• Papst greift Atheisten an

Es gibt immer noch unverbesserliche Christen, die meinen, die Kirchen seien ein möglicher Partner, um dem Islam entgegenzutreten. Prototypen dieser Gattung kann man täglich auf „islamkritischen“ Hetzseiten wie Politically Incorrect beobachten. Tatsache ist aber, dass sowohl RKK als auch EKD auf allen Ebenen mit dem Islam kooperieren, ihn willkommen heissen und den interreligiösen Dialog mit ihm suchen. Für die vereinten Monotheisten bleibt nach wie vor der sich ausbreitende Atheismus (zumindest in den zivilisierteren Weltgegenden) der Hauptfeind.

Gabriella Bertuccioli berichtet beim Humanistischen Pressedienst http://hpd.de/node/12206

Der Papst ist gestern mit einem von Trenitalia (staatseigenen Unternehmen) zur Verfügung gestellten Zug für eine interreligiöse Begegnung und eine Pilgerfahrt in Assisi angekommen. Anwesend waren auch einige Ungläubige. Trotz der Einladung zum Dialog griff der Papst sie in der Basilika Santa Maria degli Angeli (Heilige Maria der Engel) an: Laut Papst ist Gewalt eine Konsequenz der Leugnung von Gott.

Die UAAR (Union der rationalistischen Atheisten und Agnostiker Italiens) erwidert mit einer Pressemeldung (Auszug: “Non è la prima volta che il papa si rivela ateofobo”, sostiene Raffaele Carcano, segretario UAAR. “Il suo attacco agli atei, e la pretesa di annettersi gli agnostici, sono il chiaro tentativo di demonizzare l’incredulità, che si va sempre più diffondendo nel mondo: come ammette lo stesso papa, evidentemente preoccupato”.) „Er hat das schlechte Gewissen“: Es sollte einen Tag der Reflexion und des Dialogs sein. Aber Benedikt XVI., der auch vier Ungläubige eingeladen hatte, hat das Treffen von Assisi in den x-ten Angriff gegen Atheisten verwandelt.

„Die Abwesenheit Gottes“, behauptete der Papst, sei Ursache von Gewalt und sogar von Konzentrationslagern, denn die Leugnung des Göttlichen „verdirbt die Menschen, lässt sie das Maß verlieren, lässt sie die Menschlichkeit verlieren". Im Gegensatz dazu sei der Gebrauch von Gewalt im Namen der Religion nur „ein beleidigender Missbrauch des christlichen Glaubens“.

„Das ist nicht der erste Mal, dass der Papst sich als ‚atheistenphob’ erweist“, meinte dazu Raffaele Carcano, Sekretär der UAAR. „Sein Angriff auf die Atheisten und der Anspruch auf die Vereinnahmung der Agnostiker sind der klare Versuch, die Ungläubigkeit, die sich immer mehr auf der Welt verbreitet, zu dämonisieren, wie der Papst, selbst offenbar besorgt, zugibt.“

„Wir erinnern den Papst“, setzte Carcano fort, „dass im Namen des Atheismus nie ein Krieg geführt worden ist, und dass die Länder mit der höchsten Rate an Atheisten auch diejenigen sind, in denen die Kriminalitätsraten am niedrigsten sind.“ Bezüglich der Konzentrationslager schloss Carcano, diese seien „die Frucht des tausendjährigen christlichen Antisemitismus. Adolf Hitler glaubte an Gott, und die Atheisten wurden während des Nationalsozialismus geächtet. Das Motto der Wehrmacht war nicht umsonst ‚Gott ist mit uns’, was Ratzinger bekannt sein dürfte.“

Bildquelle : F. Lorenz

 

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32 Antworten auf • Papst greift Atheisten an

  1. Argutus sagt:

    Mich würde interessieren in welchem Maß solche Äußerungen des Papstes durch kirchenpolitisches Kalkül bedingt sind und wieweit man sie auf schiere Dummheit zurückführen kann.

    Wie auch immer – als vernünftiger Mensch sollte man den Verein, dem dieser Mann vorsteht, nicht allzu ernst nehmen. Die Zeit, in der man das tun mußte, ist zum Glück schon längst vorbei.

  2. Frank Berghaus sagt:

    #1 Argutus am 29. Oktober 2011 um 10:28

    Wie auch immer – als vernünftiger Mensch sollte man den Verein, dem dieser Mann vorsteht, nicht allzu ernst nehmen.

