Es war nur eine relativ kurze Nachricht auf Seite 11 der örtlichen Tageszeitung, die von dpa übernommen wurde.
Am Montag soll die Weltbevölkerung 7.000.000.000 Menschen erreichen – so schätzt die UNO. Damit nicht genug – es wird mit weiterem Zuwachs gerechent. Der Optimist freut sich – alles Leute, denen man irgendetwas verkaufen kann. Mehr Nahrungsmittel – mehr Konsumgüter – mehr Kunden. Wachstum an sich.
Die durchschnittliche Lebenserwartung ist von 48 auf 68 Jahren in den letzten 50 Jahren gestiegen. 893 Millionen Menschen sind älter als 60 Jahre, gleichzeitig sind weltweit 43 % aller Menschen jünger als 25, in manchen Ländern sind dies sogar 60 %. Babatunde Osotimehin, der Direktor des UN-Bevölkerungsfonds UNFPA, gab sich in einem Interview mit der ZEIT ebenfalls sehr optimistisch über die zukünftige Entwicklung.
Ich erinnere noch die Zahl von 2,5 Milliarden Menschen, die ich als Schulkind lernte. Doch mit jeder Milliarde, die in letzter Zeit dazu kam, wurden die veröffentlichten Reaktionen seltsamerweise immer positiver, während man das Anwachsen auf die 3., 4. und 5. Milliarde vor einigen Jahrzehnten noch besorgt verfolgt und interpretiert hatte. In der "mittleren" Prognose der UN sollen es nun bis 2100 um 10 Milliarden Menschen sein, die ganz selbstverständlich diesen Planeten bevölkern können, die "optimistische" Prognose geht sogar von 12 Milliarden Menschen aus. Wenn man Herrn Osotimehin folgt, leben dann alle ohne Probleme.
Nun soll sich also die prognostizierte Kurve des Zuwachses bei 10 Milliarden abflachen und danach soll die Zahl der Menschen sogar wieder sinken. Diese Art der Prognosen kenne ich noch aus der Vergangenheit, bei der sich die Kurve bei 5, 7 oder 9 Milliarden Menschen abflachen sollte. Realität ist allerdings, dass die letzte Milliarde der menschlichen Bevölkerung in nur 11 Jahren entstanden ist. Wo die Geburtenrate niedrig und wo sie hoch ist, zeigt diese Graphik
Heute sind 60,4 % der Menschen Asiaten – allerdings wird sich die Zahl der Afrikaner von jetzt 1 Milliarde bis 2100 auf 3,6 Milliarden mehr als verdreifachen. Nun ist Afrika schon jetzt nicht dünn besiedelt, sondern schon durchschnittlich dicht im Vergleich zu anderen Kontinenten. Bedenkt man, dass Afrika vor 50 Jahren 250 Millionen Einwohner hatte, so ist dies in 150 Jahren eine prognostizierte Vermehrung auf das fast fünfzehnfache. Afrika ist die Gegend, die südlich des Mittelmeeres anfängt.
Wünsche Ihnen allen noch einen schönen Sonntag. Denken Sie gern ein wenig über die Zahlen der UNO-Prognose nach. Morgen können Sie dann – wenn Sie ein Optimist sind – ein Glas Sekt (oder was sie sonst mögen) auf den siebenmilliardensten Menschen trinken. 
Graphiken 1 und 3 nach dpa-Meldung = Erwin Ahrens; Graphik 2 = andere Quelle
Weitere Arbeiten desselben Autors siehe hier.

Somit ,dürfte es halt keine wilde Zuwanderung ,in Länder geben, die noch einigermaßen funktionieren, sondern nur noch gewollte , richtige Einwanderung, nach den momentanen Gegebenheiten ,jedes einzelnen Landes, das würde ein Mindestmaß* an Ausgeglichenheit darstellen. Eine Abschmelzung der vorhandenen Unerwünschten, wohlgemerkt nur von dehnen ist von Nöten, anders wird es nicht gehen.
#1
Eine andere Lösung dieses Problems sehe ich nicht, denn sonst verliert der Erdball noch die Länder die sozial ausgewogen sind, auch noch, was ist dann…???
Ja, es wird Zeit dass bei Lidl eine zweite Kasse aufgemacht wird …
Aber was ist denn mit den Algeriern, Iranern und, jawohl, den Türken passiert? Geburtenrate niedriger als in den USA! Hätte man so gar nicht erwartet ….
