfenion

    Ich habe deinen Spruch entfettet, denn er ist zwar interessant und witzig, aber kein Antisprichwort. In diesem Thread sollen aber nur die Antisprichwörter fett hervorgehoben werden.

  109. Argutus sagt:

    Es gibt auch Anti-Sprichwörter zweiten Grades:

    Is there life after death?

    Is there life before death?

    Is there life before coffee?

  110. Argutus sagt:

    Ordnung ist das halbe Leben – und Unordnung die andere Hälfte.

  111. Indianerjones sagt:

    Ungeküsst solltst du nicht schlafen gehen, geküsst wird es aber oft auch nichts damit.:shame:

  112. Argutus sagt:

    Kentucky fried chicken → Kentucky schreit "ficken"

  113. Firithfenion sagt:

    #112 Argutus am 17. Dezember 2011 um 15:54
     
    Wobei "Kentucky fried chicken" allerdings kein Sprichwort ist, weshalb seine Verballhornung auch kein Anti-Sprichwort sein kann, sondern lediglich der ausgeschriebene Name einer bekannten US Fast Food Kette.

  114. Argutus sagt:

    #113 Firithfenion am 17. Dezember 2011 um 16:18

    Wobei "Kentucky fried chicken" allerdings kein Sprichwort ist, weshalb seine Verballhornung auch kein Anti-Sprichwort sein kann.

    Doch. Ich zitiere den ersten Satz des Artikels mit der Definition des Begriffs "Anti-Sprichwort":

    Ein Antisprichwort ist die Transformation einer stereotypen Wortsequenz wie etwa eines Sprichworts, eines "geflügelten Wortes" oder einer Redewendung mit dem Zweck einer humoristischen Wirkung.

    "Kentucky fried chicken" ist natürlich kein Sprichwort, aber es ist eine stereotype Wortsequenz und erfüllt somit die Definition.

  115. Indianerjones sagt:

    Irrtum sprach der Igel und stieg von der Bürste.:nerd:

  116. Indianerjones sagt:

    #115
    Darauf hin fühlte sich sowohl der Igel wie auch die Bürste diskrimiert.:nerd:

  117. Indianerjones sagt:

    OT

    Wenn im Islam Kannibalismus eine Säule des Glaubens wäre würden sich die Grünen bemühen besser zu schmecken.:nerd:
    Fütterung der Probanden mit Kräutern und guten frischen Heu, ist da wohl angebracht.:nerd:

  118. Firithfenion sagt:

    #114 Argutus am 17. Dezember 2011 um 16:23
    "Kentucky fried chicken" ist natürlich kein Sprichwort, aber es ist eine stereotype Wortsequenz und erfüllt somit die Definition.
     
    Okay, wenn auch Wortsequenzen wie z.b. Slogans zählen, wie wärs dann damit. Ikea wirbt ja mit dem Slogan: "Wohnst du noch, oder lebst du schon?". Ein konkurrierendes Möbelhaus konterte kurzerhand damit, indem es diesen Slogan auf sehr originelle Weise umdrehte und ihn dadurch zu einem Anti-Ikea Slogan machte: "Wohnst du schon oder schraubst du noch?"….. ROFL…. leider liess IKEA, soweit ich mich erinnere, dem Möbelhaus per Gerichtsbeschluss verbieten mit diesem cleveren Gegenslogan zu werben…

  119. Argutus sagt:

    #118 Firithfenion am 18. Dezember 2011 um 22:32

    Wohnst du schon oder schraubst du noch?

    Diesen köstlichen Spruch gegen IKEA kannte ich noch nicht. Der gehört natürlich auch fett (nicht aber die ursprüngliche Sequenz).

  120. Argutus sagt:

    "Zeit ist Geld" sagte der Kellner und addierte das Datum gleich mit auf die Rechnung.

  121. Argutus sagt:

    Mit der Zeit gehen →

    Mit gewöhnlichem Supplement:

    Uhren sollten mit der Zeit gehen.

    Mit doppelsinnigem Supplement:

    Politiker sollten mit der Zeit gehen

  122. Dingens sagt:

    In dubio pro deo!

  123. ilex (E. Ahrens) sagt:

    eher doch In dubio pro meo!

  124. Argutus sagt:

    #123 ilex (E. Ahrens) am 22. Dezember 2011 um 13:17

    In dubio pro meo

    In dieser Form ist das entweder semantisch defektiv, denn es fehlt das Substantiv (Im Zweifel für mein) oder es ist asyntaktisch (Im Zweifel für mich – aber das müßte "pro me" heißen).

    Demgegenüber ist bei "In dubio pro deo" das Wort "deo" (als Kurzform für "Deodorant") ein nicht flektiertes Fremdwort. Das ist natürlich kein schönes Latein, aber in der Form nötig, weil sonst der Witz verloren geht.

  125. ilex (E. Ahrens) sagt:

    Schade – dachte der Dativ würde so hinhauen   :wink:

  126. Argutus sagt:

    #125 ilex (E. Ahrens) am 22. Dezember 2011 um 19:49

    Schade – dachte der Dativ würde so hinhauen

    Die Präposition "pro" verlangt nicht den Dativ sondern den Ablativ. "Meo" ist zwar einer, aber eben nur ein Possessivpronomen. Mit dem Dativ (dem sogenannten Dativus commodi) ließe sich der Satz zwar auch grammatikalisch korrekt bilden ("in dubio mihi" – "Im Zweifel für mich"), nur ist dann die Analogie zur Ursprungs-Sequenz weg und somit der Witz kaputt.