    Leider gibt es aber immer noch eine grosse Zahl Menschen, die diesen Lügen und Verdrehungen Glauben schenken. Wäre dem nicht so, hättest du recht.

  3. Frank Berghaus sagt:

    Erwartungsgemäss berichtet kath.net völlig anders über die Anwesenheit Nichtgläubiger in Assisi: http://www.kath.net/detail.php?id=33696

  4. Argutus sagt:

    #2 Frank Berghaus am 29. Oktober 2011 um 10:32

    Leider gibt es aber immer noch eine grosse Zahl Menschen, die diesen Lügen und Verdrehungen Glauben schenken.

    Das ist zwar bedauerlicherweise richtig, aber wenn ich mir das letzte halbe Jahrhundert ansehe, das ich aus persönlicher Erfahrung und Erinnerung überblicken kann, so hat diese Zahl beständig abgenommen, obwohl die Kirche all ihre Macht eingesetzt hat um diesen Schrumpfungs-Prozeß zu verhindern.

    Das soll uns natürlich nicht veranlassen, die Hände in den Schoß zu legen. Wir müssen nach wie vor solchen Unsinn als Unsinn brandmarken (wozu ja auch dieser Artikel einen Beitrag leistet), aber zum Glück haben wir historischen Rückenwind.

    Zumindest gilt das im rein abendländischen Rahmen. Der Aufstieg des Islam in Europa hingegen könnte (und das befürchte ich auch) da eine Umkehrung der Windrichtung bewirken.

  5. Saejerlaenner sagt:

    #4 Argutus am 29. Oktober 2011 um 10:41

    Der Aufstieg des Islam in Europa hingegen könnte (und das befürchte ich auch) da eine Umkehrung der Windrichtung bewirken.

    Der Islam selbst ist auch nicht das Problem. Das Problem ist die ständig wachsende Zahl von Menschen, die einwandern und ihn mitbringen bzw. schon hier sind und sich schneller vermehren als die Europäer. Was nützt es, eine schiere Ideologie zu kritisieren? Sie wird nur dann zu einem Problem, wenn sie ausreichend Vertreter findet.

  6. Argutus sagt:

    #5 Saejerlaenner am 29. Oktober 2011 um 11:08

    Sie wird nur dann zu einem Problem, wenn sie ausreichend Vertreter findet.

    Natürlich, aber die Einwanderung von Moslems und insbesondere ihre vergleichsweise höhere Fertiität sorgen schon ganz automatisch für ausreichend viele Vertreter.

    Wenn man verhindern will, daß Europa einer gefährlichen totalitären Ideologie wie dem Islam zu Opfer fällt, dann gibt es nur zwei mögliche Strategien: Man bekämpft die Ideologie oder die Menschen, die an sie glauben. Da ist die erster Variante schon eindeutig die humanere. Ob sie freilich ausreicht, muß die Zukunft zeigen.

  7. ilex (E. Ahrens) sagt:

    #6 Argutus am 29. Oktober 2011 um 11:16 = Wenn man verhindern will, daß Europa einer gefährlichen totalitären Ideologie wie dem Islam zu Opfer fällt, dann gibt es nur zwei mögliche Strategien: Man bekämpft die Ideologie oder die Menschen, die an sie glauben. Da ist die erster Variante schon eindeutig die humanere. Ob sie freilich ausreicht, muß die Zukunft zeigen.

    Wobei die Menschen, die dieser Ideologie anhängen, die Bekämpfung ihrer Ideologie vermutlich nicht klaglos hinnehmen werden. Das ist ja das Bittere: Eigentlich sollten sich die Menschen erfreut zeigen, dass sie sich hier von ihrer Ideologie befreien können. Das wollen sie in der Regel aber garnicht, sondern sie beklagen eher, dass man ihnen hier bei Ausübung ihrer Ideologie der Unterwerfung Hindernisse in den Weg legt.

    Das läßt den pessimistischen Schluss zu, dass die meisten nicht zu uns kommen, um ihrer Ideologie zu entfliehen, sondern dass sie sie hier ausbreiten – und wenn es durch ihre schiere Anzahl ist, durch die sie mithelfen, ideologischen Druck aufzubauen.

  8. Frederik sagt:

    Die Psyche des Papstes… eines der größten Mysterien des Universums. Aber wie ich immer sage: Als Religionskritiker sollten wir für den derzeitigen Papst sehr dankbar sein. So effektiv wie er treibt kein Zweiter die Schafe aus der Kirche. Gäbe es einen charismatischen, undogmatischen Papst, würde sich unsere Aufgabe doch wesentlich schwieriger gestalten. Das muss man Papa Ratzi lassen.