Die hohe Geburtenrate in Grönland ist beängstigend, wenn es da noch wärmer wird drehen die sicher noch weiter auf.
#3 Ein Teil von jener Kraft am 30. Oktober 2011 um 07:57
Nordamerika wird bis 2100 von 5,0 auf 5,2 % nach UN-Schätzung zunehmen – vermutlich die Jungs und Deerns aus Mexiko, die ihr altes Land wieder besiedeln. Dem Vernehmen nach sprach der vorige Präsident der USA ja schon ein verständlicheres spanisch als englisch.
Die Populationsdichte einer Spezies regelt sich von selbst nach natürlichen Mechanismen. Wird sie zu hoch, dann sinken die verfügbaren Ressourcen (insbesondere Nahrung) pro Individuum ab, was die Fertitlitätsrate beeinträchtigt und wieder zu einer niedrigeren Populationsdichte führt.
Gibt es regionale Unterschiede in der Populationsdichte, dann kann sich der Bevölkerungsdruck durch Expansion einen Ausgleich verschaffen – vorausgesetzt, die Nachbar-Population kann ihre geringere Dichte nicht durch höhere Abwehrkräfte gegenüber den Eindringlingen kompensieren.
So ist der natürliche Lauf der Dinge, der seit vielen Jahrmillionen klaglos funktioniert.
Heute allerdings beobachten wir zwei markante Unterschiede, die nicht nur paläontologisch sondern sogar historisch völlig neu sind:
1. Moderne Verkehrsmittel haben den Begriff des Nachbarn relativiert, wodurch die Schutzfunktion der bloßen Entfernung sehr geschwächt wurde.
2. Erstmals gibt es Regionen mit geringer Bevölkerungsdichte aber hoher Ressourcendichte, deren Bevölkerung aufgrund ihres technischen und organisatorischen Entwicklungsstands zwar durchaus in der Lage wäre, den äußeren Immigrations-Druck abzuwehren, dazu aber ganz einfach nicht willens ist, weil sie einem Zeitgeist verfallen ist, der das ablehnt. Ich nenne das die "Gutmenschen-Seuche".
Die Überbevölkerung ist ein Grundproblem der Menschheit und dass Religionen die demographische Expansion fördern nicht gerade behilflich.
Stephen Hawking:"HAWKING: My biggest worry is population growth. If it continues at the current rate, we will be standing shoulder to shoulder by 2600. Something has to happen, and I don't want it to be a disaster."
"Nun ist Afrika schon jetzt nicht dünn besiedelt.." Verglichen etwa mit Europa oder Ostasien ist Afrika aber nicht dicht besiedelt, oder?
#6 Frederik am 30. Oktober 2011 um 16:25 = "Nun ist Afrika schon jetzt nicht dünn besiedelt.." Verglichen etwa mit Europa oder Ostasien ist Afrika aber nicht dicht besiedelt, oder?
Siehe Bauernland = Die Besiedlungsdichte Afrikas liegt schon jetzt über der durchschnittlichen Besiedlungsdichte der Menschheit – die Sahara realistischerweise abgerechnet.
Angesichts der Menschenvermehrung ist der Anbau von Lebensmitteln zur Gewinnung von Treibstoffen nicht zu rechtfertigen.
Die Gewinnung von Treibstoffen duch die katalytische drucklose Verölung könnte ein sinnvolleres Verfahren sein.
#9 pinetop am 31. Oktober 2011 um 16:56
Man kann es drehen und wenden, wie man will: Die natürlichen Ressourcen sind begrenzt, und ob man nun Weizen oder Holz oder biogene Abfälle (die es ja nun auch nicht unbegrenzt gibt und die ja hierzulande bekanntermaßen stark zunehmend zur alternativen Energiegewinnung vergast werden) nimmt: Je mehr Menschen es sind, desto stärker wird die Basis, nämlich das Ökosystem Erde als ganzes, in Mitleidenschaft gezogen.
Und worauf es bei unveränderter Entwicklung hinauslaufen wird, ist folgendes: Um die zahlenmäßig explodierende Spezies Mensch zu erhalten, wird der gesamte Planet (aus humanitären Gründen
) geplündert und ausgesaugt, bis nichts mehr herauszuholen ist. Zuguterletzt kommen dann die Verteilungskämpfe, bloß hat sich das dann beizeiten sowieso erledigt, weil es nichts mehr zu verteilen gibt. Am Ende der Show gibts dann Steinzeit 2.0.