  127. Argutus sagt:

    #117 Indianerjones am 18. Dezember 2011 um 01:51

    Wenn im Islam Kannibalismus eine Säule des Glaubens wäre würden sich die Grünen bemühen besser zu schmecken

    Nein, in diesem Fall würden sie sich bemühen, ihre politischen Feinde schmackhaft zu würzen. :-)

  128. Indianerjones sagt:

    #127 Argutus
    Stimmt, es soll ja schließlich auf keinen Fall, sie selbst treffen….[..]:nerd:

  129. Argutus sagt:

    Der Mensch denkt, Gott lenkt – der Mensch dachte, Gott lachte.

    Dieses Anti-Sprichwort ist mehr aus formalen als aus inhaltlichen Gründen interessant.

    Das Supplement sieht nämlich aus, als würde bloß die Hauptsequenz im Imperfekt wiederholt. denn beide gereimten Wortpaare (denkt – lenkt und dachte – lachte) werden in formal gleicher Weise verändert und die erste der beiden Veränderungen (denkt zu dachte) ist ein solcher Tempus-Wechsel. Allerdings ist denken ein starkes und lenken ein schwaches Verb, so daß dabei – im ersten Moment unauffällig – auch ein Wechsel des Verbs ergibt.

    Wenn es einen Gott gäbe, dann hätte der sicherlich Anlaß über so manches zu lachen, was Menschen denken. Da das aber ganz offensichtlich nicht zutrifft, müssen die Menschen selbst dieses Lachen übernehmen. :-)

  130. ilex (E. Ahrens) sagt:

    #129 Argutus am 26. Dezember 2011 um 19:58

    Der Mensch denkt, Gott lenkt – der Mensch dachte, Gott lachte.

    Das hat in der Tat eine gewisse Raffinesse    :wink:

  131. Argutus sagt:

    Zu dem bekannten Bibel-Zitat "Wer nicht mit mir ist, ist wider mich" gibt es als Parodie das Anti-Sprichwort:

    Wer nicht mit mir ist, ist widerlich.

  132. pinetop sagt:

    Ein grüner Politiker im vergangenen Jahr. "Wer im Glashaus sitzt, sollte die Kirche im Dorf lassen."

  133. Indianerjones sagt:

    Ich weiß nicht ob sie es schon wußten? Ein Flachmann kann durchaus breit machen.:nerd:

  134. ilex (E. Ahrens) sagt:

    #133 Indianerjones am 6. Januar 2012 um 13:33 = Ein Flachmann kann durchaus breit machen

    :clap:  :ok:

  135. Argutus sagt:

    The mind is a terrible thing to waste → A waist is a terrible thing to mind.

    Aus der Forderung, daß Geist nicht verschwendet sondern genützt werden soll, wird durch die Transformation der Hinweis darauf, das der Taillen-Umfang für viele Menschen ein Grund zur Sorge ist.

  136. Argutus sagt:

    Der Alkohol ist der Untergang der arbeitenden Klasse →

    Die Arbeit ist der Untergang der trinkenden Klasse

  137. Argutus sagt:

    Durch Mark und Bein → Es geht mir durch Mark und Pfennig

  138. Argutus sagt:

    In Ausnahmefällen kann das Anti-Sprichwort mit der ursprünglichen Sequenz auch völlig identisch sein, nur der Bezugsrahmen wechselt:

    Arrivederci Roma

    Das war der Titel eines Schlagers von 1956 und im darauffolgenden Jahr eines Films.

    "Arrivederci" bedeutet wörtlich "auf Wiedersehen", wird aber ebenso wie das deutsche Pendant als allgemeine Floskel der Verabschiedung (in diesem Fall von der Stadt Rom, italienisch "Roma") empfunden.

    Das Wort Roma ist aber außerdem noch eine Volksbezeichnung, die gegen Ende des 20. Jahrhunderts im deutschen Sprachraum dadurch allgemein bekannt wurde, daß sie (meist in der Zusammenstellung "Roma und Sinti") als politisch korrektes Synonym für das bis dahin verwendete Wort "Zigeuner" forciert wurde.

    Als im Jahre 1995 in Oberwart (Burgenland, Österreich) vier Angehörige dieser Volksgruppe durch die Explosion einer gegen sie gerichteten Bombe getötet wurden, bekam der Ausdruck "Arrivederci Roma" eine zusätzliche Bedeutung als zynische "Verabschiedung" der Opfer.

    Wenn dieser Metaphern-Bruch auch von den meisten Menschen aufgrund des tragischen Hintergrunds nicht witzig gefunden wurde, so war er dennoch so gemeint und ist deshalb als Anti-Sprichwort zu klassifizieren.

  139. Argutus sagt:

    Gott ist tot – und es gibt eine Menge zu erben.

  140. Atrophic sagt:

    Stille Wasser sind kohlensäurefrei.

  141. Ziggy sagt:

    …neulich in einer Kabarettsendung:

    Gewalt ist keine Lösung – bevor man sie nicht anwendet!

  142. Argutus sagt:

    Ich hole diesen Artikel duch meinen Kommentar wieder ein wenig aus der Versenkung. Vielleicht hat jemand Lust noch eine Menge witziger Sätze zu lesen, bevor hier alles einstürzt.

  143. Indianerjones sagt:

    Argustus ….die Stoßstange ist aller Laster Anfang, ist so und so hier ein Lichtblick sondersgleichen gewesen! :nerd:

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