  9. smartshooter sagt:

    Ein seniler alter Mann, der selbst wenn er es besser wüßte, nichts anderes sagen kann. Auf kath.net hört sich das sogar recht freundlich an. Wenn wir alle nur Wahrheitsuchende wären, dann ist doch alles gut. Leider gehts aber nur um seine Wahrheit, und die kann er sich wo hinstecken.

                                                                                                        :pope:

  10. Ein Teil von jener Kraft sagt:

    Wir erinnern den Papst“, setzte Carcano fort, „dass im Namen des Atheismus nie ein Krieg geführt worden ist, und dass die Länder mit der höchsten Rate an Atheisten auch diejenigen sind, in denen die Kriminalitätsraten am niedrigsten sind.“

    Nun ja … mir fällt jetzt zwar spontan in der Tat kein Fall ein in dem im Namen des Atheismus ein Land ein anderes überfallen hat – aber intern wurde auch im Namen des Atheismus genug gewütet. Und das mit der Antikorrelation von Atheismus- und Kriminalitätsrate hätte ich schon gern mal schwarz auf weiß gesehen (ja, ich weiß, Vatikanstadt mit 0% Atheisten ist das Land mit der höchsten Kriminalitätsrate, gemessen in Delikten pro Einwohner pro Jahr. Und die Kriminalitätsrate von Pjöngjang mag sehr niedrig liegen, ich war noch nicht da. Aber ist Prag wirklich so eine sichere Stadt?).

  11. Frank Berghaus sagt:

    #10 Ein Teil von jener Kraft am 29. Oktober 2011 um 21:13

    Dann solltest du schon sagen, wo denn im Namen des Atheismus gewütet wurde.

    Im Namen aller möglichen Ideologien, sei es nun Kommunismus, Christentum, Nationalsozialismus und Islam wurde erheblich gewütet und gemordet. Im Namen des Atheismus oder gar des Humanismus noch nie.

  12. Argutus sagt:

    #10 Ein Teil von jener Kraft am 29. Oktober 2011 um 21:13

    mir fällt jetzt zwar spontan in der Tat kein Fall ein in dem im Namen des Atheismus ein Land ein anderes überfallen hat – aber intern wurde auch im Namen des Atheismus genug gewütet.

    Auch da wüßte ich auswendig nichts zu nennen. Zwar hat der Kommunismus gewütet, der atheistisch ist, aber sein Atheismus war in dem Zusammenhang kein relevanter Parameter.

    Der Kommunismus ist eine totalitäre Ideologie, in der weder Gott noch der Osterhase vorkommt. Dennoch kann man nicht sagen, er hätte Greuel im Namen des Unglaubens an Gott oder des Unglaubens an den Osterhasen begangen.

  13. Ein Teil von jener Kraft sagt:

    #11Frank Berghaus am 29. Oktober 2011 um 21:20

    Dann solltest du schon sagen, wo denn im Namen des Atheismus gewütet wurde.

    Aber die atheistische Grundhaltung hat beim Wüten des Kommunismus gegenüber religiösen Personen und Institutionen eine erhebliche Rolle gespielt. Kommunismus als solches hätte sich schon mit dem Christentum arrangieren können (ist ja teilweise auch versucht worden).Article 37 of the Albanian Constitution of 1976: The State recognizes no religion, and supports atheistic propaganda in order to implant a scientific materialistic world outlook in people.  ""

  14. Detlef Alsbach sagt:

    Die Kirche erlebt zwar einen Schumpfungsprozess, aber ich glaube, dass viele Leute einfach nur aus der Kirche austreten, weil sie für den Glauben viel Geld zahlen müssen. Dann kommen da noch die Skandale hinzu, aber der Papst kann sagen was er will, es wird geglaubt. Allerdings denke ich, dass gar nicht so viele Menschen, die der Kirche den Rücken zuwenden, die Problematik mit den Auswirkungen des Islams dies zum Anlass genommen haben, aus der Kirche auszutreten. Ansonsten müsste doch der Zuspruch zur Islamkritik größer sein.

  15. Frank Berghaus sagt:

    #13 Ein Teil von jener Kraft am 29. Oktober 2011 um 22:34

    Dass der Kommunismus gegen seine ideologische Konkurrenz Christentum war ist ist – daran zweifelt ja niemand. Islam wird genau so wenig Christentum propagieren. Der Zusammenhang ist eben anders, als du ihn sehen willst. Da geht es um Ideologie gegen Ideologie, Atheismus ist aber keine Ideologie.

  16. smartshooter sagt:

    Atheismus ist keine Ideologie, sondern deren Ablehnung. Im Namen des Atheismus wurden noch keine Kriege geführt. Im Namen Gottes dagegen ständig.

    Davon abgesehen gehen Atheisten mit ihren Gegnern meist humaner um als umgekehrt, was meiner Meinung  nach ein Fehler ist. 

    Was Stalin mit den Popen gemacht hat, oder Napoleon mit der Kirche, war völlig richtig. Wobei sich Stalin nie auf den Atheismus, sondern auf den Kommunismus berief. 

    Wir haben es mit einer 2000 Jahre alten kriminellen Vereinigung zu tun, Zimperlichkeit ist denen fremd! 

  17. ilex (E. Ahrens) sagt:

    #14 Detlef Alsbach am 29. Oktober 2011 um 22:44 = Die Kirche erlebt zwar einen Schumpfungsprozess, aber ich glaube, dass viele Leute einfach nur aus der Kirche austreten, weil sie für den Glauben viel Geld zahlen müssen.

    Solche mag es ein paar geben. Das sind dann allerdings die Schlimmsten – im Verein sein, aber den Beitrag nicht bezahlen. Normalerweise treten aber Leute aus der Kirche aus, weil sie nicht oder nicht mehr gottgläubig sind.

    Dann kommen da noch die Skandale hinzu, aber der Papst kann sagen was er will, es wird geglaubt.

    Bitte nicht so katholozentrisch. 35 % der Leute in Deutschland sind Lutheraner, die haben schon vor 500 Jahren den Papst auf die Seite gelegt.

    Allerdings denke ich, dass gar nicht so viele Menschen, die der Kirche den Rücken zuwenden, die Problematik mit den Auswirkungen des Islams dies zum Anlass genommen haben, aus der Kirche auszutreten.

    Sie meinen, Anbiederung der Kirchen an den Islam wäre Austrittsgrund? Schätze aber, eher bei wenigen. Die meisten Islamkritiker sind vermutlich entweder ungläubig oder militante Christen.

  18. Detlef Alsbach sagt:

    Ich bin immer wieder froh, dass es Leute gibt, die wissen, was normal ist, wirklich toll. Allerdings ist es ganz und gar nicht normal, dass Leute aus der Kirche austreten, weil sie nicht mehr gläubig sind. Was heißt gläubig überhaupt. Da versuchen sich immer wieder ganz schlaue Leute, den Leuten zu erzählen, was gläubig ist. Das muss jeder für sich entscheiden.

    Mein Gott, was für sonderbare Leute hier schreiben, katholozentrisch, Lutheraner, Protestant, Nichtkatholik, egal, auch die Leute, die nicht zur Beichte gehen, sind vom Papst angetan und hören dem sein Geschwafel zu. Aber trotzdem gehen doch die Lutheraner, Protestanten oder Nichtkatholiken in Kirchen. Oder heißen die bei Euch auch anders?

    Ich meine nicht, Anbiederung der Kirche an den Islam wäre ein Austrittsgrund, denn die meisten Leute sind mit der Thematik alles andere als vertraut.  

  19. ilex (E. Ahrens) sagt:

    #18 Detlef Alsbach am 29. Oktober 2011 um 23:28

    Ich bin immer wieder froh, dass es Leute gibt, die wissen, was normal ist, wirklich toll. Allerdings ist es ganz und gar nicht normal, dass Leute aus der Kirche austreten, weil sie nicht mehr gläubig sind. Was heißt gläubig überhaupt. Da versuchen sich immer wieder ganz schlaue Leute, den Leuten zu erzählen, was gläubig ist. Das muss jeder für sich entscheiden.

    Die Leute treten also nicht aus der Kirche aus, weil sie nicht oder nicht mehr gläubig sind? Sehr iInteressant. Gibt es dazu Zahlen? Oder ist es ebenso eine Vermutung wie meine, dass viele es des Nichtglaubens wegen tun und nicht wegen des Geldes.

    Mein Gott, was für sonderbare Leute hier schreiben, katholozentrisch, Lutheraner, Protestant, Nichtkatholik, egal, auch die Leute, die nicht zur Beichte gehen, sind vom Papst angetan und hören dem sein Geschwafel zu.

    Des Papstes Geschwafel interessiert wohl in erster Linie Menschen katholischen Glaubens. Und im Übrigen dürfen auch Lutheraner zu Beichte gehen – natürlich bei einem lutheranischen Geistlichen. Habe ich jedenfalls im Konfirmantenunterricht gelernt – damals, als ich noch Lutheraner war. Also bezeichnen Sie bitte Lutheraner nicht als "sonderbar".

    Aber trotzdem gehen doch die Lutheraner, Protestanten oder Nichtkatholiken in Kirchen. Oder heißen die bei Euch auch anders?

    Sie sind Katholik, oder was? Oder gewesener? Merkt man zu deutlich. Sie sollten nicht den Fehler machen, aus katholischer Sicht das Luthertum herabzusetzen, solange ich es lese. Denn dann würde es argumentativ knallhart zur Sache gehen.

    Ich meine nicht, Anbiederung der Kirche an den Islam wäre ein Austrittsgrund, denn die meisten Leute sind mit der Thematik alles andere als vertraut. 

    Das meinte ich allerdings ebenso und genau so habe ich Sie auch verstanden. Die deswegen aus den christlichenh Kirchen austreten, sind nur wenige.

  20. Indianerjones sagt:

    #18 Detlef

    Ich ,für mich, bin aus der katholischen Kirche ausgetreten in 2 Stufen, erstens ging ich mit ab 14 nicht mehr zur Kirche(Gottesdienst), 2. war ich dann sozusagen ,20 Jahre Papierkatholik und sah das "rk" auf meiner Steuerkarte eher als religonskritisch an.:nerd:.Ich habe die Kirchen aber eh nie gehasst, warum auch, es reichte mir , das ich nicht dazugehörte, die Kirchensteuer war es übrigends auch nicht, die Berechnung dafür ist ein anderes Thema, gibt da was, ist mir aber doch egal….[..] :nerd:

  21. Ein Teil von jener Kraft sagt:

    „Die Abwesenheit Gottes“, behauptete der Papst, sei Ursache von Gewalt und sogar von Konzentrationslagern,  

    Dem kann man als Atheist durchaus zustimmen, natürlich war Gott abwesend und hat diese Dinge entsprechend auch nicht verhindert.

    Verband der kämpfenden Gottlosen :

    http://de.wikipedia.org/wiki/Verband_der_k%C3%A4mpfenden_Gottlosen 

  22. Rechtspopulist sagt:

    "Laut Papst ist Gewalt eine Konsequenz der Leugnung von Gott."

    Dass das Quatsch ist, ist dem Mann bekannt. Er ist nicht bildungsfern, aber Theologe – und das erklärt, warum er solchen Nonsens verbretiet.

  23. Argutus sagt:

    #22 Rechtspopulist am 30. Oktober 2011 um 16:41

    Er ist nicht bildungsfern, aber Theologe

    Ja, ungebildet ist er nicht, aber dennoch vielleicht von Kirche und Theologie so gehirngewaschen, daß er möglicherweise gar nicht mehr reflektiert, welchen Unsinn er redet.

  24. Rechtspopulist sagt:

    " … von Kirche und Theologie so gehirngewaschen, daß er möglicherweise gar nicht mehr reflektiert …"

    Der wäscht sich sozusagen selbst! :rofl:

  25. Frank Berghaus sagt:

    #24 Rechtspopulist am 30. Oktober 2011 um 18:59

    Autogene Gehirnwäsche! Bei Katholiken gibt es nichts, was es nicht gibt :wink:

  26. Detlef Alsbach sagt:

    Uih, jetzt habe ich aber Angst, der krankhafte Lutheraner droht. Was kann man gegen Lutheraner sagen? Sie mögen auch Männer und Knaben, haben schon mal eine Freundin und zeugen Kinder mit diesen. Ein extremistischer Lutheraner, wer hätte das gedacht. Das es so etwas Lächerliches noch gibt. Wie gesagt, ein Feigling, wer nicht zur Öffentlichkeit steht. Bevor Sie die 10 Gebote runterbeten, sollten Sie sie befolgen, allein schon daran geht der Glaube zu Boden. War Luther nicht auch Antisemit?  

  27. ilex (E. Ahrens) sagt:

    #26 Detlef Alsbach am 30. Oktober 2011 um 19:28

    Sie sollten dringend an ihren Bezeichnungen für andere Menschen arbeiten. Und Texte einfach mal lesen – begriffen haben sie offensichtlich wenig davon.

    Wenn Sie unter Klarnamen posten – meinetwegen. Sich dadurch als etwas besseres fühlen zu können, mag dann ihre ureigene Freude sein. Ansonsten kann sich auch jeder "Detlev Alsbach" nennen – Klarname ist Name, Geburtsdatum und Adresse.

  28. pinetop sagt:

    Auch ich ärgere mich bei so mancher Aussage von Theologen. Aber meistens ist da nur ein verächtliches Lachen

  29. Kritikus sagt:

    Der Papst greift nicht nur die Atheisten an – auch die Protestanten
    Protestanten sind keine Kirche
    Süddeutsche Zeitung      11.07.1007
    Ein neues Dokument hat die Einzigartigkeit der katholischen Kirche bekräftigt. Papst Benedikt XVI. hat den Inhalt ausdrücklich genehmigt.
    Der Vatikan hat den Protestanten das Recht abgesprochen, ihre Glaubensgemeinschaft als Kirche zu bezeichnen. Dies ist der Kern eines am Dienstag veröffentlichten Dokuments der Glaubenskongregation, das Papst Benedikt XVI. ausdrücklich gutgeheißen und genehmigt habe.
    Wie bereits in dem umstrittenen Schreiben "Dominus Iesus" im Jahr 2000 wird die Einzigartigkeit und der Vorrang der katholischen Kirche bekräftigt.
    Zur Begründung heißt es, Protestanten und andere christliche Gemeinschaften, die nicht den Papst anerkennen, könnten sich nicht auf die "apostolische Sukzession“ berufen.
    Damit ist die katholische Lehre gemeint, wonach sich Päpste und Bischöfe noch heute auf den Auftrag Jesu Christi an die Apostel zur Glaubensverbreitung berufen.
    Keine "Kirchen im eigentlichen Sinn"
    Deshalb sind sie "nicht Kirchen im eigentlichen Sinn", sondern "kirchliche Gemeinschaften, wie die Konzils- und Nachkonzilslehre bezeigt", heißt es in einem Kommentar der Glaubenskongregation zu dem Dokument. Die Verfasser räumen allerdings ein, dass "diese klaren Aussagen bei den betroffenen Gemeinschaften und auch in katholischen Kreisen Unbehagen verursacht haben".
    Aber es sei "nicht ersichtlich, wie man diesen Gemeinschaften den Titel 'Kirche' zuschreiben könne", heißt es weiter. Allerdings hätten die protestantischen Gemeinschaften "zweifellos einen kirchlichen Charakter und einen daraus folgenden Heilswert“.
    Rückschlag für Ökumene
    Das Dokument dürfte insbesondere die Bemühungen um ein ökumenisches Miteinander mit protestantischen und orthodoxen Kirchen erschweren. Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Bischof Wolfgang Huber, bezeichnete die Erklärung des Papstes als versäumte Chance. Die Hoffnung auf einen Wandel der Ökumene sei damit erneut in die Ferne gerückt.
    Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Karl Lehmann, räumte ein, die Stellungnahme erscheine in ihrer Knappheit und Dichte möglicherweise hart. Sie lasse aber grundlegend Raum, die anderen Kirchen nicht nur moralisch, sondern auch theologisch als Kirchen zu achten.

  30. ilex (E. Ahrens) sagt:

    Es lohnt ja nun nicht, Katholiken und Lutheraner gegeneinander auszuspielen. Letzlich kann es die Lutheraner nur einen feuchten Kehricht angehen, was der Papst sagt – so wie es Atheisten wenig bekümmert, was sowohl Katholiken als auch Lutheraner meinen.

    Davon abgesehen sollten Lutheraner schon aus taktischen Gründen nicht dem Papst im Sinne eines christlichen Geamtfriedens hinterher laufen. Theologisch gesehen müsste es ja umgekehrt sein. So sieht man, dass das ganze mal wieder eine reine Macht- und Imagefrage ist.

  31. Frank Berghaus sagt:

    #29 Kritikus am 19. Dezember 2011 um 15:30

    Ich darf dich ganz herzlich als Kommentator auf WB begrüssen. Ich hoffe sehr, dass du uns auch hier mit deinen Lesetipps nicht allein lässt :wink:

  32. pinetop sagt:

    Es gehört eher zu meiner Natur moderat zu sein. Aber wenn ich die jüngsten Äußerungen lesen muss, frage ich mich, ob Hitchens Methode die bessere ist. Ein deutsches Sprichwort heißt: "Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus". Mit der gleichen Härte sollte man sich auch die Merkwürden vornehmen. 

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